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Familienhunde – Klein, Mittelgroß & Groß

von Michelle Holtmeyer
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Was sind die perfekten Familienhunde? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Denn nicht nur Familien sind individuell, auch die Vierbeiner haben unterschiedliche Charaktere und Wesen. In diesem Artikel erklären wir Dir, wodurch sich perfekte Familienhunde auszeichnen und wir zeigen Dir die beliebtesten kleinen, mittelgroßen und großen Familienhunde.

Was sind Familienhunde?

Ein typischer Familienhund ist belastbar, ausgeglichen, freundlich, verspielt und kinderlieb. Sie dürfen auf keinen Fall aggressives Verhalten an den Tag legen.

Die perfekten Familienhunde

Hunde bringen viel Freude in unser Leben. Auch in Familien trifft man die Vierbeiner häufig an, denn oftmals fördern sie das soziale Miteinander und sind insbesondere bei Kindern sehr beliebt. Doch nicht alle Hunderassen eignen sich optimal als Familienhunde, vor allem dann, wenn die Kinder noch sehr klein sind. Wir klären auf, welche Hunderassen optimale Familienhunde darstellen.

Generell gilt, dass Familienhunde vor allem ruhig, geduldig und nervenstark sein sollten. Denn schließlich leben die Hunde oftmals mit (kleinen) Kindern zusammen, was die Nerven schon mal ganz strapazieren kann. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Hunde friedfertig und kinderlieb sind. Darüber hinaus sollte die Reizschwelle möglichst hoch sein. Denn Hunde, die auf jeden kleinen Reiz reagieren, überfordern Familien oftmals. Aggressives Verhalten darf er auf keinen Fall zeigen, daher sollte das Aggressionspotenzial rassebedingt möglichst niedrig sein.

Zudem empfiehlt es sich, nach Hunden zu gucken, die keinen ausgeprägten Wach- oder Schutztrieb besitzen. Das bringt oftmals Stress mit sich, vor allem, wenn mal zu viel Besuch da ist, denn oftmals wollen die Hunde dann ihre Besitzer “beschützen”. Auch Hunde mit einem ausgeprägten Jagdtrieb eignen sich nicht optimal als Familienhunde.

Wichtig ist, und das sei vorab gesagt: Auch wenn eine Hunderasse sich eigentlich perfekt für eine Familie eignet, ist jeder Hund charakterlich individuell. Dazu kommt, dass ein Vierbeiner immer artgerecht gehalten und gut erzogen werden muss, damit ein harmonisches Miteinander möglich ist.

Kleine Familienhunde

 
  • Maltipoo

     

  • Papillon

     

  • Malteser

     

  • Mops

     

  • Havaneser

     

  • Französische Bulldogge

     

  • Dackel

     

  • Chihuahua

     

  • Border Terrier

     

  • Bolonka Zwetna

     

  • Bichon Frisé

     

  • Affenpinscher

     

Wer kennt sie nicht? Kleine Hunderassen wie Chihuahuas oder Französische Bulldoggen. Diese gehören zu den kleinen Familienhunden und aufgrund ihrer Größe passen sie fast wie in jede Handtasche. Um jedoch artgeregt mit ihnen umzugehen, empfiehlt es sich, die kleinen Vierbeiner bei Ausflügen, beispielsweise im Auto, in einer dafür vorgesehenen Hundebox zu transportieren. Im Notfall kann der Hund schnell auf den Arm genommen werden.

Zu den kleinen Familienhunden zählen alle Hunderassen mit einer Widerristhöhe von unter 50cm und einem Gewicht, das kleiner ist als 20 Kilogramm. Sie sind häufig sehr menschenbezogen und zutraulich, deshalb eignen sie sich nicht nur aufgrund ihrer Größe gut als Familienhunde. Typische Hunderassen sind der beispielsweise der Malteser, der Dackel, der Jack Russell Terrier oder der Mops.

Durch ihre geringe Größe kannst Du sie leichter im Haus oder in der Wohnung halten, da sie nicht so viel Platz benötigen, wie große Hunde. Wichtig ist hierbei trotzdem, dass der Hund nicht beengt leben muss. Bevor Du Dir also einen Hund anschaffst, solltest Du auch bei den kleinen Hunden gut darüber nachdenken, ob Du ausreichend Platz bieten kannst.

Kleine Familienhunde haaren deutlich weniger als größere Hundevertreter und sind somit pflegeleichter. Außerdem haben sie oft eine hohe Lebenserwartung. Nicht selten werden die kleinen Hunde 12 bis 15 Jahre alt. Auch die Kosten sind geringer, denn sie verbrauchen im Gegensatz zu großen Familienhunden deutlich weniger Futter.

Doch Achtung: Oft entwickeln die Kleinsten das größte Mundwerk. In der Erziehung sollte man also trotz alledem mit Konsequenz arbeiten. Außerdem brauchen auch sie ein passendes Maß an Auslauf. Spaziergänge stehen somit auch mit den kleinen Familienhunden auf der Tagesordnung. Der Besuch einer Hundeschule ab dem Welpenalter wird empfohlen, denn hier wird eine gute Erziehung vorangebracht und die Hunde können ihre Artgenossen kennenlernen.

Auch die Ausübung von Hundesport ist für manche Rassen empfehlenswert.  Aufgrund ihrer geringen Größe sind die Vierbeiner zwar pflegeleichter was das Fell angeht, jedoch besteht ein erhöhtes Risiko für Zahnprobleme, wenn die Zähne im kleinen Kiefer sehr nah aneinander stehen. Regelmäßige Besuche beim Tierarzt beugen dem vor.

Kleine Hunde, die eigentlich als Jagd-, Wach-, Schutz- oder Hütehund eingesetzt werden, eignen sich eher weniger als Familienhunde. Wer sich über gewisse Rassen informiert und über einen Kauf nachdenkt, sollte sich demnach immer an seriöse Züchter wenden. Diese kennen ihre Hunderasse gut und stehen Dir gerne mit einem Rat zur Seite.

Welche Hunderasse eignet sich als Familienhund?

Es gibt nicht die eine spezifische Familienhunderasse. Viele Hunde, wie beispielsweise der Labrador RetrieverGolden RetrieverCollieBeagleDalmatinerJack Russell Terrier oder aber die Französische Bulldogge, eignen sich als Familienhunde. Man sollte darauf achten, dass sie Kinder gegenüber freundlich sind. Wer bereits eine Rasse im Visier hat, kann sich an seriöse Züchter wenden und diese nach der Eignung zum Familienhund fragen.

Mittelgroße Familienhunde

  • Goldendoodle

     

  • Tibet Terrier

     

  • Whippet

     

  • Kleinpudel

     

  • Irish Soft Coated Wheaten Terrier

     

  • Golden Retriever

     

  • English Cocker Spaniel

     

  • Deutscher Wachtelhund

     

  • Cavalier King Charles Spaniel

     

  • Beagle

     

  • Australian Shepherd

     

  • Amerikanischer Cocker Spaniel

     

Sie sind weder groß noch klein – die mittelgroßen Familienhunde. Sie sind mindestens 40 und maximal 59 cm groß und können bis zu 40 Kilogramm wiegen. Die mittelgroßen Hunde erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Wer nämlich keinen zu kleinen aber irgendwie auch keinen zu großen Hund besitzen möchte, der entscheidet sich für den Kompromiss. Zur Not kann Dein mittelgroßer Familienhund auch noch getragen werden, wenn es notwendig ist. Besonders beliebt sind die Rassen Labrador RetrieverGolden RetrieverAustralian Shepherd und Beagle.

Mittelgroße Familienhunde sind in der Regel leicht zu erziehen und zeigen sich verträglich mit Artgenossen. Generell weisen diese Vierbeiner kaum Nachteile auf. Auch beim Sport sind diese Hunde ein guter Begleiter. Da sie sich gerne bewegen, sind sie die perfekten Spielbegleiter für Kinder.

Dennoch musst Du hier unbedingt auf die rassespezifischen Eigenschaften achten. Viele der mittelgroßen Hunde wurden ursprünglich als Jagd-, Hüte-, Lauf- oder Wachhund gezüchtet. Diese Hunde sollten entsprechend ihrer rassespezifischen Veranlagungen gefördert und ausgelastet werden. So sollte ein ehemals zur Jagd gezüchteter Hund beispielsweise mit Apportier- oder Fährtenspielen bezüglich seines Jagdtriebes gefördert werden. Manche Hunderassen eignen sich auch für die Ausübung von Hundesportarten wie Agility.

Wenn sie genügend ausgelastet sind, sind sie meist gelassener und so sollte die Erziehung der Vierbeiner kein Problem werden. Wer in diesem Fall nicht über nötiges Know-How verfügt, sollte sich die Rasseportraits in unserem edogs Magazin anschauen. Hier findest Du alle wichtigen Informationen zur Rasse und darüber, was Du beachten solltest.

Die Lebenserwartung der mittelgroßen Familienhunde ist zwar noch höher als die der großen Familienhunde, jedoch kann man nicht pauschal über alle Rassen hinweg behaupten, dass sie robuster sind. Die Lebenserwartung liegt im Schnitt bei 10 bis 15 Jahren. Häufige Erkrankungen sind Hüftgelenksdysplasie, Bandscheibenvorfall oder auch Adipositas.

Die Ernährung spielt für Hunde eine große Rolle, deshalb muss hier auf eine qualitativ hochwertige Nahrung geachtet werden, die passend zum Aktivitätslevel des Hundes dosiert ist. Ansonsten sind sie meistens eher unkompliziert, was die Ernährung betrifft.

Große Familienhunde

  • Labradoodle

     

  • Pudel

     

  • Neufundländer

     

  • Labrador Retriever

     

  • Golden Retriever

     

  • Deutscher Schäferhund

     

  • Dalmatiner

     

  • Border Collie

     

  • Bobtail

     

  • Bernhardiner

     

  • Berner Sennenhund

     

  • Bearded Collie

     

Kommen wir nun zu den Großen. Die großen Familienhunde sind mindestens 60 cm groß und wiegen bis zu 90 Kilogramm. Dadurch wirken sie vor allem auf Kinder schnell angsteinflößend. Deshalb ist besonders hier die konsequente Erziehung und dadurch die Kontrolle über den Hund ein wichtiges Kriterium, um niemanden unnötig zu erschrecken. Am liebsten werden hier Pudel, der Collie, der Border Collie, der Dalmatiner oder der Deutsche Schäferhund gewählt.

Bezüglich der Haltung können einige große Familienhunde in Wohnungen gehalten werden. Hier spielt dann aber vor allem die körperliche und geistige Auslastung eine große Rolle, denn große Hunde müssen meistens auch viel bewegt werden, um ausgelastet zu sein. Deshalb wird generell empfohlen, große Hunde nicht in kleinen Wohnungen zu halten. Am besten eignet sich ein Haus mit Garten, wo der Familienhund auch alleine draußen bleiben kann.

Aufgrund ihres hohen Bewegungsdrangs eignen sie sich gut als Sportbegleiter. Sie laufen gerne beim Joggen oder Fahrradfahren nebenher. Wer ein Haus mit Garten hat, kann einen Zwinger im Garten aufstellen. So kann der Hund frei laufen und sich auch mal zurückziehen, wenn er möchte. Allerdings sind nicht alle Hunde für die Zwingerhaltung geeignet. Wenn der Hund draußen läuft, bedeutet dies natürlich gleichzeitig mehr Dreck, wenn er dann mal ins Haus darf.

Große Familienhunde verlieren öfter mehr Haare als kleinere Hunde. Besonders um die Zeit des Fellwechsels bedarf es eines täglichen Bürstens der Hunde. Demnach sind sie oft etwas aufwändiger in der Pflege. Das kommt dann aber auch wieder ganz individuell auf die jeweilige Rasse an, denn es gibt auch große Hunde mit pflegeleichterem Fell als andere.

Aufgrund des meist höheren Gewichts sind sie leider meistens nicht so einfach zu tragen. Wenn Dein Hund eine Verletzung hat, könnte sich der Transport zum Tierarzt schwieriger gestalten.

Wer einen großen Hund als Familienhund haben möchte, sollte auch hier auf die rassespezifischen Veranlagungen achten. Ein großer Hund mit gleichzeitigem Jagd– oder Wachinstinkt ist nicht unbedingt als Familienhund empfehlenswert. Ihre Lebenserwartung liegt meist zwischen 8 und 13 Jahren. Dies ist ebenfalls abhängig von der Haltung und der Ernährung. Du solltest immer auf eine qualitativ hochwertige Nahrung achten. Große Hunde brauchen entsprechend mehr Nahrung als kleinere Hunde.

Häufige Erkrankungen von großen Familienhunden sind Hüft- und Ellenbogendysplasie, Bandscheibenvorfälle, Herzerkrankungen oder Osteochondrosis dissecans (OCD).

Ist der Do Khyi ein Familienhund?

Der Do Khyi kann zu einem friedfertigen und freundlichen Familienhund erzogen werden. Allerdings nur dann, wenn ein erfahrener Halter ihm von Beginn an klare Grenzen setzt und ihm viel Geduld entgegenbringt. Der Do Khyi ist vor allem eins: Ein prädestinierter Wachhund.

So findest Du den besten Hund für Deine Familie

Bevor sich eine Familie einen Hund kauft, sollte vorab geschaut werden, ob dieser vom Aktivitätslevel zu den Menschen passt, denn jeder Haushalt hat einen individuellen Lebensstil. Überlegt zunächst, was für ein “Typ Familie” ihr seid.

Wichtige Anhaltspunkte dafür sind beispielsweise

  • Aktivitätslevel (Seid ihr viel unterwegs?)
  • Wohnsituation (Haus mit Garten oder eine Wohnung)
  • Alter der Kinder
  • Zeit (Ist genug Zeit, um täglich mehrere (längere) Spaziergänge zu unternehmen?)
  • Verantwortung (Wer übernimmt die Verantwortung, sind die Kinder dafür schon alt genug?)
  • Allergien (Gibt es in der Familie Allergiker?)
  • Arbeitssituation (Kann der Hund mit zur Arbeit genommen werden oder muss er den größten Teil des Tages alleine bleiben?)

Mache Dir mit Deiner Familie zu diesen Punkten Gedanken bevor ihr euch auf die Suche nach einer geeigneten Rasse macht.

Mittelgroße Familienhunde: Hund sitzt im vollgepacktem Kofferraum eines roten Autos

Welcher Hund ist der richtige Familienhund?

Welcher Hund der passende Hund für Dich und Deine Familie ist, hängt von vielen Gegebenheiten ab. Habt ihr eine kleine Wohnung, so empfiehlt sich ein etwas kleinerer Hund. Kann der Hund im Garten laufen oder ihr seid eine aktive Familie, so kann es auch gerne ein etwas größerer Hund sein. Informiere Dich vor Anschaffung eines Familienhundes immer gut über dessen Eigenschaften und rassespezifischen Veranlagungen.

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