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Welpenfutter: Die richtige Auswahl ist entscheidend

von Maren Kleymann
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Das richtige Welpenfutter spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung Deiner Fellnase. Schließlich möchte man dem kleinen Welpen den Start ins Leben so angenehm wie möglich machen. Doch worauf muss ich überhaupt achten? Und wieso ist es so wichtig das optimale Welpenfutter für seinen Junior zu finden? Wir haben ein paar Fakten und Tipps für Dich zusammengestellt.

Wieso ist das richtige Welpenfutter so wichtig?

Für eine gesunde Entwicklung deines Welpen ist als erstes die Muttermilch von hoher Bedeutung. Die Mutter versorgt ihre Welpen in den ersten Lebenswochen mit ihrer Milch, die perfekt auf den Bedarf der Welpen abgestimmt ist. Nach und nach wird dann neben der Muttermilch langsam das Welpenfutter eingeführt. Kleine Welpen sind während ihres Wachstums zum erwachsenen Hund hin besonders anfällig für Mangelerscheinungen und Erkrankungen wie Erbrechen oder Durchfall, da sie noch einen sehr sensiblen Magen-Darm-Trakt haben. Das richtige Welpenfutter legt für die Welpen also den Grundstein für ihre Gesundheit und ein gesundes Wachstum. Natürlich auch für die Zeit als ausgewachsene Hunde.

Was sollte Welpenfutter enthalten?

Da die jungen Welpen innerhalb der ersten vier Wochen wöchentlich ca. fünf Prozent ihres Körpergewichts zunehmen, benötigen sie eine besonders gesunde Ernährung. Hierfür eignet sich gesundes Welpenfutter, das viele Mineralstoffe, Vitamine, Proteine und eine Menge Energie enthält. Proteine decken den Aminosäurebedarf. Vitamine stärken das Immunsystem und fördern den gesunden Skelettaufbau. Diese wichtigen Nährstoffe sind also insgesamt entscheidend für das Wachstum der Welpen. Auch auf ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis im Futter solltest du achten.

Das ist für die Knochenentwicklung Deines Hundes besonders wichtig. Stärke sollte hingegen in dem Hundefutter nur in ganz geringem Maße enthalten sein. Diese Bestandteile können zu Durchfall führen. Bei dem Welpenfutter kann es sich um Trockenfutter, aber auch Nassfutter handeln, welches am Anfang für die jungen Hunde mit Wasser verdünnt wird. Je älter die Welpen werden, umso weniger musst du das Futter verdünnen. Irgendwann kannst du das Trockenfutter oder Nassfutter dann pur füttern.

Irish Soft Coated Wheaten Terrier Welpen

Fleisch sollte bei gesunden Hunden immer im Futter vorhanden sein, denn Hunde sind Allesfresser mit Vorliebe für Fleisch. Huhn eignet sich zum Beispiel gut, da es leicht verdaulich und mager ist. In Kombination mit Reis gilt es als wahrer Klassiker, um kranke Hunde wieder aufzupäppeln. Rind hat leider einen hohen Fettanteil, ist jedoch nahrhaft und liefert wichtige Kalorien. Bei Wild handelt es sich um sehr fettarmes Fleisch. Es ist gut verdaulich und hypoallergen. Das heißt es kann an Allergiker-Hunde verfüttert werden. Lammfleisch ist ebenfalls sehr bekömmlich und hat ein gutes Fleisch-Fett Verhältnis. Besonders eignen sich Stücke vom Rücken oder Filet.

Bei großen Hunderassen wie zum Beispiel der Deutschen Dogge solltest du darauf achten, dass dein Hund das hochwertige, energiereiche Welpenfutter nicht allzu lange erhält. Eine Überversorgung mit Energie kann zu einem zu schnellen Wachstum führen. Auch Fettzellen bilden sich vermehrt und das Risiko für Übergewicht beim erwachsenen Hund steigt. Die noch unreifen Knochen entwickeln sich dann mit zu geringer Dichte und Stabilität. So kann das erreichte Körpergewicht noch nicht genug gestützt werden. Als Folge kann es zu einer Hüftgelenks– oder Ellbogendysplasie kommen. Um dem entgegenzuwirken ist es sinnvoll, Deinen Hund mehrmals am Tag mit kleineren Portionen zu füttern. Aber auch kleine Hunderassen wie der Dackel und mittelgroße Rassen wie der Australian Shepherd haben einen rasse- und altersabhängigen Bedarf an Mineralstoffen, den Du beachten musst.

Wie lange füttert man seinen Welpen mit Welpenfutter?

Bei kleinen und mittelgroßen Hunden sollte es ein Jahr sein und bei den größten Rassen muss es bis auf zwei Jahre ausgedehnt werden.

Welches Welpenfutter eignet sich für meinen Welpen?

Die Angebotsvielfalt für Welpenfutter ist enorm und kann einen Erstwelpenbesitzer auch schnell überfordern. Neben preiswerteren Marken aus dem Supermarkt gibt es viele Hersteller, die teurer sind und dem Hundehalter eine optimale Ernährung ihres Hundes versprechen. Oftmals haben die  Futtersorten Bezeichnungen mit Begriffen wie „Puppy“ oder „Junior“. Daran erkennst Du direkt, dass das Futter für Welpen und Junghunde geeignet ist. Um sich einen Überblick zu verschaffen, hilft ein Blick in Tests von Nass- und Trockenfutter für Welpen. So untersucht Öko-Test auch Welpenfuttersorten aus allen Preissparten.

Der Testsieger bei Öko-Test ist ein hochwertiges Trockenfutter, das speziell auf die Bedürfnisse von Welpen und Junghunden abgestimmt ist und für eine optimale Ernährung sorgt. Die Zusammensetzung des Trockenfutters orientiert sich an der Nahrung der Ur-Hunde-Welpen. Neben Fleisch und Fisch gehören auch Kräuter, Gemüse und Früchte dazu. Damit sind die jungen Hunde optimal versorgt und erhalten alle wichtigen Nährstoffe. So enthalten gut bewertete Futtersorten einen hohen Anteil an Fleisch, wie Entenfleisch.

Außerdem sind Zusätze wie Kartoffeln, Anissamen, Heidelbeeren, Bockshornklee und Löwenzahn verarbeitet. So eignet sich Entenfleisch (Muskelfleisch) sehr gut für Welpen, da es reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen ist. Das macht das Futter gut verträglich. Ebenso besitzt es einen hohen Eisen-, Zink- und Kupferanteil. Mit einem solchen Futter gelingt Deinem Welpen sicher ein guter Start ins Hundeleben.

Neben Trockenfuttersorten wurden auch Nassfutter getestet, die einen Fleischanteil aus Huhn oder Lamm haben. Wenn in den Futtersorten Eierschalenpulver verarbeitet ist, bekommt der Welpe eine ausreichende Calciumversorgung. Zusätze, wie Blütenpollen und Seealgen ergänzen das Nassfutter mit Vitaminen, Mineralien und ungesättigten Fettsäuren. Je nach Hersteller ist spezielles Welpenfutter mit einem sehr geringen Anteil an Getreide (null bis sechs Prozent) versehen. So wird die Verdauung Deines Juniors nicht belastet.

Welpenfutter: Welpe liegt auf Fliesen

Entenfleisch eignet sich sehr gut für Welpen, da es reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen ist.

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Was ist passende Menge an Welpenfutter?

Das richtige Welpenfutter zu finden, kann schon ziemlich kompliziert sein, doch auch die Zeiten und Menge des Futters sollte stimmen, denn eins ist klar: Lass Deinen Welpen auf gar keinen Fall einfach so viel fressen, wie er will! Ein Welpe kann zwar nach acht Wochen schon festes Futter fressen, aber dies darf nur in kleinen Portionen geschehen. Deshalb sind vier Mahlzeiten am Tag wichtig. Zusätzlich muss die Futtermenge auf das Sollgewicht gemäß der Wachstumskurve des Welpen abgestimmt sein.

Gleichzeitig braucht ein Welpe sehr viel Energie zum Wachsen und Herumtollen. Mit einem halben Jahr kann ein Welpe dann schon größere Portionen fressen und man kann auf drei Mahlzeiten am Tag umsteigen. Nach einem Jahr sind die kleinen und mittelgroßen Hunde meist ausgewachsen und es reichen in der Regel zwei Mahlzeiten am Tag aus. Bei den größten Rassen müssen es hingegen drei Mahlzeiten sein. Die kleinen Hunde würden auch mit einer Mahlzeit auskommen.

Hat man den Welpen frisch nach Hause bekommen, dann ist es wichtig, nicht sofort das eigene Futter zu geben, denn eine Futterumstellung ist für den Zwerg nicht so einfach und vor allem in der Aufregung ist der Verdauungstrakt zusätzlich belastet. Lass Dir also etwas Hundefutter vom Züchter oder Tierheim mitgeben und beginne erst nach einigen Tagen, den Welpen an das neue Futter zu gewöhnen. Das kannst Du tun, indem Du beide Futtersorten mischst und nach und nach etwas mehr von Deinem gekauften Welpenfutter hineintust.

Welches Welpenfutter eignet sich am besten?

Man muss beim Kauf zwischen Puppy = Welpe und Junior = Junghund unterscheiden, denn auch hier macht im ersten Lebensjahr des Hundes eine Differenzierung des Futters Sinn. Füttere also zuerst Welpenfutter, dann Junghundefutter und geh dann erst (zum für Deinen Hund geeigneten Zeitpunkt) auf Hundefutter für erwachsene Hunde über.

Worauf Du unbedingt achten solltest

Zuerst einmal ist es egal, ob Du Deinen Welpen mit Nassfutter oder Welpen Trockenfutter fütterst. Wichtig sind die gesunden Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und so weiter. Getreide sollte das Hundefutter jedoch nicht beinhalten. Die Stärke belastet die Verdauung deines Lieblings zu sehr. Je nach Größe, Alter und Gewicht des kleinen Juniors solltest du mehrmals am Tag füttern und das Welpenfutter bei großen Rassen etwas eher absetzen. So vermeidest du ein zu schnelles Wachsen deines Junghunds und das Risiko von späteren Gelenkproblemen. Lass dich von erfahrenen Personen beraten und stimme das Futter genau ab, egal ob du eine kleine Rasse oder einen großen Hund hast. Auch kleine Hunde sollten niemals Übergewicht haben, da ihre Knochen und Gelenke weniger belastet werden können, als bei großen, stabil gebauten Hunden.

Welpenfutter: Welpe steht auf Stuhl vor einem Esstisch

Je nach Größe, Alter und Gewicht des kleinen Juniors solltest Du mehrmals am Tag füttern und das Welpenfutter bei großen Rassen etwas eher absetzen.

Wie lange füttert man seinen Welpen mit Welpenfutter?

Je größer die Rasse, desto länger muss der Hund auch Welpenfutter bekommen, denn Welpenfutter unterstützt das Wachstum. Die Faustregel besagt, dass bei Zwergrassen, kleinen und mittelgroßen Hunden das Welpenfutter bis zum 9. bzw. 12. Monat gegeben werden sollte. Bei großen Hunden wie zum Beispiel einem Labrador sollten es 12 bis 15 Monate sein und bei sehr großen Rassen kann Welpenfutter sogar bis zu 2 Jahre gegeben werden. Wann man letztendlich auf anderes Futter umstellt, ist von Rasse und Welpe abhängig und wenn Du Dir nicht sicher bist, dann frag einfachen Deinen Tierarzt, denn das ist immer die sicherste Variante.

Welpenfutter wird auch häufig als „Puppy“ Futter deklariert. Puppy ist Englisch und bedeutet einfach Welpe. Welpenfutter gibt es in Trockenfutter und Nassfutter Variante. Man sollte aber immer unbedingt wissen, ob man Alleinfutter und Ergänzungsfutter kauft, denn nur Alleinfutter hat alle benötigten Nährstoffe. Junghundefutter gibt es ebenfalls und ist meist als Futter für den „Junior“ ausgewiesen. Auf der Verpackung steht dann genau ab welchem Alter und für welche Hunderasse dieses Juniorfutter geeignet ist, denn welches Futter für Deinen Hund das Beste ist, können wir nicht sagen. Die Ernährung ist bei Hunden, so wie auch bei Menschen, äußerst individuell.

Was ist passende Menge an Welpenfutter?

Man muss die Wachstumskurve und das Sollgewicht des Welpen im Auge behalten und die Futtermenge dahingehend abstimmen. Wichtig ist auch, dass man dem Welpen mehrere kleine Mahlzeiten gibt anstatt nur zwei große.

Häufige Fehler bei der Welpenfütterung

Die benötigte Kalzium- und Phosphormenge wird oft nicht erreicht. Das kann aber eigentlich nur dann geschehen, wenn man kein Welpenfutter füttert. Hält man sich hingegen auf die Vorgaben zuerst Welpenfutter, dann Junghundefutter und erst nach ein bis zwei Jahren Hundefutter für erwachsenen Hunde zu füttern, sollte eigentlich nichts schiefgehen. Ein Mangel oder Überversorgung dieser Nährstoffe kann jedoch schwere gesundheitliche Folgen haben. Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht gegeben werden, wenn Du Deinem Hund ein Alleinfutter fütterst. Du kannst Dir auch von Deinem Tierarzt Rezepte für Welpen- und Junghundefutter geben lassen. Mach Dich aber auf viel Rechenarbeit gefasst, denn die genauen Zutatenmengen wollen an jeden Hund und jedes Alter angepasst werden.

Shih-Poo Welpe im Liegen

Häufig wird einem Welpen nicht die richtige Menge an Hundefutter gegeben. Man sollte sich immer an der Wachstumskurve und dem Sollgewicht des Winzlings orientieren und ihm auf gar keinen Fall so viel zu fressen geben, wie er will. Auch Leckerlis sollten nicht einfach so gegeben werden, denn sie können die Nährstoffversorgung durcheinanderbringen und haben dazu auch noch eine Menge ungesunder Kalorien. Zusätzlich sind Kauartikel echte Kalorienbomben und obwohl Welpen diese Kauartikel gerne nehmen und das auch dürfen sollten, ist es wichtig, nicht einfach einen Hundeknochen nach dem anderen hinzulegen.

Tipps für die Futterumstellung beim Welpen

Es macht Sinn, sich nach dem Kauf des Welpen etwas Futter vom Züchter oder Tierarzt mitgeben zu lassen oder die gleiche Sorte zu kaufen. Ein Welpe sollte in jedem Fall nicht direkt mit neuem Futter ernährt werden, denn der Verdauungstrakt hält das einfach noch nicht aus. Es hat sich bewährt, nach einiger Zeit das Futter zu mischen. So mischt man zu Beginn ¼ neues Futter in das alte und verändert nach und nach die Anteile so, dass man nach etwa sieben Tagen ¾ neues Futter und ¼ altes Futter füttert. Das ist grundsätzlich eine schonende Umstellung für den Welpen aber man muss natürlich die Reaktion des Tieres genau im Auge behalten, denn einige sind empfindlicher als andere.

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