Bobtail

Der Bobtail ist eine aus Großbritannien stammende Hunderasse. Er wird der FCI-Gruppe 1, der Gruppe der Hüte- und Treibhunde, sowie der Sektion 1, der Sektion der Schäferhunde, zugeteilt. Er ist durch die FCI als Herdengebrauchshund ohne Arbeitsprüfung anerkannt und in ihrem Register unter der Standardnummer 16 vermerkt. Der freundliche Bobtail eignet sich ideal für sportliche Naturfreunde, egal ob als Begleit- oder Familienhund.

Bobtail im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 55-61 cm
Gewicht: Rüden: 32-45 kg, Hündinnen: 27-36 kg
FCI-Gruppe: 1: Hütehunde und Treibhunde
Sektion: 1: Schäferhunde
Herkunftsland: Großbritannien
Farben: Blue merle, Grizzle, Blau, Grau
Lebenserwartung: 10-12 Jahre
Geeignet als: Hirten-, Hüte-, Familien- und Ausstellungshund
Sportarten: Agility, Dogdancing
Charakter: Intelligent, Anpassungsfähig, Liebevoll, Spielerisch, Kontaktfreudig
Auslaufbedürfnisse: eher hoch
Sabber-Potential eher hoch
Stärke des Haarens hoch
Pflegeaufwand: hoch
Fellstruktur: Wasserdichte Unterwolle und eine zottige, von guter harter Struktur Deckhaar
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: eher ja

Herkunft und Rassegeschichte

Die genaue Rassegeschichte des Bobtails ist weitgehend unbekannt. Es wird vermutet, dass die Hunderasse aus Kreuzungen von Owtscharkas, die auch als Kaukasische Schäferhunde bekannt sind, und Bergamasker Hirtenhunden zustande kam. Außerdem behaupten Hundeexperten, dass auch der britische Schäferhund eingekreuzt wurde. Entscheidend in der Zucht und der Entwicklung der Rasse war jedenfalls der Fokus auf der charakterlichen Eignung als Hüte- und Treibhund. Das Aussehen der Hunde war dabei relativ egal, was der Grund für ihr wildes und robustes Aussehen ist.
Der Bobtail ist auch unter dem Namen „Old English Sheepdog“ (OES), oder zu deutsch als „Altenglischer Schäferhund“, bekannt. Dies ist auf seine Jahrzehnte lange Verwendung zum Hüten und Treiben der Schafherden in Großbritannien zurückzuführen. Schon die Vorfahren des Bobtails wurden als Herdengebrauchshunde verwendet. Das Auftauchen der britischen Hütehunde auf Hunderasseausstellungen kann nicht genau datiert werden, doch erste Vorläufer der Rasse nahmen ab 1873 auf Ausstellungen teil.
1885 wurde der erste offizielle Standard für den Bobtail festgelegt, den der Kennel Club im Jahr 1890 offiziell anerkannte. Seitdem ist der Bobtail im Verzeichnis des KC vermerkt und wird als aus Großbritannien stammende Hunderasse geführt. Die FCI erkannte den Bobtail bereits 1963 an und stuft den Briten als Herdengebrauchshund der Gruppe 1 ein. Der letztgültige Rassestandard wurde im Oktober 2010 festgelegt und veröffentlicht.
Früher wurde der Old English Sheepdog als reiner Arbeitshund angesehen. Robuste Gesundheit und eine ausgeprägte Hüte- und Treibfähigkeit waren essentiell. Mittlerweile wird der hübsche Brite immer mehr zum Modehund, was die Zucht und somit die Gesundheit sowie die charakterliche Entwicklung maßgeblich beeinflusst.

Was ist ein Bobtail?

Der Bobtail ist eine englische Hunderasse, die früher vorwiegend zum Hüten und Treiben von Tierherden verwendet wurde. Der Name „Bobtail“ stammt von dem angeborenen Stummelschwanz, den viele Tiere dieser Rasse besitzen.

Wesen & Charakter des Bobtails

Bobtail Welpe
Der Bobtail hat ein freundliches und charmantes Gemüt. Er verbringt gerne Zeit in Gesellschaft und verstehen sich in der Regel auch sehr gut mit anderen Hunden.
Der Bobtail besitzt, ähnlich wie andere Hütehunde, ein freundliches und charmantes Gemüt. Die englischen Hunde zaubern durch ihr sonniges Wesen und ihre Offenheit jedem Hundefreund ein Lächeln ins Gesicht. Sie sind stehts darauf bedacht in der Nähe ihres Rudels, und somit auch ihrer Familie, zu bleiben und blicken der Welt aufmerksam und wachsam entgegen. Zwar ist Aggression für die hübschen Briten ein absolutes Fremdwort, doch sie sind durchaus in der Lage ihr Rudel zu beschützen. Die intelligenten Briten gelten als wachsame Hütehunde, deren Schutz- und Hütebedürfnis stark ausgeprägt ist. Außerdem sind die altenglischen Schäferhunde überdurchschnittlich territorial veranlagt, wodurch sie sich sehr gut als Wachhund eignen.
Schon die Farmer und Hirten im englischen und schottischen Hochland wussten diese Eigenschaften der Vorfahren des Bobtails zu schätzen und ließen die Schäferhunde ihre Herden und ihr Eigentum bewachen. Dieses Pflichtbewusstsein ist bis heute erhalten geblieben. Eine weitere Eigenschaft des Bobtails ist sein soziale Ader. Die Hütehund verbringen gerne Zeit in Gesellschaft und verstehen sich in der Regel auch sehr gut mit anderen Hunden. Sie sind sehr auf ihren Menschen bezogen und verbringen ungerne lange Zeit ohne Gesellschaft. Trotzdem kann der Bobtail mit ein wenig Training problemlos für ein paar Stunden alleine gelassen werden.

Aussehen des Bobtails

Das lange, zottelige Fell des Bobtails sticht schon beim ersten Anblick sofort ins Auge. Das Aussehen des Schäferhundes spiegelt die Zuchtziele der letzten Jahrzehnte wider. Züchter waren bedacht, einen robusten und kräftigen Hund zu schaffen, der charakterstark auftritt. Das Aussehen stand bei der Züchtung des Engländers wenig im Mittelpunkt. Die üppige Haarpracht des Altenglischen Schäferhundes bedeckt den Hund überall und verleiht ihm ein breites und massiges Aussehen. Doch dieses Aussehen täuscht, denn ohne sein Fell, würde der schlanke und sportliche Körperbau ans Tageslicht kommen. Zwar sind Bobtails durchaus gut bemuskelt und auch die Läufe sind kräftig und robust gebaut, doch insgesamt ist der Körperbau der Engländer auf Ausdauer und Wendigkeit ausgelegt. Diese Eigenschaften wurden den Hunden schon in ihrer gesamten Rassegeschichte beim Hüten abverlangt, was sich in der Zucht und somit der Genetik widerspiegelt.
Das Fell des Bobtails besitzt eine harte Struktur und ist zottelig. Der Bobtail besitzt dichte, wasserabweisende Unterwolle, die ihn vor Witterungsbedingungen schützt und ihn warm hält. Das lange Fell hat rumpfabwärts und an den Hinterläufen immer eine einzige Farbe, abgesehen von weißen Abzeichen an den Pfoten, den sogenannten „Socken“. Rumpfaufwärts kann das Fell verschiedene Farben annehmen: Von grau bis blau schattiert ist alles erlaubt. Auch weiß ist laut dem Standard erlaubt. Häufig besitzt ein Bobtail die bereits erwähnten „Socken“ und andere weiße Abzeichen im Gesicht, an der Brust oder den vorderen Läufen.
Die Hunde werden bis zu 65 cm groß und können im ausgewachsenen Zustand ein Gewicht von bis zu 30 kg erreichen. Das Gewicht ist geschlechtsabhängig, Hündinnen dagegen werden mindestens 56 cm groß. Charakteristisch für den Bobtail ist sein quadratischer Kopf mit seinen kleinen Ohren, die ebenfalls durch das lange Fell sehr zottelig wirken. Das Fell des Bobtails ist so lang, dass es ihm beinahe komplett die Sicht nimmt. Viele Halter kürzen die Haare im Gesicht oder binden die Haare, die über die Augen ragen, zu einem kleinen Zopf. So erleichtern sie ihrem Liebling die Sicht.
Ein weiteres typisches Merkmal des Bobtails ist seine angeborene Stummelrute. Der Name „Bobtail“ kommt davon, dass die meisten Hunde eine kurze Rute besitzen. Diese Eigenschaft trifft nicht auf jeden Hund dieser Rasse zu. Leider kupieren viele Halter die Rute ihres Bobtails, wenn die Hunde nicht von Natur aus eine Stummelrute besitzen. Mittlerweile ist das Kupieren zugunsten der Hunde in den meisten deutschsprachigen Ländern verboten.

Wie sieht ein Bobtail aus?

Charakteristisch für den Bobtail ist sein zwei- oder mehrfarbiges, zotteliges Fell. Es ist von mittlerer bis lange Länge und besitzt eine harte Struktur sowie eine dichte Unterwolle.

Erziehung & Haltung des Bobtails – Das gilt es zu beachten

Bobtail im Auslauf
Der Bobtail benötigt ausreichend Bewegung sowie geistige Beschäftigung. Er liebt lange Spaziergänge, Intelligenzspiele und verschiedene Hundesportarten.

Die Erziehung des Bobtails erfordert aufgrund seines eigenwilligen Wesens Geduld und Konsequenz. Zwar gilt der Altenglische Schäferhund nicht als Sturkopf, wie es beispielsweise der Beagle ist, doch er bringt eine große Portion Eigenwillen mit. Diese Eigenschaft ist typisch für viele Hütehunde, weshalb sie eine erfahrene und konsequente Führung benötigen. Es ist wichtig, Kommandos klar und deutlich auszusprechen und im richtigen Moment zu erteilen. Obwohl der Bobtail eine gewisse Strenge benötigt, sollte mit dem Hund keinesfalls harsch oder unsensibel umgegangen werden. Bobtails sind sehr sensibel und reagieren sofort auf eine harte Hand.
Es ist wichtig geduldig und ruhig mit dem Hund zu arbeiten. Am besten ist es, schon im Welpenalter eine gute Hundeschule zu besuchen.Auch der Hütedrang des Briten sollte nicht unterschätzt werden. Bobtails benötigen ausreichend Bewegung und auch geistige Beschäftigung. Die mittelgroßen Hunde lieben lange Spaziergänge und Intelligenzspiele sowie verschiedene Hundesportarten. Der Bobtail ist eher ungeeignet für die Haltung in einer kleinen Wohnung oder für jemanden, der in einer sehr städtischen Gegend wohnt. Am wohlsten fühlen sich die Hütehunde in einem Haus oder einer Wohnung mit Garten, der genügend Auslauf bietet. Außerdem ist es umso besser, wenn Wals und Wiese nicht weit entfernt liegen. Die klugen Hund lieben es, die Natur zu entdecken, am besten gemeinsam mit ihrem Menschen. Viele Bobtails sind auch große Freunde des Wassers. Egal, ob das Baden in einem Teich, einem Bach oder einem See, der Bobtail freut sich über die Abkühlung.
Wer seinen Hund gerne draußen in einer Hundehütte oder Ähnlichem halten möchte, der ist mit einem Bobtail gut beraten. Wenn die Hütte oder der Zwinger ausreichend beheizt ist, steht der Haltung im Garten nichts im Weg. Da der Bobtail allerdings eine sehr ausgeprägte soziale Ader besitzt, sollte der Kontakt mit dem Hund keinesfalls vernachlässigt werden. Der Engländer liebt den Kontakt zu seinen Mitmenschen und auch zu anderen Haustieren.

Wie groß wird ein Bobtail?

Ein Bobtail wird zwischen 56 und 65 cm groß, bei einem Gewicht von ca. 30 kg. Die Größe und das Gewicht sind abhängig vom Geschlecht des Hundes.

Ernährung des Bobtails

Die Ernährung des Bobtails gestaltet sich relativ unkompliziert. Da der Brite sich im besten Fall ausgiebig bewegt, sollte eine Ernährungsform gewählt werden, die genug Protein enthält. Protein ist wichtig, um eine ideale Versorgung der Muskulatur sicherzustellen und die Gewebestrukturen zu stärken. Außerdem sollte dem Bobtail bestenfalls viel Fleisch gefüttert werden. Aus diesem Grund ist der Bobtail ein idealer Kandidat, um zu barfen. BARF ist eine Form der Fütterung bei der der Hund mit überwiegende rohem, biologischem Fleisch, sowie Gemüse, Obst, Samen und hochwertigen Ölen ernährt wird. Das Barfen unterstützt die Haarstruktur sehr gut. Viele Besitzer haben bereits die Erfahrung gemacht, dass das Fell des Hundes nach einer Ernährungsumstellung auf BARF glänzender und gesünder wirkte. Natürlich kann bei Bedarf auch eine Mischung aus Nass- und Trockenfutter gefüttert werden. Es sollte in jedem Fall auf einen hohen Fleisch- und Proteinanteil im Futter geachtet werden.
Der Bobtail sollte nach dem Fressen nicht zu viel gefordert werden. Bobtails haben einen empfindlichen Magen, weshalb Spielen und lange Spaziergänge nach dem Füttern vermieden werden sollten. Andernfalls kann dem Hund schlecht werden oder es kann im schlimmsten Fall zu einer Magendrehung kommen. Sollte dies der Fall sein, ist umgehend ein Tierarzt oder der Tiernotdienst zu kontaktieren.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Ein gesunder Bobtail kann bis zu 15 Jahre alt werden. Leider ist auch der Old English Sheepdog von einer Erbkrankheit betroffen. Der zottelige Hirtenhund ist von dem MDR1-Defekt betroffen. Dieser Defekt führt zu einer Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneimitteln. Grund für die Erkrankung ist die mangelhafte oder fehlende Synthese eines Proteins (dem G-Gylkoprotein), das ein essentieller Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke ist. Urheber dieses Defektes war ein einziger Collie, der Mitte des 19. Jahrhunderts ausschlaggebend für die Entwicklung der Hütehunde war.
Außerdem ist der Bobtail durch sein dickes Fell empfindlich gegenüber Hitze. Wenn möglich sollte das Fell in den Sommermonaten durch einen Hundefrisör ausgedünnt werden. Es ist außerdem wichtig, dass dem Hund immer genug Schatten und Wasser geboten wird. Auch auf Spaziergängen sollte wenn möglich immer Wasser mitgeführt werden, damit der Bobtail keinen Hitzeschlag erleidet.

Pflege des Bobtails

Die Pflege des Bobtails ist aufgrund seines langen Fells durchaus aufwendig. Der Hund sollte mindestens ein bis zweimal am Tag gebürstet werden. Durch die regelmäßige Fellpflege wird verhindert, dass sich das Fell des Schäferhundes verknotet und Filze entstehen. Es sollte unbedingt genug Zeit eingeplant werden, um den Hund zu bürsten und gegebenenfalls zu baden. Wer einen Hund bevorzugt, bei dem sich die Fellpflege unkompliziert gestaltet, der ist mit einem Bobtail weniger gut beraten.
Es ist außerdem sinnvoll, den Bobtail regelmäßig einem Hundefrisör vorzustellen. Dieser besitzt die nötigen Mittel und das nötige Wissen, um das Fell des Hundes auszudünnen und zu trimmen, ohne die Haarstruktur zu zerstören. Wer seinem Hund etwas Gutes tun möchte, der sollte dem Futter Fischöl beifügen. Fischöl bringt den Glanz im Fell zu Vorschein und ist sehr gesund.
Außerdem gehören zum Alltag eines Bobtail-Besitzers regelmäßige Sichtkontrollen, das gelegentliche Flechten oder Schneiden der Stirnfransen und das Abwischen der Tränenflüssigkeit.

Bobtail – Aktivitäten und Training

Bobtail im Sprung
Der Bobtail liebt lange Spaziergänge, ausgiebiges Ballspielen und verschiedene Hundesportarten.

Das Training mit dem Bobtail kann irrsinnigen Spaß machen. Zwar besitzen die Briten, wie alle Hütehunde, einen ausgeprägten Eigenwillen und ein hohes Maß an Eigenverantwortungsgefühl, doch sie haben keinen Sturkopf. Im Training ist es wichtig, auf den Hund einzugehen und ihm genügend Zeit zu lassen. Der Bobtail hat ein sehr sensibles Wesen und reagiert verschreckt und ängstlich, wenn er zu hart und forsch geführt wird. Es ist wichtig mit ruhiger Hand, genügend Konsequenz und mit viel Liebe ans Training heranzugehen.
Was Aktivitäten betrifft, ist der Bobtail ein echter Allrounder. Er begleitet gerne, egal ob auf dem Rad, zu Fuß oder mit dem Pferd. Er findet großen Gefallen an langen Spaziergängen, ausgiebigem Ballspielen und verschiedenen Hundesportarten. Der Bobtail eignet sich sehr gut für Agility, Breitensport, Flyball, Begleithundetraining und Obedience. Außerdem wird er gerne zum Rettungs-, Schutz- oder Therapiehund ausgebildet.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Bobtails

Abgesehen von der charakteristischen Stummelrute und seinem auffällig zotteligen Aussehen, ist der überdurchschnittliche Hütetrieb eine weitere Besonderheit des Altenglischen Schäferhundes. Dem Bobtail liegt es im Blut bewegende Objekte zu hüten und kann sich besonders, wenn er unausgelastet ist, kaum zurückhalten.
Es ist wichtig, dem Bobtail genügend und abwechslungsreiche Beschäftigung zu bieten. Anderenfalls wird der Hund häufig frustriert und beginnt verschiedene Personen oder Objekte zu hüten. Nicht selten werden Radfahrer, Kinder oder Autos zu beliebten Zielen des Bobtails. In vielen Fällen wird das Verhalten des Hundes dann als Aggression oder Bösartigkeit missinterpretiert, obwohl dies überwiegend nicht der Fall ist.

Nachteile des Bobtails

Bobtail liegend
Der Bobtail hat eine zeitaufwendige Fellpflege. Der Vierbeiner sollte ein- bis zweimal am Tag gebürstet werden.

Ein Nachteil des Bobtails ist die zeitaufwendige Fellpflege. Es sollten pro Tag mindestens ein bis zwei Stunden eingeplant werden, in denen der Hund gebürstet, das Fell bei Bedarf getrimmt oder geflochten und das Haarkleid auf Schmutz und Fremdkörper untersucht wird. Es kann durchaus sein, dass sich kleine Äste, Zweige oder Ähnliches im Fell des Hütehundes verheddern, die nach einem Spaziergang sofort entfernt werden sollten.
Aufgrund des häufig auftretenden MDR1-Defektes kann es schwierig werden, passende Medikamente für den Hund zu finden, sollte er krank sein oder Verletzungen aufweisen. Glücklicherweise sind Tierärzte unter normalen Umständen mit der Behandlung unter Berücksichtigung des Defektes vertraut, weshalb es zu keinen Komplikationen kommen sollte.
Ein weiterer Punkt, der bei der Haltung des Bobtails bedacht werden sollte, ist sein hoher Bewegungs- und Beschäftigungsdrang. Der Bobtail ist als Herdengebrauchshund gerne unterwegs und sollte gefordert werden. Steht wenig Zeit zur Verfügung, sollte die Hundehaltung im Allgemeinen noch einmal überdacht werden.

Passt der Bobtail zu mir?

Ob der Bobtail zu einem passt, muss im Endeffekt jeder für sich selbst abwägen. Jedenfalls benötigt der Old English Sheepdog einen Besitzer, der Spaß an Spaziergängen und regelmäßigem Training hat. Außerdem sollte sich gerne mit dem Hund beschäftigt werden. Der Bobtail ist nicht unbedingt für Anfänger gedacht, auch wenn er ein sehr freundliches und ausgeglichenes Gemüt besitzt. Es ist zu empfehlen, einen Bobtail mit genügend Vorerfahrung oder mit einem guten Hundetrainer an seiner Seite zu halten.
Wichtig ist auch, dass im besten Fall ein großes Grundstück mit genügend Platz und Auslauf zur Verfügung steht, damit der Hund sich austoben und wohlfühlen kann. Der Bobtail eignet sich sowohl als Begleit-, als auch als Familienhund.
Kolja von edogs

Kolja von edogs

Kolja gehört zu dem Team von edogs und ist unter anderem für alle technischen Belange rund um den Hundemarkt verantwortlich.

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