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Erbrechen beim Hund – Ursachen, Anzeichen & Behandlung

von Michelle Holtmeyer
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Viele Hundebesitzer haben es sicherlich schon einmal erlebt, dass der Hund Anzeichen von Übelkeit zeigt und erbricht. Das Erbrechen beim Hund liegt nicht immer an gefährlichen Ursachen. Wie Du die Symptome eines unbedenklichen Auftretens der Erkrankung von denen einer ernstzunehmenden Gefahrensituation für Deine Fellnase unterscheiden kannst, erfährst Du im edogs-Magazin!

Erbrechen beim Hund – was sind die Ursachen?

Empfindlicher Magen

Wenn sich Dein Hund erbricht, hat das nicht immer einen gefährlichen Grund. Besonders jüngere Hunde und Welpen werfen oftmals den Mageninhalt aus, da sie besonders empfindlich auf neue Futtersorten oder Fremdkörper reagieren. Das Erbrechen beim Hund erfüllt in den meisten Fällen sogar eine Säuberungsfunktion des Magens und wird teilweise absichtlich durch das Tier herbei geführt, indem Dein Hund zum Beispiel Gras oder Holz frisst.

Ein gelegentliches Erbrechen kann aber auch andere Ursachen haben. Beispielsweise Unverträglichkeiten gegenüber neuen Futtersorten oder ein überhastetes Fressen mit anschließender Überanstrengung. Kreislaufprobleme führen ebenfalls dazu, dass sich Hunde erbrechen können, dies kommt häufig in den warmen Sommermonaten vor. Hormonveränderungen, zum Beispiel während der Läufigkeit, können ebenfalls mit Erbrechen einhergehen oder dein Tier an leidet unter Stress. Denn psychische Probleme Deines Hundes, die durch traumatische Ereignisse, anderen dominanten Hunden oder auch Alleinsein ausgelöst werden können, sind ebenso Gründe für eine Erkrankung.

Chronische Erkrankungen

Neben dem gelegentlichen Erbrechen kann deine Fellnase allerdings auch an einer chronischen Erkrankung leiden. So kann ein Wurm– oder Giardienbefall oftmals der Auslöser für eine anhaltende Erkrankung sein. Wie ist der Allgemeinzustand Deines Tieres? Beobachte diesen immer, um Infektionserkrankungen frühzeitig zu erkennen, denn Staupe, Leishmaniose und Leptospirose gehen oftmals mit Erbrechen beim Hund einher. Weitere ernst zunehmende Ursachen können Tumore oder Herzerkrankungen sein, sowie Nierenbeschwerden oder Magengeschwüre. Ein Hund erbricht sich außerdem, wen er an Vergiftungen, Lebererkrankungen oder Entzündungsvorgängen im Körper, bzw. Magen-Darm-Trakt leidet.

Erbrechen beim Hund

Wenn sich der Hund erbrochen hat, sollte er zunächst für etwa 24 Stunden fasten. Danach ist eine Schonkost aus Hühnchen, Reis, Hüttenkäse und Karotten zu empfehlen.

Was hilft bei Erbrechen bei Hunden?

Wenn sich der Hund erbrochen hat, sollte er zunächst für etwa 24 Stunden fasten. Danach ist eine Schonkost aus Hühnchen, Reis, Hüttenkäse und Karotten zu empfehlen.

Entzündungen, Medikamente & Co. als Ursache für das Erbrechen beim Hund

Es kann auch eine Enzephalitis, also eine Entzündung des Gehirns, vorliegen oder eine Ohrenentzündung, die das Brechzentrum des Hundes stimuliert und ihm Übelkeit verursacht. Wenn der Hund Medikamente nehmen muss, können auch sie den Brechreiz auslösen. Die häufigsten Ursachen für das Erbrechen beim Hund liegen aber im Bereich des Magens, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und des Darms.

Probleme mit diesen Organen ergeben sich häufig aus zu schnellem Fressen, Futtermittelunverträglichkeiten, verdorbenem Futter, Verschlucken von Fremdkörpern, Vergiftungen, Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, einer Magenschleimhautentzündung, Infektionskrankheiten durch Viren, Bakterien oder Parasiten, Erkrankungen des Leber oder der Niere, Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, Diabetes, Tumore oder einer Nebenniereninsuffizienz.

Unterschied zwischen chronischem und akutem Erbrechen

Unterschieden werden muss zwischen akutem und chronischem Erbrechen. Akutes Erbrechen ist in den meisten Fällen weniger Grund zur Sorge und tritt nur kurzzeitig auf. Wenn Hunde über einen Zeitraum von zwei Wochen hinweg oder länger erbrechen, handelt es sich um chronisches Erbrechen. In diesem Fall sollte die Ursache dringend herausgefunden und von einem Tierarzt behandelt werden.

Was tun, wenn mein Hund Durchfall und Erbrechen hat?

Wenn Durchfall und Erbrechen zusammen kommt, sollte besser ein Tierarzt aufgesucht werden, da in diesem Fall eine Erkrankung zugrunde liegen könnte.

Wie erkennt man, dass ein Hund erbrechen muss?

Die ersten Anzeichen des Erbrechens beim Hund sind eine allgemeine Unruhe, verbunden mit Gähnen und Schmatzen und einem erhöhten Speichelfluss. Kurz vor dem Erbrechen steht der Hund mit gesenktem Kopf und geschlossenem Maul und krümmt den Rücken. Dabei ist zu sehen, dass sich die Bauchmuskeln zusammen ziehen wodurch ein Überdruck im Bereich des Bauches erzeugt wird. Durch den Überdruck wird der Inhalt des Magens nach außen befördert. Dabei kann es sich um Futter oder Schleim handeln, aber auch um Fremdkörper wie Gras oder Holz.

Wenn der Hund Fremdkörper gefressen hat, handelt es sich beim Erbrechen um einen normalen körperlichen Schutzmechanismus, der es ermöglicht, Dinge die nicht in den Körper gehören wieder loszuwerden. Wer schon einmal einen Hund beim Erbrechen beobachtet hat, könnte bemerkt haben, dass der Prozess für den Vierbeiner sehr anstrengend ist. Wie der Mensch auch, verliert der Hund beim Erbrechen eine große Menge an Flüssigkeit, was zu einer Dehydrierung führen kann, die vor allem für Welpen und ältere Hunde gefährlich werden kann.

Wenn ein Hund vor allem dann erbricht, wenn er Gras gefressen hat, ist das Erbrechen nicht weiter bedenklich. Nur wenn der Vierbeiner öfter Galle oder gar Blut erbricht und das Erbrechen häufig auftritt, könnten ernsthafte gesundheitliche Probleme die Ursache sein. Bei ernsteren Ursachen zeigen die Tiere meist auch weitere Symptome, wie eine Verhaltensänderung, Schlappheit, Lethargie oder Unruhe.

Hund erbricht auf den Boden

Die ersten Anzeichen des Erbrechens beim Hund sind eine allgemeine Unruhe, verbunden mit Gähnen und Schmatzen und einem erhöhten Speichelfluss.

Erbrechen beim Hund – Häufige Symptome im Überblick

  • Schmatzen
  • Leeres Schlucken
  • Erhöhter Speichelfluss
  • Zusammenziehen von Bauchmuskeln und Zwerchfell
  • Würgeversuche bei geschlossenem Maul
  • Auswurf von Mageninhalt bei offenem Maul

Wie kann man einen Hund zum Erbrechen bringen?

Im besten Fall sollte es dem Tierarzt überlassen werden, den Hund zum Erbrechen zu bringen. Muss es schnell gehen, weil zum Beispiel eine Vergiftung vermutet wird, gibt es spezielle Medikamente dafür. Alternativ kann der Hund durch Salzwasser oder auch Öl zum Erbrechen gebracht werden.

Die korrekte Diagnose – einige Tipps

Du selbst kennst Deinen Vierbeiner am besten. Wie ist sein allgemeiner Gesundheitszustand? Wie häufig muss sich Dein Hund erbrechen? Dies sagt bereits viel über die möglichen Ursachen und Erkrankungen aus. Untersuche im Zweifel das Erbrochene Deines Hundes – riecht es auffällig, könnte Gift ein Grund für das Übergeben sein. Befinden sich gelbe Galle, Blut oder schwarze Krümel in dem Auswurf, leidet Dein Tier höchstwahrscheinlich an einer Entzündung des Verdauungsrakts. Frisches Blut im Erbrochenem, das mit starkem Durchfall und Appetitlosigkeit einher geht, spricht in den meisten Fällen für eine Dünndarmentzündung Deines Vierbeiner. Erbricht Dein Hund Kot? Dann leidet Dein Tier mit großer Wahrscheinlichkeit unter einem gefährlichen Darmverschluss.

In all diesen Fällen sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, der die genaue Ursachenforschung mittels Bluttests, Magenspiegelungen, Kotuntersuchungen oder Röntgen- und Ultraschallbildern feststellen kann und eine genaue Therapie verordnet.

ACHTUNG: Sollte Dein Hund mehrmals vergebens versuchen, sich zu erbrechen, könnten dies Anzeichen für eine Magendrehung beim Hund sein. Dieser lebensgefährliche Zustand verläuft unbehandelt tödlich ab und muss umgehend durch eine Not-Operation beim Tierarzt behandelt werden.

In allen Fällen gilt: Ruhe bewahren und Deinem Hund optimale Hilfe leisten. Zögere bei Unsicherheiten nicht, einen Tierarzt aufzusuchen.

Hund erbrechen Gelb schleimig

Sollte Dein Hund mehrmals vergebens versuchen, sich zu erbrechen, könnten dies Anzeichen für eine Magendrehung beim Hund sein.

Erbrechen beim Hund – Richtig vorbeugen und behandeln

Nicht in Panik verfallen!

Im ersten Moment gibt es keinen Grund in Panik zu verfallen, wenn sich der Hund einmal erbricht. In den meisten Fällen handelt es sich einfach nur um eine Reinigung des Magens und bei Hunden kommt Erbrechen generell häufiger vor wie beim Menschen. Vor allem dann wenn sich Pflanzenteile im Erbrochenen befinden, ist es kein großer Grund zur Sorge. Aber auch in allen anderen Fällen gilt es, vor allem die Ruhe zu bewahren. Hunde nehmen die Energie ihres Menschen viel stärker wahr als wir, daher kann sich die Panik leicht auf den Hund übertragen und sein körperliches Befinden weiter verschlechtern.

Statt in Panik zu geraten, gilt es vor allem die Ursache für das Erbrechen herauszufinden, was vor allem durch die genaue Betrachtung des Erbrochenen geschieht. Oft helfen schon einfache Hausmittel, wie die Gabe von Schonkost über einige Tage, damit es dem Hund wieder besser geht.

Fastenzeit zur Beruhigung des Magens

Eine Fastenzeit von 24 Stunden hilft Deinem Tier bei gelegentlich auftretenden Erbrechen, denn in dieser Zeit kann sich der Magen Deines Hundes beruhigen. Mageres, leicht verdauliches Futter, wie gekochtes Hühnerfleisch, Reis oder Hüttenkäse, sind bewährte Hausmittel. Sie stressen den Hundemagen nicht und sind gut bekömmlich. Haben sich die Symptome Deiner Fellnase nach einem Tag nicht gebessert, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Füttere Deinem Hund mehrmals täglich kleinere Futtermengen. So muss der Hundemagen nicht übermäßigen Magensaft produzieren, denn dies kann zu Verdauungsproblemen und letztlich zum Erbrechen führen.

Da der Hund durch Erbrechen viel Flüssigkeit verliert, ist darauf zu achten, dass er ausreichend trinkt. Manchmal muss er vielleicht auch dazu animiert werden.

Was dem Hund zu fressen geben bei Erbrechen?

Als Schonkost bei Erbrechen eignet sich für den Hund am besten gekochtes Hähnchen mit Reis, Hüttenkäse und Karotten.

Anti-Schlingnapf als Vorbeugemaßnahme

Schlingt Dein Hund sein Futter hinunter? Ein Anti-Schlingnapf kann Abhilfe schaffen und vorbeugen. Eventuell ist das Futter nicht optimal ausgelegt auf Deinen Hund. Hier hilft eine Futterkontrolle oder -beratung dabei, das perfekte Fressen für Deinen Vierbeiner zu finden.

Wenn der Hund nach einer Futterumstellung Übelkeit zeigt und damit beginnt, sich zu erbrechen, kann es sein, dass er das Futter nicht verträgt. Grundsätzlich sollte eine Futterumstellung nur langsam und in kleinen Schritten durchgeführt werden, um den Verdauungstrakt des Vierbeiners nicht unnötig zu belasten.

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Vorsicht bei Schnee

Viele Hunde lieben es, im Winter Schnee zu fressen. Für ihre Gesundheit kann das allerdings manchmal problematisch sein. Zum einen können Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt entstehen, wenn der Hund schmutzigen Schnee frisst. Schnee kann zum Beispiel durch Streusalz verunreinigt sein, das die Schleimhäute des Hundes angreifen kann. Aber auch wenn der Schnee sauber ist, können Hunde mit empfindlichem Magen-Darm-Trakt eine so genannte Schneegastritis entwickeln.

Eine Schneegastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die sich sowohl in Erbrechen, als auch Durchfall, manchmal mit Blut, und allgemeiner Abgeschlagenheit äußern kann. Wenn der Hund starke Symptome zeigt oder leichte Symptome nicht spätestens nach zwei Tagen zurück gehen, sollte unbedingt der Tierarzt aufgesucht werden. Um eine Schneegastritis generell zu verhindern, können Hunde bereits vom Welpenalter an lernen, dass Schnee fressen verboten ist.

Wann muss man zum Tierarzt, wenn der Hund erbricht?

Ein Tierarzt sollte aufgesucht werden, wenn sich der Hund mehrfach erbricht, wenn sich Blut oder Kot im Erbrochenen befindet und wenn der Hund generelle Krankheitsanzeigen wie Apathie oder Koordinationsstörungen zeigt.

Wann ist der Besuch eines Tierarztes notwendig?

Um zu erkennen, ob ein Besuch beim Tierarzt notwendig ist, wenn der Hund erbricht, muss vor allem das Erbrochene untersucht werden und auch der Gesamtzustand des Hundes berücksichtigt werden. Wenn sich im Erbrochenen Blut oder Kot befindet, sollte in jedem Fall der Tierarzt aufgesucht werden. Auch wenn sich der Hund häufiger und auch noch nach einer Fastenphase von 24 Stunden erbricht, ist der Gang zum Tierarzt ratsam. Gleiches gilt, wenn der Hund sein Verhalten verändert und apathisch wirkt.

Wenn der Verdacht besteht, dass der Hund Gift verschluckt haben könnte, sollten keine langen Überlegungen mehr angestellt werden, sondern umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. In diesem Fall zählt jede Minute für die Rettung des Vierbeiners. In manchen Fällen werden Hunde mit Vergiftungen an Spezialisten überwiesen.

Da das Erbrechen beim Hund viele verschiedene Ursachen haben kann, ist die Diagnostik oft nicht ganz einfach und es können eine ganze Reihe von Untersuchungen nötig sein, um die richtige Ursache zu finden. Für den Tierarzt ist es sehr wichtig, dass der Mensch einen detaillierten Vorbericht abgibt und den Arzt darüber informiert, was der Hund wann und wie gefressen hat. Gleiches gilt für die Beschreibung des Erbrechens selbst. In der klinischen Untersuchung betrachtet der Tierarzt das Blut und den Kot des Vierbeiners. Eventuell können auch Ultraschall- oder Röntgenuntersuchungen durchgeführt werden. Bei chronischem Erbrechen wird der Tierarzt eine Endoskopie oder vielleicht auch eine diagnostische Operation durchführen.

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