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Norwegischer Buhund

von Marcel Hammerich
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Ein Norwegischer Buhund gehört in die Gruppe 5 der FCI der Spitze und Hunde vom Urtyp. Er wird mit der Standardnummer 237 in der Sektion 3 der nordischen Wach- und Hütehunde als Herdengebrauchshund geführt. Herdengebrauchshunde wie ein Norwegischer Buhund sind Haushunde, die auch für die Arbeit mit Viehherden verwendet werden. Diese Hunde schützen das Vieh vor Angreifern, halten die Herde zusammen und treiben sie auf die unterschiedlichen Weidegründe. Zu den Herdengebrauchshunden gehören die Herdenschutzhunde, die Hütehunde und die Treibhunde. Manchmal werden sie auch Hirtenhunde genannt.

Norwegischer Buhund im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 41-47 cm
Gewicht: 12-18 kg
FCI-Gruppe: 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion: 3: Nordische Wach- und Hütehunde
Herkunftsland: Norwegen
Farben: Rot-Wheaten, Wheaten, Schwarz
Lebenserwartung: 13-15 Jahre
Geeignet als: Wach-, Familien-, Arbeits- und Hütehund
Sportarten: Agility, Obedience
Charakter: Freundlich, Lebenslustig, Energiegeladen, Mutig, Agil
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: mittel
Pflegeaufwand: eher hoch
Fellstruktur: dick, reichlich, hart und glatt anliegend
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial: mittel

Herkunft und Rassegeschichte

Norwegischer Buhund im Wald

Der Buhund wurde als vielfältiger Gebrauchshund eingesetzt.

Das norwegische Wort „bu“ in Norwegische Buhund bedeutet so viel wie „Hütte“ oder „Bauernhof“. Der Buhund wurde erstmalig im 17. Jahrhundert erwähnt. Die Überreste dieses Hundes wurden aber bereits in einem Wikingergrab gefunden, das vermutlich aus dem Jahr 900 n. Chr. stammt. Die Vorfahren des Buhundes waren eher weniger spezialisierte Hunde und wurden von den Bauern zum Hüten von Vieh, zur Bewachung des Hauses und zur Jagd verwendet. Bei einer landwirtschaftlichen Ausstellung im Jahr 1913 wurde der Buhund zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Die Rasse wurde im Jahr 1943 von der FCI anerkannt.

Früher war diese Rasse aus Norwegen ein typischer Gebrauchshund, mittlerweile ist der Buhund aber eher zu einem Familienhund geworden. Grundsätzlich ist der Norwegische Buhund heute auf der ganzen Welt vertreten. In vielen Ländern ist er allerdings eher selten anzutreffen. Am weitesten verbreitet ist die Rasse neben ihrer Heimat Norwegen in Australien und in den USA.

Wesen & Charakter vom Norwegischen Buhund

Der Buhund verbringt sehr gerne Zeit mit seiner Familie, da er ein klassisches Rudeltier ist. Mit Kindern kommt er sehr gut aus. Das gleiche gilt für seine Artgenossen und alle Arten von anderen Tieren. Gegenüber anderen Hunden kann er sich anfangs skeptisch benehmen, gewöhnt sich aber in der Regel nach einiger Zeit gut an sie.

Der Norwegische Buhund bewegt sich gerne und freut sich über Ausflüge, Spiele und lange Spaziergänge. Dabei benimmt er sich ausgelassen und fröhlich. Er ist intelligent und mutig und wird sich in Bezug auf neue Aktivität neugierig zeigen. Der Buhund ist sehr wachsam, aber nicht aggressiv, daher kündigt er Eindringlinge durch lautes Bellen an. Fremden gegenüber benimmt er sich zwar skeptisch, wird aber schnell freundlich, wenn er merkt, dass sie keine Gefahr darstellen. Dieser Hund ist sehr kooperativ und einfach zu erziehen, daher können auch Anfänger mit ihm glücklich werden.

Ist der Norwegische Buhund ein Familienhund?

Der Norwegische Buhund ist ein sehr guter Familienhund. Er benötigt zwar einiges an Auslauf und Beschäftigung, liebt es jedoch Zeit mit seiner Familie zu verbringen und ist mit Kindern, Artgenossen und anderen Tieren gut verträglich.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Norwegischen Buhundes

Norwegischer Buhund Kopf

Größe und Gewicht bei Rüden und Hündinnen sind ähnlich.

Der Norwegische Buhund kann eine Größe von bis zu 46 Zentimetern erreichen und ein Gewicht von 18 Kilo. Folglich gehört er zu den mittelgroßen Hunderassen. Größe und Gewicht sind bei Rüden und Hündinnen ähnlich. Der Hund erinnert in seiner Erscheinung ein wenig an den Spitz. Sein Fell ist dick und lang, eher hart und glatt anliegend. Es besitzt eine dichte Unterwolle, die den Hund bei niedrigen Temperaturen wärmt. In den meisten Fällen ist es Weizenfarben oder Schwarz. Es kann aber auch Rot oder Braun sein. In den meisten Fällen trägt der Norwegische Buhund nur eine Fellfarbe, manchmal kann das Fell aber auch mehrfarbig sein.

Die mittelgroßen Ohren des Hundes stehen aufrecht und sind nach vorne ausgerichtet. Die hoch angesetzte Rute dieses Hunde ist eingerollt und wird nach oben über dem Rücken getragen. Der Körperbau dieses Hunde kann als quadratisch bezeichnet werden. Der Brustkorb und der Hals sind sehr kräftig, die Taille ist schmal. Die Augen des Norwegers sind braun oder schwarz.

Wie groß wird der Norwegische Buhund?

Ein Norwegischer Buhund wird bis zu 46 Zentimeter groß. Es handelt sich also um einen Hund mittlerer Größe.

Erziehung & Haltung des Norwegischen Buhundes – Das gilt es zu beachten

Der Norwegische Buhund sollte nicht zu viel Zeit alleine zu Hause verbringen müssen. Deshalb sollten seine Besitzer nicht ganztägig berufstätig sein. Er braucht viel Bewegung und Beschäftigung und möchte Zeit mit seinen Menschen verbringen. Besser geeignet ist für die Rasse ein Haus mit Garten auf dem Land, allerdings kann dieser mittelgroße Hund auch in einer Stadtwohnung leben, wenn er oft genug Gassi gehen darf.

Die Erziehung des Norwegischen Buhundes ist relativ einfach, deswegen eignet sich die Rasse auch für Anfänger. Der Hund besitzt einen ausgeprägten Wachtrieb, der bei der Erziehung berücksichtigt werden muss. Es kann durchaus sein, dass dieser Hund viel und oft bellt, was für die Nachbarn störend sein könnte. Mit Kindern, Artgenossen und anderen Tieren kann der Norwegische Buhund nach ausreichender Sozialisierung gut zusammenleben. Er ist ein guter und recht unkomplizierter Familienhund.

Ernährung des Norwegischen Buhundes

Da der Norwegische Buhund ein sehr aktiver Genosse ist, braucht er ein energiereiches Futter. Das Futter sollte einen hohen Fleischanteil besitzen und wenig Getreide beinhalten, egal ob es sich um Trocken- oder Nassfutter handelt. Die Futterhersteller geben auf der Verpackung Richtwerte für die Menge des Futters an. Sie dienen zur Orientierung, die Menge sollte aber trotzdem auf den individuellen Hund abgestimmt werden. Wer den Hund mit Trockenfutter ernähren möchte, sollte darauf achten, dass es möglichst natürlich ist und keine Zusatzstoffe enthält.

Die alleinige Gabe von Nassfutter ist nicht empfehlenswert, da es für die Zähne des Hundes zu weich ist. Zahnstein kann die Folge sein. Allerdings ist Nassfutter gut bekömmlich und schmeckt den meisten Hunden am besten, daher kann es durchaus unters Trockenfutter gemischt werden. Zur Zahnpflege ist es wichtig, dass der Norwegische Buhund regelmäßig Kauknochen erhält.

Der Norwegische Buhund kann auch mit Rohfütterung oder Selbstgekochtem ernährt werden. In diesen beiden Fällen muss aber sehr genau auf die Zusammensetzung des Futters geachtet werden, damit der Hund ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Im Grunde ist es unnötig das Futter für den Hund zu kochen, denn Hunde fressen in der Natur rohe Nahrung. Allerdings spricht auch nichts gegen gekochtes Futter, wenn es nicht gewürzt wird.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Der Norwegische Buhund ist eine sehr gesunde und robuste Hunderasse mit einer hohen Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Erbkrankheiten sind bei diesen Hunden nicht bekannt, doch manche Vertreter der Rasse können unter Hüftdysplasien leiden. Dieser Erkrankung kann vorgebeugt werden, indem der Hund im Wachstum weniger Eiweiß bekommt. Ein hoher Eiweißanteil im Futter führt bei jungen Hunden zu einem schnellen Wachstum, was sich negativ auf die gesunde Entwicklung der Gelenke auswirken kann. In manchen Fällen leidet das Nordlicht auch unter Problemen mit den Augen. Es ist wichtig, Welpen nur bei seriösen Züchtern zu kaufen, die auf die 100%ige Gesundheit der Elterntiere achten und diese auch nachweisen können.

Der Norwegische Buhund neigt aufgrund seiner großen Aktivität eher nicht zu Übergewicht. Wird der Hund trotzdem zu dick, könnte das ein Hinweis auf zu wenig Bewegung sein.

Hitze verträgt der nordische Hund weniger gut, daher sollte an heißen Tagen vor allem mittags auf sportliche Aktivitäten mit ihm verzichtet werden. Diese Hund sind aufgrund ihrer Herkunft eher auf ein kühles Klima ausgelegt, daher wird dieser Hund im Winter nicht frieren.

Wie alt wird der Norwegische Buhund?

Ein Norwegischer Buhund hat eine hohe Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren.

Pflege des Norwegischen Buhundes

Die Pflege der Hunderasse ist etwas aufwendiger. Die Vertreter dieser Rasse verlieren leider recht viele Haare. Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, die Verschmutzung der Wohnung möglichst gering zu halten. Vor allem wenn der Hund sein Fell wechselt, kann er sehr viele Haare verlieren. Der Norwegische Buhund muss nicht unbedingt gebadet werden, denn getrockneter Schmutz kann ganz leicht aus seinem Fell gekämmt werden.

Wie bei allen Hunden sollten auch beim Norwegischen Buhund die Ohren, Krallen und die Augen regelmäßig kontrolliert werden. Wenn sich in den Ohren des Hundes Schmutz sammelt, kann es zu Entzündungen kommen. Das gleiche gilt für die Augen. Überlange Krallen sollten bei Bedarf geschnitten werden, damit der Hund sich nicht daran verletzt.

Norwegischer Buhund – Aktivitäten und Training

Norwegischer Buhund im Auslauf

Der norwegische Buhund ist für viele Hundesportarten zu motivieren.

Der Norwegische Buhund ist ein aktiver, kluger und wendiger Hund. Daher eignet er sich ideal für alle Arten von Hundesport. Der Hund kann ein angenehmer Begleiter beim Joggen oder Radfahren sein. Genauso freut er sich aber, wenn er Apportieren darf und seinen Kopf beim Agility oder DogDancing benutzen darf. Diese Hunde lernen sehr gerne Tricks und können auch mit Obedience gut beschäftigt werden. Mit dem Norwegischen Buhund stehen also alle Türen im Hundesport offen. Die einzige Frage ist, was Hund und Halter am meisten Spaß macht.

Welcher Hundesport ist für den Norwegischen Buhund geeignet?

Der Norwegische Buhund ist ein wahres Allround-Talent im Hundesport. Er eignet sich für alle Arten der hundesportlichen Betätigung.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Norwegischen Buhundes

Wer einen Welpen des Nordischen Buhundes kaufen möchte, wird feststellen, dass es in Deutschland keine Züchter der Hunderasse gibt. Das bedeutet, dass Menschen, die sich einen Hund dieser Rasse wünsche, eventuell eine Reise nach Norwegen auf sich nehmen müssen. Dem entsprechend ist auch der Preis für einen Welpen nicht bekannt.

Auch erwachsene Hunde dieser Rasse sind nur sehr schwer zu finden. Es kann helfen, sich an einen Verein für nordische Hunde zu wenden. Es gibt einige nordische Rassen, die dem Buhund recht ähnlich sehen, wie zum Beispiel der Islandhund oder der Lapphund, die alternativ für eine Adoption in Frage kommen könnten.

Nachteile des Norwegischen Buhundes

Ein Norwegischer Buhund hat außer seinem großen Haarverlust keine Nachteile. Er ist zwar recht aktiv und muss bei sportlichen Besitzern leben, kann aber gut mit Hundesport ausgelastet werden. Die Erziehung ist recht einfach und der Hund zeigt ein gutes Sozialverhalten. Alle diese Dinge qualifizieren ihn als idealen Familienhund.

Passt der Norwegischer Buhund zu mir?

Norwegischer Buhund von der Seite

Der Norwegische Buhund ist recht einfach zu erziehen, er braucht viel Auslastung und Bewegung.

Ein Norwegischer Buhund braucht einen sportlichen und aktiven Besitzer, der viel mit ihm unternimmt und bei Wind und Wetter mit ihm nach draußen geht. Dieser Hund eignet sich ideal für alle Arten von Hundesport, daher ist er recht leicht auszulasten.

Wer sich für die Anschaffung eines Norwegischen Buhundes entscheidet, sollte viel Zeit für den Vierbeiner mitbringen, denn dieser Hund wird nicht gerne alleine gelassen und möchte seine Zeit mit dem Menschen verbringen. Bei guter Sozialisierung eignet sich der Buhund für eine Mehrhundehaltung und kann auch mit Katzen zusammenleben. Mit Kindern zeigt er sich freundlich und verspielt und ist deshalb ein sehr guter Familienhund. Da der Buhund recht einfach zu erziehen ist, können sportliche Anfänger, die bereit sind, sich mit ihrem Hund zu beschäftigen, durchaus glücklich mit ihm werden. Für Senioren kann sich dieser Hund eignen, wenn sie sehr aktiv und dazu bereit sind, viel Zeit mit ihrem Hund zu verbringen.

Normalerweise sollte ein Norwegischer Buhund auf dem Land in einem Haus mit Garten leben, das er auch bewachen darf, denn er ist ein guter Wachhund. Wenn er entsprechend bewegt, beschäftigt und ausgelastet wird, kann er allerdings auch in einer Stadtwohnung glücklich werden. Schwierig könnte bei einem Leben in der Stadt werden, dass dieser Hund gerne und viel bellt und dass sich die Nachbarn dadurch belästigt fühlen könnten. Da der Norwegische Buhund viele Haare verliert, sollten seine Besitzer nicht empfindlich sein, was die Sauberkeit in der Wohnung betrifft. Ebenso sollte abgeklärt werden, dass bei keinem Familienmitglied eine Tierhaarallergie vorliegt.