Maltipoo

Der Maltipoo ist einer der vielen neuen Hunderassen, die unter dem Begriff Designerhunde zusammengefasst werden. Beim Maltipoo handelt es sich um einen reinen Begleithund, der aus dem beiden bestehenden Rassen des Maltesers und des Pudels (meist der Kleinpudel oder Zwergpudel) gezüchtet wurde. Bisher ist die Rasse des Maltipoo nicht als eigenständige Rasse beim FCI anerkannt. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Züchtern und Liebhabern der kleinen klugen Hunde.

Maltipoo im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 30 cm
Gewicht: 03.05.2017 kg
FCI-Gruppe: Nicht anerkannt
Sektion:
Herkunftsland: USA
Farben: Weiß, Grau, Aprikose, Braun, Schwarz
Lebenserwartung: 12-15 Jahre
Geeignet als: Familien- und Begleithund
Sportarten:
Charakter: Selbstbewusst, Fröhlich, Anhänglich
Auslaufbedürfnisse: gering
Sabber-Potential:
Stärke des Haarens:
Pflegeaufwand: mittel
Fellstruktur: mittellang, mehr oder weniger gekräuselt, seidig und wollig
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial: eher nein

Herkunft und Rassegeschichte

Der Maltipoo gehört zu den neuen Hunderassen, die in den letzten Jahren das Licht der Welt erblickt haben. Diese geplanten Kreuzungen zwischen zwei Rassen, wobei sehr oft der Pudel beteiligt ist, nennt man Designerhunde oder auch Hybridhunde. Letzten Endes sind es geplante Mischlinge, wobei die Züchter hoffen, die besten Eigenschaften von zwei Rassen zu kombinieren und somit neue Hunderassen zu etablieren. Die Beweggründe hinter diesen Züchtungen sind unterschiedlich. Einige Züchter wollen gegen die Überzüchtung der bestehenden Rassehunde ankämpfen, während andere besonders die allergiefreundlichen Felle der Hunde schätzen. Die Zucht mit den Designerdogs begann mit den Labradoodlen. Diese wurden erstmals in Australien in den 1980er Jahren gezüchtet.

Maltipoo im Rasseportrait
Ein süßer Welpe der Rasse Maltipoo

Das Ziel der damaligen Zucht war es einen Blindenführhund zu erschaffen, der die Arbeitsleistung und den sehr ruhigen Charakter des Labradors hat und somit ideal als Begleiter und Helfer für blinde Menschen arbeiten kann und gleichzeitig ein allergikerfreundliches Fell besitzt. Da das wenig haarende Fell des Pudels als allergikerfreundlich gilt, war er der perfekte Zuchtpartner. Die Welpen hatten eine ähnliche Fellstruktur wie der Pudel und verloren nur sehr wenig bis gar kein Fell. Allerdings müssen sie, wie der Pudel, regelmäßig geschoren werden.

Nachdem die Labradoodle so erfolgreich waren und sich rasant über die ganze Welt verbreiten haben, folgten schnell weitere Rassen, wie der Goldendoodle und auch der Maltipoo. Speziell beim Maltipoo wird gehofft, dass er ein lebhafter Begleithund wird, der etwas verspielter und sportlicher ist als der Malteser und dennoch weniger hibbelig als der Zwerg- bzw. der Toypudel. Die neue Rasse gibt es an sich erst seit wenigen Jahren, dennoch finden sich zahlreiche Liebhaber und es gibt auch einige seriöse Züchter, die mit Stammbaum und Ahnentafel arbeiten, jedoch keine FCI Papiere oder Zulassungen von anderen internationalen Rasseverbände haben.

Was ist ein Maltipoo?

Ein Maltipoo ist eine Kreuzung zwischen einem Malteser und einem Pudel. Diese neue Rasse zählt zu den Designerdogs und ist strenggenommen noch ein Mischling.

Wesen & Charakter vom Maltipoo

Wie bei allen Designerdogs hoffen die Züchter beim Maltipoo auf eine harmonische Verbindung der guten Charaktereigenschaften der des Pudels und des Maltesers. Jedoch ist es oft ein Überraschungspaket, welche Eigenschaften die Welpen erhalten. So gibt es in jedem Wurf der Maltipoos auch Welpen, die einen Jagdtrieb besitzen, den sie vom Pudel geerbt haben. Der Züchter kennt die Welpen und deren Verhaltensweisen recht gut und kann eine erste Einschätzung für die neuen Besitzer treffen, wobei sich der weitere Charakter des Tieres auch in Hinblick auf die Haltung und Erziehung noch verändern kann.

Die meisten Welpen aus einem Wurf von Maltipoos sind offene und sehr verspielte Hunde, die keine scheu vor Menschen kennen und freudig jeden begrüßen. Sie binden sich eng an ihre Bezugsperson und sind freundliche Familienhunde, sie können sehr anhänglich sein und haben oft Probleme, alleine zu bleiben. Sie haben keine Probleme mit anderen Hunden oder anderen Haustieren und vertagen sich sehr gut mit Kindern. Einige Maltipoos sind jedoch auch recht sensibel, weshalb der Besitzer darauf achten sollte, den Hund langsam an Dinge heranzuführen und ihn nicht zu überfordern, da er sonst schnell Ängste entwickeln kann.

Viele der kleinen Hunde sind echte Abenteurer und wollen gemeinsam mit ihrem Besitzer die Welt entdecken. Sie sind sportlich und brauchen eine körperliche Herausforderung – ebenso wie geistige Beschäftigung. Er kann dazu neigen auf seinem Territorium Besucher anzuzeigen, wobei eine gute Erziehung hilft, dass aus dem süßen Knirps kein Kläffer wird. Der Maltipoo ist zudem ein Charmeur und versteht es schnell seinen Besitzer um den Finger zu wickeln. Hier ist eine klare Linie bei der Erziehung gefragt, damit der kleine Maltipoo nicht die Herrschaft im Haus übernimmt.

Sind Maltipoos Kläffer?

Nein, der Maltipoo ist generell kein Kläffer. Wenn ihm eine gute Erziehung und Sozialisierung zukommt, wird er ein ruhiger und freundlicher Hund. Allgemein kann es ein, dass er Besucher anzeigt, jedoch neigt er nicht übermäßig zum Kläffen.

Aussehen des Maltipoo

Da es noch keinen einheitlichen Standard bei den Maltipoo gibt, kann auch das Aussehen der Hunde unterschiedlich sein. Es kann eine Mischung der beiden Felltypen des Pudels und des Maltesers ergeben oder der Welpe hat eine Fellstruktur, die sich an einer der beiden Rassen anlehnt.

Maltipoo im Rasseportrait
Ein glücklicher Maltipoo auf einem Ausflug am Strand

Die meisten Welpen haben einen Teddy-Look: Dies bedeutet sie haben sehr dichtes lockiges oder stark gewelltes Fell. Die Locken sind offener und großer als beim Pudel und durch den Malteser, der ein sehr weiches und feines Fell hat, ist die Haarstruktur meist sehr seidig und glänzend. Ist das Haar eher wie beim Pudel, sind die Locken sehr dicht und wesentlich kleiner, dennoch sind diese Hunde meist für Allergiker geeignet. Die Größe des Maltipoo variiert, je nachdem ob ein Zwerg- oder ein Toypudel gekreuzt wurde. Im Durchschnitt haben die Maltipoo ein Gewicht von vier Kilo, wobei es auch durchaus Hunde gibt, die größer werden und auf acht Kilo kommen. Die Durchnittsgröße bei den Maltipoo liegt bei 28 cm Schulterhöhe, es gibt sowohl kleinere als auch größere Exemplare.

Die Fellfarbe kann sehr unterschiedlich sein. Obwohl alle reinen Malteser ein weißes Fell besitzen, kann der Maltipoo durch den Pudel verschiedene Farben haben. Meist sind die Hunde Weiß, Schwarz, Braun, Creme oder Apricot. Neben diese einfarbigen Fellen gibt es noch jede dieser Farbe als zweifarbige Variante.

Wie sieht ein ausgewachsener Maltipoo aus?

Das Aussehen des Maltipoo hängt sehr stark davon ab, welche Gene sich bei der Verpaarung durchsetzen konnten. Sehr oft haben die Hunde einen Teddy-Look, wobei sehr Malteser noch gut zu erkennen ist und oft nur das Fell vom Pudel weitergegeben wird.

Erziehung & Haltung des Maltipoo – Das gilt es zu beachten

Der Maltipoo ist für Hundeanfänger geeignet und gilt als eine leicht erziehbare Hunderasse. Die größte Herausforderung für den Halter wird darin liegen, dem Charme des Hundes zu widerstehen und sich an aufgestellte Regeln zu halten. Ansonsten lernt der kleine Hunde schnell und lässt sich mit Spielzeug oder einem Leckerli leicht motivieren. Er sollte früh die Grundkommandos kennenlernen und mit allen alltäglichen Dingen vertraut gemacht werden, damit keine Angst im Alltag entwickelt.

Eine gute Sozialisierung ist ebenfalls wichtig, trotz seiner kleinen Größe interagiert der Maltipoo gerne mit anderen Hunden und ist sehr verspielt. Damit er viele verschiedene Hunderassen kennenlernt, ist der Besuch einer Hundeschule oder eines Hundevereins ratsam. Hier bekommt der Besitzer auch schnell Hilfe, wenn etwas aus dem Ruder läuft und der Hund unerwünschtes Verhalten zeigt.

Der Maltipoo ist ein sehr aktiver Hund, der auch gut einen Hundesport für kleine Hunde ausüben kann, beispielsweise Trickdogging oder DogDancing. Da beim Maltipoo auch der Pudel seine Gene weitergibt, kann es sein, dass der kleine Hund Interesse am Jagen entwickelt. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, das der Rückruf ausgiebig trainiert wird und gegebenenfalls auch ein Antijagdtraining stattfindet.

Wie oft muss ein Maltipoo zum Friseur?

Dies kommt darauf an, wie die Fellstruktur des Hundes ist. Im Durchschnitt muss der Maltipoo alle drei Monate zum Hundefriseur.

Ernährung des Maltipoo

Bei der Ernährung ist der Maltipoo sehr anspruchslos. Er besitzt einen robusten Magen und verträgt in der Regel jede Art von Hundefutter. Damit er langes und gesundes Leben hat, ist es ratsam ihm hochwertiges Hundefutter zu geben, welches seine Bedürfnisse komplett abdeckt. Deshalb sollte die erste Zutat in der Auflistung des Futters Fleisch sein, denn nur dann ist Fleisch auch der Hauptbestandteil des Futters. Die Auflistungen werden absteigend nach der Prozentzahl des Inhaltsstoffes geführt.

Maltipoo im Rasseportrait
Maltipoos besitzen einen robusten Magen.

Der Besitzer sollte zudem darauf achten, auf unnötige Zusatzstoffe wie Getreide oder Aromastoffe zu verzichten. Das Futter sollte für kleine Rassen geeignet sein und an das Alter des Tieres angepasst werden. So sollten Welpen bis zu ihrem siebten Lebensmonat noch Welpenfutter für kleine Rassen bekommen und Senioren sollten ab dem achten Lebensjahr auf Seniorenfutter umgestellt werden.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Der Maltipoo ist ein sehr beliebter Hund. Aufgrunddessen gibt es mittlerweile einige Züchter, die nur hinter dem Geld her sind und nicht auf die Gesundheit der Tiere achten. Solche Vermehrer sind schnell zu erkennen, die jungen Tiere sind für eine Abgabe viel zu jung und oft auch offensichtlich krank.

Aber auch bei seriösen Züchtern kann es zu Erberkrankungen kommen, denn beide Rassen, die an der Zucht beteiligt sind, haben einige Erkrankungen. So gibt es vermehrt Augenerkrankungen und Probleme mit dem Bewegungsapparat – besonders bei den Kniegelenken. Gute Züchter testen die Elterntiere auf eine erbliche Belastung und züchten nur mit absolut gesunden Tieren. Als Halter kann man sich vor dem Kauf die medizinischen Untersuchungen der Elterntiere ansehen, um absolut sicher zu sein.

Gesunde Maltipoos, die eine gute Haltung erfahren und gesund ernährt werden, können eine sehr hohe Lebenserwartung erreichen. Ein Alter von 15 Jahren ist keine Seltenheit und meist sind die Tiere auch im Alter noch verspielt und wollen ihre täglichen Spaziergänge.

Wie viel kostet ein Maltipoo?

Bei einem seriösen Züchter, der genau auf die Gesundheit der Tiere achtet, kann ein Welpe durchaus 1600 bis 1800 Euro kosten. Es sollte daher bei Angeboten von Welpen, die nur 700 Euro oder sogar noch weniger kosten, sehr genau aufgepasst werden. Oft handelt es dabei um Tiere von Vermehrern.

Pflege des Maltipoo

Die Pflege des Maltipoo ist etwas aufwendiger als bei den meisten Hunden seiner Größe. Dies liegt an seinem sehr dichten und meist lockigen Fell. Dieses muss jeden Tag gründlich gebürstet werden, damit es nicht verfilzt. Meist muss das Fell sogar regelmäßig geschoren werden, da der Maltipoo sehr wenig oder sogar überhaupt kein Fell verliert. Wenn das Fell sehr dicht ist, kann es schnell passieren, dass Zecken oder auch Hautprobleme übersehen werden. Die tägliche Fellpflege ist daher recht aufwendig, besonders wenn das Scheren alle paar Monate hinzukommt.

Neben dem Fell sollten auch die Ohren und die Augen regelmäßig kontrolliert werden. Da die kleinen Maltipoo zu Augenproblemen neigen, ist es ratsam hier früh zum Tierarzt zu gehen, wenn etwas auffällig ist. Die Ohren müssen oft kontrolliert werden, da sich bei Schlappohren gerne Pilze bilden oder es zu Entzündungen aufgrund des feuchtwarmen Klimas im Ohr kommt.

Die Krallen sollten nicht zu lang sein, wobei sich der kleine aktive Hund bei ausreichender Bewegung die Krallen selbst abläuft. Bei den Zähnen können Kauknochen zur Unterstützung gegeben werden und bei Bedarf auch Hundezahnpasta zum Einsatz kommen.

Welche Bürste für Maltipoo?

Da die meisten Maltipoos ein lockiges Fell besitzen, ist eine Bürste für mittellange Locken oder für Pudelfell geeignet. Ansonsten kann auch der Züchter einen guten Ratschlag geben, welche Bürste er selbst verwendet.

Maltipoo – Aktivitäten und Training

Trotz seiner kleinen Größe und dem Teddy-Look ist der Maltipoo ein echtes Energiebündel und braucht regelmäßige Spaziergänge und eine sportliche Herausforderung. Er sollte mindestens drei mal am Tag Gassi gehen und dies jeweils für mindestens eine Stunde. Dazu sollte noch ausgiebig gespielt und getobt werden. Er ist zudem ein guter Begleiter bei Wanderungen und kann sehr gut am Pferd mitlaufen.

Hunde dieser Rasse lassen sich sehr gut für Ballspiele und andere aktive Spiele begeistern. Es eigen sich mehrere Sportarten für die klugen Hunde. So begeistern sich einige Maltipoo für Suchspiele und Fährtenarbeit, während andere ihr Talent beim Agility beweisen. Es ist wichtig, dass die Sportart den Hund nicht überfordert und auch dem Halter Spaß bereitet. Nur dann wird der Sport auch die Verbindung zwischen Hund und Halter stärken und dazu führen, dass der Maltipoo im Alltag ein ausgeglichener Begleiter ist.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Maltipoo

Der Maltipoo ist noch eine sehr junge Hunderasse, die auch noch keinen Rassestandard besitzt. Dennoch gibt es sehr viele Liebhaber und Fans der neuen Rasse. Dies liegt einerseits daran, dass die Designerdogs allgemein sehr in Mode sind und andererseits daran, dass der Maltipoo sehr viel Charme und ein sehr niedliches Äußeres besitzt. Gerade junge Familien schätzen den kleinen freundlichen Hund als Begleiter und Spielgefährten.

Nachteile des Maltipoo

Der wohl größte Nachteil beim Maltipoo ist, dass er ein kleines Überraschungspaket ist. Er kann beispielsweise den Jagdtrieb des Pudels besitzen und dadurch seinen Besitzern Probleme bereiten oder kann durch den Malteser zu sehr aufgeregtem Verhalten neigen. Ein guter Züchter kann seine Welpen zwar einschätzen, ein Restrisiko bleibt jedoch immer.

Wie groß wird ein Maltipoo?

Im Durchschnitt haben die Maltipoo eine Größe von 28 cm. Es gibt jedoch immer Hunde, die größer oder kleiner als der Durchschnitt werden. Eine genaue Größenangabe ist daher schwierig und es kommt auch darauf an mit welchem Pudel der Malteser verpaart wurde.

Passt der Maltipoo zu mir?

Der Maltipoo ist ein sehr anhänglicher Hund, der seinen Besitzer gerne begleitet und trotzdem kein reiner Schoßhund ist. Er möchte aktiv sein und hat Spaß am Spiel und meistens auch beim Hundesport. Er braucht viel Auslauf und ist ein kluger und folgsamer Hund. Für Senioren ist er auch geeignet, wenn diese noch fit sind und den Maltipoo ausreichend beschäftigen können. Besonders gut geeignet ist er für junge Familien, die genügend Zeit und Lust auf einen kleinen aktiven Hund haben. Er sollte nicht zu lange alleine bleiben und braucht trotz seiner geringen Größe eine gute Erziehung. Zudem sollten seine Besitzer immer den erhöhten Pflegeaufwand bedenken, den das besondere Fell des Hundes mit sich bringt.

Generell sollte der Kauf eines Hundes immer gut überlegt sein, doch gerade bei den niedlichen Maltipoo lassen sich viele Menschen vorschnell zu einem Kauf verführen. Es sollte unbedingt nur bei einem seriösen Züchter ein Welpe geholt werden und die neuen Besitzer sollten sich über ihre Verantwortung bewusst werden.

Kolja von edogs

Kolja von edogs

Kolja gehört zu dem Team von edogs und ist unter anderem für alle technischen Belange rund um den Hundemarkt verantwortlich.

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