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Shiba Inu

von Kolja von edogs
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Der Shiba Inu ist eine alte, ursprüngliche Hunderasse aus Japan. Der Name „Shiba Inu“ bedeutet soviel wie „Kleiner Hund“, und tatsächlich ist der Shiba der kleinste Vertreter der insgesamt 6 von der FCI anerkannten Japanischen Spitze.
Der seit 1934 verbindliche Rassestandard wird von der FCI unter der Nr. 257 in der Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen, ohne Arbeitsprüfung, geführt.

Shiba Inu im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 35-42 cm
Gewicht: 07.11.2017 kg
FCI-Gruppe: 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion: 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen
Herkunftsland: Japan
Farben: Schwarz-Sesam, Sesam, Schwarz-Braun, Rot-Sesam, Rot
Lebenserwartung: 12-16 Jahre
Geeignet als: Begleit-, Jagd- und Wachhund
Sportarten:
Charakter: Charmant, Zuversichtlich, Furchtlos, Scharf, Aufmerksam, Treu
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: eher hoch
Pflegeaufwand: eher gering
Fellstruktur: hart und gerade mit weicher und dichter Unterwolle
Kinderfreundlich: mittel
Familienhund: eher ja
Sozial: mittel

Herkunft und Rassegeschichte

Es wird vermutet, dass die ersten Hunde die japanischen Inseln bereits zusammen mit den ersten Menschen erreichten, die dieses Land besiedelten. Ausgrabungen scheinen zu belegen, dass bereits in sehr früher Zeit Hunde ähnlich dem heutigen Shiba von den Menschen in Japan als Helfer und Begleiter gehalten wurden. Vor allem in den bergigen Regionen des zentralen Japans waren kleine, wendige Hunde ihren Besitzern als Wächter und bei der Jagd auf Kleinwild und Vögel unentbehrlich. Durch die geographische Abgeschiedenheit dieser Landschaften blieben die Hunde lange Zeit sehr ursprünglich. Erst mit der Öffnung der Grenzen des Kaiserreiches für westliche Handelsfahrer und Entdecker erreichten auch andere, europäische Hunderassen die Inseln und vermischten sich schon bald mit den dortigen Hunden. Auch gezielte Kreuzungen mit English Settern und Pointern für die jagdliche Nutzung führten schließlich dazu, dass die echten, reinrassigen Shiba Inu kaum noch anzutreffen waren.

Shiba Inu als Welpe

Shiba Inu als Welpe

Erst in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts bemühten sich Züchter schließlich um den Erhalt der alten Hunderasse. Mit der gezielten Zucht, durch die der heutige Shiba Inu zwar etwas hochläufiger und kräftiger wurde als seine Vorfahren, konnte bereits 1934 ein verbindlicher Rassestandard festgelegt werden und inzwischen zählt der Shiba zu den beliebtesten Hunderassen in Japan und hat auch weltweit seine Verbreitung gefunden.

Wesen & Charakter vom Shiba Inu

Ein Shiba Inu ist ein Charakterkopf! Sein scharfsinniges, selbstständiges Wesen verlangt viel Geduld und Konsequenz von seinem Besitzer, denn er mag sich nicht einfach fraglos unterordnen, sondern hinterfragt gerne immer wieder einmal ein Kommando oder auch die Rangfolge innerhalb seines Rudels. Daher ist er nicht unbedingt als Anfängerhund zu empfehlen. Hat man sich aber seinen Respekt erst einmal verdient, so hat man mit seinem Shiba einen sehr treuen und loyalen Begleiter gefunden. Mit seiner aufgeweckten, freundlichen und ruhigen Art ist er dann ein toller Familienhund und wird er von klein auf daran gewöhnt, sind auch weitere Tiere im Haushalt kein Problem!

Fremden gegenüber ist der Shiba Inu eher reserviert und sein ausgeprägtes Territorialverhalten macht ihn zu einem verlässlichen und mutigen Wachhund, der aber nicht grundlos bellt oder gar kläfft. Aus seiner ursprünglichen Nutzung hat er sich ebenfalls seine Jagdleidenschaft erhalten, was in Verbindung mit seiner erstaunlichen Sprungkraft zum Problem werden kann, wenn der Gartenzaun zu niedrig ist! Er liebt die Bewegung an der frischen Luft, egal bei welchem Wetter, und möchte hier entsprechend ausgelastet werden – dann muss er die Sache mit dem Auslauf auch nicht selbst „in die Pfote“ nehmen!

Ist der Shiba Inu ein Familienhund?

Mit einer guten, konsequenten Erziehung ist der Shiba Inu ein toller Familienhund, der auch mit Kindern wunderbar zurecht kommt. Allerdings müssen die Kinder von Anfang an lernen, dass der Hund seine Rückzugsmöglichkeiten braucht.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Shiba Inu

Shiba Inu von der Seite

Shiba Inus sind muskulös.

Als kleinster Vertreter der sechs anerkannten Rassen der Japanischen Spitze erreicht der Shiba Inu eine Widerristhöhe von etwa 35-40 Zentimetern bei einem Gewicht von circa 10-15 Kilogramm. Laut Rassestandard soll das Verhältnis von Widerristhöhe zu Körperlänge 10:11 betragen, was ihm eine fast quadratische Erscheinung gibt. Der Körperbau ist muskulös, kräftig und gut proportioniert.

Sein rundliches Gesicht mit den wachen, aufmerksamen dunklen Augen, dem klaren Stopp zwischen Stirn und Fang und den spitz nach oben gerichteten, kleinen dreieckigen Ohren lässt ihn immer unternehmungslustig aussehen. Der hoch angesetzte, dicht behaarte Schwanz wird, wie bei allen Japanischen Spitzen, eingerollt über den Rücken getragen. Das Fell ist beim Shiba Inu zweischichtig mit kurzem, geradem und recht hartem Deckhaar und sehr dichtem, weichen Unterfell. Es gibt den Shiba in den Farben Rot, Schwarz-Loh und Sesam, wobei letzteres im Standard wie folgt definiert wird:

  • „Sesam“: Insgesamt eine gute Mischung von schwarzen, roten und weißen Haaren;
  • „Schwarz-Sesam“: Mehr schwarze als weiße Haare;
  • „Rot-Sesam“: Grundfarbe Rot, gemischt mit schwarzen Haaren.

Für alle Farbschläge gilt, dass rund um Fang und Kehle, an Brust und Bauch sowie an der Rute und den Innenseiten der Beine weißliches Haar gewünscht ist, das sogenannte „Urajiro“.

Wie groß werden Shiba Inu?

Laut Rassestandard sollen Rüden eine Widerristhöhe von 39,5 und Hündinnen von 36,5 Zentimeter haben, Abweichungen von 1,5 cm nach oben oder unten sind erlaubt.

Impressionen der Hunderasse

Erziehung & Haltung des Shiba Inu – Das gilt es zu beachten

Wie bereits erwähnt, verfügt der Shiba Inu über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, weshalb er sich nicht gerne unterordnen möchte. In der Erziehung verlangt dies von seinem Besitzer von Anfang an viel Geduld und vor allem liebevolle Konsequenz, um ihn vom Sinn der an ihn gestellten Anforderungen zu überzeugen und ihm seinen Platz im Mensch-Hund-Rudel zuzuweisen. Anfänger in der Hundehaltung sollten sich daher eher für eine andere Hunderasse entscheiden oder zumindest rechtzeitig die Unterstützung einer professionellen Hundeschule suchen, um Enttäuschungen und Frustration bei Hund und Halter vorzubeugen. Hat der Shiba aber schließlich die menschliche Rudelführung akzeptiert, ist er ein absolut anhängliches und liebevolles Familienmitglied.

Auf sein Zuhause passt der Shiba Inu sehr wachsam auf und verteidigt bei Bedarf mutig sein Terrain und seine Familie gegen tierische und menschliche Eindringlinge. Im Kontakt mit Artgenossen neigt er außerdem zu dominantem Auftreten, weshalb schon beim Welpen die Sozialisierung mit anderen Hunden besonders wichtig ist. Hierzu eignen sich die Welpenspielgruppen hervorragend, die heute nahezu jede professionelle Hundeschule anbietet und in denen auch schon die ersten erzieherischen Grundkommandos spielerisch geübt werden.

Sein ausgeprägter Jagdtrieb kann es schwierig machen, den Shiba außerhalb umfriedeter Gebiete frei laufen zu lassen. Und selbst an der Leine überrascht er mitunter seinen Halter mit unglaublich raschen, geschickten Reaktionen, wenn er eine Maus oder einen zu langsam auffliegenden Vogel schnappt. In einem Haus mit Garten fühlt sich der Shiba Inu wohl, doch sollte der Gartenzaun hoch und stabil genug sein, um seiner Sprungkraft und seinem Drang nach Auslauf und Jagdabenteuern zu widerstehen. Da er sehr bewegungsfreudig ist und gerne lange Spaziergänge macht, muss man sich als zukünftiger Halter eines Shiba Inu im Klaren sein, dass hier viel Zeit und auch körperliche Fitness investiert werden muss, um den Hund genügend auszulasten. Schlechtes Wetter ist da keine Ausrede – das dichte Unterfell macht den Hund unempfindlich gegen Kälte und Nässe, und Herrchen oder Frauchen müssen ihre Garderobe entsprechend anpassen. Ist er genügend ausgelastet, ist der kleine Shiba auch mit einer Stadtwohnung zufrieden.

Wie viel kostet ein Shiba Inu?

Ein reinrassiger Welpe aus einer seriösen Zucht kostet rund 1000 Euro oder auch mehr.

Ernährung des Shiba Inu

Da Hunde zu den Carnivoren, also den Fleischfressern gehören, sollte das Futter immer vorrangig aus Fleisch bestehen. Hochwertige Fertigfutter, egal ob Nass- oder Trockenfutter, tragen diesem Anspruch Rechnung und können in der Regel auch für die Ernährung eines Shiba Inu eingesetzt werden. Da es sich hier um eine sehr ursprüngliche, robuste Rasse handelt, kommen Futterunverträglichkeiten relativ selten vor. Auch das sogenannte BARF (=Biologisch artgerechte Rohfütterung) wird meist gut vertragen, verlangt vom Besitzer aber eine genaue Einhaltung der Futterzusammensetzung, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Der tatsächliche Energiebedarf ist selbstverständlich von vielen individuellen Faktoren abhängig, etwa dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem täglichen Bewegungsgrad des Hundes. Dies muss immer berücksichtigt werden, damit der Hund sein Idealgewicht hält. Während Welpen und Junghunde bis zu einem Jahr ihr Futter über mehrere Portionen am Tag erhalten, empfiehlt es sich beim erwachsenen Hund, die tägliche Ration auf zwei Mahlzeiten zu verteilen, um einer Magenüberlastung vorzubeugen. Nach der Fütterung sollte immer eine Ruhephase folgen. Frisches Trinkwasser muss dem Hund ständig zur Verfügung stehen.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Der Shiba Inu erfreut sich generell einer robusten Gesundheit. Es gibt praktisch keine rassespezifischen Erbkrankheiten, sofern bei der Zucht keine nahen Blutsverwandten verpaart werden. Eine Eigenart, die der Shiba Inu mit einigen anderen asiatischen Hunderassen gemein hat, ist die sogenannten Microzytose, also das Auftreten verkleinerter roter Blutkörperchen, die aber in diesem Fall physiologisch ist und nicht krankheitsbedingt.

Ein gesunder, artgerecht ernährter Shiba Inu, der sich ausreichend bewegen darf, kann durchaus ein Alter von 13-15 Jahren erreichen.

Wie lange leben Shiba Inu?

Diese Hunderasse ist sehr robust und wenig anfällig für Krankheiten, sodass ein Shiba Inu durchaus 13-15 Jahre alt werden kann.

Pflege des Shiba Inu

Der Shiba Inu stellt keine besonderen Ansprüche an die Pflege. Sein hartes, gerades Deckhaar verfilzt nicht, sodass gelegentliches Bürsten ausreicht. In den Zeiten des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst verliert er allerdings in großen Mengen sein dichtes, weiches Unterfell. Hier sollte täglich die Bürste zum Einsatz kommen, um Teppiche, Polster und das Auto zu schonen. Damit der Hund sich dieser Prozedur willig unterzieht, empfiehlt es sich, bereits den Welpen an die regelmäßige Fellpflege zu gewöhnen.

Nach ausgedehnten Spaziergängen in Feld, Wald und Flur reicht es im Normalfall, den Hund mit einem trockenen Handtuch abzureiben. Ständiges Baden oder Abbrausen ist nicht nötig und schädigt im Gegenteil eher das Fell, vor allem beim häufigen Einsatz von Seife oder Shampoo. Der Shiba ist eben ein Naturbursche und achtet am liebsten selbst auf seine Reinlichkeit.

Shiba Inu – Aktivitäten und Training

Auch wenn der Shiba Inu ein eher kleiner Hund ist, stellt er doch große Ansprüche hinsichtlich seiner täglichen Bewegung! Er will raus in die Natur, egal wie das Wetter gerade ist. Lange, ausgedehnte Spaziergänge, regelmäßige Joggingrunden durch den Park oder bei entsprechender Gewöhnung auch Fahrradtouren sind ein Muss für diese Rasse. Da sich ihm der tiefere Sinn des Apportierens von Bällchen oder Stöckchen nicht wirklich erschließt, kann man ihn so leider auch nicht austricksen. Er möchte schon, dass Herrchen oder Frauchen mit ihm laufen und nicht nur am Feldrand stehen und den Arm bewegen! Und wegen seiner großen Lust am Jagen ist es kaum möglich, ihn frei laufen zu lassen.

Nur wenige Vertreter dieser Rasse finden Spaß am Hundesport. Agility, Obedience und Co. sind mit dem Eigensinn und der asiatischen Erhabenheit eines Shiba Inu nicht unbedingt vereinbar. Aber wie immer im Leben bestätigen Ausnahmen die Regel, daher sollte zumindest der Versuch unternommen werden, den Shiba auch sportlich zu begeistern, um auf diese Weise sein Bedürfnis nach Bewegung und Beschäftigung zu befriedigen. Klappt es nicht – es gibt unzählige spannende Wanderwege, die sich mit dem Shiba Inu erkunden lassen und Bewegung schadet ja bekanntlich nicht!

Shiba Inu in der Natur

Shiba Inu in der Natur

Gut zu wissen: Besonderheiten des Shiba Inu

Die Japaner sind sehr stolz darauf, ihre alten Hunderassen, von denen einige fast ausgestorben wären, doch erhalten zu haben. Daher wurde auch der Shiba Inu bereits 1937 zum „japanischen Naturdenkmal“ erklärt und unter den Schutz der Regierung gestellt.

Heute ist der Shiba Inu die am häufigsten gehaltene Hunderasse in Japan, und auch weltweit hat die Rasse eine relativ große Verbreitung gefunden. Dennoch ist sie noch ursprünglich und von einer Überzüchtung verschont geblieben.

Die in den USA gezüchteten Shiba Inu unterscheiden sich von den europäischen und japanischen Vertretern dieser Rasse: Sie sind meist muskulöser und langbeiniger und wirken so etwas eleganter.

Nachteile des Shiba Inu

Wie die anderen japanischen Spitze auch, zeichnet sich der Shiba Inu durch seinen stark ausgeprägten Eigensinn aus. Wer sich für diese Rasse entscheidet, sollte somit über ausreichende Erfahrung in der Hundeerziehung verfügen und eine gehörige Portion Geduld und Konsequenz mitbringen.

Auch sein starker Jagdtrieb erfordert besondere Aufmerksamkeit und vor allem ein ausbruchsicheres Grundstück, um Wildtiere, Vögel und Nachbars Katze zu schützen. Um seinem großen Bewegungsbedürfnis dennoch Rechnung zu tragen, muss man sich auf tägliche, ausgiebige Spaziergänge einstellen, ganz egal, wie ungemütlich das Wetter vielleicht gerade ist.

Was braucht ein Shiba Inu?

Da diese Rasse sehr eigensinnig und selbstbewusst ist, braucht der Shiba Inu vor allem einen Besitzer mit Hundeerfahrung, der die nötige Konsequenz, Geduld und Liebe aufbringt, um ihn zu einem folgsamen und umgänglichen Begleithund zu erziehen.

Passt der Shiba Inu zu mir?

Shiba Inu zu zweit

Shiba Inu zu zweit

Bevor man sich für die Anschaffung eines Hundes, egal welcher Rasse, entscheidet, sollte man sich immer einige grundsätzliche Fragen stellen:

  • Habe ich ausreichend Zeit, mich um meinen Shiba Inu zu kümmern, mehrmals täglich mit ihm ausgiebig spazieren zu gehen und ihn ausreichend zu beschäftigen?
  • Sind alle Familienmitglieder einverstanden mit dem Einzug eines neuen Mitbewohners?
  • Gibt es gesundheitliche Gründe (z.B. Allergien) gegen die Haltung eines Hundes?
  • Wer kümmert sich um den Hund, wenn ich nicht kann?
  • Bin ich bereit, meinen Urlaub mit dem Hund zu gestalten?
  • Ist die Hundehaltung in meiner Wohnung erlaubt?
  • Kann ich mit Hundehaaren auf Teppichen, an Kleidung und Polstermöbeln leben?
  • Habe ich ausreichend finanzielle Mittel, um nicht nur den Kaufpreis für den Welpen und die Erstausstattung mit Leine, Halsband, Hundenapf und Hundebett zu bestreiten, sondern auch die laufenden Kosten für hochwertiges Futter, nötige Tierarztbesuche, Impfungen und Medikamente, Hundeschule, Hundesteuer und Haftpflicht-Versicherung zu zahlen? Im Laufe seines Lebens verursacht ein Hund immerhin etwa die Kosten eines Kleinwagens!

Hat man sich schließlich alles gut überlegt und sich für den Einzug eines Shiba Inu als neues Familienmitglied entschieden, sollte zunächst ein seriöser Züchter gesucht werden. Wichtige Kriterien dafür, dass es der Züchter wirklich ernst meint mit seiner Hundezucht, sind etwa eine überschaubare Zahl an Zuchttieren und Würfen und die Haltung von Hündinnen und Welpen innerhalb der Familie und mit engem Anschluss an Bezugspersonen. Ein guter und verantwortungsvoller Züchter stellt Fragen an den Interessenten, will wissen, wie und wo seine Welpen gehalten werden sollen, und lehnt zur Not auch den Verkauf eines Hundes ab, wenn ihn die Antworten des Interessenten nicht zufriedenstellen. Der Preis für einen Welpen aus einer solchen Zucht liegt bei gut 1000€ und darüber. Empfehlungen zur Fütterung, Informationen zu erfolgten tierärztlichen Behandlungen wie Erst-Impfungen und Wurmkuren und das Angebot zur Kontaktaufnahme auch nach dem Kauf sollten für einen guten Züchter selbstverständlich sein. Am besten besucht Du den Züchter bereits vor dem endgültigen Kauf des Welpen und schaust Dich bei ihm um. Aber Vorsicht: Shiba Inu-Welpen sind extrem niedlich und verführen leicht zu einer unüberlegten Entscheidung! Nimm also Deine Kinder erst mit, wenn Du Dir selbst sicher bist, dass dieser Züchter und diese Rasse die richtigen sind!

Niemals solltest Du einen Welpen auf einem Tier-Markt oder aus dem Kofferraum eines dubiosen Hundehändlers kaufen! Zwar sind diese Hunde meist billiger als bei einem seriösen Züchter, aber dahinter steckt fast immer skrupellose und grausame Tierquälerei! Die Muttertiere werden unter schrecklichen Bedingungen als reine „Wurfmaschinen“ gehalten, die Welpen sind weder geimpft noch anderweitig tierärztlich versorgt, leiden oft schon bald nach dem Kauf an akuten, schlimmstenfalls tödlich verlaufenden Krankheiten oder bleiben zeitlebens ein Fall für den Tierarzt – und das ist unter dem Strich viel teurer als der Welpe aus einer seriösen und verantwortungsvollen Zucht!

Neben der Anschaffung über einen Züchter lohnt sich unter Umständen auch der Gang ins Tierheim – hier warten immer wieder auch reinrassige Hunde darauf, ein neues und schönes Zuhause zu finden. Auch haben sich verschiedene Tierschutzorganisationen ganz speziell der Hilfe für in Not geratene Shiba Inu oder Japanische Spitze verschrieben und suchen für solche Hunde die passenden, liebevollen Besitzer. Frag doch einfach mal nach.

Wie schon mehrfach erwähnt, taugt der Shiba Inu nicht unbedingt für Anfänger in der Hundehaltung. Aufgrund seines starken Willens und seiner Jagdleidenschaft ist hier Konsequenz, Geduld und Erfahrung gefragt. Um dem großen Bewegungsbedürfnis des Shiba Inu Rechnung zu tragen, muss der zukünftige Shiba-Besitzer sich darauf einstellen, die nächsten 10-15 Jahre täglich weite und abwechslungsreiche Runden zu laufen, was die Rasse für Senioren nicht unbedingt empfiehlt. Als Familienhund dagegen ist der Shiba durchaus geeignet, sofern die im Haushalt lebenden Kinder auch respektieren, dass der Hund seine Rückzugsmöglichkeiten braucht und dort in Ruhe gelassen werden muss. Unter diesen Voraussetzungen findest Du mit einem Shiba Inu einen treuen, anhänglichen und liebenswerten Gefährten, der Dich durch Dick und Dünn begleitet.