Australian Shepherd

Der Australian Shepherd gilt als eine immer beliebtere Hunderasse, was nicht nur an seinem einzigartigem Erscheinungsbild liegt, sondern auch an seiner hohen Intelligenz und seiner Ausgeglichenheit. Die aufgeweckte Hunderasse wird der FCI-Gruppe 1, der Gruppe der Hüte- und Treibhunde, sowie der Sektion 1, der Sektion der Schäferhunde, zugeordnet. Aus diesem Grund wird der Australian Shepherd spezifisch als Herdengebrauchshund verwendet und angesehen. Im Zuge des FCI-Reglements ist diese Rasse somit auf vielen internationalen Veranstaltungen als Herdenhund vertreten. Die mittelgroßen Hunde verzaubern ihr Umfeld besonders mit ihrem sonnigen Gemüt und ihrer aufgeweckten Art.

Australian Shepherd im Steckbrief

Steckbrief
Größe: Rüden: 51-58 cm, Hündinnen: 46-53 cm
Gewicht: Rüden: 25-32 kg, Hündinnen: 16-25 kg
FCI-Gruppe: 1: Hütehunde und Treibhunde
Sektion: 1: Schäferhunde
Herkunftsland: USA
Farben: Schwarz, Rot, Rot merle, Blau merle, Merle
Lebenserwartung: 12-15 Jahre
Geeignet als: Arbeits-, Hüte- und Wachhund
Sportarten: Agility
Charakter: aktiv, anhänglich, intelligent, gutmütig, fürsorglich
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential gering
Stärke des Haarens mittel
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: mittlerer Textur, gerade bis gewellt, wetterbeständig und von mittlerer Länge
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: ja

Herkunft und Rassegeschichte

Entgegen vieler Erwartungen stammt der Australian Shepherd nicht aus Australien, sondern aus Nordamerika. Die Geschichte der Hunderasse konnte bis zum heutigen Tag nicht zur Gänze rekonstruiert werden, doch es gibt Theorien über die Rassegeschichte der Hütehunde. Laut diverser Theorien soll der Australian Shepherd durch die Einwanderung baskischer Schäfer im 19. Jahrhundert nach Amerika gekommen sein. Die Schäfer wanderten zur Zeit des Goldrauschs um 1840 nach Amerika aus und verließen mit ihren Hütehunden ihr Zuhause Australien. Sie verwendeten ihre Hunde zum Treiben und Hüten ihrer Merinoschafherden, die in Nordamerika auch den Namen „Australian Sheep“ erhielten. So kam auch der Australian Shepherd zu seinem heute offiziell anerkannten Rassenamen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Aussie, wie der Australian Shepherd auch gerne genannt wird, auch bei Westernreitern und Farmern immer beliebter. Bald verbreitete sich die Rasse im gesamten Norden Amerikas und begleitete viele Rancher bei ihrer Arbeit. Die ausgeprägten Hüte- und Treibfähigkeiten der Rasse entwickelten sich so noch stärker weiter, was sich im Wesensbild des heutigen Aussies widerspiegelt.
1957 wurde der ASCA (Australian Shepherd Club of America) gegründet und das erste offizielle Register eröffnet. Neun Jahre später kam es zur Gründung der IASA (International Australian Shepherd Association) und 1980 schlossen sich beide Organisationen zusammen. Der bis heute gültige offizielle Rassestandard wurde 1977 durch die ASCA veröffentlicht. Neben diesem Standard wurde vom American Kennel Club (AKC) ein eigener Standard veröffentlicht, der 1993 in Kraft trat. Der Australian Shepherd wurde von der FCI relativ spät anerkannt, nämlich erst im Jahr 1996. Die FCI veröffentlichte ihren Standard im Juni 2009. Die späte Anerkennung der FCI ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass der Aussie erst seit den Siebzigern vermehrt in Europa vertreten ist. Seit 2001 führt auch der CASD, der Deutsche Club für Australian Shepherds, ein Zuchtbuch.

Woher stammt der Australian Shepherd ab?

Entgegen vieler Erwartungen stammt der Australian Shepherd nicht aus Australien, sondern aus Nordamerika.

Wesen & Charakter vom Australian Sheperd

Der Australian Shepherd strotzt nur so vor Lebensfreude und Intelligenz. Er ist dem Border Collie in seinem Wesen sehr ähnlich, jedoch besitzt er einen sehr ausgeprägten Schutz- und Wachtrieb. Der Aussie gilt als eine der agilsten Hunderassen überhaupt, weshalb er auf jeden Fall genug gefordert werden sollte. Er liebt lange Spaziergänge und Radtouren, doch selbst diese Art Auslastung reicht als einzige nicht aus. Der Australian Shepherd scheint einen Energiespeicher zu haben, der kaum erlischt.

Abgesehen von seiner Sportlichkeit ist der Aussie überaus familien- und kinderfreundlich. Er tritt sehr sozial und interessiert auf und hat Freude an jedem neuen Abenteuer. Gerne spielt er mit anderen Artgenossen und tritt jedem freundlich gegenüber. Trotz seiner Agilität ist der Australian Shepherd keineswegs aufgedreht oder aggressiv. Er besitzt ein sehr ausgeglichenes Gemüt und eine treue Seele. Obwohl die mittelgroßen Hunde sehr aufgeschlossen sind, brauchen sie in den meisten Fällen etwas Zeit, um sich Fremden anzunähern und aufzutauen. Einmal Vertrauen gefasst, zeigen sich die sensiblen Hunde von ihrer verspielten und lebensfrohen Seite. Seiner Bezugsperson weicht der Amerikaner nicht mehr von der Seite. Aussies gelten als sehr treu, gehorsam und herzensgut. Zwar benötigen sie in der Erziehung eine gewisse Konsequenz, doch aufgrund ihrer hohen Auffassungsgabe lernen sie schnell.

Charakteristisch für den Australian Shepherd ist sein ausgeprägter Hütetrieb, der nicht unterschätzt werden sollte. In seinem Verhalten spiegelt sich dieser wider, indem man ihn dabei ertappt nicht nur vorbeifahrende Radfahrer hüten zu wollen, sondern auch gerne Kinde, Jogger oder weidende Schafe und Kühe. Der ebenfalls sehr ausgeprägte Schutzinstinkt macht den Aussie zu einem ausgezeichneten Wachhund, der vor allem seine Familie beschützen möchte. Auch heute wird er sehr gerne von Farmern gehalten, um ihren Hof zu bewachen und um Herden zu treiben und zu beschützen. Trotzdem seines überdurchschnittlichen Schutzinstinktes und seiner ausgeprägten Wachsamkeit ist der Australian Shepherd keineswegs ein Kläffer.

Ist ein Australian Shepherd ein Familienhund?

Ja, der Australian Shepherd ist ein Familienhund, der viel Auslauf und Beschäftigung braucht.

Aussehen des Australian Sheperd

Die mittelgroßen Hunde besitzen einen sehr harmonischen Körperbau. Ihre Sportlichkeit und Agilität spiegeln sich in ihrem Körperbau wider. Der Körper des Aussies ist gut proportioniert und die Hunde können eine gute Knochenstärke verzeichnen. Rüden erreichen ein Stockmaß zwischen 51 und 58 cm, Hündinnen sind in etwa 46 bis 53 cm groß. Der Körper des Aussies wird dominiert von mehr Länge als Höhe und je nach Größe und Geschlecht bringen die Hunde ein Gewicht von 17 bis 27 kg auf die Waage.

Der Australian Shepherd besitzt dreieckige Kippohren, eine wohlgeformte, schlanke Schnauze und einen gut proportionierten Kopf. Das Haarkleid des Australian Shepherd ist mittellang, wellig bis glatt und in vielen Farben zu finden. Rassentypisch ist die dichte Unterwolle, die den Aussie vor Witterungsbedingungen schützen soll. Das Fell ist überall von mittlerer Länge außer am Kopf, den Ohren, unterhalb der Sprunggelenke und an den Vorderseiten der Vorderläufe. Dort ist das Haarkleid kürzer und glatt.
Farblich unterscheidet man vier Grundfarben:

  • black (Schwarz)
  • red (Rostrot)
  • blue-merle (Grau als Grundfarbe mit marmoriertem Schwarz)
  • red-merle (Hellrote oder Beige Grundfarbe mit marmoriertem Rot-Braun)

Diese Grundfarben treten entweder alleine auf oder in Kombination mit Abzeichen, die weiß und kupferfarben sein können. Insgesamt gibt es laut dem Standard 16 offiziell anerkannte Farbkombinationen, die sich im Zusammenspiel der Abzeichen und Grundfarben unterscheiden. Die bekanntesten Farbkombinationen sind red-merle und blue-merle jeweils mit Abzeichen in den Farben copper (Kupfer) und white (Weiß). Die Abzeichen treten hier entweder in einer der beiden Farben auf oder sowohl in kupfer als auch in weiß. Jedoch gibt es auch Aussies, die keine Abzeichen besitzen.

Australian Shepard
Ein Australian Sheperd kann je nach Geschlecht ein Stockmaß zwischen 46 und 58 cm und ein Gewicht zwischen 17 und 27 kg erreichen.

Auch bekannt sind die Farbkombinationen black-tri und red-tri, die wie der Name schon sagt drei Farben beinhalten. Dieselben gibt es auch als red-bi und black-bi, die jeweils zwei Farben aufweisen. Auch hier weisen viele Hunde Abzeichen in copper und white auf. Aussies in den Farben solid black (rein schwarz) und solid red (rein rot-braun) werden oft nicht auf den ersten Blick als Australian Shepherds erkannt, jedoch zählen diese beiden Farben ebenso zu den im Standard anerkannten Farbkombinationen.

Charakteristisch für den Australian Shepherd sind die überwiegend weißen Bereiche um Augen und Ohren, die den Hunden ihr „Gesicht“ verleihen. Diese Abzeichen sind im Standard erlaubt, jedoch kommt es durch weiße Stellen am Körper oder auf der Nase zur Disqualifikation. Manchmal besitzen Australian Shepherds eine zur Gänze unpigmentierte Nase, die als sogenannte „Dudley Nose“ bezeichnet wird.

Wie sieht ein Australian Shepherd aus?

Der Australian Shepherd ist ein mittelgroßer Hund. Rüden werden 51-58 cm groß, Hündinnen 46-53 cm.

Erziehung & Haltung des Australian Sheperd – Das gilt es zu beachten

Bei der Erziehung eines Australian Shepherds ist genügend Auslastung und Konsequenz erforderlich. Die mittelgroßen Hunde sind von sehr schlauer Natur und haben eine hohe Auffassungsgabe, wissen jedoch ganz genau, wie ihr Herrchen oder Frauchen um den Finger zu wickeln ist. Daher ist eine gewisse Konsequenz und Strenge bei der Erziehung eines Aussies Pflicht. Trotzdem sollte die Erziehung liebevoll erfolgen und dem Hund gewissermaßen Freude bereiten. Es ist sehr zu empfehlen, einen Kurs an der nächstgelegenen Hundeschule zu besuchen. Hundeschulen oder Hundetrainingscenter bieten außerdem die Gelegenheit, dass der Hund früh an Artgenossen gewöhnt wird.

Australian Sheperd im Sprung
Bei der Erziehung eines Australian Sheperds ist genügend Auslastung und Konsequenz erforderlich.

Der Australian Shepherd ist eine sehr intelligente Hunderasse, die sehr viel Bewegung und Beschäftigung benötigt. Wer sich einen Aussie halten möchte, sollte viel Zeit einplanen und von sportlicher Natur sein. Bei der Haltung eines Australian Shepherd muss darauf geachtet werden, dass der Hund ausreichend gefordert wird. Dies gilt für körperliche als auch für geistige Aktivitäten. Wandern, Joggen, Radfahren oder Inlineskaten, der Australian Shepherd ist überall mit dabei. Doch auch Hundesportarten, Obedience Training und Ähnliches bereiten der intelligenten Sportskanone Freude.

Ernährung des Australian Sheperds

Die Ernährung des Australian Shepherds ist gleich wie die jeder anderen Hunderasse, abhängig von seinem Alter, seinem Bewegungsgrad, dem Energiegehalt des verwendeten Futters, dem allgemeinen Gesundheitszustands und etwaigen Unverträglichkeiten. Es spielt ebenso eine Rolle, ob der Hund kastriert ist oder ob es sich um einen unkastrierten Hund handelt. Welpen benötigen Futter, das einen sehr hohen Energiegehalt besitzt, da sie sich im Wachstum befinden. Auch trächtige Hündinnen und unkastrierter Hunde benötigen Futter mit höherem Energiegehalt oder eine größere Menge an Futter.

Um den Australian Shepherd im Speziellen durch seine Ernährung optimal zu unterstützen, sollte auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung geachtet werden. Die Ernährung des Hundes ähnelt der des Menschen. Sparsamkeit mit den Hundekuchen ist wichtig, dafür sollten in den ein oder zwei Hauptmahlzeiten alle nötigen Nährstoffe enthalten sein. Der Australian Shepherds benötigt durch seine Sportlichkeit und sein hohes Maß an Agilität energiereichere Kost als andere Hunderassen. Zu empfehlen ist Futter, dass viel Protein enthält, dass die Muskulatur des Hundes ausreichend fördert. Ebenso der Stoffwechsel profitiert von einer mikro- und makronährstoffreichen Kost.

Dem Hund kann sowohl eine Mischung aus Trocken- und Nassfutter gefüttert werden als auch selbst gekochtes Essen. Außerdem ist der Australian Shepherd ein guter Kandidat um zu „barfen“. Barfen beschreibt eine Ernährungsform bei der der Hund hauptsächlich von rohem Fleisch ernährt wird, kombiniert mit einer Liste aus Obst und Gemüse sowie diverser hochwertiger Fette. Als Sportler zieht der Aussie aus dieser Ernährungsform seine Vorteile, da Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder vom hohen Proteingehalt und den frischen Zutaten profitieren.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Grundlegend hat der Australian Shepherd eine Lebenserwartung zwischen 12 und 14 Jahren. Um dieses Alter zu erreichen, sollte der Aussie frei von jeglichen Erbkrankheiten sein, ausgewogenen ernährt werden und sportlich sowie geistig genug gefordert werden.

Leider gibt es auch bei dieser Hunderasse, wie bei vielen anderen Rassehunden, Krankheiten, die genetisch weitergegeben werden. Aussies leiden sehr oft an dem sogenannten MDR1-Defekt, der eine Überempfindlichkeit gegenüber diverser Arzneistoffe verursacht. Dieser Defekt trifft rund 40% der Hunde. Aussies gelten als jene Rassehunde, die durch die gezielte und vermehrte Züchtung schwere genetische Krankheiten aufweisen.
Krankheiten, wie Epilepsie, Autoimmunkrankheiten, Allergien, Schilddrüsen- und Herzproblemen sowie Hüftgelenks– und Ellenbogendysplasie, sind bei dieser Rasse nicht unüblich. Im Laufe der Jahre treten immer mehr Krankheitsbilder auf, die genetisch durch die Erbanlage weitergegeben werden und durch die Züchtung forciert werden.

Bei Australian Shepherds, die aus einer merle x merle – Verpaarung stammen, kommt es häufig zu schweren Defekten des Seh- und Hörapparats. Viele Hunde leiden von Geburt an oder in späteren Lebensjahren an Blind- oder Taubheit. In Deutschland sind daher Züchtungen dieser Verpaarungen verboten und werden als Qualzucht eingestuft.

Wie alt werden Australian Sheperds?

Der Australian Shepherd hat eine Lebenserwartung zwischen 12 und 14 Jahren.

Pflege des Australian Sheperds

Australian Sheperd Welpe
Ein Australian Shepherd sollte regelmäßig gebürstet und getrimmt werden.

Aussies sind grundlegend sehr pflegeleichte Hunde. Durch ihre wärmende Unterwolle und ihre mittlere Felllänge sollte der Australian Shepherd regelmäßig gebürstet und getrimmt werden. Es ist zu empfehlen, einen Hundefrisör aufzusuchen, wenn keine Vorerfahrung vorliegt. Dieser kann die Unterwolle professionell ausdünnen, ohne das Deckhaar zu schädigen. Von Zeit zu Zeit ist es sinnvoll, den Aussie zu baden, jedoch ist dies kein Muss.

Abgesehen von der Pflege des Fells sollte besonderes Augenmerk auf die physische Gesundheit gelegt werden. Da der Australian Shepherd anfällig für eine Reihe von Erbkrankheiten ist, sind regelmäßige Check-Ups beim Tierarzt Pflicht. Schon als Welpe im Zuge diverser Impfungen sollte der Hund dem Tierarzt ausgiebig vorgestellt und untersucht werden, um späteren Komplikationen entgegenzuwirken.

Australian Sheperd – Aktivitäten und Training

Im Allgemeinen verfügt der Aussie über eine hohe Lernmotivation und lernt neue Tricks und Kommandos sehr schnell. Die grundlegende Erziehung sollte bereits im Welpenalter erfolgen und stellt für den Australian Shepherd kein Problem dar. Diese Hunderasse bringt weder einen sturen Kopf, noch übermäßig viel Eigenwillen mit ins Training. Aussies sind sehr motiviert ihrem Besitzer zu gehorchen und finden Freude daran, ihrem Herrchen oder Frauchen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Da der Australian Shepherd zu den Sportlern unter den Hunderassen zählt, ist er begeistert bei allen Outdoor-Aktivitäten und Hundsportarten dabei. Egal, ob Radfahren, Inlineskaten, Skateboardfahren, als Begleitung bei Ausritten, beim Wandern oder als Begleitung auf Skitouren, der Aussie findet große Freude an Bewegung. Auch im Hundesport ist dieses Hunderasse häufig vertreten. Das liegt mit Sicherheit an der überdurchschnittlichen Fitness des Aussies, doch bestimmt auch an seiner hohen Auffassungsgabe und seiner Intelligenz. Wer sich einen Hund wünscht, mit dem er diverse Begleithundeprüfungen ablegen möchte oder an Agility-Turnieren teilnehmen möchte, der findet im Australian Shepherd den perfekten Sport-Partner.

Außerdem eignet sich der Aussie noch für Obedience, Flyball, Breitensport und viele weitere Hundesportarten. Wer sich einen Australian Shepherd hält, sollte dem Hund ein breites Beschäftigungsangebot mit genügend Action bieten. Aussies eigenen sich außerdem gut zum Rettungs-, Therapie- oder Begleithund.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Australian Sheperd

Im Gegensatz zu vielen anderen Hunderassen besitzt der Aussie so manche Besonderheiten. Er weist eine angeborene Stummelrute auf, was in der Fachsprache als „Natural Bobtail“ (kurz NBT) bezeichnet wird. Dies ist jedoch nicht bei allen Hunden der Fall. Bei manchen Hunden wird die Rute auch nachträglich kupiert, jedoch nur in Ländern in denen diese „Schönheits-OP“ nicht verboten ist. In Deutschland ist das Kupieren von Rute und Ohrmuscheln laut §6 des Tierschutzgesetzes verboten.
Eine weitere Besonderheit des Australian Shepherds sind seine Augenfarben. Von Hellblau über Braun bis hin zu Amber können die Augen jede Farbe und Farbkombination annehmen. In manchen Fällen besitzen der Amerikaner sogar zwei verschiedenfarbige Augen.

Wie viel kostet ein Australian Shepherd?

Australian Shepherds kosten in der Anschaffung meist zwischen 1.300 und 2.400 Euro.

Nachteile des Australian Sheperds

Wer sich einen Australian Shepherd ins Haus holt, muss damit rechnen, dass hohe Tierarzt-Rechnungen keine Seltenheit sind. Durch das Leiden an einer Vielzahl möglicher Erbkrankheiten ist bei der Haltung eines Aussies, im Gegensatz zu anderen Rassehunden, ein Tierarztbesuch Standard. Natürlich muss dieses nicht auf jeden Australian Shepherd zutreffen, doch die Haltung dieser Rasse birgt ein gewisses Risiko auf Umkosten.

Es ist wirklich dringend zu empfehlen, sich genau zu überlegen, ob genug Zeit, Platz und Geld vorhanden ist, um einen Australian Shepherd zu halten. Nicht selten landen die liebenswürdigen und hübschen Hunde im Tierheim, weil der Vorbesitzer überlastet und überfordert war.

Ein weitere Nachteil bei der Haltung eines Australian Shepherds ist der Hütetrieb der Hunde. Wer den Hund nicht genug auslastet oder ihn nicht früh genug erzieht, der muss möglicherweise damit rechnen, dass jeder Jogger, Radfahrer und jedes Schaf ein mögliches Ziel für den Treibhund ist. Der ausgeprägte Wach- und Treibinstinkt der Aussies sollte nicht unterschätzt werden und möglichst im Training spielerisch gefordert werden.

Australian Sheperd Auslauf
Wer sich einen Australian Sheperd zulegt, sollte genügend Bereitschaft zur Beschäftigung und für lange Spaziergänge finden.

Passt der Australian Sheperd zu mir?

Der Australian Shepherd ist eine Hunderasse, die in jedem Fall einen bewegungsfreudigen und agilen Besitzer benötigt. Wer zu den Sportmuffeln zählt und keinen Spaß an langen Spaziergängen findet, der sollte sich besser keinen Australian Shepherd ins Haus holen. Außerdem sollte genügend Bereitschaft zur Beschäftigung des Hundes vorhanden sein. Im Gegensatz zu anderen Rassehunden will der Aussie geistig, wie auch körperlich gefordert und bespannt werden. Egal ob Intelligenzspiele für Hunde, Aglity oder anderer Hundesport, der Aussie findet Freude an allem, wo sein Kopf und sein Körper Auslastung finden. Auch höhere Tierarztkosten und den ein oder anderen Besuch beim Hundefrisör sollten kein Problem darstellen.

Kolja von edogs

Kolja von edogs

Kolja gehört zu dem Team von edogs und ist unter anderem für alle technischen Belange rund um den Hundemarkt verantwortlich.

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