Rauhaardackel

Der Rauhaardackel ist eine von drei gezüchteten Varianten des Dachshundes oder auch Teckels, einer deutschen Jagdhunderasse, die bereits im Mittelalter genutzt wurde. Auch außerhalb Deutschlands erfreuen sich die kurzläufigen Rauhaardackel großer Beliebtheit. Der Rassestandard der Rauhaardackel existiert bereits seit 1888 und wird in der FCI mit der Nummer 148 unter der Bezeichnung „Dachshund“ in Gruppe 4: Dachshund mit Arbeitsprüfung geführt.

Rauhaardackel im Steckbrief

Steckbrief
Größe: Brustumfang: 27-47 cm
Gewicht: 3-9 kg
FCI-Gruppe: 148: Dachshund
Sektion: 4: Dachshund mit Arbeitsprüfung
Herkunftsland: Deutschland
Farben: mehrere Farben und Farbmuster werden unterschieden
Lebenserwartung: 14-18 Jahre
Geeignet als: Jagd-, Begleit-, Familienhund
Sportarten:
Charakter: Aufmerksam, intelligent, selbstbewusst
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential gering
Stärke des Haarens gering
Pflegeaufwand: mittel
Fellstruktur: dicht, drahtig und gleichmäßig anliegend, mit dichter Unterwolle
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial: eher ja

Herkunft und Rassegeschichte

Rauhaardackel im Portrait
Der Rauhaardackel im Portrait.

Als Urform aller heutigen Dackel-Varianten gilt die schon bei den Kelten als Jagdhelfer genutzte niederläufige Bracke. Durch ihre besondere Körperform eigneten sich diese Hunde besonders gut für die Jagd auf Fuchs und Dachs, da sie diese im engen unterirdischen Bau stellen und hinaustreiben konnten. Etwa im 19. Jahrhundert waren bereits züchterisch unterschiedliche Dackel-Varianten entstanden. Der Rauhaardackel wird 1867 von Leopold Fitzinger, seines Zeichens Zoologe und Hundeexperte, schriftlich beschrieben. Durch die Einkreuzung drahthaariger Schnauzer und Terrier wie dem Dandy Dinmont Terrier hat die Rasse ihre typische Fellstruktur erhalten.

Die Gründung des Deutschen Teckelclub e.V. im Jahre 1888 macht diesen bis heute bestehenden Zuchtverein zu einem der ältesten Hundezuchtverbände in Deutschland. Bis heute erfreuen sich Rauhaardackel neben den Kurzhaar- und Langhaardackeln weltweit einer großen Beliebtheit. So gilt die Rasse Dackel spätestens seit den in Deutschland ausgetragenen Olympischen Spielen 1972 als „Typisch Deutsch“ – damals war ein kunterbunter Dackel namens „Waldi“ das Maskottchen der sportlichen Großveranstaltung.

Wesen & Charakter vom Rauhaardackel

Den aufmerksamen, intelligenten Dackeln wird gerne eine gewisse Sturheit nachgesagt. Tatsächlich sind diese für die Jagd auf wehrhafte Raubtiere spezialisierten Hunde mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet, das sie furchtlos und ausdauernd tief unter der Erde ihre Arbeit verrichten lässt. Selbstständiges Agieren und schnelle Entscheidungen sind notwendig, um zu überleben, denn im Bau kann der Jäger dem Hund gegen Fuchs und Dachs nicht helfen. Dieser starke Wille und sein großer Mut lassen den Dackel leicht eigensinnig erscheinen. Dabei will er einfach den Sinn der an ihn gestellten Anforderungen verstehen, bevor er sich entscheidet, sie zu befolgen. Gerade der Rauhaardackel, bei dem sich auch noch der ebenfalls starke Terrier-Charakter manifestiert, gilt als eigen und manchmal schwer erziehbar.

Dennoch haben die Teckel ihren ganz eigenen Charme. Dem sprichwörtlichen Dackelblick kann man tatsächlich nur schwer widerstehen. So sind Dackelbesitzer in aller Regel gerne bereit, ihrem kleinen Starrkopf vieles nachzusehen. Neben der immer noch häufigen Nutzung als aktiver Jagdhund hat sich der Dackel mehr und mehr auch als Begleit- und Familienhund durchgesetzt. Meist erkennt ein Dachshund aber einen Menschen ganz besonders als Bezugsperson an, dem er dann treu und loyal ergeben ist. Auch wenn sie als freundlich, ausgeglichen und kinderlieb beschrieben sind, lassen sich Dackel nicht alles gefallen und weisen daher Kinder innerhalb der Familie durchaus auch in ihre Schranken. Fremden gegenüber sind sie misstrauisch bis gleichgültig, ihr Territorium bewachen sie mutig und lautstark.

Trotz der kurzen Beine sind Rauhaardackel sehr bewegungsfreudig und möchten sowohl Auslauf als auch Beschäftigung, auch und gerade, wenn sie nicht jagdlich geführt werden. Ein unterbeschäftigter Dackel sucht sich zur Not eigene Aufgaben, sei es das Umgraben der Blumenbeete oder auch das Umgestalten der Wohnungseinrichtung. Um dem vorzubeugen, tut der Dackelbesitzer gut daran, sich ausdauernd mit seinem Hund zu beschäftigen und viel Zeit in eine gute Erziehung zu investieren.

Wie viel kostet ein Rauhaardackel?

Ein Welpe aus seriöser Zucht kostet etwa 1000 bis 2000 Euro.

Aussehen des Rauhaardackels

Die kurzläufige, langgestreckte Gestalt ist allen Dackel-Varianten gemein. Trotz der niedrigen Höhe sind die Hunde muskulös und sehr beweglich. Vor allem im dichten Unterholz sind sie meist flinker unterwegs als hochbeinige Rassen. Die Körperlänge soll laut Rassestandard in einem Verhältnis von 1,7-1,8 : 1 zur Widerristhöhe stehen. Der lange Rücken ist gerade und fällt nach hinten leicht ab, während der Brustkorb auffallend groß erscheint. Die lange, dünne Rute wird gerade in Verlängerung der Rückenlinie getragen.

Der Kopf des Dackels ist langgestreckt und wird zur Nase hin gleichmäßig schmaler. Beim Rauhaardackel lassen der buschige Bart und die ebenso kräftigen Augenbrauen den Kopf etwas eckiger erscheinen. Die hoch angesetzten, rundlichen Schlappohren und die mandelförmigen, meist dunkelbraunen Augen verleihen ihm einen aufmerksamen Ausdruck. Die kurzen Beine sollen möglichst gerade und parallel zueinander stehen und in der Bewegung ebenso parallel raumgreifend und schwungvoll geführt werden.

Das Fell des Rauhaardackels ist dicht, drahtig und gleichmäßig anliegend, mit dichter Unterwolle durchsetzt. Laut Rassestandard ist weiches Haar am Kopf und Körper nicht erwünscht. Ohren und Rute sind im Vergleich zur restlichen Behaarung kurzfellig, und an Brauen und Fang ist das Haar besonders buschig und drahtig. Es werden mehrere Farben und Farbmuster unterschieden:

  • Einfarbig rot, schwarze Stichelung und kleiner weißer Brustfleck sind erlaubt
  • Mehrfarbig saufarben, braun-saufarben, schwarz-rot oder braun, mit deutlichem Brand über den Augen, am Fang, an der Brust, den Beinen sowie der Unterseite der Rute
  • Gefleckt (Merle) mit grauen oder beigen Flecken im ansonsten saufarbenen, schwarzen oder braunen Fell
  • Gestromt rot mit dunkler Stromung

Für alle Fellvarianten des Dackels gibt es außerdem drei unterschiedliche Größenschläge, für die allerdings nicht wie sonst üblich die Schulterhöhe, sondern der Brustumfang entscheidend ist, welcher erst ab einem Alter von 15 Monaten gemessen werden soll:

  • Teckel: 37 – 47 cm Brustumfang bei Rüden, 35 – 45 cm bei Hündinnen
  • Zwergteckel: 32 – 37 cm bei Rüden, 30 -35 cm bei Hündinnen
  • Kaninchenteckel: 27 – 32 cm bei Rüden, 25 – 30 cm bei Hündinnen

Das Gewicht variiert je nach Größe des Hundes zwischen maximal 9 Kilogramm beim Teckel, etwa 4-5 Kilogramm beim Zwerg- und ungefähr 3,5 Kilogramm beim Kaninchenteckel.

Erziehung & Haltung des Rauhaardackels – Das gilt es zu beachten

Um den sprichwörtlichen Eigensinn des Dackels in geregelte Bahnen zu lenken, muss der Dackelhalter von Anfang an bereits beim ganz jungen Welpen einen sehr konsequenten Erziehungsstil an den Tag legen. Eine sehr gute Sozialisierung an Umweltreize, das geduldige Training der Grundkommandos und vor allem eine ausreichende Bewegung und Beschäftigung helfen dabei, aus dem ursprünglichen Jagdhund einen umgänglichen und liebenswerten Begleithund zu machen. Absoluten Gehorsam und bedingungslose Unterwürfigkeit sollte man bei einem Dackel aber nicht erwarten, dazu ist der kleine Charakterkopf zu stolz.

Je nachdem, ob der kleine Rauhaardackel aus einer rein jagdlichen Zucht-Linie stammt oder bereits über mehrere Generationen als Familienhund gezüchtet wurde, ist der Jagdtrieb immer noch mehr oder weniger stark ausgeprägt. Das erfordert besondere Konsequenz bei der Erziehung und kann bei manchen Dackeln dennoch dazu führen, dass Freilauf in Wald und Feld nicht möglich ist. Auch die gleichzeitige Haltung anderer Tierarten im Haushalt, vor allem kleiner Haustiere wie Hühner, Kaninchen oder Meerschweinchen, kann zum Problem werden. Zumindest müssen solche Tiere absolut dackelsicher untergebracht werden.

Trotz seiner geringen Körpergröße und der kurzen Beine braucht ein Dachshund viel Bewegung und Abwechslung. Ein Haus mit eigenem Garten ist zwar toll, aber der Garten alleine ersetzt auf keinen Fall die täglichen Spaziergänge und die intensive Beschäftigung mit dem Hund. Ein Dackel, der stundenlang alleine im Garten bleiben soll, betätigt sich nur zu gerne als „Gärtner“ beim Umgraben der Blumenbeete. Schlimmstenfalls untergräbt er den Gartenzaun und geht auf eigene Faust spazieren.

Zwar kann man einen Rauhaardackel auch gut in einer Stadtwohnung halten, hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Hund nicht ständig Treppen steigen muss, da dies zu schweren Rückenproblemen führen kann. Wenn es also keinen Fahrstuhl gibt, sollte ein Dackel rauf und runter getragen werden.

Wie erziehe ich einen Rauhaardackel?

Dackel sind eigensinnig und brauchen viel Konsequenz und liebevolle Geduld, um zu gut erzogenen Hunde heranzuwachsen.

Ernährung des Rauhaardackels

Wie bei allen anderen Hunderassen, so ist auch beim Rauhaardackel ein hochwertiges, ausgewogenes Futter die beste Voraussetzung für ein langes, gesundes Hundeleben. Ganz wichtig ist es, das optimale Gewicht des Hundes im Auge zu behalten, denn Übergewicht ist für einen Dachshund mit seinem speziellen Körperbau ein noch größeres Gesundheitsrisiko als für andere, hochbeinige Hunde. Ein gutes Hundefutter soll vorrangig aus Fleisch hergestellt sein, dazu sind weitere Bestandteile wie Gemüse, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien enthalten. Fertigfutter gibt es als Nass- oder Trockenfutter.

Wer selber für seinen Hund das Futter zubereitet, kann nach der BARF-Methode (= Biologisch artgerechte Rohfütterung) vorgehen. Um aber Mangelerscheinungen vorzubeugen, sind hier ausreichende Kenntnisse und ein Fütterungsplan ratsam. Empfehlenswert ist es, die jeweilige Tagesration beim erwachsenen Hund auf zwei Portionen morgens und abends zu verteilen, um einer Magenüberladung vorzubeugen. Frisches Trinkwasser soll dem Hund immer zur Verfügung stehen.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Die besondere Körperform des Dackels – ein langer Rücken auf sehr kurzen Beinen – macht ihn anfällig für eine Krankheit, die sogar nach der Rasse benannt ist: Dackellähme. Dabei handelt es sich um einen Bandscheibenvorfall, der durch einen genetisch bedingt geschwächten Bandscheibenknorpel bereits bei vergleichsweise geringer Belastung auftreten kann. Die Kurzbeinigkeit des Dackels (und auch anderer Rassen wie zum Beispiel Pekinese oder Welsh Corgi) entsteht durch eine Mutation des Erbgutes, die wiederum zu einer Störung des Knorpelwachstums vor allem an den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen führt. Diese Wachstumsstörung bedingt auch eine Degeneration der Bandscheiben, die damit weniger elastisch und stabil sind als bei Hunden mit gesunden Knochen. Bereits kleinere Belastungen, wie etwa Treppensteigen, oder auch ein zu hohes Körpergewicht können dann zum Vorfall von Teilen oder der kompletten Bandscheibe in den Wirbelkanal führen, wo das Nervengewebe geschädigt wird. Je nach Schwere dieser Schäden führt ein solcher Bandscheibenvorfall zu mehr oder weniger schweren Ausfallserscheinungen. Diese können von leichten Bewegungsstörungen über starke Schmerzen bis hin zu einer vollständigen Lähmung vor allem der Hinterbeine reichen. Meist kommt es zu einem solchen Vorfall im Bereich zwischen der Brust- und Lendenwirbelsäule. Selten kann aber auch die Halswirbelsäule betroffen sein, dann sind zusätzlich die vorderen Gliedmaßen betroffen. In schweren Fällen hilft nur eine operative Entlastung des Rückenmarks.

Die besonders gefärbten gescheckten Dackel, auch Tigerdackel genannt, verdanken ihre spezielle grau- oder beigemelierte Scheckung einem weiteren Gendefekt, dem sogenannten Merle-Faktor, der auch bei anderen Rassen züchterisch genutzt wird. Gleichzeitig mit der besonderen Fellfärbung führt dieser Gendefekt aber bei Reinerbigkeit zu Missbildungen wie Taubheit oder Blindheit des Hundes. Daher dürfen niemals zwei gescheckte Hunde miteinander verpaart werden, da es der Gesundheit der Tiere stark schaden kann.

Andere Krankheiten, die gehäuft bei Dackeln auftreten können, sind neben weiteren Gelenkproblemen wie Rheuma oder Arthrose auch Nierenerkrankungen (Morbus Cushing), Diabetes, Epilepsie, Unverträglichkeiten und Augenprobleme.

Wie groß wird ein Rauhaardackel?

Es gibt drei Größen-Varianten: Den normalen Dackel, den Zwerg- und den Kaninchendackel.

Pflege des Rauhaardackels

Die Pflege des Fells gestaltet sich beim Rauhaardackel unproblematisch. Gelegentliches Bürsten und Entfernen der abgestorbenen Haare reicht in der Regel aus. Wird das drahtige Fell zweimal jährlich, im Frühjahr und Herbst, fachmännisch getrimmt, so führt dies zu einem gleichmäßigeren Fellwachstum und gesünderen Haarkleid. Ein so gepflegter Rauhaardackel haart deutlich weniger.

Wie bei allen schlappohrigen Hunden sollten beim Dackel regelmäßig die äußeren Gehörgänge auf Sauberkeit überprüft werden. Eine auffallende Rötung, Schmutz oder auch ein unangenehmer Geruch können Hinweise auf eine Ohrenentzündung sein, die unbedingt vom Tierarzt behandelt werden muss. Auch das Gebiss muss regelmäßig kontrolliert werden, da vor allem etwas ältere Dackel zu Zahnstein und dadurch bedingten Zahnfleischentzündungen neigen. Ansonsten sollten die jährlichen Routinebesuche beim Tierarzt für die nötigen Impfungen und Parasitenprophylaxe immer auch zu einem allgemeinen Gesundheitscheck genutzt werden.

Ein gesund ernährter und ausreichend beschäftigter Rauhaardackel hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12-14 Jahren. Manche Dackel waren aber auch noch deutlich älter.

Rauhaardackel – Aktivitäten und Training

Dackel sind sehr aktive Hunde, die es lieben, mit ihrem Menschen viel Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Sie bewegen sich gerne und können ausgesprochen flink und wendig sein, sofern auf das Idealgewicht geachtet wird. Bis heute werden immer noch viele Dackel erfolgreich jagdlich geführt, was ihrer Passion und ihren angeborenen Eigenschaften natürlich besonders entgegenkommt.

Rauhaardackel in der Natur
Rauhaardackel: Durch seinen Jagdtrieb ist er immer gerne in der Natur.

Bei ausgedehnten Spaziergängen in Feld und Wald sind aber auch die Freizeit- und Familiendackel in ihrem Element, wenngleich ihr sehr ausgeprägter Jagdtrieb hier den Freilauf schwierig bis unmöglich machen kann. Eine längere Leine ermöglicht aber dennoch das Schnüffeln und Herumstöbern, ohne dass die Gefahr besteht, dass der kleine Abenteurer plötzlich in einem Kaninchen- oder gar Fuchsbau verschwindet. Gerade unerfahrene, nicht jagdlich geführte Dackel können leicht in einem solchen unterirdischen Bau stecken bleiben. So mancher Teckelhalter musste schon angstvolle Stunden damit zubringen, seinen unternehmungslustigen Hund mühevoll wieder auszubuddeln.

Neben der ausreichenden Bewegung ist auch die geistige Beschäftigung für einen Dackel wichtig. Apportierspiele oder Fährtensuchen eignen sich wunderbar, um den cleveren Hund zu fordern und keine Langeweile aufkommen zu lassen. Auch kleine Tricks kann ein Teckel lernen. Nicht geeignet für Dachshunde sind aber Hundesportarten wie Agility oder Dog Dance, bei denen viel gesprungen werden muss – diese Art der Bewegung kann der Gesundheit schaden.

Wie alt werden Rauhaardackel?

Bei gesunder Ernährung und viel Bewegung werden Dackel im Durchschnitt 12-14 Jahre alt, manche erreichen auch 16 oder 18 Lebensjahre.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Rauhaardackels

Rauhaardackel im Sitzen
Viele berühmte Menschen haben ihr Herz an einen oder sogar mehreren Dackel verloren

Viele berühmte Menschen haben ihr Herz an einen oder sogar mehreren Dackel verloren! Sowohl der spanische Maler Pablo Picasso als auch der amerikanische Künstler Andy Warhol hielten Dachshunde als Hausgenossen und ließen sich von ihnen sogar in ihrem künstlerischen Tun inspirieren. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. ließ für seinen Lieblingsdackel „Erdmann“ sogar eine eigene Gedenkstätte errichten.

Auch findet sich der Dachshund in zahlreichen Kinderbüchern, als Plüschtier oder in Form des berühmten Wackeldackel auf so mancher Auto-Ablage. Nach einem zeitweise deutlichen Einbruch in den jährlich erfassten Welpenzahlen für alle drei Dackel-Varianten scheint sich die Beliebtheit vor allem des Rauhaardackels zur Zeit wieder deutlich zu erholen.

Sehr beliebt ist der Dackel übrigens als Haushund in Japan. Die japanische Fußballnationalmannschaft wählte bereits mehrfach bei große internationalen Turnieren einen Dackel zum Maskottchen.

Nachteile des Rauhaardackels

Neben den bereits erwähnten Gesundheitsproblemen, allen voran die Dackellähme, hat ein Dachshund eigentlich nur dann Nachteile, wenn er nicht ausreichend ausgelastet und gefordert wird. Ein gelangweilter, unterbeschäftigter Teckel neigt dazu, viel und laut zu kläffen und denkt sich auch sonst allerlei Unfug aus. Darum sollte man sich auf jeden Fall gut überlegen, ob man ausreichend Zeit und Lust hat, einen Charakterkopf wie den Dackel täglich neu zufriedenzustellen.

Um Probleme mit der Gesundheit zu vermeiden, sollte man sich die Zucht des Dackels genau anschauen und mit dem Züchter über die Elterntiere der angebotenen Welpen sprechen. Ein seriöser Züchter gibt über alles Auskunft und versorgt die potenzielle Besitzer mit allen Informationen.

Passt der Rauhaardackel zu mir?

Zwei Rauhaardackel
Zwei Rauhaardackel

Wer sich für einen Rauhaardackel entscheidet, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er sich keinen Schoßhund, sondern einen sehr aktiven, bewegungsfreudigen und unternehmungslustigen Vollbluthund zulegt, der einfach etwas kürzere Beine hat. Daher benötigt ein Rauhaardackel viel Bewegung und Beschäftigung, so dass es mit diesem Hund niemals langweilig wird.

Aufgrund der handlichen Größe eignen sich Dackel nicht nur für das Leben auf dem Land, sondern können auch in einer Stadtwohnung glücklich werden, wenn der Dackelhalter bereit ist, täglich mit dem Hund unterwegs zu sein. Treppensteigen ist für einen Dachshund allerdings ungesund, daher muss entweder ein Aufzug vorhanden sein oder der Hund wird täglich mehrmals hinauf und herunter getragen.

Viele Teckelzüchter legen bis heute großen Wert darauf, ihre Welpen nur in Jägerhände abzugeben. Und tatsächlich ist der Rauhaardackel bis heute ein beliebter und absolut passionierter Jagdgehilfe geblieben. Durch die heute vielfache Nutzung als reiner Begleit- und Familienhund gibt es aber mittlerweile auch zahlreiche Zuchtlinien, in denen nicht so großer Wert auf die jagdlichen Eigenschaften der Hunde gelegt, sondern eher auf die Tauglichkeit als Allrounder geachtet wird.

Wenn Du einen robusten, charakterstarken und aktiven Hund suchst, der eine überschaubare Größe hat, dann ist ein Rauhaardackel eine sehr gute Wahl. Achte beim Kauf aber darauf, einen seriösen Züchter zu finden. Auf keinen Fall kaufe einen Welpen unbekannter Herkunft, nur weil er für einen günstigen Preis angeboten wird oder aus Mitleid auf einem Tiermarkt. Diese Hunde stammen meist aus Massenzuchten und Du würdest unwissentlich die grausamen und tierschutzwidrigen Praktiken der Massenvermehrer unterstützen. Vielleicht fragst Du stattdessen einmal im Tierheim, denn auch dort suchen oft reinrassige Hunde dringend ein schönes Zuhause bei liebevollen Besitzern.

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