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Rhodesian Ridgeback

von Kolja von edogs
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Der Rhodesian Ridgeback ist die einzige anerkannte Hunderasse, die aus dem südlichen Afrika stammt. Heute wird diese Rasse weltweit gezüchtet und gehalten, nicht nur als Jagd-, sondern vermehrt auch als Familienhund. Den Standard, erstmals aufgestellt bereits 1922 und überarbeitet 1996, führt die FCI unter der Nr. 146 in Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen, Sektion 3: Verwandte Rassen, Ohne Arbeitsprüfung

Rhodesian Ridgeback im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 61-69 cm
Gewicht: 31-40 kg
FCI-Gruppe: 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion: 3: Verwandte Rassen
Herkunftsland: Südafrika
Farben: Hell-Wheaten, Rot-Wheaten, Wheaten
Lebenserwartung: 10-14 Jahre
Geeignet als: Arbeits-, Rettungs- und Familienhund
Sportarten: Dummytraining, Agility
Charakter: Würdevoll, Empfindlich, Intelligent, Loyal, Schelmisch, Willensstark
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: gering
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: kurz, dicht, glatt, glänzend
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: eher ja

Herkunft und Rassegeschichte

Die Ursprünge der Rasse Rhodesian Ridgeback reichen weit zurück. Als die ersten Kolonisten im 16. Jahrhundert aus England und den Niederlanden das südliche Afrika besiedelten, fanden sie bei den einheimischen Stämmen der Khoi-Khoi (früher mit dem Namen „Hottentotten“ bezeichnet) halbwilde, domestizierte Hunde, die auf dem Rücken oft einen deutlichen Haarkamm aufwiesen, den sogenannten „Ridge“. Diese furchtlosen Hunde, die schon damals dem Schutz der menschlichen Siedlungen und der Jagd dienten, verpaarten sich mit den Hunden der Besatzer. Dies waren vor allem Mastiffs und Doggen, aber auch britische Windhunde und Bloodhounds.

Rhodesian Ridgeback Welpe

Der Rhodesian Ridgeback kommt ursprünglich aus Südafrika und Simbabwe.

Durch immer gezieltere Zuchtauswahl erhielten die Kolonialherren in Südafrika und dem damaligen Rhodesien (heute die unabhängige Republik Simbabwe) schließlich einen sehr einheitlichen Hund, der durch seine Unerschrockenheit, Ausdauer und große Intelligenz optimal für den Einsatz als Wach- und Jagdhund auf den weitläufigen Farmen geeignet war. Erhalten hatten sich diese Hunde den charakteristischen Haarkamm auf dem Rücken, dem die Einheimischen die ausgesprochene Furchtlosigkeit ihrer Hunde zuschrieben. Vor allem bei der feudalen Jagd auf Großwild wie Löwen, die bei den europäischen Besatzern ein beliebter Zeitvertreib war, halfen die starken und mutigen Hunde dabei, das Wild aufzustöbern und zu stellen, bis die Jäger aus kurzer Distanz schließlich das Stück erlegen konnten. Aus dieser Zeit stammen auch die Rassebezeichnungen „Löwenhund“ oder „African Lion Dog“.

Wesen & Charakter vom Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist ein stattlicher, mutiger Hund, der nicht zögert, seine Menschen oder sich selbst in bedrohlichen Situationen zu verteidigen. Er handelt aber dennoch überlegt und wird nicht grundlos angreifen. Fremden gegenüber reagiert er zunächst reserviert und abweisend. Seine hohe Intelligenz lässt ihn Kommandos leicht und schnell erlernen, sofern sich ihm deren Sinn erschließt. Ansonsten kann er auch gut auf stur schalten und den Gehorsam verweigern. Mit Härte oder gar Gewalt erreicht man bei ihm gar nichts, denn er behält immer seine Selbstständigkeit.

Wird er aber von Anfang an mit der nötigen Konsequenz, Geduld und liebevoller Einfühlung erzogen, entwickelt sich der bewegungsfreudige Rhodesian Ridgeback zu einem gutmütigen, verschmusten und absolut loyalen Familienhund. Dann kehrt er auch gerne seine sensible Seite heraus, der man als Hundehalter durchaus feinfühlig begegnen muss. Plötzliche Veränderungen oder gar die Unterbringung in einer Tierpension, wenn Herrchen und Frauchen in Urlaub fahren wollen, kann er gar nicht gut verkraften. Am liebsten ist er immer und überall dabei.

Als ursprünglicher Jagd- und Wachhund braucht der Rhodesian Ridgeback auf jeden Fall eine sehr gute Erziehung, damit er auch in kritischen Situationen gehorcht und nicht Nachbars Katze oder den Postboten verscheucht.

Wie gefährlich ist ein Rhodesian Ridgeback?

Zeitweise wurde diese Rasse in einigen Bundesländern auf den sogenannten „Rasselisten für gefährliche Hunde“ geführt. Nach eingängiger Prüfung und entsprechender Intervention von Fachleuten ist das aber heute nicht mehr der Fall. Dennoch muss ein Rhodesian Ridgeback gut und mit der entsprechenden Erfahrung erzogen werden, damit sein angeborener Wach- und Schutztrieb nicht überhand nimmt.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback von der Seite

Die Haare am sogenannten Ridge, wachsen in der entgegengesetzten Richtung.

Dieser kraftvolle, elegante Hund hat einen muskulösen Körper mit kräftigem Hals, tiefer Brust, geradem Rücken und einer mässig langen, schlanken Rute. Die auffällige Fellfarbe ist ein helles Weizengelb bis zu sattem Fuchsrot, dabei sind kleine weiße Abzeichen an Brust und Zehen zulässig. Der kräftige Kopf mit abgerundeten Schlappohren kann eine dunklere Färbung haben als der restliche Körper. Der Nasenspiegel ist entweder sattschwarz oder dunkel- bis leberbraun, die intelligenten Augen passend dazu dunkelbraun bis bernsteinfarben.

Das sehr kurze, dichte Haarkleid fühlt sich fest an und glänzt, ist völlig frei von Unterwolle. Das charakteristische Merkmal dieser Rasse ist der sogenannte „Ridge“, also ein Haarkamm auf dem Rücken, bei dem die Haare entlang der Wirbelsäule in die entgegengesetzte Richtung wachsen wie am restlichen Körper. Dieser Ridge beginnt unmittelbar hinter den Schulterblättern, reicht bis zu den Hüfthöckern und ist klar zum restlichen Fell auf dem Rücken abgegrenzt. Der Rassestandard beschreibt als „guten Durchschnittswert für die Breite des Rückenkammes 5 cm“.

Rüden erreichen eine Schulterhöhe zwischen 63 und 69 Zentimetern bei einem Gewicht von etwa 35-37 Kilogramm, Hündinnen sind mit 61-66 Zentimetern und 32-35 Kilogramm kleiner und leichter. Seine komplette Größe und auch mentale Reife erreicht der Rhodesian Ridgeback erst mit etwa 2 Jahren.

Impressionen der Hunderasse

Erziehung & Haltung des Rhodesian Ridgeback – Das gilt es zu beachten

Als Anfängerhund ist der Rhodesian Ridgeback nicht geeignet, da er einen starken Willen hat und dazu neigt, eigenständig seine Entscheidungen zu treffen. Dieses Verhalten war für seine ursprüngliche Nutzung als Jagd- und Wachhund im südlichen Afrika gewünscht und auch sinnvoll, muss aber bei seiner heute überwiegenden Haltung als Begleit- und Familienhund durch einen erfahrenen und willensstarken Hundehalter in geregelte Bahnen gelenkt werden. Klare Ansagen, absolute Konsequenz in dem, was der Hund darf und was nicht, und geduldiges Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse des Hundes sind hier die Zauberworte. Der Hund muss die Sicherheit spüren, dass nicht er die Alpharolle im Rudel übernehmen muss. Dabei funktioniert die Erziehung nach dem Lob- und Belohnungsprinzip. Mit unnötiger Härte oder gar Gewalt kann man beim Rhodesian Ridgeback gar nichts erreichen.

Bei dieser Rasse empfiehlt sich vor allem in der Welpen- und Junghundphase der Besuch einer professionellen Hundeschule, wo von Anfang an der Kontakt zu Artgenossen und anderen Menschen geübt wird und auch unterschiedliche Umweltsituationen mit dem Hund trainiert werden können. Wichtig ist es auch, den angeborenen Jagdtrieb des Rhodesian Ridgeback frühzeitig unter Kontrolle zu bringen. Ein gut und liebevoll erzogener „Löwenhund“ wird seinem Besitzer verlässlich gehorchen und sich als aufmerksames und sanftmütiges Familienmitglied zeigen.

Unbedingt benötigt dieser sensible Hund Familienanschluss. Ein Haus mit großem, hundesicher eingezäunten Garten ist ideal, um ihm genügend Bewegungsfreiheit zu geben. Alternativ muss man täglich mehrere lange Spaziergänge einplanen, um sein großes Bewegungsbedürfnis zu befriedigen. Kann er sich ausreichend austoben und wird auch seine wache Intelligenz gefordert, verhält er sich im Haus sehr ruhig und genießt auch die Ruhephasen auf seinem Platz.

Ist ein Ridgeback ein Familienhund?

Wird er von Anfang an konsequent und mit dem nötigen Fachwissen erzogen, ist der Rhodesian Ridgeback ein toller und sehr anhänglicher Hund, der auch mit Kindern in der Familie bestens klar kommt. Kleine Kinder sollen aber dennoch niemals alleine mit einem Hund gelassen werden.

Ernährung des Rhodesian Ridgeback

Wie bei allen großwüchsigen Hunderassen muss auch beim Rhodesian Ridgeback besonderes Augenmerk auf eine ausgewogene und hochwertige Ernährung in der Wachstumsphase gelegt werden. Eine zu hohe Energiezufuhr oder die falsche Nährstoffzusammensetzung kann schwere und dauerhafte Schäden an Muskulatur und Skelett hervorrufen. Im Fachhandel gibt es verschiedene hochwertige Fertigfutter, die speziell auf den Bedarf großer Hunderassen zugeschnitten sind.

Auch der erwachsene Hund benötigt ein gutes Futter, das vorrangig aus Fleisch und tierischen Produkten bestehen sollte. Eine ausgewogene Mischung der essentiellen Nährstoffe, Mineralien, Vitamine und Spurenelemente sind eine gute Grundlage für ein langes und gesundes Hundeleben. Ebenfalls spielt die Menge des Futters eine erhebliche Rolle. Von minderwertigem Futter, das weniger Fleisch, dafür aber oft schlecht verwertbares Getreide enthält, muss eine größere Portion gefüttert werden. Daraus resultiert die Gefahr einer Magenüberladung und der lebensbedrohlichen Magendrehung. Generell sollte die täglich benötigte Futterration auf zwei Portionen morgens und nachmittags oder frühabends verteilt werden. Wie viel der Hund bekommt, richtet sich neben der Futtersorte auch nach dem Aktivitäts- und Gesundheitszustand des Hundes, nach seinem Lebensalter und seiner individuellen Nährstoffverwertung.

Ob man sich für die Fütterung von hochwertigem Nass- oder Trockenfutter entscheidet, spielt dann nicht die entscheidende Rolle. Auch eine ausgewogene Rohfütterung (BARF = Biologisch Artgerechte Rohfütterung) ist für den Rhodesian Ridgeback gut geeignet, erfordert aber vom Hundehalter mehr Zeitaufwand und ausreichende Kenntnisse, damit alle notwendigen Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung im Futter vorhanden sind. Hat man sich für eine Futterart und -sorte entschieden, die der Hund auch gut verträgt, so sollte man dabei bleiben und diese an die jeweilige Lebensphase des Hundes anpassen. Häufige Futterwechsel sind unnötig und führen eher zu Magenproblemen und Unverträglichkeiten bei vielen Hunden. Frisches Trinkwasser muss dem Hund ständig zur freien Aufnahme angeboten werden.

Wie groß wird ein Rhodesian Ridgeback?

Rüden erreichen eine Schulterhöhe zwischen 63 und 69 Zentimetern bei einem Gewicht von etwa 35-37 Kilogramm, Hündinnen sind mit 61-66 Zentimetern und 32-35 Kilogramm kleiner und leichter.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Der für diese Hunderasse so typische Haarkamm entlang der Wirbelsäule stellt unter medizinischen Gesichtspunkten eigentlich eine milde Form einer Spina Bifida, also eines „offenen Rückens“ dar. Damit verbunden ist eine Prädisposition für den Dermalsinus, auch als Dermoidzysten bezeichnet, angeborene kleine Öffnungen in der Haut, die schlimmstenfalls zum Eindringen von Keimen in die tieferen Hautschichten und daraus resultierenden Entzündungen führen können.

Außerdem kommen auch beim Rhodesian Ridgeback einige erblich disponierte Krankheiten des Skeletts wie Hüft– und Ellbogengelenkdysplasien häufiger vor. Durch entsprechend sorgfältige Prüfung der potentiellen Elterntiere kann die Zucht hier das Risiko minimieren. Ansonsten handelt es sich um eine sehr robuste Hunderasse, die bei gesunder Ernährung und Haltung durchaus 10-12 Jahre alt werden kann.

Wie alt wird ein Rhodesian Ridgeback?

Wird der Hund artgerecht gefüttert und bewegt, kann diese Rasse etwa 10-12 Jahre alt werden.

Pflege des Rhodesian Ridgeback

Das kurze Fell des Rhodesian Ridgeback ist sehr pflegeleicht und sollte nur ab und zu gestriegelt werden, um lose Haare und Schmutz zu entfernen. Ohren, Augen und Zähne sollten regelmäßig kontrolliert werden, um mögliche Veränderungen wie Entzündungen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können. Hat der Hund ausreichend Gelegenheit, sich in der Natur zu bewegen, werden die harten Krallen auf natürlichem Weg kurz gehalten. Ansonsten muss hier eventuell mit der Krallenschere nachgeholfen werden. Die jährliche Schutzimpfung beim Tierarzt ist eine gute Gelegenheit für einen generellen Gesundheitscheck.

Da dem Rhodesian Ridgeback jegliche Unterwolle fehlt, kommt er zwar mit warmen Temperaturen sehr gut klar, mag aber die Kälte und Nässe unserer Klimazone nicht so gerne. Ein funktionaler Hundemantel für die Übergangs- und Winterzeit schützt den Hund hier optimal.

Rhodesian Ridgeback – Aktivitäten und Training

Rhodesian Ridgeback in der Natur

Rhodesian Ridgeback eignen sich hervorragend zur Ausbildung als Fährten- oder Rettungshund.

Der temperamentvolle Löwenhund benötigt viel Auslauf. Sein enormer Bewegungsdrang erfordert von seinem Besitzer die Bereitschaft zu täglichen ausgiebigen Spaziergängen, bei denen der Hund möglichst auch frei laufen kann. Alternativ kann er seinen Menschen auch prima beim Joggen oder am Fahrrad begleiten, denn er verfügt über eine erstaunliche Ausdauer.

Da er als Arbeitshund gezüchtet wurde, möchte er zusätzlich zur körperlichen auch eine geistige Auslastung. Mit einem Rhodesian Ridgeback kann man viele Hundesportarten wie Agility oder Obedience ausüben. Er eignet sich auch hervorragend zur Ausbildung als Fährten- oder Rettungshund. Solch intensive Zusammenarbeit zwischen Hund und Halter, bei der beide sich aufeinander verlassen können müssen, knüpft ein besonders enges Band der Verbundenheit.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Rhodesian Ridgeback

Der erste Rassestandard für den Rhodesian Ridgeback wurde 1922 von dem in Rhodesien lebenden Briten Francis Richard Barnes aufgestellt, der sich dabei am Standard für den Dalmatiner orientierte.

In Deutschland ist die Rasse bislang nicht als Jagdgebrauchshundrasse anerkannt, wenngleich die FCI sie in der Gruppe der Lauf- und Schweißhunde führt.

In der Zuchtordnung des britischen Rasseverbandes wurde noch bis ins Jahr 2008 bestimmt, dass Welpen, die ohne Ridge geboren wurden, getötet werden sollten. Erst die Bekanntmachung dieser lebensverachtenden Regelung in einem Dokumentarfilm führte zu einer Änderung der Zuchtvorschriften.

Weltweit gibt es nur noch zwei andere Hunderassen mit einem vergleichbaren „Ridge“ auf dem Rücken: den Thai Ridgeback und den Phu Quoc Ridgeback aus Vietnam.

Nachteile des Rhodesian Ridgeback

In der langjährigen Diskussion über die besondere Gefährlichkeit einiger Hunderassen geriet auch der Rhodesian Ridgeback ins Visier der Behörden. So stand die Rasse zum Beispiel 10 Jahre lang im Bundesland Bayern auf der Liste der gefährlichen Hunderassen, da ihr die Eigenschaft als Kampfhund unterstellt wurde.

Nachdem hier mehrere Überprüfungen und auch die Intervention durch Hundeexperten ergeben hatte, dass von der ursprünglich vermuteten Gefährdung nicht mehr auszugehen sei, wurde die Rasse 2002 von dieser Gefahrenliste wieder gestrichen. Dennoch gibt es nach wie vor lokale kommunale Bestimmungen, die den Rhodesian Ridgeback mit einem erhöhten Gefahrenpotential verbinden und seine Haltung entsprechend unter Auflagen stellen.

Ist ein Ridgeback ein Kampfhund?

Nein, diese Rasse ist kein Kampfhund. Selbst bei seiner früheren Nutzung zur Jagd auf Löwen hat der sogenannte „Löwenhund“ in der Meute das Raubtier nur gesucht und gestellt, bis der Jäger da war. Niemals war es die Aufgabe der Hunde, den Löwen tatsächlich anzugreifen oder gar mit ihm zu kämpfen.

Passt der Rhodesian Ridgeback zu mir?

Bevor Du Dir einen Rhodesian Ridgeback anschaffst, solltest Du Dich ausgiebig mit dieser Rasse und ihren Ansprüchen auseinandersetzen. Als erster Hund ist er überhaupt nicht geeignet, wenn Du noch keinerlei Hundeerfahrung besitzt. Er braucht bei seiner Erziehung die nötige Konsequenz, Durchsetzungskraft und Geduld, um Dich als Chef und Rudelführer anzuerkennen.

Rhodesian Ridgeback im Auslauf

Der Rhodesian Ridgeback liebt täglich ausgiebige Gassi-Runden.

Ein Hund mit dieser Größe und Kraft ist auch immer ein Kostenfaktor! Nicht nur die Anschaffungskosten für den Hund selbst – ein Welpe aus guter Zucht kostet mindestens 1500 Euro und mehr – sondern auch für die Erstausstattung mit Leine, Halsband, Näpfen, Hundebett, Transportkiste für das Auto (ist Dein Auto groß genug?), Pflegeartikeln usw. sind schon erheblich. Dazu kommen laufende Kosten für hochwertiges Futter, für Hundesteuer und Hundehaftpflichtversicherung, die regelmäßigen Impfungen und Entwurmungen beim Tierarzt, eventuell weitere Tierarztbesuche, die Hundeschule, eventuell den Hundesport. Diese Kosten, gerechnet auf 10-12 Lebensjahre Deines Hundes, können schon zu einer ordentlichen Summe anwachsen, die Dir für andere Dinge dann nicht zur Verfügung steht.

Es sollten auf jeden Fall alle Mitglieder Deines Haushaltes mit der Anschaffung des Hundes einverstanden sein. Mögliche Allergien gegen Hundehaare bei Familienmitgliedern sollten vor der Anschaffung ausgeschlossen werden. Ganz wichtig ist auch die Frage: „Was mache ich mit dem Hund im Urlaub?“. Nicht jeder Vermieter einer Ferienunterkunft erlaubt Hunde dieser Größe.

Erst, wenn Du alle Fragen gründlich durchdacht und beantwortet hast, solltest Du auf die Suche nach einem seriösen Züchter gehen. Hier helfen die Zuchtverbände gerne weiter. Kaufe nur einen Hund, dessen Abstammung zweifelsfrei nachgewiesen werden kann und dessen Elterntiere auf mögliche Erbkrankheiten getestet wurden. Ein guter Züchter freut sich, wenn Du bereits vor dem endgültigen Kauf seine Zucht, die Welpen und die Mutterhündin besuchst. Das gibt auch ihm die Gelegenheit, Dich kennenzulernen, denn er möchte wissen, dass er seinen Welpen in gute und erfahrene Hände gibt. Niemals solltest Du einen Hund bei einem Hundehändler oder auf einem Tiermarkt kaufen, wo Du die Elterntiere und die Haltungsbedingungen des Züchters nicht anschauen kannst.

Neben der Anschaffung über einen Züchter lohnt sich unter Umständen auch der Gang ins Tierheim oder die Anfrage bei einem Verein für Rhodesian Ridgeback in Not . Hier warten immer wieder auch reinrassige Hunde auf ein neues und schönes Zuhause, deren Besitzer den Hund nicht mehr behalten werden konnten oder wollten. Oft sind solche Hunde aus zweiter Hand, die völlig unverschuldet in diese Situation geraten sind, nach einer anfänglichen vorsichtigen Kennenlernzeit besonders anhänglich und dankbar.

Was kostet ein Rhodesian Ridgeback Welpe?

Du musst mindestens 1500 Euro oder auch mehr rechnen, um einen Welpen aus einer seriösen Zucht zu kaufen.