Home Hunderassen Wasserhunde von A bis Z

Wasserhunde von A bis Z

von Jan Veeningen
0 Kommentar

Wasserhunde lieben einfach das kühle Nass – In diesem Beitrag erhältst du einen Überblick über alle Wasserhunde von A bis Z und die Eigenschaften, die diese Vierbeiner ausmachen. Außerdem zeigen wir Dir, welche Hunderassen gar nicht gerne schwimmen gehen.

Wasserhunde: Jäger im nassen Element

Wasserhunde gelten als intelligente, lernwillige Hunde. Nicht grundlos zeugt ihr Name von einer Vorliebe für den Kontakt mit dem kühlen Nass. Sie sind auch hervorragende Schwimmer. Wasserhunde haben innerhalb der FCI-Klassifikation ihre eigene Kategorie. Sie zählen zu Gruppe 8. Dort sind drei Sektionen enthalten:

  • Sektion 1: Apportierhunde
  • Sektion 2: Stöberhunde
  • Sektion 3: Wasserhunde

Insgesamt gehören sieben Hunderassen aus sieben verschiedenen Ländern zu Sektion 3. Ihr ausgeprägter Jagdtrieb und ihre Wasseraffinität lässt sich hervorragend zum Jagen und Fischen nutzen. Für diese Zwecke wurden sie in der Vergangenheit gezüchtet. Die mittelgroßen Hunde bringen eine weitere praktische Eigenschaft mit. Ihr welliges bis lockiges Fell ist wasserbeständig. Dadurch können sie auch niedrige Temperaturen aushalten ohne zu frieren. Darüber hinaus eignen sich diese Hunde für Allergiker, da ihr vorwiegend mittellanges Fell wenig Haare verliert. Natürlich gibt es noch andere Hunderassen, die ebenfalls eine Affinität für Wasser besitzen. Dazu zählen zum Beispiel Labrador Retriever, Neufundländer, Otterhund und Pudel.

Charakter und Wesen der Wasserhunde

Wasserhunde werden heutzutage nur noch selten als Gebrauchshund eingesetzt. Mittlerweile halten viele Menschen ihre Vierbeiner als Begleit- oder Familienhund. Die agilen Wasserhunde eignen sich darüber hinaus sehr gut für die Apportierarbeit. Man wird auf einen aufgeweckten und liebenswerten Vierbeiner treffen. Wasserhunde sind fröhliche Tiere mit großer Lernbereitschaft und ausgeprägter Intelligenz. Sie kommen ausgesprochen gut mit Kindern zurecht und zeigen eine sanfte Art. Eine Ausbildung zum Therapiehund ist bei diesen Hunderassen nicht unüblich.

Beliebte Wasserhunde auf edogs

Was gibt es für Wasserhunde?

Laut FCI gibt es sieben anerkannte Wasserhunde: American Water Spaniel, Irish Water Spaniel, Lagotto Romagnolo, Französischer Wasserhund, Friesischer Wasserhund, Spanischer Wasserhund und Portugiesischer Wasserhund.

Wasserhunde von A bis Z

Wasserhunde: American Water Spaniel

American Water Spaniel

Der American Water Spaniel ist ein freundlicher und smarter Wasserhund. Er wurde damals in den USA zu einem vielseitigen Jagdhund gezüchtet. Der energiegeladene und eifrige Vierbeiner sollte die Beute vom Boot aus apportieren. Dennoch war er auch an Land ein brauchbarer Jagdbegleiter. Seine Fähigkeiten machen ihn außerdem zu einem geeigneten Kandidaten für Wassersport. Außerhalb der vereinigten Staaten sind diese Wasserhunde jedoch kaum zu finden.

Französischer Wasserhund

Wer einen ausgeglichenen Hund sucht, hat ihn gefunden. Der französische Wasserhund (Barbet) hängt sehr an seinem Besitzer. Im Gegensatz zu anderen Wasserhunden ist er nicht allein für das Apportieren der Beute bei der Jagd gezüchtet worden. Seine Aufgabe lag vorwiegend darin Wasservögel zu finden und aufzuscheuchen. Der eigenwillige Jagdtrieb sollte vor der Anschaffung dieser seltenen Rasse berücksichtigt werden.

Friesischer Wasserhund in der Natur

Friesischer Wasserhund

Der sanfte und robuste friesische Wasserhund (Wetterhoun) ist Fremden gegenüber zurückhaltend. Dennoch ist er ein couragierter und eigensinniger Begleiter. Mit konsequenten Kommandos ist er gut erziehbar. Der wasserfreundliche Vierbeiner fordert allerdings auch abwechslungsreiche Beschäftigung. Seine tapfere Art macht ihn außerdem zu einem verlässlichen Wachhund. Diese Niederländer findet man überwiegend in ihrem Heimatland.

Wasserhunde: Irish Water Spaniel

Irish Water Spaniel

Der Irish Water Spaniel überzeugt mit seiner ausdauernden und intelligenten Art. Der eifrige Charakter ist von einer familienfreundlichen Ergebenheit geprägt. Fremden gegenüber hält er aber zunächst Abstand. Er kommt traditionell bei der Vogeljagd zum Einsatz, besitzt aber vielseitige Qualitäten. Besonders auffällig sind die überwiegend unbehaarte Rute und die kleinen krausen Locken dieser Hunderasse.

Wie sehen Wasserhunde aus?

Ihr lockiges, vorwiegend mittellanges Fell kommt in verschiedenen Farben vor. Mehrfarbige Varianten sind ebenfalls möglich. Gewicht und Größe variieren je nach Rasse zwischen elf und 35 Kilogramm sowie 41 und 67 Zentimetern.

Wasserhunde: Lagotto Romagnolo

Lagotto Romagnolo

Der italienische Lagotto Romagnolo ist ein echter Wasserhund. Er wurde damals für die Jagd in Sümpfen und Lagunen gebraucht. Durch die Austrocknung vieler Sümpfe findet der gelehrige Vierbeiner mittlerweile Einsatz bei der Trüffelsuche. Sein Arbeitswille macht aus ihm außerdem einen fähigen Begleit- oder Wachhund. Dieser kinderliebe und freundliche Wasserhund erweitert jede aktive Familie um ein liebenswertes gelocktes Mitglied.

Portugiesischer Wasserhund

Der portugiesische Wasserhund (Cão de agua Português) ist ein arbeitsfreudiger Begleiter für jeden Fischer. Er springt eigenständig vom Boot und fängt flüchtende Fische ein. Schwimmen und Tauchen zählen zu seinen vielseitigen Fähigkeiten. Dieser intelligente Wasserhund eignet sich ebenso als kinderfreundlicher Familienhund. Weitreichende Bekanntheit erlangte diese Rasse als Barack Obama damals mit seinem portugiesischen Wasserhund „Bo“ in das Weiße Haus einzog.

Wasserhunde: Spanischer Wasserhund

Spanischer Wasserhund

Der spanische Wasserhund wird nicht nur zur Jagd und Fischerei verwendet. Aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten wird der Spanier auf der iberischen Halbinsel gerne als Spür- und Suchhund zu Hilfe genommen. Außerdem verfügen sie über einen starken Arbeitswillen und ausgeprägte Intelligenz. Mit ihrer freundlichen Art eignen sie sich ebenfalls als Familienhunde. Diese Vierbeiner können eine sehr feste Bindung zum Menschen aufbauen.

Sind Wasserhunde Familienhunde?

Viele der Wasserhunde eignen sich auch für Familien. Der Irish Water Spaniel verfügt zum Beispiel über einen sehr ergebenen Charakter. Der portugiesische Wasserhund ist beispielsweise für seine kinderfreundliche Art bekannt.

Wasserscheue Hunderassen

In der Theorie können alle Hunde schwimmen. Allerdings gefällt es nicht jedem Vierbeiner gleich gut einfach so ins kühle Nass zu springen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, in denen sich sogar wasserscheue Hunderassen in das feuchte Element verliebt haben. Manche Hunderassen sind beim Thema Wasser aber trotzdem besonders zimperlich und bleiben vorzugsweise im Trockenen. Neben den hier aufgeführten Rassen zählen unter anderem Dalmatiner, Corgi, Deutsche Dogge, Basset und Rhodesian Ridgeback zu den wasserscheuen Artgenossen.
Wasserscheue Hunderassen: Mops

Mops

Der Mops leidet bekanntlich unter seiner kurzen eingedrückten Schnauze. Infolgedessen hat er mit Kurzatmigkeit zu kämpfen. Daher wird es dem kleinen Vierbeiner nicht unbedingt gefallen auch noch schwimmen zu müssen. Um den Kopf über der Wasseroberfläche halten zu können, müssen sie ihren Kopf außerdem weit nach hinten biegen. Sollte der Mops dennoch gerne ins Wasser steigen, kann man ihn mit einer geeigneten Schwimmweste unterstützen.

Wasserscheue Hunderassen: Boxer

Boxer

Der Boxer hat ähnliche Probleme wie der Mops. Seine kurze und flache Schnauze zwingt ihn zur Kurzatmigkeit. Ebenso hat er Schwierigkeiten damit seinen Kopf über Wasser zu halten. Das mindert nicht nur die Schwimmfähigkeit, sondern kann gefährlich für den Hund werden. Den Boxer kann man ebenfalls mit einer Weste unterstützen oder ihm alternativ ein kleines sicheres Planschbecken bieten.

Wasserscheue Hunderassen: Dackel

Dackel

Der Dackel wird den Kontakt mit Wasser ebenfalls vermeiden. Seine kurzen Beinchen sind alles andere als schwimmtauglich. Die Läufe des Dackels erzeugen beim Paddeln kaum genug Auftrieb, um den Hund über Wasser zu halten. Daher sollte man diesen Vierbeiner nur in schulterhohe Gewässer lassen. In tieferen Gründen kann er sich unter Umständen nicht mehr oben halten. Im schlimmsten Fall könnte er ertrinken.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

* Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden.