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Dobermann

von Kolja von edogs
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Die FCI führt den Dobermann im Standard Nr. 143 in der Gruppe 2 der Pinscher und Schnauzer, Molossoide und Schweizer Sennenhunde. Dort gehört er in Sektion 1.1 den Pinschern und Schnauzern an.

Dobermann im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 63-72 cm
Gewicht: Rüden: 40-45 kg, Hündinnen: 32-35 kg
FCI-Gruppe: 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Sektion: 1: Pinscher und Schnauzer
Herkunftsland: Deutschland
Farben: Kitz, Schwarz, Rot, Blau, Weiß, Schwarz-Dunkelbraun
Lebenserwartung: 10-14 Jahre
Geeignet als: Wach-, Schutz- und Begleithund (Familienhund wenn Sachkenntnisse da sind)
Sportarten: Agility, Obedience
Charakter: Intelligent, Aufmerksam, Gehorsam, Loyal, Energiegeladen, Furchtlos
Auslaufbedürfnisse: mittel
Sabber-Potential: eher hoch
Stärke des Haarens: eher hoch
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: kurz, hart, dicht
Kinderfreundlich: mittel
Familienhund: ja
Sozial: nein

Herkunft und Rassegeschichte

Dobermann Welpe

Der Dobermann wird heute oft als Gebrauchshund eingesetzt.

Genau genommen ist der Dobermann ein Sachse. Die Züchtung der Rasse ging von der sächsischen Stadt Apolda aus. Hier lebte im 19. Jahrhundert ihr Namensgeber Friedrich Louis Dobermann. Er wünschte sich einen großen, kräftigen und schlanken Hund mit vielseitigen Eigenschaften. Daher paarte er zunächst seine Mischlingshündin mit einem traditionellen Fleischerhund, dem Vorläufer des heutigen Rottweilers. In den späteren Generationen mischte er Pinscher und Jagdhunde ein. Eine letzte Kreuzung mit einem Greyhound sorgte für den eleganten, schlanken Körperbau des Dobermanns.

Aufgrund seiner Unerschrockenheit und Vielseitigkeit wurde der Dobermann schon früh als Polizeihund eingesetzt. Als solcher wurde er zu Beginn der 1920er Jahre offiziell anerkannt. Das brachte ihm den Beinamen Gendarmenhund ein. Verwendung fanden die mutigen Tiere außerdem in den Weltkriegen als Sanitäts- und Meldehunde sowie für die Minensuche.

Darüber hinaus dienten sie, ähnlich wie Schäferhunde und Airedale Terrier als Wachhund in Konzentrationslager. Die FCI erkannte die Rasse 1955 offiziell an. Heute ist die Hunderasse oft als Gebrauchshund tätig. Das kann der Einsatz bei der Polizei, dem Zoll oder als Blindenführhund sein.

Ist ein Dobermann ein Listenhund?

In Deutschland ist der Dobermann im Bundesland Brandenburg ein Listenhund. In der Schweiz ist er im Kanton Wallis vollständig verboten und in neun weiteren Kantonen als gefährlicher Hund gelistet.

Wesen & Charakter vom Dobermann

Dem Dobermann eilt der Ruf eines unerschrockenen Hundes mit einer gewissen Grund-Aggressivität voraus. Im Bundesland Brandenburg ist der Dobermann daher als gefährlicher Hund gelistet. In der Schweiz gilt die Rasse allgemein als gefährlich. Zucht, Haltung und Einfuhr sind im Kanton Wallis verboten. Neun weitere Kantone führen den Dobermann ebenfalls als Listenhund.

Aufgrund der vielfältigen Hunderassen in seiner Ahnenreihe zählen einige aggressive Tiere zu seinen Vorfahren. Mit der ursprünglichen Haltung und Prägung als Wach- und Schutzhund erhielt der Dobermann sich diese Eigenschaft über lange Zeit.

Inzwischen legen Züchter vermehrt Wert auf einen zwar achtsamen und mutigen, aber freundlichen und ungefährlichen Charakter. Wer heute einen Welpen bei einem verantwortungsbewussten Züchter kauft, erhält ein Tier, das keinesfalls aggressiv ist. Bei falscher Haltung kann diese Ur-Eigenschaft jedoch wieder auftreten.

Wie bei nur wenigen Rassen verfolgen Züchter des Dobermanns unterschiedliche Zuchtziele. Einige Züchter legen ihren Schwerpunkt auf die typischen Wesensmerkmale eines Wach- und Schutzhundes. Sie bewahren Eigenschaften wie mittlere Schärfe und Reizschwelle für den Einsatz der Tiere als Polizei- und Militärhunde sowie als aufmerksame Wachhunde.

Andere Züchter achten gezielt darauf, ausschließlich Elterntiere mit freundlichem und ausgeglichenem Wesen zu paaren. Ihre Arbeit zielt auf die Schaffung friedlicher und kinderlieber Familienhunde ab. Vor dem Kauf sollten Interessenten sich daher zunächst nach den expliziten Zielen eines Züchters erkundigen.

Dobermann im Auslauf

Der Dobermann hat eine gute Auffassungsgabe und hohe Einsatzbereitschaft.

Der Dobermann ist grundsätzlich:

  • treu
  • anhänglich
  • freundlich
  • verschmust
  • mutig
  • selbstbewusst
  • unerschrocken
  • aufgeschlossen
  • neugierig
  • arbeitsfreudig
  • wachsam
  • sensibel
  • scharfsinnig
  • temperamentvoll
  • intelligent

Weitere Eigenschaften, die einen Dobermann auszeichnen, sind seine gute Auffassungsgabe, eine hohe Einsatzbereitschaft sowie mittlere Schärfe und Reizschwelle. Während der Hund sich in der Familie anhänglich und friedlich zeigt, tritt er Fremden gegenüber zunächst misstrauisch auf. Abhängig von seinen individuellen Eigenschaften kann er dieses Misstrauen durch aufgerichtetes Fell und gefletschte Zähne deutlich zeigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Dobermann grundlos Menschen oder andere Tiere angreift. Sein Rudel, seine Familie und sein Revier verteidigt der Hund allerdings konsequent.

Einige Dobermänner verfügen über einen ausgeprägten Jagdinstinkt, andere zeigen Eigenschaften eines Hütehundes. Das Verhalten der Tiere kann also sehr ambivalent ausfallen, sodass jeder Dobermann in gewisser Weise ein Individualist ist.

Wie viel kostet ein Dobermann?

Bei einem seriösen Züchter kosten Dobermann Welpen zwischen 1.000 und 1.300 Euro.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Dobermanns

Der Dobermann zeichnet sich durch einen eleganten und ausgeprägt muskulösen Körperbau aus. Er erscheint beinahe quadratisch und zeigt eine insgesamt stolze Körperhaltung. Der Rücken fällt zur Kruppe und zur Rute hin minimal ab. Da die hoch angesetzte Rute nicht mehr kupiert werden darf, reicht sie bis zu den Fersen. Die Rutenspitze ist in entspannter Haltung leicht nach außen gedreht.

Dem Körperbau entspricht der Kopf des Hundes. Er ist schlank und kräftig geformt. Seine mittelgroßen Augen haben eine ovale Form und eine tiefbraune Farbe. Dank des Kupierverbots umrahmen mittellange Schlappohren das Gesicht. Der Fang ist kräftig und von eng anliegenden Lefzen umgeben. Den Abschluss bildet ein ausgeprägter Nasenschwamm in der Farbe des Fells, schwarz oder braun.

Der Dobermann hat ein kurzes, glänzendes und eng anliegendes Fell. Bei den meisten Tieren ist das Fell schwarz mit deutlichen rostroten Abzeichen. Diese befinden sich:

  • oberhalb der Augen
  • im Bereich des Fangs
  • auf den Innenseiten der Läufe
  • an den Pfoten
  • an der Brust
  • an der Kehle
  • im Bereich des Sitzhöckers

Seltener sind Dobermänner mit dunkelbraunem Fell. Die Fellfarbe ist ebenfalls von rostroten Abzeichen unterbrochen.

Die Hunde bewegen sich energisch, aber elegant und besitzen gerade und kräftige Läufe. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 68-72 cm, Hündinnen werden hingegen nur zwischen 63-68 cm groß. Dabei haben die Hunde im ausgewachsenen Alter ein Gewicht von 35-45 kg, abhängig von Größe und Geschlecht.

Wie groß ist ein Dobermann?

Hündinnen werden bis zu 68 Zentimeter groß, Rüden bis zu 72 Zentimeter.

Erziehung & Haltung des Dobermanns- Das gilt es zu beachten

Der Dobermann ist ein eher großer und sehr aktiver Hund. Seine Haltung erfordert ausreichend Platz und Auslauf. Ein Haus mit Garten in ländlicher Umgebung kommt seinem Temperament entgegen. Wie die meisten Hunde sind Dobermänner nicht gern alleine. Sie fühlen sich in Familien wohl, in denen stets eine Person an ihrer Seite ist. Wird der Hund häufig und lange allein gelassen oder muss draußen in einem Zwinger leben, kann er aggressives Verhalten zeigen. Der Platz für sein Körbchen ist also im Haus und inmitten der Familie.

Dobermänner sind kinderlieb und toben gerne. Aufgrund ihres Gewichts und ihrer Größe sollten die Kinder der Familie bereits etwas älter sein. Kleine Kinder sollten nicht unbeobachtet mit dem Hund zusammen sein. Sie verfügen nicht über das nötige Einfühlungsvermögen im Umgang mit dem Tier und können ihm unter Umständen Schmerzen zufügen. Die Reaktion des Hundes darauf ist schwer vorhersehbar.

Ein Dobermann ist kein Hund für Anfänger in der Hundehaltung. Er benötigt eine durchgehend konsequente Erziehung und klare Grenzsetzungen. Achten seine Besitzer nicht auf Einhaltung der Grenzen, wird das intelligente und äußerst lernfähige Tier schnell das ihm eigene Selbstbewusstsein zeigen. Er entscheidet dann selbst, was richtig oder falsch ist.

Dem Dobermann ist ein ausgeprägter Beschützerinstinkt angeboren. Es ist daher wichtig, diesen in der Erziehung einzugrenzen. Ansonsten kann der Hund sich zu einem scharfen und aggressiven Tier entwickeln. Dasselbe passiert, wenn es der Erziehung am nötigen Einfühlungsvermögen fehlt. Dobermänner brauchen bei aller Konsequenz eine liebevolle Erziehungsmethode. Dazu gehören Lob und Belohnung, wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt. Strafen und laute Beschimpfungen sind fehl am Platz, wenn ihm das einmal nicht gelingt. Ein bestimmender Ton ohne erhöhte Lautstärke reicht aus, um sein Fehlverhalten zu kritisieren.

Da der Dobermann ein sehr sensibler Hund ist, reagiert er schnell auf das Verhalten seines Besitzers und spiegelt es. Verhält sich dieser in der Rolle des Rudelführers nervös und unsicher, überträgt sich das auf den Hund. Daher ist es umso wichtiger, dass die Bezugsperson souverän und ruhig agiert. Auf diese Weise verdeutlicht sie dem Tier, dass es sich sicher fühlen und leiten lassen kann.

Als arbeitsfreudige Tiere benötigen Dobermänner eine Aufgabe, um körperlich und geistig ausgelastet zu sein. Mehrstündige Spaziergänge gehören zum täglichen Programm für Hund und Halter. Dabei reicht es nicht aus, neben dem Hund herzulaufen. Vielmehr ist es sinnvoll, stets kleine Spiele und Aufgaben in den Spaziergang einzubeziehen. Eine ideale Ergänzung ist die aktive Ausführung einer Hundesportart.

Die Gewöhnung des Dobermanns an seine Umwelt und die Sozialisierung beginnen bereits beim Züchter. Beides sollte nach dem Einzug im neuen Zuhause in einer Welpenschule fortgesetzt werden. Hier bekommt der Hund den nötigen Kontakt zu gleichaltrigen Artgenossen und sammelt seine ersten Erfahrungen. Später in der Hundeschule lernen Hund und Besitzer den richtigen Umgang miteinander und mit anderen Menschen und Tieren

Kann der Dobermann mit Katzen und anderen Kleintieren zusammen leben?

Bei frühzeitiger Gewöhnung ist das Zusammenleben mit anderen Tieren in der Regel unproblematisch.

Ernährung des Dobermann

Als aktiver und kraftvoller Hund benötigt der Dobermann ein nährstoffhaltiges und hochwertiges Futter. Er frisst Trocken- und Nassfutter. Die Hunde können außerdem sehr gut mit rohem Fleisch im Sinne des BARF ernährt werden. Ergänzt um Vitamine bietet diese Form der Fütterung den optimal großen Fleischanteil. Ebenso ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit frischem, gekochtem Fleisch und Trockenfutter sowie ein wenig Gemüse gesund für die Hunde.

Als Zwischenmahlzeit eignen sich Hundekuchen mit einem hohen Fleischanteil wie beispielsweise Pansenbrot. Trockenfleisch und Kauartikel aus Rinderhaut gehören zu den Lieblings-Leckerchen der meisten Hunde. Folgende Speisen sind für den Dobermann und teilweise sogar giftig:

  • Schokolade und kakaohaltige Lebensmittel
  • rohes Schweinefleisch
  • Schweineknochen
  • gegarte Knochen allgemein
  • Tomaten
  • Auberginen
  • rohe Hülsenfrüchte
  • rohe Kartoffeln

Auf diese Zutaten ist vor allem zu achten, wenn die Dobermänner Essensreste bekommen oder vom Tisch gefüttert werden. Knochen sollen Hunde nur in kleinen Mengen erhalten, da sie Verstopfungen verursachen. Zudem können scharfkantige Splitter den Hund verletzen.

Der Dobermann hegt ein entspanntes Verhältnis zur Futtermenge und neigt daher nicht zu Übergewicht. Die tägliche Futterration sollte auf zwei Mahlzeiten verteilt werden. Nach dem Fressen benötigen die Hunde eine ruhige Phase, um das bei allen großen Hunden bestehende Risiko einer Magendrehung auszuschließen.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Dobermanns beträgt zwischen 10 und 13 Jahren. Sie ist abhängig von den optimalen Haltungsbedingungen und einer guten Ernährung.

Dobermann im Sprung

Ein Dobermann ist zuchtbedingt sehr Krankheitsanfällig.

Leider neigt die Rasse zu verschiedenen, teilweise schweren Erkrankungen. Dazu zählen:

  • Dilatative Kardiomyopathie (DCM, Herzerweiterung, Herzmuskelschwäche)
  • Pulmonalstenose (Verengung der Lugenarterie)
  • Hauterkrankungen wie Follikulitis
  • Zinkmangel
  • Hüftgelenksdysplasie
  • Ellenbogengelenksdysplasie
  • Blue Dobermann Syndrom (Alopezie, Hauterkrankung)
  • Wobbler-Syndrom (Wirbelsäulen-Erkrankung)
  • von-Willebrand-Krankheit (Blutgerinnungsstörung)
  • Kongenitales Vestibularsyndrom (Erkrankung des Innenohrs)
  • Dancing Dobermann Disease (neurologische Erkrankung)
  • Schilddrüsenunterfunktion

Insbesondere DCM ist beim Dobermann weit verbreitet. Die Herz-Erkrankung wird auf genetische Ursachen zurückgeführt. Durch Erschlaffung der Herzmuskulatur schlägt das Herz schwächer und neigt zu Herzrhythmusstörungen. Die Erkrankung tritt meist ohne vorher erkennbare Symptome auf und führt innerhalb kurzer Zeit zum Tod.

Das Blue Dobermann Syndrom tritt ausschließlich bei Hunden mit grau-blauem Fell auf. Diese Fellfarbe entsteht durch spezielle Zucht, die in Deutschland als Qualzucht verboten ist. Symptome sind Verkümmerung der Haarfollikel und in der Folge starker Haarverlust, rissige und trockene Haut, Ekzeme und Entzündungen.

Die Dancing Dobermann Disease ist eine seltene Erkrankung, die nur Dobermänner und Pinscher befällt. Durch die neurologische Erkrankung kommt es zunächst zu einer Schwächung der Hinterhand und später zu Lähmungserscheinungen. Der Hund entwickelt einen tänzelnden Gang, der dieser Krankheit den Namen gibt.

Eine weitere, oft angeborene Erkrankung ist die Pulmonalstenose, eine Verengung der Lungenarterie. Das Herz erhöht die Pumpleistung, um den verringerten Blutfluss zu kompensieren. Daraufhin weitet sich die rechte Herzkammer und der Dobermann kann an Leistungsschwäche und Herzrhythmusstörungen leiden. Die Behandlung der Pulmonalstenose kann durch eine Operation erfolgen, jedoch ist es viel wichtiger, dass die Ernährung des Hundes angepasst wird. Dadurch wird der Stoffwechsel entlastet und das Herz kann besser arbeiten.

Das Fell der Dobermänner hat keine Unterwolle. Bei Nässe und Kälte frieren die Hunde leicht und gehen nicht gerne aus dem Haus. Sie sollten daher im Winter einen Mantel tragen.

Pflege des Dobermanns

Das kurze, glatte Fell des Dobermanns benötigt wenig Pflege, zumal es keine Unterwolle aufweist. Es reicht aus, den Hund zwei- oder dreimal in der Woche abzubürsten. Dabei werden Schmutz und Pflanzenreste aus dem Fell entfernt. Außerdem lösen sich abgestorbene Haare, sodass der Dobermann allgemein nur wenig haart. Die Krallen benötigen Aufmerksamkeit, wenn der Hund selten auf asphaltierten oder gepflasterten Flächen läuft. Sie nutzen sich dann weniger ab und müssen gelegentlich zurückgeschnitten werden. Die Krallen sollen nicht über die Ballen hinausstehen.

Dobermann – Aktivitäten und Training

Der agile Dobermann benötigt sehr viel Bewegung. Mehrstündige Wanderungen und mehrere Spaziergänge am Tag tragen dazu bei, den Hund auszulasten und fördern ein ausgeglichenes Wesen. Die kräftigen Hunde eignen sich auch zum Laufen neben dem Fahrrad. Um das Tier auch mental zu fordern, sind während der Spaziergänge Fährtensuchspiele, Apportierspiele oder kleine Versteckspiele sinnvoll. Nach einer anschließenden Ruhepause kann es dann zu Hause mit Intelligenzspielen weiter gehen. Auf diese Weise liebt ein Dobermann seinen Tagesablauf.

Zur Auslastung bietet sich außerdem Hundesport an. Dobermänner haben Freude an folgenden Sportarten:

  • Agility
  • Obedience
  • Dogdancing
  • Turnierhundesport
  • Begleithundesport
  • Dog-Biathlon
  • Fährtensuche
  • Mantrailing
  • Mobility
  • Rally Obedience

Alle Sportarten fordern den Hund körperlich und geistig. Damit tragen sie zu seiner optimalen Auslastung bei.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Dobermanns

Dobermänner spielten bereits in vielen Filmen eine wichtige Rolle. Die „Jungs“ Zeus und Apollo waren regelmäßig in der Krimiserie „Magnum“ vertreten. Eine eher unrühmliche Rolle spielten die Dobermänner Laurel und Hardy in der Folge „Mord per Telefon“ der Krimiserie „Columbo“. In dem Film „The Doberman Gang“ assistieren sechs dressierte Dobermänner einem Bankräuber. Der gefräßíge Filmkater Garfield erklärt im Film den Dobermann Luca zu seinem Feind.

Der Dobermann ist die einzige deutsche Hunderasse, die nach ihrem Begründer benannt ist.

Nachteile des Dobermanns

Die Nachteile der Rasse bestehen einerseits in ihrer zuchtbedingt hohen Krankheitsanfälligkeit sowie in der Rassenproblematik. Aufgrund seiner begrenzten Reizschwelle und des ausgeprägten Beschützerinstinkts ist eine gute Erziehung dringend notwendig. Ein schlecht erzogener Dobermann kann seinen Besitzer und andere Menschen in unangenehme Situationen bringen.

Wie gefährlich ist der Dobermann?

Obwohl einige Regierungen den Dobermann als gefährlichen Hund einstufen, ist die Rasse nicht grundlegend gefährlich. Bei falscher Haltung und Erziehung kann die natürliche Schärfe des Hundes in den Vordergrund treten. Dadurch kann ein Dobermann gefährlich werden.

Passt der Dobermann zu mir?

Der Dobermann fühlt sich in einer aktiven Familie wohl. Kleine Kinder beschützt er aktiv. Mit größeren Kindern tobt er voller Freude. Um seinen hohen Bewegungsdrang zu stillen, benötigt der Dobermann sehr aktive Menschen.

Seine Besitzer müssen mehrere Stunden am Tag für Bewegung sorgen. Damit verbunden ist ein großer Zeitaufwand. Hundeerfahrene Menschen, die mit einem Dobermann zusammenleben möchten, sollten all diese Aspekte beachten, bevor sie sich für diese Rasse entscheiden.

Dobermann im Sitzen

Der Dobermann hat ein hohen Bewegungsdrang und liebt es zu toben.

Für wen eignet sich ein Dobermann?

Die Rasse ist nach wie vor verbreitet bei der Polizei und im Militäreinsatz. Aufgrund seiner vielseitigen Eigenschaften eignet sich der Dobermann auch als Blinden-, Rettungs- oder Therapiehund. Abhängig von den genetischen Vorbedingungen und der Sozialisierung sind Dobermänner beliebte Familienhunde.