Bearded Collie

Der Bearded Collie stammt aus Großbritannien und wird der FCI-Gruppe 1, der Gruppe der Hüte- und Treibhunde, sowie der Sektion 1, der Sektion der Schäferhunde, zugeordnet. Er gilt laut der FCI als Herdengebrauchshund ohne Arbeitsprüfung. Er ist auch als Highland Collie, Mountain Collie oder Harry Mou ed Collie bekannt. Die lebhaften Gefährten gelten als intelligente und zuverlässige Arbeitshunde.

Bearded Collie im Steckbrief

Steckbrief
Größe: Rüden: 53-56 cm, Hündinnen: 51-53 cm
Gewicht: Rüden: 18-27 kg, Hündinnen: 18-20 kg
FCI-Gruppe: 1: Hütehunde und Treibhunde
Sektion: 1: Schäferhunde
Herkunftsland: Großbritannien
Farben: Kitz, Schwarz, Blau, Braun, 3-farbig, Schwarz-Braun
Lebenserwartung: 14-15 Jahre
Geeignet als: Familien- und Treibhund
Sportarten: Obedience, Flyball, Agility
Charakter: Aktiv, Intelligent, Aufmerksam, Lebendig, Winethart, Selbstbewusst
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential gering
Stärke des Haarens eher hoch
Pflegeaufwand: eher hoch
Fellstruktur: Glattes, hartes, kräftiges und zottiges Deckhaar und weicher, pelziger und dichter Unterwolle
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: ja

Herkunft und Rassegeschichte

Die Herkunft des Bearded Collies ist nicht eindeutig bekannt. Man glaubt, dass diese Rasse von langhaarigen Hirtenhunden aus dem Osten Europas und aus Teilen Asiens abstammt, die im Laufe des 15. Jahrhunderts durch den Import von Schafen und Rindern ihren Weg nach Großbritannien fanden. Später wurden die lebhaften Hütehunde im schottischen Hochland von den ansässigen Farmern zum Hüten und Treiben ihrer Herden verwendet. Aus diesem Grund wird der bärtige Collie auch als Highland Collie bezeichnet.

Im 16. Jahrhundert kam es zu einem Import eines polnischen Treibhundes, dem heute bekannten Polski Owszarek Nizinny (kurz PON). Diese Rasse lieferte ebenfalls eine genetische Grundlage des heutigen Bearded Collies. Es wird außerdem angenommen, dass es Verwandtschaftsverhältnisse mit dem Bobtail, dem französischen Briard und dem Tibet-Terrier gibt. Im Gegensatz zu seinem nahen Verwandten dem Border Collie wurde der Bearded Collie für kompliziertere Treib- und Hüteabläufe verwendet und der wurde, wie auch heute, gerne als Wach- und Schutzhund verwendet. Den Hunden wird ein unglaubliches Talent für selbstverantwortliches Arbeiten nachgesagt. Es wurde überliefert, dass der bärtige Collie seinen Heimweg vom Viehmarkt in London bis in die schottischen Hochländer selbstständig antrat und im Nu nach Hause fand.

Wie viele Hunderassen, war auch der Bearded Collie von den verheerenden Folgen des Ersten Weltkriegs betroffen. Durch den Krieg erfolgte ein massiver Einschnitt in die Entwicklung der Hunderasse. Erst 1930 waren die hübschen Hunde wieder auf diversen Ausstellungen zu sehen. Im Jahr 1944 entstand schließlich der heute bekannte Bearded Collie. Seit diesem Jahr verändert sich die Rasse kaum und wird in vielen Zuchtbüchern geführt. Von der FCI wurde der Hütehund 1967 offiziell anerkannt. Der zuletzt gültige Standard wurde 2014 veröffentlicht. Abgesehen von der FCI führen auch der AKC, der ANKC, der KC (UK), der CKC und der UKC verschiedene Zuchtstandards und Zuchtbücher.

Wesen & Charakter des Bearded Collies

Bearded Collie in der Natur
Der Bearded Collie hat eine aufgeweckte Art und ein selbstsicheres Wesen.

Das ausgeprägte Temperament des Bearded Collies zeigt sich besonders durch seine aufgeweckte Art und sein selbstsicheres Wesen. Die Hütehunde haben ein sehr selbstsicheres Auftreten und verzaubern mit ihrem charmanten Blick. Doch trotz ihrer Agilität und ihres Temperaments weisen die Treibhunde kein aggressives oder nervöses Verhalten auf. Sie sind sogar sehr sensibel und einfühlsam, was oft durch den ersten Eindruck nicht erwartet wird. Highland Collies sind generell sehr aufmerksam und orientieren sich sehr an der Gestik, Mimik und der Energie ihres Menschen. Sie merken schnell, wenn etwas nicht stimmt. Dies beruht auf ihrer Beobachtungsgabe und ihrer hohen Intelligenz. Die süßen Hirtenhunde zaubern jedem ein Lächeln ins Gesicht und knüpfen gerne Sozialkontakte. Ebenfalls finden sie großen Gefallen daran, Aufgaben und Kommandos zu erfüllen, die ihnen gegeben werden. Trotz ihres „will to please“, was auf deutsch so viel bedeutet wie „ihr Wille Bedürfnisse zu befriedigend“, verlieren die hübschen Hunde dabei nicht ihre Persönlichkeit.

Zwar zählen die Hirtenhunde nicht zu den Kläffern unter den Hunderassen, doch wenn sie Freude empfinden, tun sie dies gerne durch ein Bellen kund. Durch ihren Wach- und Schutzinstinkt bewachen sie auch das Wohngrundstück mit Eifer und Stolz. Sie sind sehr aufmerksam und reagieren sehr sensibel auf ihren Gegenüber. Ist ihnen jemand unsympathisch oder wirkt gefährlich, stehen die lebhaften Hunde für sich und ihr Rudel ein. Aus diesem Grund werden sie auch gerne zur Wache und zum Schutz von Eigentum, Viehherden oder von Personen eingesetzt. Viele Menschen unterschätzen das enorme Potential der freundlichen Briten. Oftmals werden sie als reine Hütehund angesehen, doch Bearded Collies haben noch viel mehr zu bieten.

Aussehen des Bearded Collies

Der Körperbau der Highland Collies ist zu gleichen Teilen kräftig und trotzdem sportlich schlank. Die Hunde bewegen sich energisch, aber elegant und besitzen gerade und kräftige Läufe. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 53-56 cm, Hündinnen werden hingegen nur zwischen 51-53 cm groß. Dabei haben die Hunde im ausgewachsenen Alter ein Gewicht von 18-22 kg, abhängig von Größe und Geschlecht.

Die großen Hunde haben generell ein sehr signifikantes Aussehen. Sie sind aufgrund ihres zotteligen Fells unverwechselbar und fallen schnell ins Auge. Das Haarkleid ist harsch, von mittlerer Länge und besitzt eine weiche Unterwolle. Es kommt glatt oder leicht gewellt vor. Die Unterwolle soll die Hütehunde vor schlechten Witterungsbedingungen schützen, denen sie in den Highland von Schottland lange ausgesetzt waren. Die Hunde benötigen durch das unbeständige Wetter und die vielen Stunden draußen ein Fell, das sie wärmt und vor langen Regenschauern schützt. Auch heute werden die Hunde immer noch gerne als Hütehund in den Highlands eingesetzt.

An den Wangen und dem Kinn ist das Fell der Briten etwas länger, wodurch der für die Hütehunde charakteristische Bart entsteht. In vielen Fällen ist auch das Fell im Gesicht der Hunde kaum kürzer als am Rest des Körpers, weshalb die Augen oft verdeckt sind. Es ist sinnvoll, das Fell im Gesicht regelmäßig zu kürzen um den Hunden eine bessere Sicht zu ermöglichen. Außerdem sieht man so ihr hübsches Gesicht und ihren wachen und aufmerksamen Blick.

Das Fell der Briten kann in den Farben Schwarz, Braun, Blau, Schiefergrau, Sandfarben oder in einem rötlichen Farbton auftreten. Auch einige Schattierungen in Grau sind üblich und laut dem Standard auch erlaubt. Abzeichen treten ausschließlich in Weiß auf. Sie zeichnen sich an den Pfoten, dem Hals, der Rutenspitze oder als Blesse im Gesicht ab.

Wie groß wird ein Bearded Collie? 

Rüden erreichen ein Stockmaß zwischen 53 und 56 cm. Hündinnen sind etwas kleiner und erreichen eine Widerristhöhe zwischen 51 und 53 cm.

Erziehung & Haltung des Bearded Collies – Das gilt es zu beachten

Bearded Collie Welpen
Wer Arbeit in die Erziehung seines Bearded Collies steckt, wird mit einem freundlichen und gut erzogenen Freund belohnt.

Bei der Haltung des Bearded Collies sollte unbedingt berücksichtigt werden, dass es sich um eine Rasse handelt, die sehr viel Bewegung benötigt. Zwar kommt ihr Aktivitätslevel nicht an den eines Border Collies heran, doch die klugen Hunde sind ebenfalls ein Fan von ausgedehnten Spaziergängen und abwechslungsreicher Beschäftigung. Egal ob Radfahren, Joggen, Wandern oder als Begleitung am Pferd, der Bearded Collie ist überall liebend gerne mit dabei. Auch bei Bewegungsspiele, Begleithunde- oder Hütetraining sowie diverser Hundesport geht das Herz des Briten auf. Bei der Haltung des Bearded Collies ist also zu bedenken, dass durchaus genügend Zeit für die körperliche und geistige Auslastung des Hundes eingeplant werden sollte. Außerdem ist die Pflege des Hundes durch sein langes Fell aufwändiger, als bei anderen Hunderassen.

Die Erziehung des Highland Collies gestaltet sich jedoch im Gegensatz zu ihrer Haltung relativ einfach. Da sie sehr sensibel sind, benötigen sie eine ruhige und feinfühlige Hand, gepaart mit einer gewissen Konsequenz. Aufgrund ihrer starken Persönlichkeit und ihrem natürlichem Temperament testen sie durchaus gerne ihre Grenzen aus. Sie sind jedoch weder aufmüpfig noch besitzen sie ein stures und eigenwilliges Wesen. „Beardies“, wie sie auch liebevoll genannt werden, treten charmant und dankbar auf. Sie lernen gerne und arbeiten eifrig mit. Wer Arbeit in die Erziehung seines Bearded Collies steckt, wird mit einem freundlichen und gut erzogenen Freund an seiner Seite belohnt. Sein Mensch steht für den Hütehund immer an erster Stelle, auch wenn er sich sehr gut mit anderen Familienmitgliedern verträgt, egal ob Tier oder Mensch. Doch, wie viele andere Begleit- und Herdengebrauchshunde, benötigen Bearded Collies eine aufmerksame und liebevolle Bezugsperson, an die sie sich orientieren können und sanft aber konsequent führt.

Welche Hundeboxgröße für Bearded Collies?

Es ist zu empfehlen, für den Bearded Collie eine Hundebox in der Größe XL oder XXL zu kaufen. Grundsätzlich sollte in der Breite des Hundes die doppelte Breite der Box vorhanden sein. In der Höhe und Länge sollten 10 bis 20 cm hinzuaddiert werden.

Ernährung des Bearded Collies

Die Ernährung des Highland Collies gestaltet sich relativ unkompliziert. Wie bei jedem Hund, richtet sich die Futtermenge und die Futterzusammensetzung nach dem Level an Aktivität und dem daraus entstehenden Energiebedarf. Grundsätzlich brauchen Welpen und junge Hunde, die sich noch in den ersten Stufen des Wachstums befinden, mehr Futter oder dichteres, höher kalorisches Futter, als ein ausgewachsener Bearded Collie. Trächtige und säugende Hündinnen haben ebenfalls einen erhöhten Energiebedarf, was auch an ihrer häufigen Müdigkeit erkennbar sein kann.

Abgesehen davon ist es zu empfehlen, den Bearded Collie mit reichlich Protein zu versorgen. Im Gegensatz zu den Couch-Muffeln unter den Hunderassen ist der Bearded Collie als sportlicher Weggefährte dankbar für einen erhöhten Eiweißanteil in seinen Mahlzeiten. Wer damit keine Erfahrung hat, kann sich in jedem Futterhaus oder Kleintiergeschäft beraten lassen. Meist ist der Nährstoffgehalt und die Nährstoffverteilung jedoch ebenfalls auf jeder Futterpackung abzulesen, was die Ernährung des Hundes erleichtert. Wer selbst für seinen Hund kocht, der sollte genügend Fleisch, Fisch, Eier und Flocken füttern. Die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen zusätzlich die Gesundheit der Gelenke, Sehnen und Bänder sowie die Keratinstrukturen im Haarkleid der Beardies. Der Bearded Collie ist ebenfalls ein guter Kandidat, um zu barfen. Barfen ist eine Form der Ernährung, bei der vorwiegend rohes, qualitativ hochwertiges Fleisch gefüttert wird, in Kombination mit Gemüse, Obst und einem kleinen Anteil an Kohlenhydraten, Samen oder Ölen. Das Wort BARF steht für Biologisch artgerechte Rohfütterung. Barfen führt häufig zu einem gesünderen und glänzenderen Fell, weshalb viele Hundebesitzer von langhaarigen Hunden darauf zurückgreifen.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Ein gesunder Bearded Collie erreicht eine Lebenserwartung zwischen 13 und 15 Jahren. Bei regelmäßiger Pflege, ausreichender Bewegung und genügend geistiger Forderung steht dem Erreichen eines Alters von bis zu 15 Jahren nichts im Wege. Leider ist auch der Bearded Collie von häufig auftretenden Krankheiten betroffen. Rassespezifische Krankheiten sind zum Beispiel Pemphigus foliaceus, eine Hautkrankheit bei der sich Blasen in der oberen Hautschicht bilden, Ellenbogen-Luxationen, Hornhautdystrophie oder Katarakt, auch als Grauer Star bekannt. Außerdem besteht eine Krankheits-Prädisposition für retinale Atrophie. Als Atrophie bezeichnet man eine Verkleinerung oder Verengung von Gewebe, im Falle der retinalen Atrophie betrifft diese Erkrankung die Netzhaut des Auges.

Durch das dicke Fell des Bearded Collies und seine dichte Unterwolle sind die Hütehunde nur mäßig verträglich gegenüber Hitze. Wer in heißen Gebieten wohnt, sollte sich im besten Fall für eine andere Hunderasse als Haustier entscheiden. Wer einen Beardie besitzt, der tut ihm an heißen Sommertagen etwas Gutes, indem er an kühlen Flussufern spazieren geht oder das Fell des Hundes trimmen lässt.

Wie alt wird ein Bearded Collie?

Ein gesunder Bearded Collie reicht eine Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren.

Pflege des Bearded Collies

Bearded Collie
Der Pflegeaufwand eines Bearded Collies ist hoch.

Die Pflege des Bearded Collies ist durchaus zeitaufwändig. Zwar sind die Hunde unkompliziert und einfach zu erziehen, doch der Pflegeaufwand ist hoch. Das mittelalte und dicke Fell der Hunde sollte unbedingt regelmäßig gebürstet werden, damit es nicht verfilzt und damit sich aufgrund von Dreck und Bakterien keine Hautentzündungen bilden. Besonders unter den Achseln und im Bereich um Schleimhäute sollte das Fell gründlich von Schmutz befreit und gut gekämmt werden. Die ausgiebige Fellpflege sollte mindestens alle zwei Tage erfolgen, wenn möglich jedoch täglich. Abgesehen von routiniertem Bürsten und dem Ausscheiden von Augen und Ohren sollte der Bearded Collie in regelmäßigen Abständen getrimmt und geschnitten werden. Ein erfahrener Hundefrisör verfügt über das Wissen und die Mittel, um den Hund so vorsichtig wie möglich von überschüssigem Fell zu befreien. Oft wird auch die Unterwolle ausgerichtet, was den Hunden im Sommer sehr zugutekommt. Beim Ausdichten der Unterwolle wird das Deckhaar nicht beschädigt, sondern sogar besser durchlüftet, was die Haarwurzeln stärkt.

Bearded Collie – Aktivitäten und Training

Bearded Collie im Auslauf
Bearded Collies lieben es sich zu bewegen und ihrem Besitzer jeden Wunsch zu erfüllen.

Das Training mit dem Bearded Collie sollte abwechslungsreich und spielerisch gestaltet werden. Die aktiven Hütehunde lieben es sich zu bewegen und ihrem Besitzer jeden Wunsch zu erfüllen. Da der Beardie eine starke Persönlichkeit und einen ebenfalls stark ausgeprägten Hütetrieb besitzt, sollte mit dem Training im frohen Welpenalter begonnen werden. Um den Hund ausreichend zu fordern, kann nach der Grundausbildung in einer Hundeschule mit beinahe jedem Training fortgesetzt werden. Der Highland Collie eignet sich besonders für die Ausbildung zum Begleit-, Hüte-, Schutz- oder Rettungshund. Auch als Therapiehund zeigt der Bearded Collie sich von seiner besten Seite. Sein empathisches und sensibles Wesen, gepaart mit seinem Tatendrang und seiner Lebensfreude machen ihn zum perfekten Begleiter. Er findet Freude darin, Kommandos auszuführen und in Partnerarbeit Ziele zu erreichen.

Der Bearded Collie eignet sich außerdem für diversen Hundesport. Egal, ob DocDancing, Obedience, Agility, Breitensport oder Flyball, der kluge Hirtenhund findet an allem Freude und stellt sein Talent unter Beweis.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Bearded Collies

Eine Besonderheit des Bearded Collies ist sein ausgeprägter Hüte- und Wachtrieb. Da die Hunde aus historischer Sicht das Hüten im Blut haben, ist ein starkes Hütebedürfnis der Hunde nicht zu unterschätzen. Wie bei seinem Kollegen, dem Border Collie und dem Australian Shepherd, ist auch der Bearded Collie begeistert davon, Herden zu treiben und gemeinsam mit seinem Schäfer oder Farmer zu arbeiten. Wird der Beardie nicht als Herdengebrauchshund verwendet, sollte unbedingt auf ausreichende körperliche Auslastung geachtet werden. Wenn sich der Highland Collie nicht austoben darf und sich anfängt über einen längeren Zeitraum zu langweilen, kann es zu Verhaltensstörungen des Hundes kommen. Viele Hunde, die nicht ausreichend beschäftigt werden, entwickeln ein höheres Aggressionspotential aufgrund ihrer Frustration. Meist wird aggressives Verhalten als Boshaftigkeit missinterpretiert, was jedoch oft nicht der Fall ist.

Der Schutz- und Wachdrang des Briten ist ebenfalls eine Eigenschaft, die sich der Besitzer zunutze machen kann, der jedoch bei zu wenig Forderung in negative Verhaltensmuster umschlagen kann. Am liebsten lebt der Beardie in einem Haus oder einer Wohnung mit großem Garten, der ihm genügend Auslauf bietet. Der Beardie findet enorme Befriedigung beim Beschützen des Eigentums und seines Rudels. Zwar zählt er nicht zu den Kläffern unter den Hunderassen, jedoch verteidigt er sein Revier stolz und mit Leidenschaft.

Nachteile des Bearded Collies

Wirkliche Nachteile hat kaum eine Hunderasse. Meist bringen Hunde Charakterzüge oder Verhaltensweisen mit, an denen gemeinsam mit dem Besitzer gearbeitet werden sollte. Im Falle des Beardies zählen dazu sein bereits erwähnter Hüte- und Schutztrieb. Ein unausgelasteter Bearded Collie fängt häufig damit an, Kinder, Jogger oder Autos zu hüten, was für den Besitzer durchaus nervenaufreibend sein kann. Wenn bereits früh mit dem Training begonnen und der Hund ausreichend gefordert wird, sollte dies jedoch nicht der Fall sein.

Passt der Bearded Collie zu mir?

Der Bearded Collie benötigt einen Menschen, der gerne in der Natur ist und Freude daran findet, sich zu bewegen. Lange Spaziergänge sollten ein Fixpunkt in der Tagesordnung sein und auch das Training ist zeitintensiv. Wer sich gerne viel mit seinem Hund beschäftigt und auch bereit ist viel Zeit in die Fellpflege zu investieren, der ist mit einem Bearded Collie sehr gut beraten. Außerdem macht es unglaublich viel Spaß dem klugen Hirtenhund bei seiner Tätigkeit oder beim Training zu beobachten. Der Highland Collie bringt viel Lebensfreude und Sonnenschein in das Leben seines Herrchens oder seines Frauchens. Ob de Baerded Collie schlussendlich wirklich gut zu einem passt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ist ein Bearded Collie für Anfänger geeignet?

Ein bisschen Erfahrung in der Hundeerziehung sollte gegeben sein. Der Bearded Collie benötigt eine sensible, aber konsequente Führung. Ist diese auch bei einem Anfänger gegeben oder wird von Anfang an mit einem Hundetrainer trainiert, steht auch unerfahrenen Hundehaltern bei der Haltung eines Beardies nichts im Wege.

Kolja von edogs

Kolja von edogs

Kolja gehört zu dem Team von edogs und ist unter anderem für alle technischen Belange rund um den Hundemarkt verantwortlich.

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