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Hütehunde von A bis Z

von Jan Veeningen
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Das zeichnet Hütehunde aus

Hütehunde sind waschechte Arbeitstiere. Sie gelten als besonders intelligent und äußerst wachsam. Die meisten Hunde in dieser Liste sind der FCI-Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde) und Sektion 1 (Schäferhunde) zugeordnet. Die Treibhunde bilden die Sektion 2. Diese beiden Unterarten unterscheiden sich allerdings nicht nur innerhalb der FCI, sondern auch durch ihre anwendungsspezifischen Eigenschaften. Ein Hütehund arbeitet beispielsweise ohne Bellen, wohingegen ein Treibhund bei der Arbeit schon von weitem zu hören ist.

Traditionell wurden Hütehunde als Nutztiere für einen bestimmten Zweck gezüchtet. Dabei ist es wichtig, dass sie schnell lernen können und über eine gewisse Agilität verfügen. Ihre Aufgabe besteht schließlich darin, die Herde zusammenzuhalten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass einzelne Ausreißer hungrigen Fressfeinden zum Opfer fallen.

Will man einen solchen Hund zu Hause halten, muss man bedenken, dass man ein anspruchsvolles Mitglied in die Familie aufnimmt. Wer einen reinen Wohnungshund sucht ist hier an der falschen Adresse. Ein Hütehund hat von Natur aus einen starken Willen zu arbeiten und benötigt entsprechend viel Beschäftigung. Daher sind diese Hunde besonders für Hundesport Liebhaber geeignet.

Welche Eigenschaften braucht ein Hütehund?

Hütehunde sollten sehr lebendig, agil und intelligent sein. Ein ausgezeichneter Gehorsam sowie der starke Wille zum Arbeiten sind maßgeblich für diese Kategorie Hund.

Die verschiedenen Arten der Hütehunde

Schaut man sich die Hütehunde einmal genauer an, können diese weiter unterteilt werden in Hütehunde, Hirtenhunde und Herdenschutzhunde. Wie sich diese drei Arten im Laufe der Zeit entwickelt haben ist allerdings nicht ganz klar. Die besonderen Fähigkeiten dieser Hunde wurden bereits vor langer Zeit erkannt. Bis heute finden sie ihren Einsatz beim Beschützen und Hüten in der Viehzucht.

Reine Hütehunde behüten zwar ihre Herde, allerdings nicht im Sinne des direkten Beschützens. Der Hund hat die Aufgabe die Tiere zusammenzuhalten, welche sich sonst unkontrolliert ausbreiten würden. Einzelne Tiere werden so indirekt vor Fressfeinden, Unfällen oder dem Ausreißen beschützt. Die Hunde ordnen sich dem Menschen leicht unter, können aber auch selbstständig arbeiten. Ihre besondere Pflicht besteht darin, zuverlässig den Kommandos des Hundeführers zu gehorchen.

Herdenschutzhunde sind hingegen aktive Beschützer. Sie sind meist etwas größer und stämmiger als Hüte- oder Hirtenhunde. Das ist auch notwendig, denn ihre Aufgabe besteht darin die Herde vor potentiellen Feinden, bspw. Wölfen, zu schützen. Ihr prägnanter Schutzinstinkt macht es ihnen möglich eigenständig zu arbeiten, da sie in der Regel ohne direkte Befehle ihres Hundeführers tätig sind.

Der Hirtenhund (früher auch Schäferhund) ist der Allrounder. Er ist quasi eine Mischung aus Hütehund und Herdenschutzhund, der sowohl die Tiere beieinander hält als auch die Herde und seinen Hirten beschützt.

Hütehunde: Schwedischer Lapphund von hinten auf einer Wiese

Hütehunde gelten als besonders intelligent und äußerst wachsam.

Was ist die Aufgabe von Hütehunden?

Je nach Art des Hütehundes variieren die Aufgaben. Ein richtiger Hütehund hält die Herde beisammen, sodass kein Tier ausreißt. Ein Herdenschutzhund beschützt hingegen die Herde aktiv vor Angreifern. Der Hirtenhund verbindet diese beide Aufgaben.

Eigenschaften von Hütehunden

Alle drei Arten von Hütehunden zeichnen sich durch ihren Gehorsam, feinen Instinkt, Selbstständigkeit und körperliche Fähigkeiten aus. Bei den Herdenschutzhunden ist besonders das Territorial- und Schutzverhalten zu erkennen. Bei einem Hütehund kann man sich auf Qualitäten im Treiben verlassen.

  • Größe: Widerristhöhe 34 bis 91 cm
  • Gewicht: 3 bis 50 kg
  • Fell: Ein- bis mehrfarbig, Merle möglich, überwiegend Langhaar, ausgeprägte Unterwolle
  • Lebenserwartung: 10 bis 18 Jahre

Welche sind die besten Hütehunde?

Hütehunde sind für einen bestimmten Zweck gezüchtet worden: das Hüten. Je nach Einsatz und Umgebung gibt es verschiedene Rassen, die für die Arbeit besser oder schlechter geeignet sind. Die beliebtesten Hütehunde sind unter anderem der deutsche Schäferhund, Australian Shepherd und Border Collie.

Charakter: So ticken Hütehunde

Charakterlich sind Hütehunde durch eine hohe Lernbereitschaft geprägt und ordnen sich ihrem Hundeführer schnell unter. Das erleichtert die Ausbildung und das Training erheblich. Trotz ihrer natürlichen Begabung für das Hüten, muss man es den Hunden dennoch beibringen.

Das Hüten entstammt dem Jagdtrieb, wodurch der Hund seine “Beute” zusammentreiben will. Auch wenn selten ein Tier zu Schaden kommt, kann auch ein Hütehund beim Beschützen der Herde die Kontrolle verlieren. Gutes Training und ausreichende Auslastung sind daher unentbehrlich. Hunde mit einem ausgesprochen starken Jagdtrieb müssen allerdings beim Spazierengehen immer angeleint bleiben. Um die nötige körperliche und geistige Auslastung des Hütehundes zu erreichen, sind entsprechende Spiele zu empfehlen. Egal welche Hundesportart, ein Hütehund ist dafür genau richtig. Ob Mantrailing, Intelligenzspiele oder ausgiebige Spaziergänge, so hält man die lebhaften Vierbeiner bei Laune.

Wie kann man einen Hütehund beschäftigen?

Hütehunde benötigen viel Auslastung. Zum Beispiel kann man Duftspuren legen, Mantrailing, Intelligenzspiele, Agility-Training, Apportieren oder ausgiebig spazieren.

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