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Gesunde Hundeernährung: Wann Trockenfutter als gesundes Alleinfuttermittel verwendet werden kann

von Michelle Holtmeyer
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Für viele Hundebesitzer ist Trockenfutter die einfachste und praktischste Form der Hundeernährung. Zudem kann es eine besonders gesunde Futterlösung sein. Das gilt zumindest dann, wenn auf die richtigen Inhaltsstoffe und die passende Zubereitungsart wie beispielsweise die Fleischsaftgarung geachtet wird. Was es mit Letzterer auf sich hat und was ein gesundes Trockenfutter für Hunde auszeichnet, wird in diesem Artikel behandelt. Eine gesunde Ernährung ist für Hunde genauso wichtig wie für Menschen.

Trockenfutter als besonders praktische Futterlösung

Geht es um die Wahl des passenden Futters für den eigenen Hund, entscheiden sich viele Tierbesitzer schnell für Trockenfutter. Oft lassen sie sich dabei von praktischen Überlegungen leiten: Trockenfutter für Hunde lässt sich leicht dosieren und lange lagern. Außerdem wird mittlerweile auch Trockenfutter für Hunde mit besonders hohem Frischfleischanteil angeboten. Das bietet ein passende Ernährung sowohl für den Rauhaardackel als auch für alle anderen Hunderassen.

Große Unterschiede beim Trockenfutter

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Trockenfutter ist nicht gleich Trockenfutter.

Zu beachten ist dabei jedoch: Trockenfutter ist nicht gleich Trockenfutter. Zweifellos sind alle trockenen Alleinfuttermittel für Hunde praktisch und lassen sich lange aufheben. Außerdem sind sie ausgewogener als die früher übliche Fütterung von Hunden mit Essensresten. Nichtsdestotrotz gibt bei den Trockenfuttermitteln für Hunde große Unterschiede. Diese hängen insbesondere mit Inhaltsstoffen und Zubereitungsart zusammen.

Um den eigenen Hund gesund zu ernähren, ist es darum wichtig, sich mit Inhaltsstoffen und Zubereitungsverfahren von Trockenfuttermitteln für Hunde auseinanderzusetzen. Nur so kann es gelingen, dem eigenen Tier eine wirklich ausgewogene und gesunde Ernährung zu bieten.

Übrigens: Ob dabei auf Nassfutter, Trockenfutter oder sogar selbst zubereitete Mahlzeiten zurückgegriffen wird, ist meist irrelevant. Schließlich sind alle Fütterungsarten geeignet, um den eigenen Hund gesund und ausgewogen zu ernähren. Das gilt aber selbstverständlich nur dann, wenn das Futtermittel ausreichende Mengen an Makronährstoffen wie Fette und Proteine sowie Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe enthält. Ist das der Fall, kann auch ein „bequemes“ Trockenfutter ideal dazu geeignet sein, den eigenen Hund gesund zu ernähren.

Gutes Hundefutter lässt sich nicht immer am Preis erkennen

In deutschen Haushalten leben über 10 Millionen Hunde. Alle von ihnen sind für ein gesundes und langes Leben auf eine ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung angewiesen. Dies wissen selbstverständlich auch die meisten Hundehalter und geben sich große Mühe, auf eine hohe Futterqualität zu achten. Doch woran genau lässt sich eigentlich festmachen, ob ein Trockenfutter für Hunde gesund und ausgewogen ist? Reicht es, allein auf en Preis zu achten und ein teures einem günstigen Futter vorzuziehen?

Auf die Inhaltsstoffe kommt es an

Ob ein Trockenfutter für Hunde gesund und hochwertig ist, hängt nicht allein von seinem Preis ab. Vielmehr kommt es darauf an, woraus das Futter besteht und wie es hergestellt wurde. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass auch ein eher günstiges Futter hochwertige Inhaltsstoffe enthält. Ebenso ist es möglich, dass zur Herstellung eines preiswerten Futters die zu bevorzugende Fleischsaftgarung angewendet wurde. Somit kann der Preis des Futters erst einmal keinen Aufschluss über die Futterqualität geben.

Um einen ersten Eindruck bezüglich der Futterqualität zu gewinnen, ist es stattdessen wichtig, auf die Inhaltsstoffe des Futters zu achten. Diese müssen hierzulande stets auf der Verpackung des Hundefutters angegeben sein. Ein Blick auf die Zutatenliste hilft darum dabei, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Weist die Zutatenliste insbesondere hochwertige Eiweißquellen wie etwa frisches Fleisch als Hauptbestandteil des Futters aus, ist es meist als hochwertig anzusehen. Enthält das Futter außerdem ausreichende Mengen an Vitaminen und Spurenelementen, reicht das für einen guten ersten Eindruck. Kohlenhydrate hingegen sollten keinen Hauptbestandteil des Hundefutters ausmachen. Für eine ausreichende Energieversorgung sollten sie jedoch in geringem Umfang enthalten sein. Richtig zubereitet ist auch Trockenfutter gesund und ausgewogen.

Das sollte in einem guten Hundefutter enthalten sein

Wie schon gesehen, kann hochwertiges Hundefutter sowohl in nasser, trockener und auch selbst zubereiteter Form verfüttert werden. Wichtiger als die Darreichungsform sind nämlich die Inhaltsstoffe, aus denen das Futter besteht. Schließlich muss das Futter den Hund – unabhängig von seiner Darreichungsform – mit allen für ihn wichtigen Mikro- und Makronährstoffe versorgen. Eine gesunde, bedarfsgerechte Ernährung ist für Hunde nämlich genauso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung für den Menschen.

Um dem Tier alle lebenswichtigen Mikro- und Makronährstoffe bieten zu können, sollten Hundebesitzer insbesondere auf folgende Futter-Inhaltsstoffe achten:

  • Hochwertiges frisches Fleisch als Lieferant wertvoller Proteine.
  • Im geringen Umfang gut verträgliches glutenfreies Getreide, Gemüse oder Obst als Kohlenhydratquellen
  • Hochwertige Öle (z.B. Lachsöl) und Vitamine
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Im geringen Umfang brauchen Hund gut verträgliches glutenfreies Getreide, Gemüse oder Obst als Kohlenhydratquellen.

Wo stehen die hochwertigen Inhaltsstoffe?

Weist die Zutatenliste einen hohen Anteil Frischfleisch als erstes aus, kann es sich um ein hochwertiges und gesundes Futtermittel handeln. Zu beachten ist allerdings, dass es für die Beurteilung der Futterqualität nicht allein auf die verarbeiteten Zutaten ankommt. Außerdem ist die Herstellungsweise des Futters wichtig. Das hängt damit zusammen, dass die gesunden Inhaltsstoffe einzelner Zutaten nur dann erhalten bleiben, wenn sie schonend verarbeitet worden sind. Nur bei einer schonenden Verarbeitung wie etwa der Fleischsaftgarung stehen sie dem Hund später in vollem Umfang zur Verfügung.

Fleischsaftgarung zeichnet hochwertige Hundetrockennahrung aus

Viele „herkömmliche“ Trockenfuttermittel für Hunde werden mithilfe des sogenannten Extrusionsverfahrens hergestellt. Das bedeutet: Nährstoffarmes Fleischmehl oder andere tierische Proteine in getrockneter Form werden unter Zugabe von Wasser und bei hoher Temperatur zu einer Art Teig verkocht. Anschließend wird der Teig mittels Druck geformt und dann maschinell getrocknet. Problematisch ist hierbei jedoch: Das so hergestellte Futter hat aufgrund des nicht oder nur sehr geringfügig vorhandenen Frischfleisches wenig natürliches Geschmacksaroma. Um vom Hund angenommen zu werden, muss es darum nicht selten mit Geschmacksverstärkern und ähnlichen Zusätzen versehen werden. Zusammen mit anderen Faktoren führen diese oft zu Unverträglichkeiten.

Frischfleisch schonend gegart

Für hochwertige Trockenfutter mit hohem Frischfleischanteil wird hingegen die Methode der sogenannten Fleischsaftgarung angewendet. Dabei wird hochwertiges Frischfleisch ohne die Zugabe von Wasser im eigenen Fleischsaft langsam und bei niedrigen Temperaturen gegart. So lässt sich im Ergebnis eine besonders nährstoffreiche Hundenahrung herstellen, die sich durch eine gute Verträglichkeit auszeichnet. Außerdem werden Trockenfuttermittel, die mit dieser Methode zubereitet worden sind, aufgrund des natürlichen Geschmacks von Hunden besonders gerne angenommen. Wer seinem Tier eine natürliche und schmackhafte Mahlzeit anbieten will, sollte darum insbesondere auf die Zubereitung mittels Fleischsaftgarung achten. So lassen sich Gesundheit, Geschmack und die praktische Fütterung mit einer Trockennahrung gut vereinbaren.

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