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Windhunde von A bis Z

von Jan Veeningen
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Anatomie: Die schnellsten Hunde der Welt

Wer schonmal einen Windhund gesehen hat, ist vertraut mit der einzigartigen Anatomie dieser Hunde. Ihr besonderes Aussehen polarisiert Hundeliebhaber immer wieder. Bei der FCI bilden sie die Gruppe 10 mit Sektion 1 (langhaarig oder befedert), Sektion 2 (rauhaarig) und Sektion 3 (kurzhaarig). Prägend für ihr Aussehen ist ein sehr tiefer Brustkorb und eine stark eingezogene Bauchpartie. Die vier Beine sind lang und schlank. Der spannkräftige Rücken der Windhunde grenzt an einen langen Hals mit einem auffällig schmalen Kopf. Die unübersehbare Anatomie wird untermalt von der stolzen Haltung. Für die resultierende Eleganz sind diese Hunde bekannt. Entgegen vieler Missverständnisse ist es bei Windhunden vollkommen gesund, Hüftknochen und Rippen zu sehen. Auch das sichtbare Spiel der Sehnen weist keineswegs auf Unterernährung oder Krankheit hin. Gesunde Windhunde erkennt man darüber hinaus an einem seidig glänzenden Fell und einer kraftvollen Schlankheit.

  • Größe: Widerristhöhe 33 bis 81 cm
  • Gewicht: 3,6 bis 50 kg
  • Fell: Kurz- bis Langhaar, rau bis seidig, verschiedene Farben
  • Lebenserwartung: 8 bis 15 Jahre

Sind Windhunde überzüchtet?

Wer behauptet Windhunde seien überzüchtet, der liegt falsch. Sie sind seit tausenden von Jahren anatomisch nahezu unverändert. Seit langer Zeit wurden sie für körperliche Höchstleistungen geschaffen und sind bekannt für ihre wachen Sinne. Die flinken Vierbeiner gelten als zäh, ausgeglichen und nervenstark. Diese Eigenschaften machen sie zu einem geborenen Meister der Fortbewegung. Windhunde sind sogar die schnellsten Hunde der Welt. Mit bis zu 80 Kilometern in der Stunde führt der Greyhound die Liste an. Das Nebenprodukt der Züchtung dieser schnellen Läufer besteht in ihrer grazilen Ästhetik.

Wie schnell kann ein Windhund laufen?

Der Greyhound ist mit ca. 80 km/h der schnellste Hund der Welt. Langsamere Windhunde-Rassen erreichen auch schon Geschwindigkeiten von 50 bis 60 km/h.

Charakter: Anders als die Anderen

Nicht nur das Aussehen dieser Exoten ist ungewohnt, sondern auch ihr Charakter ist einzigartig. Ihre Art gleicht mehr einer Katze als einem Hund. Besonders die orientalischen Varianten zeigen deutliche Parallelen in ihren Verhaltensweisen. Sie sind in sich ruhige, stolze Tiere und erinnern hin und wieder an eine Sphinx. Ein Windhund fühlt sich dem Menschen nicht zwingend unterlegen. Wer bedingungslosen Gehorsam sucht, wird ihn hier nicht finden. Im Gegensatz zu normalen “Gebrauchshunden” wurden Windhunde für ihre körperlichen Höchstleistungen gezüchtet. Deswegen ist es unumgänglich den sportlichen Vierbeinern eine angemessene Auslastung zu ermöglichen.

Kann man Windhunde erziehen?

Wie die meisten Hunde sind auch Windhunde für einen bestimmten Zweck gezüchtet worden. Allerdings erfordern sie andere Voraussetzungen. Ihre Hauptaufgabe lag damals in der Treib- und Hetzjagd, wo andere Eigenschaften von einem Hund erwartet wurden. Die Abhängigkeit von den Befehlen ihres Hundeführers stand eher im Hintergrund. Sie brauchten Selbstständigkeit und Eigeninitiative. Ebenfalls mussten sie alleine angemessen handeln können. Eben deswegen war die Beziehung zum Menschen für diese Hunde nicht existenziell, denn Windhunde könnten auch alleine leben und sich selbst ernähren. In der Freundschaft zu dem Menschen leihen sie ihm lediglich seine Dienste. Dadurch wird auch das stolze, selbstständige Wesen dieser besonderen Vierbeiner deutlich.

Jagdtrieb

In Europa wird zwar schon länger nicht mehr mit Hilfe der Windhunde gejagt, jedoch lässt sich der natürliche Jagdtrieb nicht gänzlich ausschalten. Daher sollte man genau darüber nachdenken ob und wann man den Hund von der Leine lässt. Der dem Hund inne liegende Charakter sollte allerdings nicht zu etwas geformt werden was er nicht ist. Es gilt daher auf die besonderen Bedürfnisse seines flotten Wegbegleiters Rücksicht zu nehmen und partnerschaftlich miteinander zu leben.

Windhunde: Greyhound im Laufen

Windhunde gelten als die schnellsten Hunde der Welt.

Sind Windhunde gefährlich?

Kein Hund ist pauschal gefährlich. Gerade Windhunde sind für ihre ruhige Art bekannt. Den starken Jagdtrieb dieser Rassen sollte man beim Spazieren gehen jedoch im Hinterkopf behalten, bevor man den Hund von der Leine lässt.

Windhunde als Teil der Familie

Aufgrund ihres Jagdtriebes und ihrer speziellen Art könnte man meinen, dass Windhunde keine guten Familienhunde sind. Ganz im Gegenteil. In der Freundschaft zum Menschen sind Windhunde zärtliche und liebevolle Wegbegleiter. Sie beanspruchen ihren eigenen Platz als vollwertiges Mitglied der Familie. Windhunde schätzen die Nähe zum Menschen und ein inniges Zusammenleben. Aber auch hier gibt es je nach Rasse geringfügige Unterschiede. Manche Windhunde sind reservierter als ihre Artgenossen. Manche suchen stärker nach Kontakt. Ebenso unterscheiden sich auch Rüden und Hündinnen. Insgesamt bleibt der liebenswerte Charakter aber erhalten.

Hat man einen Windhund in seinen vier Wänden bekommt man es beinahe nicht mit. Die friedvollen Tiere sind, entgegen mancher Erwartungen, unauffällige Mitbewohner. Auch mit mehreren Hunden bleiben sie ruhig. Es gilt allerdings zu beachten, dass kleine Rassen häufig lebhafter sind als größere. Je größer der Hund, desto aktiver.

Ist ein Windhund ein Familienhund?

Ja. Windhunde sind liebevolle Wegbegleiter. Die ruhigen, gemütlichen Hunde sind unauffällige Mitbewohner und schätzen die Nähe zum Menschen.

Gegensätze ziehen sich an

In einem Windhund finden sich zwei Charaktere. Auf der einen Seite ein sehr bequemer, sanfter Hund. Auf der anderen Seite steht die geballte Energie, die in diesem Tier schlummert. Viele Hundehalter sind fasziniert von den Gegensätzen dieser Rassen. Gelassenheit trifft auf Kraft, Unabhängigkeit trifft auf Familie und Eigenwilligkeit trifft auf Partnerschaft. Ein Windhund ist ein freiheitsliebendes Tier, aber er wird dennoch immer zu seiner Familie zurückkehren.

Was gibt es für WIndhunde?

Die Gruppe der Windhunde besteht aus 13 verschiedenen Rassen. Zu den beliebtesten Windhunden gehören Galgo Español, Magyar Agár und Whippet.

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