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Mops

von Kolja von edogs
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Bei einem Mops handelt es sich um eine durch den FCI anerkannte englische Hunderasse. Die Vierbeiner gehören der FCI-Gruppe 9 an und sind dort der Sektion 11, der kleinen roggenartigen Hunde, zugeordnet. 

Mops im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 25-32 cm
Gewicht: 6-14 kg
FCI-Gruppe: 9: Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion: 11: Kleine doggenartige Hunde
Herkunftsland: Großbritannien
Farben: Kitz, Schwarz, Aprikose, Silber-Fawn, Hellfalb, Silber
Lebenserwartung: 6-14 Jahre
Geeignet als: Familien- und Wohnungshund
Sportarten:
Charakter: Spielerisch, Stur, Aufmerksam, Kontaktfreudig, Klug, Charmant, Gelehrig, Ruhig
Auslaufbedürfnisse: mittel
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: hoch
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: fein, glatt, weich, kurz, glänzend
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: eher ja

Herkunft und Rassegeschichte

Ursprünglich stammt der kleine Hund aus dem Raum Asien, vermutlich direkt aus dem Kaiserreich, wo er als Herrscherhund gehalten wurde. Es war das Privileg des Kaisers, einen Mops besitzen zu dürfen. Daher hatten die Hunde eine hohe Stellung unter den Asiaten. Etwa im 16. Jahrhundert wurden die Vorfahren des heutigen Mops mit der niederländischen Ostindien-Kompanie nach Europa verschifft. So kam es, dass sich die Hunde in den Salons der feinen Damen ausbreiteten und ausschließlich der feinen Gesellschaft vorenthalten waren.

Danach übernahmen andere kleine Rassen die Rangfolge und der Mops geriet einige Jahrzehnte fast in Vergessenheit. Seit 1918 gelten die Hunde wieder als Modehunde und sind seither sehr beliebt in Deutschland und der ganzen Welt. Die Vielzahl an Züchtern zeigen, dass die Wurfzahlen stiegen und die Beliebtheit nicht abfällt.

Wesen & Charakter vom Mops

Mops rennt auf einer Wiese

Möpse müssen ausgelastet werden

Wie die geschichtliche Herkunft bereits vermuten lässt, sind die Hunde sehr stolze Wesen. Dies strahlen sie sowohl in ihrem äußerlichen Auftreten auf als auch in ihrem Charakter. Ein Mops ist sich seiner Stellung sehr wohl bewusst und muss durch Disziplin und Liebenswürdigkeit die Rangfolge zwischen Halter und Hund anerzogen bekommen.

Der Mops gilt allerdings als wahrer Familienhund und liebt die gemeinsamen Kuscheleinheiten. Die Hunde kommen sehr gut mit Kindern und älteren Menschen zurecht, wenn diese den Hund nicht als Spielzeug oder gar Modepüppchen ansehen. Die Tiere dieser Hunderasse sind äußerst intelligent. Einen Mops sollte man gänzlich fördern, sowohl geistig als auch körperlich. Besonders während des Wachstums ist eine ganzheitliche Förderung der Fähigkeiten wichtig. Möpse neigen dazu, sich zu überschätzen und können oftmals schwer Gefahrensituationen einschätzen. Halter sollten also genau beobachten, was ihr Hund tut und diesen so vor möglichen Gefahren beschützen.

Ist der Mops ein Familienhund?

Ja, diese Hunde sind prima Familienhunde. Sie eignen sich sowohl für einen Haushalt mit Kindern als ach mit älteren Menschen.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Mops

Der Mops hat ein unverkennbares Aussehen. Der Vierbeiner verfügt über ein glattes, kurzes und besonders glänzendes Fell. Das Fell kommt in den Farben einfarbig, schwarz und silbergrau vor. Auch einige verschiedene Nuancen beige kommen vor. Die Hunde haben deutliche Abzeichen am Kopf. Dabei sind die Maske, die Stirnflecke sowie die Muttermale am Kopf deutlich abgegrenzt und schwarz. Der Mops hat sehr kleine Ohren, welche nach vorne fallen. Die Rute ist sehr weit oben angesetzt. Eine solche Rasse bringt im Durchschnitt 5-8 Kilo auf die Waage. Die Größe beträgt etwa 25 bis 30 cm. Früher hatten die Möpse eine stark eingedellte Nase, dies wird allerdings seit einigen Jahren nicht mehr gefördert, da dies einige Krankheiten hervorbringt.

Impressionen der Hunderasse

Erziehung & Haltung des Mops – Das gilt es zu beachten

Ein Mops eignet sich nur bedingt für Hundeanfänger. Vielmehr sollte der Hund in die Hände von erfahrenen Haltern kommen, denn die kleinen Hunde haben eine äußerst ausgeprägte Selbstdarstellung. Sie erkennen die Rangfolge eher widerwillig an und lassen sich schwerlich zu neuen Kommandos überzeugen. Dabei sind die Vierbeiner trotz ihres Aussehens sehr begeisterte Läufer und Weggefährten. Halter sollten mit liebevollen aber strikten Erziehungsmethoden arbeiten. Strenge oder gar Gewalt gegenüber dem Hund ist unangebracht und behindert die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier enorm.

Besonders bei der Anschaffung eines Mops Welpen ist die Erziehung wichtig. Ein Erlernen der Grundkommandos wie Sitz, Platz und die Stubenreinheit sind in diesem Stadium besonders schnell anerzogen und erleichtern den Alltag. Besonders empfehlenswert ist der Besuch einer Hundeschule. Dort werden die Hunde sozialisiert und lernen gemeinsam mit Artgenossen. Darüber hinaus haben die Hunde  dort die Möglichkeit gemeinsam zu toben und ihre körperlichen Grenzen auszutesten. Die Welpenerziehung sollte möglich gleich am ersten Tag im neuen Zuhause erfolgen. Auch die im Haushalt lebenden Kinder müssen unbedingt miteingebenden werden. Junge Hunde nehmen Kommandos schneller auf und verinnerlichen diese frühzeitig.

Mopswelpe und ausgewachsener Mops auf Wiese

Ein Mops muss stets richtig erzogen werden.

Wie lange kann ich meinen Mops alleine lassen?

Generell sollten Hunde nicht über fünf Stunden hinaus allein gelassen werden. Umso länger der Mops alleine ist, desto mehr geistige und körperliche Beschäftigung müssen Halter ihm in der verbleibenden Zeit geben.

Ernährung des Mops

Die Ernährung eines Mops stellt sich als besonders unproblematisch dar, sofern die Halter darauf achten, dass der Hund kein Übergewicht hat. Übergewicht bei einem Hund dieser Größe ich fatal und kann sehr schnell die Gelenke und Knochen beeinträchtigen. Das Futter sollte daher immer genau abgewogen werden. Die Futtermenge lässt sich am Gewicht, der Größe und dem Alter des Tieres genau bestimmen. Darüber hinaus geben die Mengenhinweise auf der Verpackung des jeweiligen Futters eine gute Orientierung und Hilfestellung für den Halter.

Halter sollten sich vorab überlegen, welche Fütterung sie ihrem Tier anbieten wollen. Ein Gespräch mit dem Züchter oder dem Tierarzt des Vertrauens ist hierfür empfehlenswert. Generell sollte Futter aus dem Hauptbestandteil Fleisch bestehen. Zusätze, wie Getreide und Zucker sollten nicht enthalten sein. Herrchen und Frauchen sollten die Inhaltsangaben genau studieren. Grundsätzlich ist es egal, ob der Mops Trockenfutter oder Nassfutter bekommt. Eine besonders artgerechte, aber teure, Futtermethode ist das sogenannte Barfen. Hier bekommen die Hunde ausschließlich Rohfleisch und Gemüse. Der Mops hat keinen empfindlichen Magen, er sollte allerdings keine Küchenabfälle bekommen oder gar Süßigkeiten. Dies vertragen generell keine Hundemägen.

Trinkwasser sollte dem Vierbeiner immer genügend bereitstehen. Es empfiehlt sich mehrere Trinkbehälter an verschiedenen Orten aufzustellen. Besonders bei großen Wohnungen oder gar Grundstücken muss der Hund immer einen Trinknapf griffbereit haben. Leckerlis belohnen den Hund und fördern das Erlernen neuer Kommandos. Allzu viele Leckerlis wirken sich aber auf das Gewicht der Möpse aus und fördern Übergewicht. Halter können ganz einfach auf fettarme Varianten zurückgreifen, wie getrocknete Schweineohren oder gesunde Snacks. Ein Überangebot von Snacks wird dazu führen, dass diese Hunderasse ihr normales Futter nicht mehr anerkennt und nicht mehr frisst.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Leider hat die starke Veränderung der Äußerlichkeiten eines Mops zu einigen rassentypischen Krankheiten geführt. Die Hunderasse sollte eine immer kleinere Nase bekommen, was die Möpse sehr in ihrer Atmung einschränken kann. Nicht umsonst hat sich der FCI-Standard gegen eine weitere Verbreitung dieser Unzucht verständigt.

Weiterhin gehören Hauterkrankungen wie Atopie und Demodikose zu besonders häufig auftretenden Erkrankungen. Auch die Hautfalten-Dermatitis kommt bei einem Mops sehr häufig vor und verursacht Beschwerden. Darüber hinaus neigen die Tiere stark zu Übergewicht und sollten, wie bereits erwähnt, nicht überfüttert werden. Der Mops setzt sich keine eigene Grenze beim Fressen, sodass er dann schnell Übergewicht aufweist.

Generell verfügen die kleinen Hunde aber über ein relativ gutes Immunsystem und können bei einer artgerechten Haltung bis zu 14 Jahre alt werden. Dabei spielt neben dem Genpol auch die Auswahl eines seriösen Züchters eine entscheidende Rolle. Der Mops hat keine Unterwolle, sodass er in den Wintermonaten zum Frieren neigt. Auch im Sommen sollten die Hunde generell keiner Mittagssonne ausgesetzt werden. Für die Spaziergänge an der frischen Luft eignen sich besonders gut die morgendlichen und abendlichen Stunden.

Wie alt wird ein Mops?

Der Mops kann bis zu 14 Jahre alt werden. Dabei spielen die Genpole sowie eine gesunde Ernährung und eine artgerechte Haltung eine ausschlaggebende Rolle.

Pflege des Mops

Mops nagt an Stock

Es ist wichtig, einen Mops richtig zu pflegen

Wie alle anderen Tiere auch, müssen die Vierbeiner dieser Rasse gelegentlich einer Krallen- und Zahnkontrolle unterzogen werden. Zu lange Krallen können den Hund behindern und sorgen für Verletzungen sorgen. Gern können sich Halter auch einer Hundezahnbürste bedienen. Dies wirkt zwar auf den ersten Blick etwas neu, aber verschafft dem Hund gesunde Zähne. Das Fell sollte gelegentlich gebürstet werden, um den schönen Glanz beizuhalten.

Ein Bad braucht der Hund nicht. Sollte er dennoch einer Dusche unterzogen werden müssen, da das Fell durchweg verschmutzt ist, dann sollten Herrchen und Frauchen unbedingt darauf achten, dass das Shampoo für die Hunde geeignet ist und nicht den Kopfbereich berührt. Ansonsten gestaltet sich die Pflege eines Mops recht unkompliziert und benötigt wenig Zeit. Der Mops unterliegt dank seiner fehlenden Unterwolle keinem Fellwechsel, dennoch fallen der Rasse immer wieder Haare aus.

Mops – Aktivitäten und Training

Trotz seiner geringen Größe eignen sich die Hunde als treue Wegbegleiter, auch für längere Wegstrecken. Halter sollten darauf achten, genügend Ruhepausen einzuhalten, damit der Hund entspannen kann und wieder zu Kräften kommt.

Eine weitere Möglichkeit, den Hund auszulasten, findet sich im Hundesport. Besonders Agility und Suchspiele sind auf den Mops zugeschnitten und begeistern sowohl Hund als auch den Halter. Mittlerweile gibt es einige Hundeschulen, die kleinere Gruppen ausschließlich mit Möpsen anbieten. Dort werden verschiedene Übungen und Spiele mit den Vierbeinern durchgeführt. Außerdem betätigen sich die Hunde an verschiedenen Aufgaben und Lernspielen, was die geistige Auslastung fördert.
Die gemeinsamen Spaziergänge können wunderbar als Trainingseinheiten genutzt werden, da sich Halter und Hund in Ruhe aufeinander konzentrieren können ohne abgelenkt zu werden. Grundkommandos lassen sich hierbei immer und immer wieder ausüben und mit Leckerem unterstützen.

Gut zu wissen: Besonderheiten von Möpsen

Der Mops hat einen starken Charakter. Dies wurde dem Hund über viele Jahrhunderte hinweg anerzogen und lässt sich auch heute noch beobachten. Der Mops hat einen erhobenen Kopf und eine elegante Stellung. Er ist sich seiner Größe nicht bewusst und geht oft über seine Grenzen hinaus. Dennoch erfreuen sich die Hunde einen starken Beliebtheit, da sie unermüdlich treue Hunde sind und das Familienleben perfekt ergänzen. Die Familienhunde können sich wunderbar in ein bestehenden Familiengefüge einbringen und begeistern besonders durch ihr Einfühlungsvermögen.

Der Mops begeistert in besonders vielen US-Filmen, nicht zuletzt hat er eine Hauptrolle in dem bekannten Film Men in Black. Auch in diversen Hundefilmen spielen die Möpse meist eine überhebliche und oder starke Persönlichkeit.

Was muss man über den Mops wissen?

Der Mops hat einen stark ausgeprägten Charakter und eignet sich nur bedingt für Anfänger. Er besitzt ein starkes Wesen und überschätzt seine Grenzen oftmals. Der Mops neigt zu Übergewicht und allerlei anderen rassentypischen Krankheiten, weshalb die Auswahl eines seriösen Züchters eine entscheidende Rolle spielt.

Nachteile des Mops

Durch die lange Unzucht der Möpse hinsichtlich der eingedrückten Nase, ist diese Hunderasse stark in ihrer Atmung eingeschränkt. Halter sollten sich vor einem Kauf darüber informieren und eine solche Züchtung nicht fördern. Eine solche Einschränkung weiterer körperlicher Aspekte, die der Standard über viele Jahre hinweg gefordert hat, hat diese Rasse stark eingeschränkt und einige rassentypische Krankheiten hervorgebracht.

Passt der Mops zu mir?

Diese Frage sollten sich potentielle Halter immer stellen, bevor sie sich einen Hund kaufen. Zieht ein neuer Vierbeiner ins Haus, stellt dies meist das ganze Leben einer Familie auf den Kopf. Darüber hinaus müssen die Zeiten neu geplant werden, denn ein Hund braucht einiges an Aufmerksamkeit. Ein Spaziergang früh und abends reicht nicht aus.

Ein Mops möchte in das Familiengefüge integriert werden und bei allen Aktivitäten dabei sein. Dabei ist es kein Problem einen solchen Hund mit ins Restaurant zu nehmen. Auch auf Reisen und im Hotel sind die Hunde gern gesehene Gäste. Besonders für ältere Menschen eignen sich die Hunde. Stark beschäftigte Menschen sollten sich keinen Mops kaufen. Hunde können zwar alleine bleiben, aber auf Dauer wird sich dies in ihrem Verhalten widerspiegeln. Generell lassen sich die Tiere wunderbar in einer Stadtwohnung halten. Darüber hinaus eignen sie sich aber auch als Hunde in einem Haus auf dem Land. An die Grundstücksgröße stellen die kleinen Vierbeiner keine Ansprüche.

Der Mops mag es zwar zu kuscheln, ist aber kein Schoßhund. Er möchte als Hund akzeptiert werden. Die Viereiner lassen sich auch gut mit anderen Hunderassen halten. Ebenso ist eine Haltung mit anderen Tieren, wie zum Beispiel Katzen, kein Problem. Meist erfordert dies, dass der Mops-Welpe bereits von klein an an die anderen Tiere gewöhnt werden muss. Ansonsten kann es zu Revierkämpfen kommen. Der Mops sieht sein neues Zuhause recht schnell als sein Revier an, weshalb er sich trotz seiner geringen Größe wunderbar als Wachhund eignet. Halter sollten allerdings darauf achten, dass sie aus dem Hund keinen Kläffer machen.

Wie viel kostet der Mops?

Ein Mops aus einer seriösen Zucht kostet nicht unter 1.000 Euro.