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Erster eigener Hund – Worauf Du beim Hundekauf achten solltest

von Denis Uwelius
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Wahrscheinlich hast du dich schon viel mit dem Thema „ erster eigener Hund“ beschäftigt. Du hast dir schon Gedanken darüber gemacht, wie es ist einen eigenen Hund zu haben und was vor dem Kauf alles geplant werden muss? Hier findest Du eine Checkliste mit Tipps, die du beim Hundekauf beachten solltest.

Im Video: Hundekauf – Was musst Du beachten?

Schau Dir auch in unserem YouTube-Video an, was Du beim Hundekauf alles beachten musst:

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Diese Fragen solltest Du dir vor dem Hundekauf stellen

1. Habe ich ausreichend Wohnraum?

Wer zur Miete wohnt, muss vor dem Hundekauf mit seinem Vermieter besprechen, ob dieser Hundehaltung erlaubt. Außerdem sind manche Wohngegenden mehr, manche weniger geeignet, um dort einen Hund zu halten. Eine schöne Umgebung, die zum Gassi gehen einlädt, ist hier auf jeden Fall ein großes Plus. Des Weiteren sollte bedacht werden, dass ein zukünftiger Umzug, dann mit Hund, sich wesentlich schwieriger gestalten kann, als ohne Haustier.

Auch solltest du dir darüber im Klaren sein, dass ein Hund mehr Putzarbeit bedeutet. Er haart, bringt Dreck mit in die Wohnung oder wirft seinen Napf um. Häufigeres sauber machen wird also auf dem Plan stehen, wenn du dich für einen Hund entscheidest.

2. Bin ich körperlich fit genug?

Einen Hund zu halten bedeutet, auch den Bedürfnissen des Hundes gerecht zu werden. Hunde sind sehr aktive Tiere, die (je nach Rasse manche mehr, andere weniger) sich bewegen möchten. Egal ob beim spazieren gehen oder spielen: Hunde sollten körperlich ausgelastet werden. Um dies als Hundehalter leisten zu können, muss der gesundheitliche Zustand und die körperliche Fitness stimmen.

Ein weiterer gesundheitlicher Aspekt sind Allergien. Teste im Vorfeld, ob alle im Haushalt lebenden Personen ohne Probleme mit einem Hund zusammen leben können. Es wäre für alle eine schlimme Situation, wenn der neue Liebling die Familie wieder verlassen müsste, weil die Gesundheit nicht mitspielt.

Mann spielt mit Hund

Viele Hunderassen liebe die körperliche Auslastung – bist du fit genug, um deinen Hund ausreichend zu beschäftigen?

3. Habe ich genügend Zeit?

Hast du genügend Zeit, um einem Hund täglich gerecht zu werden? Wenn du im Alltag immer von einem Termin zum anderen eilst, oft länger unterwegs bist und deine Freizeit mit Freunden verbringen möchtest, ist ein Hund vielleicht nicht die beste Entscheidung.

Wenn es ein Welpe werden soll, ist es am besten sich in den ersten zwei bis vier Wochen Urlaub zu nehmen. So können sich alle in Ruhe auf die neue Situation einstellen.

4. Bin ich bereit Verantwortung zu übernehmen?

Je nach Rasse und Typ eines Hundes kann die Lebenserwartung bei ungefähr 15 Jahren liegen. Das bedeutet, dass man sich mit dem Hundekauf auf einen langen Zeitraum dem Tier verpflichtet. Es ist immer offen, was die Zukunft bringt, jedoch sollte die grundsätzliche Bereitschaft, sich für viele Jahre um das Tier zu kümmern, gegeben sein.

Das gilt auch, wenn der Hund älter wird und nicht mehr so fit ist. Bist du bereit, dein Tier bis ins hohe Alter zu pflegen und im schlimmsten Fall zum Wohle des Tieres zu entscheiden, auch wenn es vielleicht sehr schmerzt? Ein Hund wird dich bedingungslos lieben und immer für dich da sein – kannst du das auch?

5. Was sagen Familie und Freunde dazu?

Natürlich bist du niemandem Rechenschaft schuldig und wenn du dich für einen Hund entscheidest, ist das deine Sache. Dennoch ist es durchaus sehr sinnvoll, die Personen aus deinem engen Umfeld mit einzubeziehen. Einerseits erfährt man so sehr schnell, wer sich mal um den Hund kümmern kann.

Auch wenn alles gut geplant ist: es kann immer mal etwas dazwischen kommen (Termin, Krankheit), sodass man darauf angewiesen ist, dass sich jemand spontan um den Hund kümmern kann. Andererseits ist der Hundekauf an sich schon aufregend genug, da ist es am besten, wenn man die volle Unterstützung seines Umfeldes hat.

6. Wie werde ich den Urlaub gestalten?

Ein weiteres Thema, über das man sich im Vorfeld vor einem Hundekauf Gedanken machen sollte, ist der Urlaub. Leute, die gerne viel reisen, sollten sich überlegen ob dies auch mit Hund möglich ist. Eine tolle Möglichkeit sind hier Wanderurlaube oder Urlaub am Meer in der Nähe von einem ausgewiesenen Hundestrand.

Wenn es in die Ferne gehen soll, ist es meist für alle Beteiligten am erholsamsten, den Hund in dieser Zeit durch eine andere Person betreuen zu lassen. Informiere dich hierzu rechtzeitig! Am einfachsten ist es hier, wenn sich jemand aus deinem Familien- oder Bekanntenkreis bereit erklärt.

 

Hund und Familie in der Natur

Du solltest dich fragen, ob ein Hund mit deinen üblichen Urlaubsaktivitäten vereinbar wäre.

7. Bin ich bereit die Kosten zu tragen?

Einen Hund zu halten, kostet Geld. Und dabei ist der Anschaffungspreis im Verhältnis zu den laufenden Kosten gering. Um einen ungefähren Überblick über den finanziellen Aspekt zu bekommen, kann du dir beispielhafte Kostenübersichten ansehen. Du solltest die Fragen ehrlich beantworten, und schauen, ob du in der Lage bist, diese Kosten zu tragen. Außerdem solltest du immer eine gewisse Rücklage haben, falls mal ein medizinischer Notfall oder ähnliches auftritt.

8. Wie möchte ich meine Freizeit gestalten?

Stelle dir die Frage: Wie verbringe ich am liebsten meine Freizeit? Was sind meine Hobbys? Könnte ein Hund mich bei dieses Aktivitäten begleiten? Dass es problematisch werden könnte, Beruf und Hund unter einen Hut zu bekommen, ist recht offensichtlich.

Das Gleiche kann jedoch auch mit Freizeitaktivitäten und Hobbys passieren. Überlege dir, ob du dir vorstellen kannst, deine Freizeit nach dem Hund zu richten und ggf. auf Dinge zu verzichten. Vielleicht entdeckst du ja ein neues Hobby, das du super zusammen mit deinem Hund ausführen kannst.

9. Bin ich der richtige Typ dafür?

Kannst du damit umgehen, dass ein Hund ein Lebewesen mit eigenem Kopf ist und wahrscheinlich nicht immer alles so laufen wird, wie du es dir wünscht? Kannst du in stressigen und frustrierenden Situationen ruhig bleiben? Hast du die Geduld, dich in allen Situationen liebevoll und einfühlsam, aber konsequent um deinen Hund zu kümmern? Geduld, Ruhe und Konsequenz sind Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Umgang mit Hunden.

10. Reicht meine Erfahrung aus?

Jährlich landen tausende von Hunden aufgrund von Verhaltensstörungen im Tierheim. In den meisten Fällen lässt sich dieses Verhalten jedoch auf die Erziehung des Hundes zurückführen. Um ein harmonisches und glückliches Miteinander von Mensch und Hund zu erreichen, ist ein gut erzogener Hund sowie ein sicherer und ruhiger Besitzer eine Grundvoraussetzung.

Wenn man noch wenig Erfahrungen mit Hunden gesammelt hat, ist es notwendig, sich vor dem Hundekauf umfassend mit dem Thema Hundehaltung und Erziehung auseinanderzusetzen. Außerdem kann man sich Unterstützung und Hilfe von erfahrenen Hundehaltern oder Fachmännern holen. Auch wenn man schon sehr erfahren mit Hunden ist, es gilt immer der Satz: „Man lernt nie aus!“

 

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