Home Pumi

Pumi

von Marcel Hammerich
0 Kommentar

Der Pumi ist eine anerkannte Hunderasse, welche durch die FCI in der Gruppe 1, der Hütehunde und Treibhunde ohne Schweizer Sennenhunde, eingeordnet werden. Dort wird der Pumi in der Sektion 1, der Schäferhunde ohne Arbeitsprüfung, eingeordnet.

Pumi im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 35-44 cm
Gewicht: 8-15 kg
FCI-Gruppe: 1: Hütehunde und Treibhunde
Sektion: 1: Schäferhunde
Herkunftsland: Ungarn
Farben: Grau, Grizzle, Rost, Schwarz, Sand, Silber, Weiß, Rötlichbraun
Lebenserwartung: 12-13 Jahre
Geeignet als: Begleit-, Schutz-, Familien- und Arbeitshund
Sportarten:
Charakter: Fürsorglich, Aktiv, Intelligent, Vokal, Lebendig
Auslaufbedürfnisse: eher hoch
Sabber-Potential:
Stärke des Haarens:
Pflegeaufwand: eher gering
Fellstruktur: wellig, lockig, elastisch, struppig, dicht
Kinderfreundlich: eher nein
Familienhund: eher ja
Sozial:

Herkunft und Rassegeschichte

Pumi in der Natur

Ein fröhlicher Pumi in der Natur.

Die Pumis kommen ursprünglich aus den Weiten der Puszta. Hier arbeitete er über Jahrhunderte als ausgesprochen kluge und rechte Hand der Schafhirten. Der Pumi ist mit dem Puli und dem Mudi eng verwandt. Vor 100 Jahren waren die beiden Rassen noch kaum zu unterscheiden, wurden aber durch die Rassehundezucht in zwei unterschiedliche Rassen gezüchtet. Die richtige Trennung erfolgte erst im Jahr 1960.

Vom Puli unterscheidet sich der Pumi besonders durch die Form der Ohren und den Verzicht auf den extremen Fellwuchs. Bereits die bekannte Gräfin von Hagen veranschaulichte in ihrem Buch namens „Die Hunderassen“ vom Jahr 1933 Fotos entsprechender Hunde, die über zottiges Haar verfügten, jedoch freie Augen zeigten. Das hat sich beim Puli heutzutage geändert. Über das genaue Leben dieser Vierbeiner in der Puszta berichtet ebenfalls die Gräfin von Hagen. Sie beschreibt intelligente und flinke Hunde, die neben der eigentlichen Schäferarbeit auch noch hervorragende Wachhunde seien.

In einer umfassenden Gen-Analyse im Jahr 2017 befanden sich sowohl der Puli als auch der Pumi genetisch zwischen der Gruppe der Schnauzer und Pudel.

Wesen & Charakter vom Pumi

Der Pumi ist im Kern noch ein typischer Schäferhund. Er wird jedoch schon lange ausschließlich als reiner Begleithund gezüchtet. Er findet sich auch gut zurecht in seiner heutigen Rolle als Familienhund. Der Rassehund aus Ungarn bewacht und behütet seine Familie und deren Wohnung. Er ist sehr clever, besonders gelehrig sowie agil, verfügt über ein rastloses Temperament und ist äußerst kühn. Gegenüber fremden Personen gibt er sich etwas misstrauisch. Infolge seines äußerst vernünftigen Verhaltens und seiner ausgeprägten Lebhaftigkeit lenkt er immer und überall die volle Aufmerksamkeit auf seine eigene Person.

Allerdings kann der Pumi auch zum Kläffen neigen. Der Pumi gilt allgemein als ziemlich laut. Bereits seine ganze Erscheinung strahlt einen erhöhten Tatendrang aus. Aufgrund seiner Ruhelosigkeit und Betriebsamkeit sind meist alle Körperteile in Bewegung. Aufgrund seines Wesens eignet sich der Vierbeiner durchaus als Anfängerhund, jedoch sollte sie mit dem Hund aus Ungarn eine Hundeschule aufsuchen.

Was ist ein Pumi?

Ein Pumi ist eine durch die FCI anerkannte Hunderasse, welche durch die FCI in der Gruppe 1, der Hütehunde und Treibhunde ohne Schweizer Sennenhunde, eingeordnet werden. Dort werden die Vierbeiner in der Sektion 1, der Schäferhunde ohne Arbeitsprüfung, eingeordnet.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Pumi

Wie bereits erwähnt ist der Pumi ein ehemaliger Schäferhund aus Ungarn. Aufgrund seiner eher kleinen Widerristhöhe zählt er als kleiner bis mittelgroßer Familienhund. Pumi Rüden weisen eine Widerristhöhe von 41 bis 47 Zentimetern auf, die Hündinnen hingegen sind etwas kleinen und werden von 38 bis 44 cm groß. Das Gewicht beträgt bei Rüden 10 bis 15 Kilogramm und bei Hündinnen 8 bis 13 Kilogramm.

Pumi im Sitzen

Der Pumi hat ein welliges und lockiges Fell.

Die Hunde haben eine recht hohe Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren. Seine äußere Erscheinung erinnert stark an einen Terrier. Der Hund hat einen kräftigen und quadratischen Körperbau und trägt dabei seinen Hals überdurchschnittlich aufrecht. Die gesamte Nasenpartie ist gestreckt und das obere Drittel der markanten Ohren zeigt nach vorne. Sowohl der Kopf als auch die Ohren sind dicht mit Haar bedeckt. Die Augen des Pumi sind jedoch frei.

Das Fell eines Pumi ist wellig und lockig, niemals glatt oder verschnürt und es bildet sich dementsprechende Locken. Dabei sind die Haare etwavier bis sieben Zentimeter lang. Das Haarkleid eines Pumi besteht aus einem dichten Deckhaar und einer besonders weichen Unterwolle, die den Hund besonders bei kalten Temperaturen vor dem Frieren schützt. Der Pumi kommt in verschiedenen Farbschlägen vor: von grau, schwarz bis hin zu falbfarben. Dabei ist wichtig, dass der Hund immer einfarbig sein muss. Nur ein weißer Brustfleck ist laut Standard erlaubt.

Erziehung & Haltung des Pumi – Das gilt es zu beachten

Der Pumi gilt als sehr bewegungsfreudiger Hund. Er braucht die volle Einbindung in die Familie und kann sich anstandslos einordnen. Hierbei wird jedoch eine fachkundige Erziehung durch Herrchen und Frauchen vorausgesetzt. Der Pumi kann ein sehr liebevolles Familienmitglied werden und auch für die Kinder geben die Hunde tolle Spielkameraden ab. Dazu benötigen die Tiere allerdings viel Beschäftigung. Hat die Hunderasse zu viel Langeweile, kann er seine überdrüssige Energie am Mobiliar der Familie auspowern und neigt zu Verhaltensänderungen.

Ein gut erzogener Pumi kann sich auf Reisen anstandslos benehmen uns wird auf in Hotels und im Restaurant eine gute Figur abgeben. Mit besonderer Fürsorge und ausreichend Beschäftigung kann er problemlos in einer Stadtwohnung und einer Etagenwohnung gehalten werden. Eine frühzeitige Erziehung durch den Besuch einer entsprechenden Hundeschule bietet sich besonders gut an, da sich die Hunde gern mit anderen Vierbeinern umgeben und voneinander lernen. Er freut sich, zusammen mit anderen Tieren und Menschen etwas Neues erleben zu können. Der Pumi gilt als offen und ehrlich zu Herrchen und Frauchen.

Der kleine Hund muss bereits im Welpenalter mit liebevoller Konsequenz erzogen werden. Das richtige Maß an Konsequenz ist der Schlüssel zum Erfolg und bildet gleichermaßen die entscheidende Grundlage für eine vertrauensvolle gegenseitige Bindung zwischen Mensch und Tier. Fühlen sich die Hunde ungerecht behandelt, so werden sie sich beleidigt zurückziehen. Zuviel Freiraum kann sich ebenfalls nachteilig auswirken. Generell stellt die Erziehung und Führung eines Pumis kein Problem dar und sollte auch durch einen eher weniger hundeerfahrenen Halter gut machbar sein.

Was kostet ein Pumi?

Generell sollten sich Halter immer an einen seriösen Züchters wenden und den Kauf gut überlegen. Züchter werden in der Regel einen Preis von 600 bis 1.000 Euro für einen reinrassigen Welpen verlangen. Bei besonders günstigen Hunden sollten Herrchen und Frauchen Vorsicht walten lassen, da diese Tiere oftmals aus dem Osteuropäischen Raum entführt wurden oder weder reinrassig noch gesund sind.

Ernährung des Pumi

Der Pumi stellt überhaupt keine Ansprüche an seine Ernährung. Wie andere Hunderassen auch sollte das Futter gut für seine Gesundheit sein und schmecken. Wie die meisten Hunde mag der Pumi mal einen fleischigen Knochen. Ansonsten sollte das Futter alle wichtigen Mineralstoffe und vor allem Fleisch enthalten. Getreide und Zucker haben generell nichts in einem Hundefutter zu suchen. Halter können selbst entscheiden, ob sie ihrem neuen Mitglied Nassfutter oder Trockenfutter anbieten.

Auch das Barfen eignet sich für die Rasse der Pumi. Halter sollten bei der Suche nach einem passenden Futter für Ihren Liebling darauf achten, dass Fleisch die Hauptzutat bleibt. Die Angaben der jeweiligen Futterhersteller über die täglich benötigten Menge sind nur als Richtwerte zu betrachten. Vielmehr hängt die Futtermenge von der Aktivität und Konstitution des jeweiligen Vierbeiners ab. Haltern wird daher geraten ihren Vierbeiner regelmäßig zu wiegen um einer Ab- oder Zunahme rechtzeitig entgegenwirken zu können.

Ein Pumi Welpe sollte vier bis fünf Mahlzeiten täglich bekommen, dem erwachsenen Pumi reichen in der Regel zwei Rationen am Tag völlig aus. Anschließend sollte dem Vierbeiner etwas Ruhe gegönnt werden, beispielsweise für ein kleines Verdauungsnickerchen.

Gesundheit & häufige Krankheiten

Pumi im Liegen

Der Pumi hat eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren.

Der Pumi ist eine besonders robuste Hunderasse. Spezielle rassentypische Krankheiten sind nicht bekannt und die Lebenserwartung ist mit bis zu 15 Jahres sehr hoch.

Aufgrund seiner dichten Unterwolle neigen die Tiere auch nicht zu Kälteunverträglichkeit oder Hitzeunverträglichkeit. Natürlich sollten die Vierbeiner keiner direkten Sonne im Sommer ausgesetzt werden. Genau wie dem Menschen auch, machen dem Pumi die Hitzewellen ebenfalls zu schaffen und schränken seine Bewegung ein. Erhält der Hund eine artgerechte Fütterung, so haben die Vierbeiner keinerlei Probleme mit der Verdauung und dem Magen. Verträgt ein Pumi etwas nicht, so sollten die Halter möglichst schnell das Futter wechseln und notfalls einen Tierarzt oder den Züchter um Rat fragen.

Wie alt wird ein Pumi?

Pumis haben eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren.

Pflege des Pumi

Der Pumi braucht einen geringen Pflegeaufwand. Das relativ lange Fell muss regelmäßig gebürstet und auch getrimmt werden. Da die Hunde reichlich Unterwolle haben, sollte das Fell eines Pumi besonders in der Saison des Fellwechsels täglich gebürstet werden. Hierdurch werden die lästigen abgestorbenen Harre entfernt und der Hund muss sich nicht selbst ständig jucken. Baden ist keine alltägliche Routine für die Vierbeiner. In der Regel reinigt sich das Fell von selbst und bedarf dabei keinerlei Hilfe.

Allerdings sollten sich Herrchen und Frauchen immer wieder die Zähne, die Krallen und die Ohren der Pumis anschauen. Krallenschneiden ist aufgrund des hohen Bewegungsdrangs der Hunde meistens nicht nötig, sollte aber im Blick behalten werden, damit sich die Tiere nicht verletzen.

Wann verliert ein Pumi Welpe sein Fell?

Sowohl die Welpen als auch die erwachsenen Tiere verlieren stets im Frühjahr und im Herbst regelmäßig ihr Fell.

Pumi – Aktivitäten und Training

Nur ein ausgelasteter Hund ist auch ein angenehmer Hund. Sind die Vierbeiner dieser Rasse unterbeschäftigt, so verwandeln sie sich schnell in hypernervöse und vor allem verhaltensauffällige Hunde. Es ist ganz allein die Verantwortung der Halter, sich bereits vor dem Kauf eines Pumi auf die hohen Beschäftigungsansprüche einzustellen und ehrlich mit sich selbst zu sein, ob man in der Lage ist, dem Wesen dieser Hunde gerecht zu werden.

Bei wenigen Zweifeln sollte von einem Kauf Abstand genommen werden. Mit einem Pumi kommt jedenfalls niemals Langweile auf. Die recht aufmerksamen kleinen Energiebündel sind stets bereit, sich gemeinsam mit ihrer neuen Familie in ein neues Abenteuer zu stürzen und lieben jegliche Aktivität in der freien Natur. Sie eignen sich ausgezeichnet als Wächter und für zahlreiche Hundesportaktivitäten wie zum Beispiel Agility, Dog Dancing, Flyball oder auch dem Mantrailing.

Halter sollten einfach alles ausprobieren, was beiden zusammen am meisten Freude bereitet. Die Rasse liebt besonders solche Aktivitäten, bei denen sie ihr überaus kluges Köpfchen einsetzen können. Ein gezieltes sportliches Training sollte erst mit einem ausgewachsenen Pumi losgehen.

Pumi beim Auslauf

Der Pumi liebt sportliche Aktivitäten wie Agility, Dog Dancing oder Flyball.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Pumi

Der in unseren Breiten äußerst seltene Hund ist bekannt als ein sehr agiler und überaus interessanter Begleiter. Das in ihm fließende Puszta-Blut ist ist wahrhaftig noch lebendig.

Nachteile des Pumi

Was für den einen Vorteile sind, zeigen sich für die anderen als Nachteile. Aufgrund ihres hohen Bewegungsdrangs sind die Hunde nicht für jeden Halter passend. Auch das sehr laute und unter Umständen kläffende Verhalten kann sich für manch Herrchen und Frauchen als negatives Wesensmerkmal aufzeigen.

Passt der Pumi zu mir?

Der Hund ist ein sehr bewegungsfreudiger und agiler Vierbeiner. Durch die enge Einbindung in die Familie möchte er ständig einen festen Platz einnehmen und am Familiengeschehen teilhaben. Besonders berufstätig stark eingeschränkte Menschen werden dem Wesen eines Pumi kaum gerecht. Zwar können die Vierbeiner auch alleine bleiben, sollten allerdings nicht acht oder mehr Stunden täglich auf sich selbst gestellt sein. Zwar entwickeln sich die Hunde zu einem liebevollen Mitglied der Familie und eignen sich besonders für kleine Kinder und ältere Menschen, aber sie entwickeln auch schnell Langweile und lassen sich dann Dummheiten einfallen, die dem Halter nicht gefallen werden.

Ein Pumi fordert regelmäßige Beschäftigung ein. Auf Reisen können sich die Pumis anstandslos benehmen. Trotzdem sollten sich Frauchen und Herrchen vor einem wirklichen Kauf überlegen, was die nächsten Urlaubsziele sind. Einen Flug sollte man keinem Hund antun. Weder die Zeit im Flugzeug noch die tropische Hitze sind gut für einen solchen Vierbeiner. Handelt es sich bei den potentiellen Hundekäufern allerdings um erfahrene Camper, dann ist der Pumi ein idealer Begleiter auch Reisen und wird die gemeinsame Zeit genießen.

Sportliche Menschen bieten darüber hinaus die ideale Voraussetzungen für eine Haltung des Pumi. Er lässt sich gut neben dem Pferd führen und macht auch beim Joggen und Radfahren eine gute Figur. Der Pumi lässt sich überaus gut und schnell erziehen. Hierbei sollte der Halter bestenfalls Erfahrung in der Hundeerziehung mitbringen oder eine Hundeschule aufsuchen.