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Hunderassen für Senioren

von Simone Heitmann
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Hunde und rüstige Senioren passen sehr gut zusammen. Welche Hunderassen für Senioren sich am besten eignen und welche Gedanken sich Seniorinnen und Senioren bei der Anschaffung eines vierbeinigen Begleiters machen sollten, erfährst Du in diesem Artikel.

Vorteile von Hunden im Alter

Wer sich im Alter einen vierbeinigen Fellfreund zulegt, hat natürlich die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere Hundehalter. Für Seniorinnen und Senioren ist der Hund das letzte Kind, das Fell hat, so sagt man mit einem Augenzwinkernd unter Hundeleuten. Ob für Senioren-Paare oder Single-Senioren, einem Hund ein Zuhause zugeben, bedeutet wie für junge Leute auch, Pflichten zu haben aber auch die vielen tollen Vorteile genießen zu können. Zudem eignen sich bestimmte Hunderassen für Senioren ausgesprochen gut.

Fit und sozial

Einer der vielen Vorteile, sich einen Hund zuzulegen, ist sicherlich der gesundheitliche Aspekt. Mit dem Hund die Gassirunde bei Wind und Wetter zu gehen zu müssen, stärkt das menschliche Immunsystem. Die mehrmals täglichen Gänge halten zudem fit. Ein weiterer Aspekt sind die sozialen Kontakte, die sich durch die Begleitung eines Hundes automatisch ergeben. Hundeleute, die sich zufällig auf den Gassirunden begegnen, sprechen einfach miteinander. Hundethemen gibt es wie Sand am Meer. Sei es das lästige Zeckenthema im Sommer, die läufige Hündin von nebenan, die den eigenen unkastrierten Rüden ganz raschlig macht oder ob man im Winter dem Hund einem Hundemantel umlegt oder nicht. Soziale Kontakte und Interaktion sind durch Hunde vorprogrammiert.

Welche Hunde eignen sich für Senioren?

Ob Rassehund oder Mischling, der Hund muss charakterlich, rassespezifisch und altersgerecht zu seinem Menschen passen.

Hunderassen für Senioren: Worauf ältere Menschen Hundekauf achten sollten

Pflichten

Natürlich haben auch ältere Menschen genau dieselben Pflichten bei der Haltung eines Hundes, wie jüngere Menschen. Hundesteuer zahlen, sich um eine vernünftige Erziehung des Vierbeiners zu kümmern, die Verantwortung für das Handeln des Hundes zu übernehmen. Und selbstverständlich gehört auch das Bücken dazu, um die Hinterlassenschaften des Lieblings zu beseitigen.

Bereits vor der Anschaffung sollte man die Gesetze zur Hundehaltung in seinem Bundesland gut kennen. Wird der Hund in gemieteten Wohnraum leben, sollte man sich vorher seinen Mietvertrag zum Thema Tierhaltung durchlesen. Auch die Nachbarn sollte man vor dem Einzug des neuen Familienmitgliedes informieren.

Hunderassen für Senioren: Seniorin mit Hund im Park

Kosten eines Hundes

Neben den Anschaffungskosten sind auch immer die Folgekosten zu bedenken. Fressen, Pflegemittel, Hundesteuer, Kranken- und Haftpflichtversicherung, Tierarzt und Hundetraining sind nicht unerhebliche Summen, die zu bezahlen sind. Und bei dem ein oder anderen Neuhundebesitzer wird sich auch die Frage stellen, ob man das passende Auto für einen Hund hat.

Augen auf bei der Auswahl des Hundes

Wie bei jungen Erwachsenen, Familien mit Kindern oder mitten im Leben stehende Menschen, sind die Lebensumstände vor der Auswahl eines vierbeinigen Familienmittgliedes, auch für Senioren genau zu analysieren. Darauf sollten ältere Menschen vor dem Einzug eines Hundes besonders achten.

Passen Welpen zu Senioren?

Eine passende Antwort kann nur individuell getroffen werden. Züchter von Rassehunden, Tierheime und Tierschutzorganisationen schauen sich ältere Bewerbe aber sehr genau an.

Größe des Hundes

Egal ob man sich für einen Rassehund oder einen Mischling entscheidet, die Größe des Hundes ist ebenso für Senioren zu beachten, wie für alle. Egal ob man jung oder alt ist, man muss die Größe und damit die verbundene Kraft des Hundes körperlich beherrschen können. Ein ausgewachsener Deer Hound kann zum Beispiel bis zu 50 kg auf die Waage bringen. Wenn diese an sich charakterlich sehr sanftmütige und ausgeglichene Hunderasse mal außer Kontrolle gerät, ist sie selbst für einen sportiven und kräftigen jungen Mann nur äußerst schwer bis gar nicht zu händeln.

Senioren sollten daher realistisch einschätzen, was für sie in einer Ausnahmesituation noch körperlich zu händeln ist. Mittelgroße und kleinere Hunde sind körperlich einfacher in Stress- und Ausnahmesituationen zu führen.

Energie und Charakter des Hundes

Neben der Größe eines Hundes ist natürlich auch dem Energieniveau und der charakterlichen Eigenschaft einer Hunderasse Rechnung zu tragen. Ein kleiner Jack Russel Terrier oder Yorkshire Terrier, die beide für die Jagd gezüchtet wurden, mit ihrem überschäumenden Energielevel überfordern meist schon Menschen in den mittleren Jahren. Dasselbe gilt auch für einen mittelgroßen Hütehund wie den Australian Shepherd oder den Border Collie, die charakterlich und auslastungsmäßig sehr anspruchsvoll und nicht einfach zu führen sind.

Hunderassen für Senioren: Pflege- und Betreuungsaufwand

Ein ebenfalls wichtiger Punkt bei der Anschaffung eines vierbeinigen Hausgenossen ist der Pflege- und Betreuungsaufwand. Es gibt Hunderassen wie zum Beispiel Havaneser, Malteser oder auch Bolonka Zwetna, die aufgrund ihres wunderschönen Fells natürlich in der Fellpflege auch aufwendiger sind. Diese drei genannten Hunderassen sind zudem ausgesprochen menschenbezogene Hunde, die überall mit dabei sein wollen. Langezeit allein Zuhause sein ist daher gar nichts für sie.

Hunderassen für Senioren: Seniorin mit Hund auf einer Parkbank

Hunderassen für Senioren: Alter des Menschen - Alter des Hundes

Für viele Menschen ein Tabu-Thema, doch bei der Anschaffung eines Hundes sehr wichtig – das Alter der Halterin, des Halters und des Hundes. Wenn sich Senioren einen Hund als Partner neu zulegen, ist es mit am wichtigsten, dem Alter des Hundes und seinem eigenen Alter gerecht zu werden.

Eignung von Welpen als Seniorenhund

Seriöse Züchter, die Welpen zu vergeben haben, werden sich Interessenten im Seniorenalter sehr genau anschauen und beurteilen. Schließlich wird die Entscheidung für ein ganzes Hundeleben getroffen. Es kommt eher selten vor, dass ein Welpe in die Hände von Senioren gegeben wird. Und wenn Senioren ehrlich zu sich selbst sind und die Tragweite ihrer Verantwortung bewusst sind, werden sie sich eher für einen bereits erwachsenen Vierbeiner endscheiden.

Tierschutzorganisationen und auch Tierheime sind darauf spezialisiert, bereits älteren Menschen einen geeigneten Hund anzuvertrauen. Senioren sollten daher lieber einem älteren Hund eine zweite Chance auf ein schönes Zuhause geben, statt sich auf das Abenteuer Welpe einzulassen.

Worauf sollten Senioren beim Hundekauf achten?

Ob Senior, Middel-Aged oder Junior – ein vierbeiniges Familienmitglied muss immer in die individuelle Lebenssituation passen.

Hunderassen für Senioren - Unsere Top 10

Französische Bulldogge

Französische Bulldogge gehören zu den idealen Hunderassen für Senioren, wenn man keine sportiven Höchstleistungen mit seinem Hund erringen will, man gerne schmust und einen treuen Begleiter ohne Jagdambitionen haben möchte. Ob er in der Stadt oder auf dem Land lebt, ist dem Bully dabei eigentlich egal, Hauptsache man hat genügend Zeit für ihn und er muss nicht ständig allein bleiben. Denn als sehr menschenbezogener Hund, mag er das gar nicht. Als Ersthundebesitzer macht es der kleine Charmeur einen leicht, denn seine Ansprüche halten sich in Grenzen.

Als ausgewiesener Sonnenanbeter sollte man allerdings auf die Gesellschaft des Bullys verzichten. Denn Hitze und auch Kälte verträgt die Rasse nicht gut. Urlaube sollte man daher danach ausrichten oder den Hund in eine Hundepension geben.

Havaneser

Auch der Havaneser ist wie viele Begleit- und Gesellschaftshunde sehr menschenbezogen und gesellt sich somit zu den idealen Hunderassen für Senioren. Viele Stunden allein zu Hause ist nichts für den Havaneser. Zukünftige Urlaube sollten mit Hund geplant werden, da auch die beste Hundebetreuung für den Havaneser kein Ersatz für seinen Menschen ist. Der Havaneser will beschäftigt und gefordert werden. Tricks beibringen und schöne Spaziergänge sollten daher auf der To-Do-Liste eines jeden Havi Besitzer stehen.

Für Hundeanfänger eignet sich diese liebenswerte und leicht erziehbare Rasse besonders gut. Durch die fehlende oder kaum vorhandene Unterwolle ist der Havi auch für Allergiker geeignet. Wenn der Vierbeiner bei Alleinstehenden sogar dann noch im Mittelpunkt steht, umso besser. Ob der Havaneser in der Stadt oder auf dem Land lebt ist ihm egal, Hauptsache er ist ausgelastet und bei seinem Menschen.

Nicht zu unterschätzen ist der Pflegeaufwand für das Fell. Einmal am Tag sollte das schöne Fell gebürstet werden, um den Dreck zu entfernen, Verfilzungen vorzubeugen und den seidigen Glanz beizubehalten.

Labrador Retriever

Der Labrador Retriever ist ein Hund der Platz, Bewegung und Arbeit braucht. Tatsächlich ist ein Haus mit Garten für ihn ideal. Viele Stunden sollte der Labrador Retriever nicht allein Zuhause sein. Der Labrador ist ein aktiver Hund, der beschäftigt und gefordert werden will. Apportieren ist seine größte Leidenschaft. Auch sollten lange Spaziergänge am besten mit Schwimmmöglichkeiten auf der täglichen To-do-Liste stehen. Für Hundeanfänger ist der freundliche und ruhige Labrador gut geeignet. Der Wille, seinem Menschen zu gefallen, macht die Erziehung zu einer gemeinsamen Freude.

Die Fellpflege ist nicht besonders aufwendig. Aber der Labrador Retriever haart das ganze Jahr über. Die kurzen Haare werden sich überall in den vier Wänden wiederfinden. Auch da, wo man sie nicht haben möchte.

Mops

Der Mops ist ein Hund, der die Aufmerksamkeit seines Menschen benötigt. Auch wenn der Mops ein kleiner Hund ist, der sich auch gut in einer Stadtwohnung halten lässt, benötigt er regelmäßig Auslauf. Möpse lassen sich relativ leicht erziehen und sind auch für Hundeanfänger geeignet. Ihren ausgeprägten Spieltrieb sollte man gern bedienen und Schmuseeinheiten lieben die kleinen Vierbeiner auch. An das Röcheln beim Laufen und das Schnarchen im Schlaf wird man sich gewöhnen müssen, sowie den ein oder anderen Kommentar von unfreundlichen Menschen dazu.

Allein lassen sollte man den Mops nicht zu lange. Der Mops ist ein sehr menschenbezogener Hund und leidet, wenn sein Mensch nicht bei ihm ist. Wenn man also viel Zeit mit dem Hund verbringen möchte, gehört der Mops ebenfalls zu den idealen Hunderassen für Senioren.

Bolonka Zwetna

Der kleine Bolonka Zwetna ist ein verspielter und sehr menschenbezogener Hund. Wer ihm seine volle Aufmerksamkeit schenkt, erhält einen treuen und verschmusten Hund. Alleinsein ist aber überhaupt nichts für den Bolonka. Doch ist der Bolonka auch sehr gern draußen. Spielen mit seinem Menschen oder auch anderen Hunden liegt in seiner DNA. Die Erziehung ist mit dem intelligenten und aufmerksamen Hund auch für Hundeanfänger gut machbar. Einen Jagdtrieb oder aggressives Verhalten wird man beim Bolonka Zwetna nicht finden, was für harmonische Spaziergänge optimal ist.

Pudel

Die intelligenten Hunde gibt es in vier verschiedenen Typen und Größen: Großpudel, Kleinpudel, Zwergpudel und Toypudel. Der Pudel hat eine ruhige und aufgeschlossene Art. Aggressives Verhalten liegt ihm fern. Er steht gerne im Mittelpunkt, liebt es zu Spielen und dem Menschen zu gefallen. Seine liebevolles und treues Wesen macht ihn zu einem perfekten Seniorenhund. Der Pudel ist ebenso lernwillig und gut erziehbar, dabei steht er gerne im Mittelpunkt und liebt die Geselligkeit mit Menschen oder Artgenossen.

Wer sich gerne mit Fellpflege beschäftigt, hat mit einem Pudel die richtige Wahl getroffen. Denn das Lockenkleid benötigt wöchentliches kämmen, damit es nicht verfilzt. Jedoch verliert ein Pudel keine Haare, das heißt der Putzaufwand in der Wohnung hält sich mit dieser Hunderasse in Grenzen.

Malteser

Die kleinen, weißen Hunde sind klug, gutmütig und lieben es zu spielen. Zwar sind sie sehr wachsam und bekommen viel von ihrer Umwelt mit, neigen aber eher selten dazu, viel zu kläffen. Das lange weiße Haarkleid bedarf einer regelmäßigen Pflege, macht sie durch das besondere Aussehen aber zu äußerst einzigartigen Hunden. Malteser sind lernwillig und wollen ihren Menschen gefallen. Im Umgang mit den kleinen Hunden sollte man nicht zu schroff sein, da sie ein recht sensibles Wesen haben.

Den Malteser sollte man nicht lange alleine lassen, er ist am liebsten mit seinen Menschen überall mit dabei.

Bernhardiner

Die große Hunderasse gilt als besonders ruhig und ausgeglichen. Gleichzeitig ist der Hund sensibel und benötigt einen engen Kontakt zu seinen Menschen. Bernhardiner haben einen ausgeprägten Schutzinstinkt und sind daher sehr wachsam und verlässlich. Die Rasse gilt als verspielt, verschmust und liebevoll.

Bernhardiner benötigen eine konsequente Erziehung, da sie teilweise zur „Dickköpfigkeit“ neigen. Wenn sie jedoch Liebe und Zuneigung mit einer gewissenhaft Erziehung erfahren, erweisen sie sich als äußerst treue und folgsame Wegbegleiter für Senioren.

Bichon Frisé

Die kleine Rasse gilt als charmant und munter. Bichon Frisés sind gerne überall mit dabei, lieben ihre Menschen und stehen gerne im Mittelpunkt. Ihre freundliche, aufgeweckte Art macht sie sehr beliebt. Sie sind zwar wachsam, dabei jedoch selten aggressiv. Auch zum vielen Bellen neigen sie eher selten. Die kleinen Hunde lieben Streicheleinheiten und sind dabei gerne nah bei ihren Menschen auf dem Schoß. Ihr lieber und unkomplizierter Charakter macht sie somit zu einem sehr geeigneten Seniorenhund.

Yorkshire Terrier

Die kleinen wachsamen Hunde sind sehr treue Wegbegleiter. Mit ihrem ausgeprägten Schutzinstinkt schlagen sie immer an, wenn ihnen irgendetwas seltsam erscheint. Die Hunde gelten als lebhaft und aktiv. Sie verstehen sich gut mit anderen Artgenossen oder Kindern, versuchen jeodoch trotz ihrer kleinen Größe bei anderen Hunden häufig „den Chef raushängen zu lasen“. Sie brauchen viel Bewegung und lieben es mit ihren Menschen unterwegs aktiv zu sein. Wenn die Hunde dies bekommen, gelten sie als umgänglich und ausgeglichen.

Die Erziehung sollte konsequent und klar sein: Yorkshire Terrier benötigen genaue Regeln und Vorgaben was erlaubt ist und was nicht.

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