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Kinderfreundliche Hunderassen

von Michael Hein
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Kinderfreundliche Hunderassen müssen einige positive Charaktereigenschaften mitbringen. Dazu zählt, dass sie ausgeglichen, freundlich und belastbar sein sollten. Ebenso ist es von von Vorteil, wenn sie ein friedliches Gemüt haben und verspielt sind. Auch die Größe und das Energie-Level des Hundes spielt bei der Wahl einer kinderfreundlichen Hunderasse eine Rolle. Es gibt Hunderassen, die sich besonders als Familien oder Kinder Hund eignen. Ebenso gibt es Rassen, die selten kinderfreundlich sind. Kinderfreundliche Hunderassen gelten ohnehin häufig zu den beliebtesten Familienhunden, da sie durch ihre positiven Charaktereigenschaften beliebte Begleiter sind. Welche Hunderassen als besonders kinderfreundlich gelten, erfährst Du in diesem Artikel.

Wichtiger Hinweis

Auch wenn sich manche Hunderassen als kinderfreundlich gelten, kann man nicht pauschal sagen, wie ein Hund sich entwickelt und verhält. Dabei spielt vor allem die Vorgeschichte und die Erziehung des Hundes eine Rolle.

Warum sind nicht alle Hunderassen für Kinder geeignet?

Es gibt Hunderassen die sich nicht unbedingt für Kinder oder als Familienhunde eignen. Rassen, die einen ausgeprägten Jagdinstinkt haben oder eine niedrige Toleranzschwelle haben, können schnell gefährlich werden. Ebenso können Hunderassen, die dazu neigen rastlos oder ungeduldig zu werden, ungeeignet sein. Da vor allem kleine Kinder eine andere Körpersprache als Erwachsene haben, kann sich dies auf das Verhalten des Hundes auswirken. Hunde können diese Körpersprache missverstehen und reagieren möglicherweise anders als man es von ihnen kennt.

Studien konnten zeigen, dass Kinder Hunde anders wahrnehmen als Erwachsene. So wird ein Fletschen der Zähne eines Hundes von Kindern häufig als Lächeln erkannt. Ebenso können Kinder sich erst ab einem gewissen Alter in Hunde hineinversetzen und Emotionen von Hunden deuten. Hunde benötigen täglich zwischen 12 und 14 Stunden Schlaf, Welpen bis zu 20 Stunden. Weniger Schlaf kann bei den Vierbeinern Stress auslösen. Dieser Stress führt oft dazu, dass auch tolerante oder ruhige Hunde mal über- reagieren. Dies äußert sich im schlimmsten Fall durch ein Beißen oder Wehren, wenn dann ein Kind zu Nahe kommt oder den Hund nervt.

Terrier-Rassen zählen zu den Hunden, die eher schnell gereizt sind. Durch ihren ausgeprägten Jagdtrieb kann es sein, dass diese Hunderassen vor lauter Fokus auf ihre Beute, Kinder um sich herum ignorieren. Dies kann dazu führen, dass sie herumrennende Kinder jagen. Wenn es schlecht läuft, endet eine solche Situation mit einem Biss. Ebenso können Schäferhunde oder Dobermänner für Kinder ungeeignet sein. Sie sind nicht nur groß, sondern zählen auch zu den Hunderassen, die „schnell unter Strom“ sind. Ebenso gelten Huskys selten als Familienhunde, da sie einen sehr autonomen, aktiven Charakter haben. Auch ein Spieltrieb ist bei Huskys eher unüblich. Bei Herdenschutzhunden ist ebenso Vorsicht geboten. Sie haben zwar einen ausgeprägten Schutzinstinkt der eigenen Familie, zu Besuch kommende Kinder können für diese Hunderasse hingegen zum Problem werden.

Nicht vergessen: Beachte die Vorgeschichte des Hundes!

Bei der Wahl eines Familienhundes sollte darauf geachtet werden, welche Erfahrungen der Hund in seinem Leben bisher gemacht hat. Viele Hunde, die aus dem Tierschutz kommen oder lange Zeit in einem Tierheim gelebt haben, tragen ein höheres Gefahrenpotenzial in sich. Selten weiß man bei diesen Hunden, was sie in ihrem Leben für Erfahrungen gemacht haben. Bei der Wahl eines Familienhundes sollte nicht nur auf das Wesen, sondern auch auf die Vorgeschichte des Hundes geachtet werden.

Welche Hunderassen sind kinderfreundlich? 

Retriever- Rassen, wie der Labrador oder Golden Retriever, zählen zu den kinderfreundlichsten Hunden. Auch kleine Hunde, wie der Beagle oder Papillon, sind beliebte Familienhunde. Ebenso eignen sich Pudel, Dalmatiner, Collies, Irish Setter und Berner Sennenhunde. Andere Rassen wie Magyar Viszla und Rhodesian Ridgebacks oder Mischlinge können sich ebenso eignen. Wichtig ist, dass man bei der Wahl des Hundes das Wesen und den Charakter beachtet.

Was zeichnet kinderfreundliche Hunderassen aus?

Charakter, Größe, Lebenserwartung, Gesundheit und das Wesen sind wichtige Faktoren bei der Auswahl eines Familienhundes. Ein ruhiger und toleranter Charakter sind bei der Wahl einer kinderfreundlichen Hunderasse wichtig. Ebenso ist eine natürliche Freundlichkeit und Geselligkeit eines Hundes in einem Haushalt mit Kindern vorteilhaft. Kinderfreundliche Rassen zeichnen sich vor allem durch eine ausgeprägte Toleranz und Ruhe gegenüber Menschen aus. Situationen, in denen ein Kind dem Hund zu nahe kommt oder ihn beim Fressen und Schlafen stört, sollten den Hund nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nichtsdestotrotz sollten kinderfreundliche Hunde nicht überreizt werden. Es empfiehlt sich, in der Familie Regeln für den Umgang mit dem Hund festzulegen. Auch der liebste und ruhigste Hund kann mal überreagieren. Dies kann passieren, wenn ein Hund keinen Rückzug bekommt oder zu viel Stress aushalten muss.

Welche Eigenschaften benötigen Hunde für den Umgang mit Kindern?

Kinderfreundliche Hunde sollten eine innere Ruhe und hohe Toleranzschwelle mitbringen. Eigenschaften wie Lernwillen und Sportlichkeit sind ebenso wichtig, wie ein freundliches, aufgeschlossenes und menschenbezogenes Wesen.

Kinderfreundliche Hunderassen - unsere Top 10

1. Labrador Retriever

Der Labrador ist nicht nur ein idealer Anfängerhund, sondern eignet sich optimal für Familien und Kinder. Er ist ausgeglichen, freundlich und geduldig. Ihr besonderer „will to please“ sowie die Intelligenz machen ihn zum perfekten Allrounder. Er liebt neue Aufgaben und Aktivitäten ebenso wie geschmust zu werden.

2. Golden Retriever

Die Retriever Rasse ist ausgeglichen, lernfähig und menschenbezogen. Er versteht sich gut mit Kindern und lässt sich nicht schnell aus der Ruhe bringen. Er liebt Spaziergänge und jegliche Art der Aktivität mit seiner Familie.

3. Berner Sennenhund

Diese große Hunderasse eignet sich mit ihrer gutmütigen und gelassenen Art als perfekter Begleiter für Familien. Er lässt sich kaum aus der Ruhe bringen und ist ein guter Wachhund.

4. Irish Setter

Die sportlichen und aktiven Hunde haben zwar einen ausgeprägten Jagdtrieb, eignen sich dennoch für Familien mit älteren Kindern. Ihre freundliche und zugewandte Art macht ihn zu einem treuen Familien-Begleiter.

5. English Springer Spaniel

Die Rasse zeichnet sich vor allem durch den gutherzigen Charakter und der Offenheit Kindern gegenüber aus. In der Regel weder sie nie aggressiv oder nervös.

6. Beagle

Der Beagle fühlt sich unter Menschen sehr wohl. Mit seinem kompakten und kleinen bis mittelgroßen Format ist er ein beliebter Kinderhund. Er hat ein ruhiges, liebevolles Wesen und möchte viel Bewegung.

7. Papillon

Diese kleine Hunderasse ist intelligent, verspielt und aktiv. Papillons gelten als fröhliche und menschenbezogen. Zwar wirken sie aufgrund ihrer Größe eher zerbrechlich, erweisen sich hingegen als robust und bewegungsfreudig. Auch für den Hundesport ist der Papillon geeignet.

8. Collie

Collies sind aktiv und sportlich. Ihre Sanftmütigkeit und Intelligenz machen sie zu idealen Begleit-, und Therapiehunden. Ebenso können sie als Wachhunde eingesetzt werden und haben Spaß an verschiedenen Hundesportarten.

9. Pudel

Der Pudel ist sportlich und hat ein hohes Einfühlungsvermögen. Er liebt es, neue Dinge zu lernen und ist gerne unterwegs. Aufgrund seiner Intelligenz und Freundlichkeit gilt er als beliebter Familienhund.

10. Dalmatiner

Der Dalmatiner ist ein freundlicher, anhänglicher Hund. Er hat viel Energie und freut sich über sportliche Aktivitäten und Zuneigung durch sein Herrchen. Wenn man ihn früh an andere Haustiere gewöhnt, ist er mit diesen verträglich.

Weitere kinderfreundliche Hunderassen

Ebenso gelten Magyar Vizsla und Rhodesian Ridgebacks als Familien-, und kinderfreundlich. Sie können aufbrausend sein und benötigen viel sportliche Aktivität. Daher sind sie für Familien geeignet, die diesen Eigenschaften gerecht werden können. Beide Hunderassen gelten als äußerst freundlich und aufgeschlossen, brauchen jedoch auch eine klare Führung und gute Erziehung. 

Eignen sich große Hunde als Familienhunde? 

Große Hunde können sich ebenso gut wie kleinere, für Kinder und Familien eignen. Manche große Rassen haben einen ausgeprägten Beschützer-Instinkt und ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen. Jedoch gibt es große Hunderassen, die sich aufgrund eines zu großen Herdenschutz- oder Jagdtriebs häufig als ungeeignet erweisen.

Wichtige Fragen vor dem Hundekauf

Auch wenn sich einige Hunde als geeignet für Kinder und Familien erweisen, sollten Eltern bestimmte Dinge bei der Wahl des Vierbeiners beachten:

  • Passt der Hund zum Aktivitätslevel der Familie?
  • Wird die Wohnsituation (Größe, Auslaufmöglichkeiten) dem Hund gerecht?
  • Passt die Rasse zum Temperament der Kinder?
  • Gibt es einen Allergiker in der Familie?
  • Wie viel Zeit hat die Familie für Aktivitäten und Beschäftigungen mit dem Hund?
  • Wer übernimmt welche Aufgaben mit dem Hund und kann Verantwortung übernehmen?

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