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Hunde für Allergiker: Die 10 besten hypoallergenen Hunde

von Michelle Holtmeyer
7 Kommentare

Hunde für Allergiker ermöglichen es Dir, auch bei einer Hundehaarallergie den Traum vom eigenen Hund zu erfüllen. In diesem Beitrag stellen wir Dir die Top 10 der besten Hunde für Allergiker vor. Außerdem erfährst Du, was typische Symptome & Ursachen sind und worauf man bei dem Kauf von Allergiker Hunde besonders achten muss.

Hundehaarallergie – Symptome

Eine Hundeallergie kann sich durch verschiedene Symptome äußern. Meist kommt es bei den Betroffenen zu einer Reizung der Augen und der Schleimhäute der Atemwege. Die auftretenden Symptome treten bei jeder Person unterschiedlich lange nach dem Kontakt mit einem Hund ein. Außerdem ist es möglich, dass Anzeichen einer Hundeallergie isoliert oder gleichzeitig auftreten. Symptome können sein:

  • Schwellung, Rötung und Juckreiz der Haut
  • Laufende Nase
  • Nies- oder Hustenreiz
  • Veränderung des Geruchs- oder Geschmacksempfinden
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Engegefühl in Brust und Hals
  • Übelkeit
  • Schwindel und Kreislaufprobleme
  • Atemprobleme oder allergisches Asthma
  • Brennende, tränende Augen

Die meisten Symptome einer Hundehaarallergie sind gut behandelbar. Gegen akut auftretenden Schnupfen oder Juckreiz der Haut und Augen wirken Anti-Allergiker-Sprays sehr gut und sind in den meisten Fällen gut verträglich.

Entstehung einer Hundeallergie

Eine Hundeallergie ist, wie viele andere Allergien, eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf die von Hunden abgesonderten Sekrete. Zu diesen Sekreten zählen unter anderem Speichel, Urin und diverse Drüsensekrete. In diesen Sekreten befinden sich Eiweiße, die über Haut und Haare der Tiere in Kontakt mit dem Menschen kommen. Die Allergene, die sich in diesen Eiweißen befinden, werden über die Schleimhäute oder Atemwege aufgenommen und können eine allergische Reaktion triggern.

Beim Erstkontakt mit einem Hund treten noch keine Beschwerden bei dem Betroffenen auf, da das Immunsystem bei dieser Form des Kontakts das Allergen kennenlernt und einstuft. Bei Allergikern führt der Erstkontakt zu einer Einstufung der vom Hund abgesonderten Stoffe als körperfremd und potentiell gefährlich. Aus diesem Grund bildet der menschliche Körper nach diesem Kontakt Antikörper, die bei erneutem Kontakt aktiviert werden. Durch die Aktivierung der Antikörper werden Histamin sezernierende Zellen stimuliert und es wird eine allergische Reaktion ausgelöst. Dieser biochemische Mechanismus führt zu einer Erweiterung der Blutgefäße, wodurch Juckreiz und Atembeschwerden ausgelöst werden, sowie zu verstärkter Schleimproduktion, die Schnupfen und Schleimbildung in den Bronchien verursachen können.

Eine allergische Reaktion kann auch ohne direkten Kontakt zum Tier ausgelöst werden. Die vom Hund abgesonderten Allergene können auch durch Raumluft oder durch haftende Sekrete am Tierbesitzer ausgelöst werden. Leidet der Betroffene unter einer mittleren bis starken Hundeallergie können Hundehaare oder Hautschuppen des Hundes auf der Kleidung seines Besitzers für eine Reaktion ausreichen.

Schon gewusst? Die Hundeallergie ist die zweithäufigste Tierallergie. Rund zehn Prozent der Weltbevölkerung weisen eine Allergie gegen Hunde auf.

Die 10 besten Hunderassen für Allergiker

Trotz einer Hundeallergie kann ein Hund durchaus ohne Probleme gehalten werden. Manche Rassen sind eher für Allergiker geeignet, als andere. Hier eine Auflistung der Top 10 Hunderassen, die sich für Allergiker eignen:

Pudel

Pudel liegt auf WieseDer wohl bekannteste Allergiker-Hund ist der Pudel, denn er verliert nur sehr selten Haare und ist nicht vom Fellwechsel betroffen, der zweimal im Jahr stattfindet. Der Pudel besitzt ein sehr lockiges Fell, was recht pflegebürftig ist. Daher empfehlen wir allen Pudelbesitzern, regelmäßig einen Hundefriseur aufzusuchen.
Grundsätzlich ist der Pudel ein besonders intelligenter und arbeitswilliger Hund, der vor allem im Hundesport gut aufgehoben ist. Auch als Familienhund eignet er sich sehr gut, da er lieb zu Kindern ist und Spaß am Spielen hat.

 

Labradoodle

Labradoodle

Der Labradoodle ist ein sogenannten Hybridhund und bezeichnet einen Mix aus Labrador und Pudel. Ziel dieser Zucht war es, einen Familienhund zu züchten, der gleichzeitig für Allergiker geeignet ist. So ist das Fell sehr pflegeleicht und die Rassen haaren kaum. Nur der Hundefriseur sollte regelmäßig aufgesucht werden, um die Vierbeiner scheren zu lassen.

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Goldendoodle

Goldendoodle in der NaturDer Goldendoodle ist auch als hypoallergene Hunderasse bekannt und besteht aus – wie es der Name bereits erahnen lässt – eine Kreuzung zwischen Pudel und Golden Retriever. Ähnlich wie beim Labradoodle war es hier das Zuchtziel, einen familienfreundlichen Hund zu züchten, der nur wenig Haare verliert. Der Goldendoodle sollte regelmäßig geschoren werden.

 

Havaneser

Havaneser zu zweitDer Havaneser gehört zu den sogenannten Bichon frisé und ist ein kleinerer Hund. Sie gelten als tolle Familienhunde und zeichnen sich durch ein gutmütiges Wesen aus. Da er kein Unterfell besitzt, haart er wenig und ist nicht vom Fellwechsel betroffen. Dafür müssen die Besitzer stets einige Zeit in die Fellpflege stecken, da das Fell regelmäßig gekämmt und getrimmt werden sollte.

 
Malteser

Der Malteser ist dem Havaneser sehr ähnlich, da er keine Unterwolle aufweist und dementsprechend nicht in den Fellwechsel kommt. Es handelt sich um eine sehr freundliche Hunderasse, die sich meist als ruhig und verschmust erweist. Mit ihrem niedlichem Blick zeichnen sie sich als tolle Begleit- und Familienhunde aus.




Basenji

Basenji im RasseportraitDer Basenji ist es gewohnt, sich täglich selbst zu putzen. Das kurze Fell dieser Hunderasse verliert kaum Haare. Oft vergleich viele Hundehalter den Basenji aufgrund des sauberen Verhaltens mit den Katzen unter den Hunden. Somit eignet sich der Basenji hervorragend als Allergiker-Hund, da er nicht viel haart.

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Yorkshire Terrier in der Natur

Bei vielen Hunderassen steht im Herbst oder Frühjahr ein Fellwechsel an. Das ist bei dem Yorkshire Terrier hingegen nicht der Fall. Nur in den seltensten Fällen kommt es bei dieser Hunderasse zu Haarausfall. Falls es dazu kommt, könnte es ein Anzeichen für eine mögliche Krankheit des Yorkshire Terrier sein.

 



Portugiesischer Wasserhund

Portugiesischer Wasserhund im Auslauf

Der Portugiesische Wasserhund haart kaum, da die losen, abgestorbenen Haare in den lockigen Haaren hängenbleiben. Aufgrund dieser Fellbeschaffenheit wird er besonders oft als Allergiker-Hund empfohlen. Da es hierfür jedoch keine medizinische Grundlage gibt, ist es empfehlenswert, vor der endgültigen Anschaffung des

Portugiesischen Wasserhundes die Verträglichkeit zu prüfen.



Afghanischer Windhund im RasseportraitCharakteristisch für den Afghanischen Windhund ist das lange, üppige Fell. Um Verfilzungen vorzubeugen, sollte das Fell täglich gepflegt und gebürstet werden. Trotz des üppigen Felles neigt diese Hunderasse nicht zu Haarausfall. Somit eignet sich der Afghanische Windhund gut als Allergiker-Hund.

 

 



Lagotto Romagnolo

Lagotto RomagnoloDer Lagotto Romagnolo eignet sich ebenfalls gut als Allergiker-Hund. Diese Hunderasse verfügt über wollige, enggerollte Locken mit feiner Unterwolle. Das Fell haart kaum und ähnelt sehr dem Fell des Pudels.

 
 

 

 

Hypoallergene Hunde

Eine hypoallergene Hunderasse ist definiert als eine Hunderasse, die keine Allergene absondert und die Allergikern guten Gewissens empfohlen werden kann. Leider ist diese Vorstellung Wunschdenken, denn jede Hunderasse besitzt Hundeallergene und sondert diese auch ab, wodurch bei Allergikern eine allergische Reaktion ausgelöst werden kann. Doch im Gegensatz zu einer Allergie auf Katzen können Hundehaarallergiker auch nur auf einzelne Hunderassen oder sogar auf individuelle Exemplare einer Rasse allergisch sein, vor allem wenn es sich um Mischlinge handelt. Im Endeffekt hängt es immer davon ab, welches Allergen der Hund in sich trägt.

Hypoallergene Hunde verkaufen sich gut als solche, existieren leider im Rahmen ihrer Definition nicht. Es gibt lediglich Hunderassen, auf die Betroffene weniger reagieren und die sich so besser als Allergiker-Hund eignen.

 

Welche Hunde sind hypoallergen?

Kein Hund ist wirklich hypoallergen. Es gibt lediglich Hunderassen, auf die häufiger oder weniger allergisch reagiert wird. Dazu zählen der Pudel, der Bedlington Terrier, der Portugiesische Wasserhund, der Labradoodle und der Havaneser.

Hunde ohne viel Haarverlust und Fellwechsel

Hunde, die wenig haaren oder keinem saisonalen Fellwechsel unterliegen, sind ebenso gut für Allergiker geeignet, wie andere Rassen. Dass wenig haarende Vierbeiner oft als Allergikerhunde bezeichnet werden, ist ein Missverständnis. Da die Hundeallergie durch die Eiweiße in den abgesonderten Sekreten des Hundes ausgelöst werden, kann ein Mensch selbst auf einen Nackthund wie beispielsweise den Mexikanischen Nackthund sensibel reagieren. Dies heißt jedoch nicht, dass es gar keinen Zusammenhang zwischen dem Fell und der Allergie gibt.

Hunde, die dem saisonalen Fellwechsel unterliegen, haaren stärker und geben mit ihren Haaren vermehrt Sekrete an ihr Umfeld ab. Diese bleiben an Kleidung, Mobiliar oder im Auto kleben und verursachen unter Umständen eine stärkere allergische Reaktion, als Hunderassen, die weniger Haare verlieren wie der Pudel. Die abgesonderten Sekrete werden meist über Hautschuppen vermittelt, die mit im Fell an Autositzen, dem Sofa oder der Kleidung hängen bleiben.

Hund halten trotz Allergie

Entgegen vieler Erwartungen kann auch trotz einer Hundeallergie ein Hund gehalten werden. Natürlich stellt die Haltung eines Hundes für Betroffene nicht den Idealfall dar, doch das Zusammenleben mit einer vierbeinigen Fellnase ist trotzdem möglich. Vielen Menschen gelingt es mit ein wenig Übung sogar symptomfrei mit ihrem Vierbeiner zusammenzuleben. Es gibt bei der Haltung eines Hundes im Fall einer vorliegenden Allergie einiges zu beachten.

Die Allergie und ihre auftretenden Symptome sollten keinesfalls einfach ignoriert werden. Die Ignoranz der allergischen Reaktion kann schwere gesundheitliche Folgen mit sich ziehen. Im schlimmsten Fall kann allergisches Asthma, das sogenannte Asthma bronchiale entstehen. Da diese Atemwegserkrankung chronisch und nur symptomatisch behandelbar ist, sollte eine Erkrankung möglichst vermieden werden. Wichtig ist, dass bei dem Zusammenleben mit einem Hund die Allergieursache ausgemacht wird. Hunde tragen individuell verschiedene Allergene in sich, auf die der Mensch ebenso individuell allergisch reagiert. Wenn der Betroffene Bescheid weiß, auf welche Allergene wer allergisch ist, können Abwehrreaktionen gezielt vermieden werden und die Haltung eines Hundes ist problemlos möglich.

 

Welcher Allergiker Hund passt zu mir?

Welcher Hund zu Dir passt und auf welchen Du am wenigsten allergisch reagierst, kannst Du anhand eines Allergentests überprüfen. Beim Züchter sollte vor dem Kauf der Hunderasse ein Scratchtest durchgeführt werden, um zu sehen, welches Allergen der Hund in sich trägt.

Allergieträger identifizieren

Bei der Identifikation des Allergieträgers ist es sinnvoll, dass bereits vor dem Kauf des Hundes die Allergene des Tieres untersucht werden. Am besten sollte ein klärendes Gespräch mit dem Züchter geführt werden und ein Allergentest durchgeführt werden. Es ist möglich, durch einen Scratchtest im Vorfeld untersuchen zu lassen, welches Allergen der Hund in sich trägt und der Betroffene kann sich ebenso testen lassen. Bei einem Facharzt kann ein Allergietest vorgenommen werden, der die Reaktion auf gewisse Allergene verdeutlicht. So ist es möglich einen Hund auszuwählen, der diese Allergene nicht in sich trägt und eine allergische Reaktion kann verschwinden oder minimiert werden.

Entsteht die Hundeallergie während der Haltung eines Hundes sollte abgeklärt werden, ob es sich um psychosomatische Ursachen handelt. Eine Allergie kann als Überempfindlichkeitsreaktion auch stark stressbedingt sein. Ist dies nicht der Fall, sollten mögliche Allergieträger zu Hause identifiziert werden. Mögliche Gegenstände können das Sofa oder andere Polstermöbel, Hundedecken oder das Hundebett, sowie Teppiche oder Kleidung sein. Es ist besonders wichtig regelmäßig zu lüften und die betroffenen Gegenstände und Möbel häufig zu reinigen. Das Sofa oder diverse Teppiche können mit speziellem Polstermöbel- und Teppichreiniger regelmäßig von Staub, Haaren und Dreck gereinigt werden, wodurch die Allergenanhaftung minimiert wird. Kleidung sollte nur einmal getragen werden, vor allem wenn viel Kontakt mit dem Tier erfolgt ist. Wichtig ist außerdem, dass das Hundebett regelmäßig gewaschen wird und auslüften kann. Es ist zu empfehlen, überall Hundedecken zu verwenden, die zwei- bis dreimal in der Woche gewaschen werden sollten.

Durch diese Vorgangsweisen ist es sogar bei einer bereits bestehenden Hundehaltung möglich, die allergischen Symptome zu reduzieren. So wird der Betroffene von seinen allergischen Reaktionen weitgehend befreit, sofern nur eine leichte oder mittlere Hundeallergie vorliegt. Wichtig ist außerdem, dass nach jedem Kontakt mit dem Hund die Hände gewaschen werden und der Kontakt mit Augen, Schleimhäuten und dem Gesicht vermieden werden. Schweren Allergikern wird trotz diverser Vorkehrungen von der Haltung eines Hundes abgeraten.

 

Was tun gegen Hundehaarallergie?

Wichtig ist, dass in erster Linie der Kontakt mit dem Allergen eingeschränkt wird. Es sollte der Kontakt zum Hund reduziert werden und die Umgebung möglichst rein gehalten werden. Weiter kann eine Hyposensibilisierung bei einer Hundeallergie Abhilfe schaffen.

Hyposensibilisierung

Wer nach einer weiteren Lösung sucht, um seine Hundeallergie loszuwerden ist mit hoher Wahrscheinlichkeit schon auf die Hyposensibilisierung gestoßen. Diese Art der Immuntherapie wird über Spritzen oder Tropfen vermittelt und soll den menschlichen Organismus an diverse Allergene gewöhnen. Das Ziel dieser Therapie ist eine vollständige Immunisierung, damit keine allergischen Symptome mehr auftreten.

Häufig werden durch eine Hyposensibilisierung großartige Erfolge erzielt und die Betroffenen verspüren beim Kontakt mit dem Hund kaum mehr Probleme. Leider ist ein Erfolg jedoch nicht garantiert und so schlägt die Immunisierung nicht bei jedem an. Trotzdem sollte eine Hyposenisibilisierungskur in Erwägung gezogen werden, vor allem wenn eine starke Hundeallergie vorliegt.

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7 Kommentare

Birgit Grabowski 21. Januar 2021 - 21:17

Immer wieder werden die Bolonka Zwetna vergessen, die auch nicht Haaren.

Antworten
Michelle Holtmeyer 25. Januar 2021 - 8:24

Hallo Birgit,

vielen Dank für Deine Ergänzung!

Ganz liebe Grüße
Dein Team von edogs

Antworten
Rinsche 22. Januar 2021 - 10:55

Der Airedale Terrier gehört auch dazu!!!

Antworten
Michelle Holtmeyer 25. Januar 2021 - 8:24

Hallo,

vielen Dank für Deine Ergänzung!

Ganz liebe Grüße,
Dein Team von edogs

Antworten
Melanie 5. März 2021 - 12:06

Die ungarische Hirtenhundrasse „Puli“ hat auch kein Fellwechsel und verliert somit keine Haare.

Antworten
Michelle Holtmeyer 8. März 2021 - 12:01

Hallo Melanie,

vielen Dank für die Ergänzung!

Ganz liebe Grüße
Dein Team von edogs

Antworten
Ingrid Neumann 25. August 2021 - 21:00

Bin auch der Meinung dass der Papillon auch gut geeignet ist. Meine Mutter hat Tierhaar-Allegier und konnte den Papillon anfassen und auch mit spielen Sie haaren auch nicht und haben kein Unterfell.

Antworten

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