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Pekinese

von Kolja von edogs
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Der Pekinese hat viele Befürworter unter den Tierhaltern. Fans von Mini-Hunderassen begrüßen das ruhige Wesen. Das ist aber nicht die einzige ausschlaggebende Charaktereigenschaft. Der Pekinese mag für viele Tierfreunde in Betracht kommen, weil er sich durch seine hohe Anpassungsfähigkeit auszeichnet. Während sich sein Charakter als unkompliziert erweist, kann es in anderer Hinsicht zu Beeinträchtigungen kommen. Was beim Pekinesen zu beachten ist, erfährst Du in diesem Rasseportrait.
Der Hund gehört zur FCI Gruppe 3 der Gesellschafts- und Begleithunde. Er fällt unter Sektion 8 mit der Standard-Nr. 207.

Pekinese im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 15-23 cm
Gewicht: 3-5,5 kg
FCI-Gruppe: 9: Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion: 8: Japanische Spaniel und Pekingesen
Herkunftsland: China
Farben: Schwarz, Creme, Fawn-Brindle, Kitz, Grau, Schwarz-Braun
Lebenserwartung: 12-15 Jahre
Geeignet als: Begleit- und Wohungshund
Sportarten: Agility, Dogdancing
Charakter: Stur, Rechthaberisch, Aggressiv, Gutmütig, Intelligent, Anhänglich
Auslaufbedürfnisse: eher gering
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: eher hoch
Pflegeaufwand: hoch
Fellstruktur: Mäßig lang, gerade und dicker, weicher Unterwolle
Kinderfreundlich: eher nein
Familienhund: mittel
Sozial: eher nein

Herkunft und Rassegeschichte

Die Wurzeln des Pekinesen liegen in China. Gänzlich unumstritten ist seine asiatische Herkunft aber erst seit 2017. Weil seine chinesische Abstammung bezweifelt wurde, haben Genforscher im Rahmen einer Gen-Analyse dieses Ergebnis feststellen können. Die Arbeit erfolgte mit über hundert Hunderassen und tausenden von Hunden.

Der Pekinese hatte sein Zuhause ursprünglich im Palast des Kaisers der verbotenen Stadt in China. Aus diesem Grund wird der kleine, niedlich anmutende Vierbeiner auch Peking-Palasthund genannt. Neben dieser Nennung war auch die Bezeichnung “Löwenhund” gängig. Aber nicht nur der Pekinese wurde Löwenhund genannt, sondern auch die Hunderassen Shih Tzu und Lhasa-Apso. Nach einer chinesischen Legende erfreute sich der buddhistischen Lehren entstammende Buddha auf seinen Reisen an den kleinen Löwenhunden.

In der realen Welt erreichten die treuen Gefährten den Höhepunkt der Beliebtheit in der Qing-Dynastie (1644-1912). Dennoch waren sie auch noch in diesem Zeitrahmen keine Hunde für das Volk. Außerhalb der Palastmauern war ein Leben des Hundes nicht gestattet. Das änderte sich während des zweiten Opiumkrieges, als die Engländer Peking eroberten.  Die erbeuteten Peking-Palasthunde nahmen die Briten mit in ihr Heimatland. Mit ihnen begann die europäische Zucht. Die Hunderasse wurde im Jahr 1898 von dem britischen Kennel Club offiziell anerkannt. Nur zwei Jahre danach durften sie auch Deutschland ihre neue Heimat nennen.

Wesen & Charakter vom Pekinese

Der Pekinese ist kein Hund, der sich durch eine besondere Aktivität auszeichnet. Das Gegenteil ist der Fall. Als ursprünglicher Palasthund hat er gelernt, ein Begleiter des Menschen zu sein. In diesem Sinne zählt das Tier zu den ruhigen Vertretern seiner Artgenossen. Im Vergleich zu anderen Hunderassen hat er die Welt der Arbeiter zu Zeiten der Industrialisierung nie kennengelernt wie das beim Yorkshire Terrier der Fall war. In Großbritannien war er in kleineren Gesellschaften vor allem innerhalb gehobener Gesellschaftsschichten ein gern gesehenes Mitbringsel. Das ist auch heute noch der Fall. Als Schoßhund in der Damenwelt fühlt er sich besonders wohl.

Was den Platzbedarf angeht ist das kleine Hündchen recht anspruchslos. Glücklich ist er sowohl in einem Haus als auch in einer kleinen Wohnung. Auch das Umfeld spielt keine Rolle. Land oder Großstadt als Lebensräume sind möglich. Wer in der Stadt lebt, braucht sich keine Sorgen wegen fehlender Aktivitätsmöglichkeiten zu machen. Der Pekinese braucht in der Regel nur seine täglichen Spaziergänge, um zufrieden zu sein. Auch sind keine langen Wege erforderlich, solange sein Näschen immer was zu schnüffeln bekommt.

Als gelernter Begleit- und Schoßhund ist er die körperliche Nähe von Frauchen oder Herrchen gewohnt. Aus diesem Grund liebt er es, enge Bindungen mit seinem Lieblingsmenschen einzugehen. Neben seinen emotionalen Fähigkeiten verfügt das haarige Lebewesen über Intelligenz.

Inhaltsverzeichnis

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Pekinesen

Pekinese auf Wiese

Der Pekinese hat ein markantes Aussehen.

Pekinesen sind unter anderem für ihr markantes Aussehen bekannt. Der Vierbeiner gehört zu den kleineren Hunderasse und wird durchschnittlich lediglich 15-25 cm groß, wobei Rüden in der Regel etwas größer sind als Hündinnen. Sie gehören zu den sehr leichten Hunden und weisen ein Gewicht zwischen 1,5 und 4,5 Kilo auf – je nach Größe.
Die Fellfarben sind recht vielfältig, denn im Rassestandard ist jede Farbe erlaubt. Häufig sieht man aber braune Pekinesen. Der Fell selbst ist in der Regel lang und dicht. Der Körperbau des kleinen Hundes ist eher zierlich und feingliedrig und die Beine sind kurz.

Wie groß werden Pekinesen?

Pekinesen können bis zu 30 cm groß werden.

Erziehung & Haltung des Pekinesen – Das gilt es zu beachten

Ob Stadtwohnung oder Landhaus: Die Platzverhältnisse sind für den Pekinese Nebensache. Der Hundehalter darf seinen kleinen Freund also auch in einer kleinen Etagenwohnung halten. Solange die vier kleinen Beine durch tägliche Spaziergänge die notwendige Bewegung bekommen, bewegt sich in Hinsicht Haltung alles im grünen Bereich. Spaziergänge nur auf Bürgersteigen können zwar ausreichen. Allerdings macht es auch einen anspruchslosen Mini Hund glücklicher, wenn auch mal eine gepflegte Parkanlage das Ziel eines Ausflugs ist.
Ist der Pekinese gesund gezüchtet und das Haar kurz geschnitten, können auch Ausflüge in den Wald dem Hund nichts anhaben. Bei einer gesunden Zucht stehen die Augen nicht in Form von Glubschaugen hervor. Hervorstehende kleine Äste stellen dann keine Verletzungsgefahr dar. Anders ist das bei überzüchteten Tieren wie beispielsweise bei der Championzucht. Sie müssen stets besser geschützt werden. Das gilt auch für wechselnde Wetterverhältnisse. Eine aus dieser Zucht stammende Pekinesen Hunderasse verträgt weder Regen noch Schmutz.

Der Pekinese ist ein ausgesprochen ruhiger und zufriedener Gefährte. Dabei zeichnet er sich durch seine Wachsamkeit und sein Harmoniebedürfnis aus. Die Erziehung ist im Gegensatz zu extrem eigenwilligen Hunderassen einfacher, weil dem Hündchen eine streitlustige Natur nicht immanent ist. Auf eine konsequente Erziehung und Führung darf der Hundefreund dennoch nicht verzichten. Misslingt das Erziehungsprojekt, weiß auch dieses ruhige Tierwesen seine Interessen clever durchzusetzen.

Dennoch ist der Pekinese für Anfänger geeignet, weil er leicht erziehbar ist. Als ruhiger Geselle macht er es dem Menschen an seiner Seite nicht schwer.

Mit einer konsequenten Erziehung sind Pekinesen auch für Anfänger geeignet

Mit einer konsequenten Erziehung sind Pekinesen auch für Anfänger geeignet

Ernährung des Pekinesen

Im Grunde stellt ein Pekinese aus einer gesunden Zucht keine speziellen Ansprüche an seine Ernährung. Allerdings neigt diese Hunderasse zu Übergewicht, wenn eine Überfütterung auf Bewegungsmangel trifft. Der Energieverbrauch ist nicht hoch. Aus diesem Grund ist es der Energiebedarf auch nicht. Dieser Umstand macht eine hochwertige Ernährung erforderlich, um den Hund bei weniger Bewegung gesund zu halten.

Der Hundehalter kann sich dabei sowohl für Trocken- als auch für Nassfutter entscheiden. Auch ist das Barfen eine für den Hund verträgliche Alternative. Dabei sollte die Gabe des Hundefutters dem Alter, Körpergewicht und Bewegungsdrang angepasst sein. Das auf diese Faktoren gut portionierte Futter enthält im Idealfall kein Getreide.

Potentielle Hundebesitzer sollten sich eine Waage zulegen, denn ein regelmäßiges Wiegen mag für diesen Hund sinnvoll sein. Auf eine Gewichtsveränderung, die sich gesundheitlich nachteilig auswirkt, kann dann rechtzeitig reagiert werden. Kommt es zu Übergewicht und steht für den Hund eine Diät auf dem Plan, darf die Futterumstellung nicht von einen auf den anderen Tag stattfinden. Das neue Futter sollte nach und nach hinzugemischt werden. Auf diese Weise kann sich der Hund an das neue Hundefutter ohne Verdauungsbeschwerden gewöhnen.

Wenn der kleine Begleiter seinen Energiebedarf richtig lebt, sind auch Leckerlis erlaubt. Diese sollten keinen Zucker enthalten. Grundsätzlich sollte hochwertiges Futter weder künstliche Aromen, Konservierungs- oder Zusatzstoffe enthalten

Was essen Pekinesen am Liebsten?

Fleischhaltiges Futter essen Pekinesen gerne. Der Nährstoffbedarf sollte immer den Faktoren Alter, Gewicht und Gesundheit angepasst sei

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Aufgrund der Überzüchtung kommt es zu vielen gesundheitlichen Problemen

Aufgrund der Überzüchtung kommt es zu vielen gesundheitlichen Problemen

Die Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren. Innerhalb der Lebensjahre des Pekinesen können sich typische Krankheitsbilder zeigen. Zum Beispiel sind Atemprobleme infolge der Kurzschnäuzigkeit (Brachyzephalie) ein häufiges Problem. Leider zählt diese Hunderasse ganz offiziell zu den Opfern von Qualzucht. Die bestehende Atemnot ist angezüchtet durch das platte Schnäuzchen und der darüber liegenden dicken Hautfalte.

Vor noch 50 Jahren hat das anders ausgesehen: Der Hund zeichnete sich durch einen klare Schnauze, alltagstaugliches Fell, normale Augen und gut funktionierende Beine aus. Mit der Oberhoheit der Zucht Großbritanniens sind diese Merkmale überwiegend verschwunden. Stark überzüchtete Hunde dieser Rasse können kein Leben führen, das einem Hund gerecht wird. Hervortretende Augen macht ein Schnüffeln im Wald aufgrund von Verletzungsgefahren unmöglich. Die platte Schnauze macht das Atmen bei Hitze schwierig. Insofern verträgt der Hund keine Hitze.

Im Gegensatz zu anderen Mini Hunderassen hat die Natur das Fell des Pekinesen mit Unterwolle ausgestattet. Sie schützt den Hund auch bei Kälte. Von Kälteempfindlichkeit kann nicht gesprochen werden. Hundehalter beschreiben das Tier jedoch eher als Stubenhocker, der Kälte aus einem subjektiven Empfinden heraus ablehnt.

Auch auf das Gewicht sollte der Tierhalter sein Augenmerk legen. Vor allem dann, wenn der Hund sich an nur kurzen Spaziergängen erfreuen darf. Der Energielevel liegt dann nicht hoch. Der Hundekörper verbraucht weniger Energie. Zu viel Futter, das nicht auf den gegenwärtigen Energiebedarf angepasst ist, kann deshalb zu Übergewicht führen.

Aufgrund der vielen Probleme die ein ungesund gezüchteter Pekinese mitbringt, kommen Besuche beim Tierarzt im Vergleich zu anderen Hunderassen weit häufiger vor.

Wie alt werden Pekinesen?

Pekinesen können bis zu 15 Jahre alt werden.

Pflege des Pekinesen

Wegen der durch die Zucht entstandenen Fehlentwicklungen bedarf das Pekinesen-Fell einer intensiven Pflege. Bürstet der Tierbesitzer das Fell nicht täglich, kann es zu Verfilzungen kommen. Zudem steht im Jahr zweimal der Fellwechsel an. Besonders nach Spaziergängen können sich Blattwerk oder kleinere Äste in den langen Haaren verfangen. Oftmals ist das Fell bei einer Überzüchtung zu üppig und zu lang. Ein Ausbürsten reicht dann aber. Der Hund muss nicht mit Shampoos gewaschen oder gebadet werden. Unter die Kategorie Kurzhaar fällt der Hund nicht.

Mit Haarausfall muss der Hundefreund nur zum Fellwechsel rechnen. Außerhalb dieser Zeit kann es sich um ein Krankheitssymptom handeln. Ein Besuch beim Tierarzt ist dann notwendig.

Pekinese – Aktivitäten und Training

Der kleine Löwenhund ist kein sehr aktives Tier. Wer als Tierhalter Joggingrunden plant, wird bei dieser Hunderasse nicht auf seine Kosten kommen. Jegliche Arten von Hundesport brauchen erst gar nicht ins Auge gefasst werden. Gemächliche Spaziergänge sind das, was Tierhalter mit dem Hund machen können.

Diverse Hundesportarten fallen weg, weil der vormalige Peking-Palasthund durch seine Zucht oft mit einem verkrüppelten Gangwerk zu kämpfen hat. Somit kann es unter Umständen auch keine langen Spaziergänge geben. Darüber hinaus ist das meist üppige und zu lange Fell für sportliche Aktivitäten eher hinderlich.
Aktivitäten sollten dem körperlichen Befinden des Pekinese angepasst sein, damit es nicht zu einer Belastung kommt.

Der Pekinese ist ein ruhiger Schoßhund

Der Pekinese ist ein ruhiger Schoßhund

Gut zu wissen: Besonderheiten des Pekinesen

Besonders hervorzuheben ist das ruhige Wesen des Hundes. Das liegt in seiner Natur und der ihm schon immer anerzogenen Aufgabe, als Begleithund des Menschen zu fungieren. Ihn zeichnet die Fähigkeit aus, sich stark emotional binden zu können

Wie viele Junge bekommt ein Pekinese?

Ein Pekinese kann bis zu 15 Junge bekommen.

Nachteile des Pekinesen

Die Nachteile der Pekinesen Hunderasse liegt eindeutig in der Überzüchtungsproblematik. Pekinese-Fans müssen sich unter Umständen auf mehr tiermedizinische Versorgungsmaßnahmen einstellen. Atemprobleme an sehr warmen Tagen lassen nur kurze Spaziergänge zu. Unrichtiges Gangwerk aufgrund nicht gesund entwickelter Beine lassen ebenfalls keine langen Spaziergänge zu. Auch bei Hundesportarten, die eine innige Beziehung zwischen Mensch und Tier fördern, fallen weg, weil der Hund einfach nicht dafür gemacht ist.

Als nachteilig kann sich auch die intensive Fellpflege erweisen. Das oftmals lange und dicke Fell des Hundes sollte täglich gebürstet werden, um Verfilzungen vermeiden. Nicht jedem Tierbesitzer steht danach die Lust.
Was aber sonst als Nachteil erachtet wird, hängt ganz von den Wünschen und Bedürfnissen des Tierhalters ab. Die Charaktereigenschaften von Mensch und Tier sollten zueinander passen, sonst werden beide nicht glücklich.

Passt der Pekinese zu mir?

Der einstmalige Palasthund gilt als Schoßhund. Das zeigt sich deutlich an der geschichtlichen Entwicklung. Auch mit seinem Erscheinen in Europa hat sich das nicht geändert. Als geschätztes Mitbringsel erfüllt er in gesellschaftlichen Kreisen die Aufgabe eines Begleithundes.

Viel Auslauf braucht das Tier nicht. Das liegt an seiner ruhigen Natur, aber auch an seinen eher nachteiligen körperlichen Befindlichkeiten, die ihm die fehlerhafte Zucht beschert hat. Vor allem an heißen Tagen leidet der gern schnüffelnde Hund an Atemnot aufgrund seiner zu platten Schnauze. Interessenten, die sich dennoch einen Pekinesen zulegen wollen, brauchen im eigenen Zuhause nicht viel Platz. Sie sollten sich aber viel Zeit für Aufmerksamkeit nehmen. Das Tier ist seinem Besitzer sehr zugetan und braucht eine innige emotionale Bindung, um glücklich zu sein.

Eine Familie kommt mit dem kleinen Hund gut zurecht. Zum Gassi gehen eignet er sich auch für Kinder. Auch für Senioren und Singles ist der Pekinese ein ideale Begleiter. Vor allem ältere Menschen, die sich nicht mehr schnell fortbewegen können, profitieren von dem ruhigen Wesen. Hier treffen Eigenschaften von Mensch und Hund aufeinander, die gut zusammenpassen. Senioren müssen – wenn der Hund gut erzogen ist – auch nicht damit rechnen, dass das Tier ständig ungeduldig an der Leine zieht. Der Hund muss nicht an der Leine geführt werden. Als treuer Begleiter bleibt er stets in der Nähe von Frauchen oder Herrchen. Auch hier können sich Senioren auf den Pekinese verlassen.

Ist ein Pekinese ein Familienhund?

Der Pekinese ist ein Familienhund und kompatibel mit Kindern.