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Rückruf beim Hund trainieren – Tipps und Tricks

von Michael Hein
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Lange Spaziergänge mit der Familie, dem Partner und dem Hund sind für viele immer wichtiger geworden und gelten als fester Bestandteil des Alltags. Denn was gibt es Schöneres, als im Wald, auf Wiesen und am Wasser mit den geliebten Vierbeinern zu spielen und zuzusehen, wie sie die Natur genießen? Doch eines ist wichtig: Dass der Hund den Rückruf beherrscht. Warum der Rückruf so wichtig ist und wie Du ihn trainierst, erfährst Du in diesem Artikel.

Warum ist der Rückruf so wichtig und welche Ursachen gibt es für sein Scheitern?

Das Laufenlassen von Hunden birgt häufig Probleme und Gefahren. Um diese zu verhindern und die Sicherheit des eigenen Tieres und anderer zu gewährleisten, ist es umso wichtiger, den Hund nur laufen zu lassen, wenn er auch sicher auf sein Rückrufsignal reagiert. 

Ob im Wald, wo der Jagdinstinkt oftmals die Oberhand gewinnt oder an großen und viel befahrenen Straßen – gerade im Notfall muss der Rückruf beim Hund funktionieren. In vielen Fällen leidet der Hund in dem Moment unter einem Konflikt oder einer starken Ablenkung, weshalb er nicht sofort kommt. Zu den Ablenkungen zählen besonders andere Vierbeiner oder mögliche Beutetiere.

Gerade in der Pubertät, kommt es häufig vor, dass Grenzen ausgetestet werden, bereits Gelerntes vergessen scheint und das Herrchen gerne auch mal ignoriert wird. Aber auch schlechte Erfahrungen und daraus entstandene Ängste des Hundes können in vielen Fällen eine große Rolle spielen und ein Grund dafür sein, dass der Rückruf nicht klappt. Daher ist es wichtig, die Ursachen der Befehlsverweigerung zu erkennen und stets einen Überblick über das Geschehen zu behalten. Um in entsprechenden Situationen nicht die Kontrolle zu verlieren, ist es sinnvoll, bisherige Erfahrungen und weitere mögliche Ablenkungsfaktoren des Hundes zu notieren.

Rückruf Hund Grundkommando

Insbesondere in Gefahrensituationen ist der Rückruf wichtig.

Wie trainiere ich den Rückruf beim Hund?

Der Hund wird zunächst aus einer überschaubaren Distanz abgerufen. Erst wenn er so nah ist, dass Halsband und Hund zu erreichen sind, bekommt er das Leckerli. Überschwängliche Freude unterstützt hierbei die Belohnung. Die Übung wird immer und immer wieder wiederholt. Auch im steigenden Alter, macht Übung weiterhin den Meister.

Tipps für den erfolgreichen Rückruf

  1. Ganz wichtig ist das richtige Signal mit der entsprechenden Körpersprache. Der Hund benötigt klare Aussagen und kein widersprüchliches Verhalten. Das Kommando sollte kurz und gut zu betonen sein. Aber auch die Körpersprache übernimmt im Zusammenspiel eine wichtige Rolle. Klare Zeichen und Blickkontakt sind enorm wichtig.

  2. Das Training sollte erst Zuhause, im Garten oder einer eingezäunten, übersichtlichen Fläche und aus kleiner Distanz beginnen. Ohne Ablenkungen lernt der Hund am besten. Erst dann sollte man sich immer weiter steigern und die Distanz weiter erhöhen. Erst wenn der Rückruf zu 100 Prozent funktioniert, kann man ihn auch auf dem Spaziergang und in der Öffentlichkeit anwenden.

  3. Der Rückruf setzt Konzentration und eine schnelle Reaktionszeit voraus. Sowohl Halter als auch Hund müssen bewusst handeln und den Überblick behalten. Sie sollten jede Sekunde reagieren können.

  4. Für den Hund spielt die richtige Belohnung eine große Rolle. Der Rückruf soll für ihn eine positive Erfahrung sein und es muss ihm eine Freude bereiten zum Halter zurück zu kommen. Zur richtigen Belohnung gehört nicht nur Futter in Form von Leckerlis, sondern auch die Freude des Halters.

Mann ruft Hund zurück

Die richtige Belohnung spielt im Training eine große Rolle.

Welches Wort ist am besten für den Rückruf?

Für den Rückruf eignen sich besonders kurze und prägnante Kommandos. Worte wie “Hier” oder “Komm” sind dafür sehr gut geeignet. Sie sind schnell auszusprechen, gut zu betonen und somit für den Hund leicht zu verstehen.

Methoden zur Übung und Ablauf des Trainings

Zu Beginn des Trainings bietet es sich an, den Aufbau der Übungen genau zu planen. Der Hund lernt im Welpenalter am schnellsten und besten. Daher ist es ratsam, so früh wie möglich mit dem Üben zu beginnen. Das Lernen im Alter erfordert deutlich mehr Geduld. Um den Hund auch aus schwierigen Situationen abrufen zu können, ist Vertrauen und eine enge Bindung das A und O. Diese kann beispielsweise durch Zerr- und Ballspiele hergestellt und intensiviert werden. 

Der Abruf selbst sollte in den Übungsphasen nicht das Ende eines Spiels mit anderen Hunden oder dem Ball bedeuten. Nach der direkten Belohnung ist es wichtig, den Hund wieder laufen zu lassen und ihm somit zu signalisieren, dass der Abruf nicht als Strafe gilt. Sonst besteht die Gefahr, dass der Hund sich dem Abruf verweigert und ihn negativ einordnet.

Rückruf beim Hund: Weitere Fragen und Antworten

Was kann man tun wenn der Hund nicht auf den Rückruf hört?

Für dieses Training eignen sich Langlaufleinen, an denen man den Hund zurückholen kann. Bei einer langen Leine kann der Hund eine weite Entfernung zu seinem Herrchen erreichen, ohne weglaufen zu können. Es bietet sich an, den Rückruf mit Hilfe dieser Leine zu üben und immer wieder zu wiederholen. So kann man eventuellen Gefahren während des Trainings aus dem Weg gehen. Möglicherweise benötigt der Hund in dem Fall aber auch eine andere Belohnung, die ihn mehr anspricht.

Was macht man, wenn der Hund taub ist?

Hunde reagieren nicht nur auf akustische Signale, sondern sind auch gut über Körpersprache zu erreichen. Dies erfordert ein intensives Training und klare Handzeichen. Jeder Befehl muss klar mit einer Bewegung in Verbindung gebracht werden können. Aber auch Blickkontakt ist für den Hund ein klarer Befehl. In diesem Fall muss die Aufmerksamkeit von Herrchen und Hund voll vorhanden sein.

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