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Amerikanischer Cocker Spaniel

von Kolja von edogs
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Ein Amerikanischer Cocker Spaniel gehört der Gruppe 8, Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde an und ist damit eine anerkannte Hunderasse. Dort wird der Amerikanische Cocker Spaniel unter der Sektion 2, der sogenannten Stöberhunde ohne Arbeitsprüfung geführt.

Amerikanischer Cocker Spaniel im Steckbrief

Steckbrief
Größe: Rüden: 38 cm, Hündinnen: 35 cm
Gewicht: 7-15 kg
FCI-Gruppe: 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde
Sektion: 2: Stöberhund
Herkunftsland: USA
Farben: Weiß, rot, schwarz, braun, silber
Lebenserwartung: 12 Jahre
Geeignet als: Begleit- und Familienhund
Sportarten:
Charakter: fröhlich, sanft, lebhaft, kinderfreundlich, temperamentvoll, intelligent
Auslaufbedürfnisse: mittel
Sabber-Potential gering
Stärke des Haarens mittel
Pflegeaufwand: hoch
Fellstruktur: seidig, glatt
Kinderfreundlich: mittel
Familienhund: ja
Sozial: eher ja

Herkunft und Rassegeschichte

Der American Cocker Spaniel hat sich ursprünglich aus dem English Cocker Spaniel herausgebildet. Der ehemalige Jagdhund Cocker Spaniel wurde vermehrt auf reine Äußerlichkeiten gezüchtet, um in den vielen Shows eine glänzende Figur abzugeben. Diese Entwicklung förderten die Halter in den USA und ist etwa 100 Jahren her. Um 1930 entwickelten sich aus dem American und English Cocker Spaniel zwei verschiedenen Klassen. Die Rasse wurde zum reinen Showhund. Der American Cocker Spaniel zählt somit zu den ersten Rassen der moderneren Rassehundezucht.

Amerikanischer Cocker Spaniel Welpe

Ein fröhlicher Amerikanischer Cocker Spaniel auf einer Wiese.

Der English Cocker Spaniel hingegen ist ein Jagdhund geblieben, so wie die Natur es eigentlich für beide Varianten seit hunderten von Jahren zuvor vorgesehen hat. Spaniels gelten schon immer als reine Jagdhunde, genauer gesagt als Stöberhunde. Diese Hunde werden eingesetzt, um vor dem Jäger das Tier erstmal aufzustöbern.

Bereits im Jahre 1940 wurde für den Hund ein eigener Standard festgelegt. Und im Jahr 1965 erfolgte die weitere Anerkennung durch die Fédération Cynologique Internationale (FCI). Die Beliebtheit in Deutschland nahm in den vergangenen Jahren immer weiter ab, was wohl auf die komplexe und erfahrene Haltung hinweist.

Wesen & Charakter vom Amerikanischen Cocker Spaniel

Der American Cocker Spaniel wird als liebevoller und sehr zärtlicher Begleithund geschrieben. Dadurch lässt er sich sehr gut als reiner Familienhund halten. Durch sein ausgesprochen freundliches Wesen ist er dem Menschen ohne Macken zugewandt und kommt auch mit Kindern in der Regel gut klar.

Die Rasse gilt als verspielt und äußerst naturverbunden. Durch seine ursprüngliche Haltung als reiner Jagdhund lässt er sich wunderbar an einer Schleppleine halten und unterliegt dem Stöbern. Dazu nutzt er jede einzelne Hecke und jedes Gebüsch. Die Hunde erforschen unerschrocken jedes noch so uneinsichtiges Dickicht und springen gern ins Wasser. Die American Cocker Spaniel sind sehr lernwillig und immer interessiert, neue Kommandos und Aufgaben zu erlernen. Anfänger können einen solchen Hund gut halten, sollten sich mit dem Wesen dieser Rasse allerdings vor einem möglichen Kauf gut beschäftigen.

Welchen Charakter hat ein Amerikanischer Cocker Spaniel?

Die Amerikanischen Cocker Spaniel sind äußerst fröhliche und sanfte Spielgefährten, die ihre Familie über alles lieben und die gemeinsamen Kuscheleinheiten genießen. Darüber hinaus gelten die Vierbeiner aber auch als besonders lebhafte Hunde. Die Hunde erfreuen sich am gemeinsamen Spiel mit Kindern und anderen Hunden.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Amerikanischen Cocker Spaniel

Der American Cocker Spaniel bezeichnet die Variante des bekannten Cocker Spaniels. Sein Fang ist deutlich abgesetzt um den runden Kopf. Dabei ist der Fang selber kurz und zeigt etwas nach oben. Der Amerikanische Cocker Spaniel hat extrem lange Ohren, welche eine starke Befeuerung aufzeigen. Seitlich ist das Fell sehr lang und kann unter Umständen bis zum Boden reichen.

Amerikanischer Cocker Spaniel auf einer Wiese

Charakteristisch für den Amerikanischen Cocker Spaniel sind sein extrem langen Ohren.

Leider können die Hunde aufgrund der Übertreibungen in der Show-Zucht weniger bei Regen oder Schnee an die frische Luft gehen, da das Fell ansonsten schnell nass wird und der Hund unterkühlt. Die sehr langen Ohren und auch das lange Fell beeinträchtigen ebenso die Gesundheit und Lebensfreude der Tiere. Im Rassestandart sind verschiedene Farben und Zeichnungen erlaubt.

Vierbeiner dieser Rasse gehört zu den kleinen bis mittelgroßen Hunden, wobei die Tiere eine Widerristhöhe von etwa 37 cm erreichen und ein Gewicht von durchschnittlich 11 Kilo auf die Waage bringen. Hündinnen und Rüden sind ähnliche groß und schwer.

Impressionen der Hunderasse

Erziehung & Haltung des Amerikanischen Cocker Spaniel – Das gilt es zu beachten

Der Rassehund lässt sich gut führen und eignet sich auch als Anfängerhund. Durch eine liebevolle Umsorgung durch seinen Halter entwickelt sich eine starke Bindung zwischen Hund und Mensch. Im Gegensatz zu anderen Spaniel hat er schon ein ruhigeres Wesen, doch trotzdem ist sein Bewegungsdrang stark ausgeprägt. Dabei ist das Tier sehr anspruchslos und kann auch wunderbar in einer Etagenwohnung gehalten werden.

Wichtig ist, dass es vor allem dann ausreichend Auslauf bekommt. Mit einer Haltung in einem Haus inklusive Garten macht man diesen Hunden aber eine große Freude. Der American Cocker Spaniel ist ein besonders lernwilliger Hund, weshalb es dem Menschen leicht gemacht wird, das Tier zu erziehen. Er fordert regelrecht die Führung seines Halters ein. Durch eine liebevolle Konsequenz gelingt eine schnelle und frühzeitige Erziehung. Regeln sollten bereits als Welpe aufgestellt werden. Durch seine besondere Intelligenz merkt er allerdings jede noch so kleine Inkonsequenz und nutzt diese natürlich auch aus. Niemals sollten Herrchen und Frauchen mit Härte oder gar Brutalität vorgehen. Die Folge wäre ein psychisch zerstörter Hund.

Ernährung des Amerikanischen Cocker Spaniel

Da die Tiere gerne viel und vor allem schnell fressen, neigen sie zu Übergewicht. Die Futterrationen sollten dementsprechend streng im Auge behalten werden. Dabei hilft auch hochwertiges kalorienreduziertes Futter, welches in jedem Fachhandel erhältlich ist.

Grundsätzlich können die American Cocker Spaniel mit Nassfutter und auch mit Trockenfutter gefüttert werden. Auch die sogenannte Barf-Methode ist eine beliebte und vor allem artgerechte Ernährung. Halter sollten sich die Nährstofftabelle und die Inhaltstabelle genauestens durchlesen, um eine optimale Ernährung zu erreichen. Bei Unsicherheiten sollte ein Tierarzt mit einbezogen werden, sodass ein optimaler Futterplan erstellt werden kann.

Welpen bekommen in der Regel zwei bis dreimal täglich eine Portion, wohingegen ältere Hund nur noch ein bis zweimal täglich gefüttert werden. Die Menge hängt dann stark vom jeweiligen Geeicht, dem Alter und dem Bewegungsdrang eines einzelnen Hundes ab. Leckeres können gern gereicht werden. Hierbei müssen Hundeliebhaber auf die richtige Dosierung achten und immer mal zu gesunden Alternativen, wie getrocknete Schweineohren oder Pansen, greifen.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Amerikanischer Cocker Spaniel zu zweit

Die Fellpflege des Amerikanischen Cocker Spaniel ist recht aufwendig.

Hunde dieser Rasse neigen aufgrund des Futterdrangs zu Übergewicht. Es ist deshalb die Aufgabe eines jeden Halters, die Ernährung der Vierbeiner entsprechend zu kontrollieren und einzudämmen. Den Übergewicht kann gesundheitliche Probleme wie beispielsweise Herzerkrankungen zur Folge haben.

Darüber hinaus sollten sich Halter darüber im Klaren sein, dass diese Rasse extrem auf Äußerlichkeiten gezüchtet wurde. Diese Hunde haben aufgrund ihres extrem langen Fells Probleme bei Regen und zeigen sich weniger fit und sportlich als andere Vierbeiner. Auch die herunterhängender Ohren sind anfällig und nehmen jegliche Verschmutzungen auf. Daraus folgen oftmals Entzündungen im äußeren Gehörgang. Darüber hinaus treten auch rassentypische Krankheiten, wie die Progressive Retina-Atrophie (Augenkrankheit) und die familiäre Nephropathie (Nierenleiden) auf. Die Auswahl eines seriösen und erfahrenen Züchters ist daher unabdingbar für einen gesunden und munteren Hund.

Wie groß wird ein Amerikanischer Cocker Spaniel?

Der American Cocker Spaniel gehört zu den kleinen bis mittelgroßen Vierbeinern und erreicht eine Widerristhöhe von etwa 37 cm.

Pflege des Amerikanischen Cocker Spaniel

Wie sich Hundeliebhaber sicher denken können, ist die Fellpflege eines American Cocker recht aufwändig. Ein tägliches Bürsten des langen Fells ist unüberwindbar, um keine Knoten herbeizuführen. Darüber hinaus sollte der Hund auch alle paar Monate zum Hundefrisör gebracht werden, um das Fell professionell trimmen zu lassen.

Auch die Ohren sollten regelmäßig überprüft und entsprechend gepflegt werden. Zu einem regelmäßigem Pflegeritual gehört zudem die Kontrolle der Zähne und Krallen. Bei Fragen können sich Herrchen und Frauchen an einen Tierarzt des Vertrauens oder den Züchter wenden.

Amerikanischer Cocker Spaniel – Aktivitäten und Training

Zum täglichen Ritual gehört sicher der lange Spaziergang an der frische Luft. Zu einem gelungenen Spaziergang gehört auch der Sprung ins kühle Nass. Aber Vorsicht, auch hier ist das Fell hinderlich und lässt den Hund schnell auskühlen. Generell neiden die Tiere schnell zur Unterkühlung. Auch zu starke Sonne sollte gemieden werden. Ein Besuch in einer Hundeschule bringt hingegen eine erfrischende Abwechslung im gemeinsamen Training und fördert zeitgleich eine frühe Sozialisierung des Spaniels. Der Umgang mit anderen Vierbeinern fördert sowohl die geistige als auch die körperliche Auslastung.

Amerikanischer Cocker Spaniel im Auslauf

Der Amerikanische Cocker Spaniel liebt lange und ausgiebige Spaziergänge.

Für Hundesport kommt diese Rasse ebenfalls in Betracht. So eignet sich ein Amerikanischer Cocker Spaniel beispielsweise gut für Obidience oder Dog Dancing.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Amerikanischen Cocker Spaniel

Die gute Laune dieses Hundes ist ansteckend und hat daher auch so manchen Hollywood-Schauspieler, wie zum Beispiel George Clooney oder auch die Herzogin Kate Middleton in seinen Bann gezogen. All diese Berühmtheiten halten sich bereits seit vielen Jahren eine solche Hunderasse und sind nach wie vor absolut begeistert. Der wohl berühmteste Disney-Hund dieser Rasse ist Susi von dem gleichnamigen Film Susi und Strolch. Susi ist ebenfalls ein Amerikanischer Cocker Spaniel.

Welche Krankheiten hat ein Amerikanischer Cocker Spaniel?

Am häufigsten sind tatsächlich die Entzündungen des äußeren Gehörgangs zu erkennen, was sich auf die stark ausgeprägten hängenden Ohren auswirkt. Leider unterlagen die Hunde einer Schönheitszucht und sind oftmals stark in ihrer Bewegung und ihrer Agilität eingeschränkt. Erblich bedinge Krankheiten treten bei den Amerikanischen Cocker Spaniel in Form von Progressiver Retina-Atrophie (Augenkrankheit) und familiärer Nephropathie (Nierenleiden) am häufigsten auf.

Nachteile des Amerikanischen Cocker Spaniel

Nachteilig könnte sich eine Haltung dieser Rasse darstellen aufgrund der vielen Energie sowie des häufigen Bellens. Aufgrund seiner starken Behaarung neigen die Tiere natürlich auch zum Haaren, was manch einen Besitzer zum Verzweifeln bringen könnte. Außerdem ist die aufwendige Pflege durch das lange Haarkleid deutlich kost- und zeitintensiver als bei anderen Hunderassen. Der natürliche Jagdtrieb und die große Liebe zum Wasser bringen außerdem so manche Probleme beim gemeinsamen Spazierengehen.

Passt der Amerikanische Cocker Spaniel zu mir?

Der American Cocker Spaniel wird heutzutage hauptsächlich als ein Familienhund gehalten und genießt es, auf der Couch zu kuscheln. Ein Leben mit einer großen Familie wünscht er sich sehr und kann dabei wunderbar mit kleineren Kindern sowie älteren Menschen umgehen.

Dabei sollten alle Familienmitglieder in den möglichen Kauf eingebunden werden und wissen, dass ein solcher Hund kein Spielzeug darstellt, sondern einen eigenen Kopf besitzt. Der Hund liebt spannende Aufgaben und hat sich darüber hinaus als begabter Therapiehund herausgestellt. Sportliche Menschen können das Tier prima in ihre täglichen Routinen einbinden, müssen aber stets auf lange Fell achten.