American Staffordshire Terrier

Beim American Staffordshire Terrier handelt es sich um eine relativ junge Hunderasse, die aber auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Auch wenn es aufgrund seiner traurigen Vorgeschichte – seine Vorfahren wurden lange von skrupellosen Menschen als Kampfmaschinen missbraucht – immer noch viele, mittlerweile eher unbegründete Vorbehalte gegen diese Rasse gibt, findet der verantwortungsvolle Hundehalter hier einen treuen und familienfreundlichen Begleithund.

Internationale Anerkennung erfuhr die Rasse im Jahre 1972. Seither wird der American Staffordshire Terrier von der FCI in der Gruppe 3: Terrier, Sektion 3: Bullartige Terrier, ohne Arbeitsprüfung, geführt.

American Staffordshire Terrier im Steckbrief

Steckbrief
Größe:  43-48 cm
Gewicht:  28-40 kg
FCI-Gruppe:  3: Terrier
Sektion:  3: Bullartige Terrier
Herkunftsland: USA
Farben:  Kitz, Brindle, Schwarz, Blau, Braun, Sable
Lebenserwartung: 10-12 Jahre
Geeignet als: Begleit-, Therapie-, Familien-, Rettungs- und Wachhund
Sportarten: Agility, Trickdogging
Charakter: Aufmerksam, Freundlich, Ergeben, Mutig, Loyal, Zäh
Auslaufbedürfnisse:  hoch
Sabber-Potential
Stärke des Haarens  –
Pflegeaufwand:  gering
Fellstruktur:  kurz, dicht, steif, glänzend
Kinderfreundlich:  eher ja
Familienhund:  ja
Sozial:  –

Herkunft und Rassegeschichte

American Staffordshire Terrier im Wald
Der American Staffordshire Terrier ist mutig und furchtlos.

Ursprünglich in den englischen Midlands der Grafschaft Staffordshire beheimatet, wurden die Vorfahren des American Staffordshire Terriers dort als stämmige, wendige Hunde für blutige Hunde- und Tierkämpfe in der sogenannten Pit, der Kampfarena, gezüchtet. Hier kämpften Hund gegen Hund, Hund gegen Dachs, Hund gegen Ratten, immer auf Leben und Tod. Diese grausame Tierquälerei wurde schließlich im Jahre 1835 in England verboten, ging aber im Verborgenen immer noch weiter. Daraufhin gelangten um 1860 einige dieser Hunde, die unter den Namen Pit Bull Terrier, Bull-and-Terrier oder auch Staffordshire Terrier bekannt waren, mit britischen Aussiedlern in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo zunächst weiterhin Hundekämpfe mit ihnen ausgetragen und sie für diesen Zweck auch weiter gezüchtet wurden.

Diese Kämpfe, auf die auch viel Geld gewettet wurde, fanden vor allem im Nordosten der USA im ausklingenden 19. Jahrhundert gewerbsmäßig und in großem Stil statt. Sie waren ein sehr lukratives Geschäft, bis sie schließlich auch dort per Gesetz endlich verboten wurden. Da zu dieser Zeit die kräftigen, wachsamen Hunde bereits vor allem von Farmern als Wachhunde geschätzt waren, begannen Züchter damit, die positiven Eigenschaften dieser Hunderasse zu fördern. Sie legten vermehrten Wert auf Aussehen, Größe und Wesen ihrer Tiere.

Mit der offiziellen Rasse-Anerkennung als „Staffordshire Terrier“ durch den American Kennel Club im Jahr 1936 grenzte sich die Zucht endgültig von der weiterhin illegal betriebenen Nutzung von Hunden, den sogenannten Pit Bull Terriern, für die Kampfarena ab. Die seriöse Ausrichtung der Rasse mit dem besonderen Fokus auf Aussehen und Familientauglichkeit begann. Erst Anfang der 1970er Jahre wurde zur Abgrenzung von den kleineren britischen Verwandten, den Staffordshire Terriern, die Rasse offiziell in „American Staffordshire Terrier“ umbenannt und wird seither auch nach einem klaren Rassestandard gezüchtet.

Wesen & Charakter vom American Staffordshire Terrier

Der American Staffordshire Terrier oder auch „Amstaff“ ist ein mutiger und furchtloser Hund mit sehr lebhaftem Temperament, der äußerst anhänglich gegenüber seinem Besitzer und seiner Familie ist, gerne spielt und beschäftigt werden möchte. Sein stark ausgeprägter Schutzinstinkt gegenüber seinem „Rudel“, also der Familie, der hohe Bewegungsdrang und sein oft dominantes Verhalten gegenüber Artgenossen erfordern von Anfang an eine konsequente und klar rangeinweisende Erziehung des Welpen.

Eine frühzeitige Sozialisierung mit anderen Hunden sollte zum Beispiel in Welpenspielgruppen gezielt gefördert werden. So wird aus dem intelligenten und aufmerksamen Amstaff schnell ein folgsamer und gutmütiger Familienhund, der wenig bellt und mit seiner ruhigen und gelassenen Art ein angenehmer Begleiter ist. Gerne geht er ausgiebig spazieren oder wandern, lernt auch am Fahrrad zu laufen und spielt für sein Leben gern Ball- oder Apportierspiele.

Eignet sich der American Staffordshire Terrier als Familienhund?

Ein gut erzogener und sozialisierter Amstaff ist ein toller Familienhund!

Aussehen des American Staffordshire Terriers

American Staffordshire Terrier draußen
Der American Staffordshire Terrier hat einen muskulösen Körper und kann nahezu alle Fellfarben haben.

Der American Staffordshire Terrier zeichnet sich durch einen kräftigen, muskulösen Körperbau aus. Die breite Brust und die stämmigen Beine wirken nach wie vor bullig und imposant, dennoch sind diese Hunde sehr wendig und aktiv. Rüden erreichen eine Schulterhöhe zwischen 46 und 48 cm bei einem Gewicht bis etwa 30kg. Hündinnen sind etwas kleiner und leichter mit 43-46 cm Schulterhöhe und etwa 20-25 kg.

Der Kopf ist breit mit mittellangem Fang, schwarzer Nase und dunklen, runden Augen. Die Ohren kommen entweder als Kipp-Stehohr oder auch als sogenanntes Rosenohr vor. Während in einigen anderen Ländern zum Teil immer noch kupierte Ohren vom Rassestandard vorgeschrieben werden, ist diese Praxis in Deutschland bereits seit 1986 gesetzlich verboten. Auch die Einfuhr und seit 2001 sogar das Ausstellen kupierter Hunde sind hierzulande untersagt. Die Rute ist mittellang und wird meist gerade nach hinten gestreckt.

Das Fell des Amstaff ist kurz, hart und glänzend. Es sind nahezu alle Fellfarben erlaubt, von Weiß über Grau, Rehbraun, Dunkelbraun bis Schwarz, einfarbig, mehrfarbig, gestromt oder gefleckt. Unerwünscht sind laut Rassestandard jedoch leberfarben oder schwarz mit braunem Brand (wie etwa beim Dobermann oder Rottweiler), außerdem mehr als 80% weiß (bei dieser Fellfärbung kommt es vermehrt zu genetisch bedingter Taubheit des Hundes).

Erziehung & Haltung des American Staffordshire Terriers – Das gilt es zu beachten

Aufgrund seiner Größe und Kraft und wegen seines starken Charakters, der sich bei mangelnder Führung schnell in Dominanzverhalten äußert, ist der American Staffordshire Terrier nicht als Anfängerhund oder für Senioren zu empfehlen. Mehrjährige Erfahrung in der Erziehung und Haltung von Hunden speziell dieser oder ähnlicher Rassen und auch genügend körperliche Kraft sollte also vorhanden sein, bevor man sich für diese Hunderasse entscheidet.

Eine ruhige, konsequente und respektvolle Erziehung mit klaren Kommandos und starker Führung sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. Gerade der fast erwachsene, pubertierende Hund wird immer wieder einmal versuchen, die Rangordnung im Rudel in Frage zu stellen, wenn er nicht konsequent immer in seine Schranken gewiesen wird. Ganz wichtig ist es hier, dass er frühzeitig lernt, alle Familienmitglieder zu akzeptieren und zu respektieren.

Treten Probleme bei der Erziehung oder im Verhalten des Hundes auf, sollte man als Halter auch nicht lange zögern und sich professionelle Hilfe bei einem erfahrenen Hundetrainer suchen, der sich mit dieser Rasse auskennt. So kann in vielen Fällen das Problem im Keime erstickt werden, bevor es andernfalls zu dramatischen Zwischenfällen, zur Abgabe des Hundes in ein Tierheim oder schlimmstenfalls sogar zur behördlich angeordneten Tötung des Hundes kommt.

Amstaffs brauchen engen Kontakt zu ihrer Bezugsperson bzw. zur Familie. Zwingerhaltung oder ähnliche rudelferne Unterbringung ist also nicht artgerecht. Die Möglichkeit zu freiem Auslauf im eigenen, gut eingezäunten Garten dagegen schätzen sie sehr, vor allem dann, wenn sich hier auch noch jemand mit ihnen beschäftigt oder zumindest interessantes Spielzeug vorhanden ist. Aber Achtung: Ein zu niedriger Gartenzaun stellt für die zwar kompakten, aber ungemein sprungfreudigen Hunde keine Grenze dar, wenn die Langeweile zu groß wird und es jenseits des Zaunes so viel spannender ist! Eine Einfriedung sollte mindestens 1,60 Meter Höhe haben, und es dürfen keine „Sprunghilfen“ wie etwa Mülltonnen oder Gartenmöbel daran gestellt werden.

Ist der American Staffordshire Terrier für Senioren geeignet?

Da vor allem die männlichen Exemplare dieser Rasse recht groß und kräftig werden und diese Hunde vor allem auch ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein entwickeln, sollte man sich ab einem bestimmten Lebensalter bzw. abhängig von der eigenen Körperkraft und seiner Hundeerfahrung überlegen, ob es diese Rasse sein muss.

Ernährung des American Staffordshire Terriers

Der American Staffordshire Terrier stellt keine besonderen Ansprüche an seine Ernährung und kann, sofern im Einzelfall keine medizinisch festgestellte Unverträglichkeit vorliegt. Er kann mit jedem hochwertigen Hundefertigfutter auf Fleischbasis (Trocken- oder Nassfutter) gefüttert werden. Auch das BARFen (BARF = Biologisch artgerechte Rohfütterung), also die Fütterung mit rohen Zutaten, ist eine Möglichkeit. Dabei müssen aber gute Kenntnisse des Halters vorhanden sein, um eine Mangelernährung des Hundes zu vermeiden. Eine vorherige Absprache mit dem Tierarzt wird hier empfohlen, um den genauen Nährstoffbedarf des Hundes zu ermitteln und einen entsprechenden Fütterungsplan zu erstellen.

Bei energetisch hochwertigem Futter und gleichzeitigem Bewegungsmangel muss immer das Gewicht des Hundes im Auge behalten werden, um einem Zuviel an Kilos rechtzeitig entgegen zu wirken. Der ständige Zugang zu frischem Trinkwasser muss natürlich immer gewährleistet sein.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Grundsätzlich verfügen Amstaffs über eine gute und robuste Gesundheit. In einigen Fällen können Probleme an Knien oder Hüfte (HD) auftreten, auch Herzschwäche kommt mitunter vor, ist aber nicht häufig. Sie sind nicht kälteempfindlich, eher muss (vor allem bei Hunden mit großen weißen Fellflächen) bei starker Sonneneinstrahlung einem Sonnenbrand vorgebeugt werden, indem für Schattenplätze gesorgt wird. In der Regel liegt die Lebenserwartung bei dieser Rasse bei 12 bis 15 Jahren.

Wie alt werden American Staffordshire Terrier?

Ein gesunder und artgerecht gehaltener Amstaff hat eine Lebenserwartung von etwa 12-15 Jahren.

Pflege des American Staffordshire Terriers

Das Fell dieser Hunde ist extrem pflegeleicht und muss nur ab und zu gebürstet werden. Die kurzen, relativ harten Haare neigen aber gerne dazu, sich in Kleidung, Teppichen und Polstern zu verhaken. Also: Je öfter die Bürste oder der Striegel zum Einsatz kommen, desto sauberer bleibt die Wohnung. Und der Vierbeiner freut sich immer über eine kleine Massage und die Zuwendung von Herrchen oder Frauchen.

American Staffordshire Terrier – Aktivitäten und Training

American Staffordshire Terrier Welpe
American Staffordshire Terrier eignen sich für Hundesport.

Das lebhafte Temperament, seine Intelligenz und der große Bewegungsdrang eines Amstaff lassen sich besonders durch Hundesportarten wie etwa Agility, Mobility oder Obedience, aber auch bestens in der Ausbildung zum Rettungs- oder Fährtenhund befriedigen. Gerade für Letzteres zeigen sich viele Amstaffs als hervorragend geeignet, da es in der Ausbildung und beim Einsatz als Rettungshund in ganz besonderer Weise auf ein perfektes und inniges Zusammenspiel von Hund und Mensch ankommt!

Weniger geeignet für die Hunderasse ist die Ausbildung im Schutzdienst und Gebrauchshundesport. Denn hier wird sehr viel Wert auf Unterordnung und zum Teil auch Mannschärfe gelegt, wodurch das Dominanzverhalten des American Staffordshire Terriers unter Umständen ungewollt gefördert würde.

Ein gut erzogener und sozialisierter Hund dieser Rasse ist schließlich ein dankbarer, intelligenter, verspielter und vor allem absolut loyaler Familienhund.

Gut zu wissen: Besonderheiten des American Staffordshire Terriers

Das erste eingetragene Mitglied der 1936 neu anerkannten Rasse beim American Kennel Club war übrigens Petey the Pit, ein Pit Bull Terrier, der in der in den 1920-40er Jahren sehr erfolgreichen amerikanischen Kurzfilm-Serie „Die kleinen Strolche“ eine tragende Hauptrolle spielte. Der charakteristische schwarze Ring, der dem weiß-gefleckten Petey wechselweise um das rechte oder linke Auge geschminkt wurde, machte ihn unverkennbar und berühmt. Später übernahmen noch mehrere seiner Nachkommen die Rolle in der Serie.

Wie viele Welpen bekommt ein American Staffordshire Terrier?

In mehreren Bundesländern ist durch die jeweiligen Landeshundeverordnungen die Zucht mit bestimmten sogenannten Listenhunden (der American Staffordshire Terrier gehört leider dazu) verboten. Eine Amstaff-Hündin bekommt normalerweise fünf bis acht Welpen pro Wurf.

Nachteile des American Staffordshire Terriers

Unbedingt bedenken muss der zukünftige Hundehalter, dass es sich beim American Staffordshire Terrier um einen sogenannten Listenhund handelt, dessen Haltung in Deutschland und vielen anderen Ländern klaren gesetzlichen Regelungen unterliegt. Diese reichen von genauen Haltungsanforderungen wie Sachkundenachweis, Leinen- und eventuell Maulkorbzwang bis hin zu generellen Haltungs-, Zucht- oder Einfuhrverboten. Selbst wenn im eigenen Bundesland (wie z.B. Niedersachsen oder Schleswig-Holstein) die Haltung eines American Staffordshire Terriers nicht grundsätzlich verboten ist, muss man vor einer Reise in ein anderes Bundesland oder gar ins benachbarte Ausland vorab unbedingt prüfen, welche gesetzlichen Bestimmungen dort gelten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

So gilt beispielsweise in Dänemark ein Verbot für diese Rasse, so dass eine Urlaubsreise mit Hund dorthin fast nicht möglich ist. Kommt es dort dennoch zu einem Beißvorfall, wird der Hund mit behördlicher Anordnung getötet! Auch in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden gibt es besondere Bestimmungen, von denen der American Staffordshire Terrier betroffen ist.

Sind American Staffordshire Terrier in Deutschland erlaubt?

Der Import von American Staffordshire Terriern aus dem Ausland nach Deutschland ist verboten. Die Haltung der Rasse ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt und unterliegt fast überall strengen Auflagen.

Passt der American Staffordshire Terrier zu mir?

Bevor man sich für die Anschaffung eines Hundes, egal welcher Rasse, entscheidet, sollte man sich immer einige grundsätzliche Fragen stellen:

  • Habe ich ausreichend Zeit, mich um den Hund zu kümmern, mehrmals täglich mit ihm Gassi zu gehen und ihn ausreichend zu beschäftigen?
  • Kann ich einem Amstaff genügend Auslauf bieten? Er ist ein sehr bewegungsfreudiger Hund!
  • Will ich einen aktiven Hund, der viel von meiner Zeit fordert, oder suche ich eher einen gemütlichen Schoßhund?
  • Bin ich dieser Rasse körperlich gewachsen?
  • Sind alle Familienmitglieder einverstanden mit dem Einzug eines neuen Mitbewohners?
  • Gibt es keine gesundheitlichen Probleme, wie zum Beispiel Allergien, die einer Hundehaltung entgegenstehen?
  • Wer kümmert sich um den Hund, wenn ich nicht kann?
  • Was mache ich im Urlaub mit dem Hund?
  • Habe ich ausreichend finanzielle Mittel, um nicht nur den Kaufpreis für den Welpen und die Erstausstattung mit Leine, Halsband, Hundenapf und Hundebett zu bestreiten, sondern auch die laufenden Kosten zu zahlen? Im Laufe seines Lebens verursacht ein Hund immerhin etwa die Kosten eines Kleinwagens!
American Staffordshire Terrier zu Zweit
Die Anschaffung eines American Staffordshire Terrier unterliegt einigen bundeslandspezifischen Regelungen.

Zur Haltung von Hunden gibt es in Deutschland einige wichtige gesetzliche Regelungen. Auch hier sollte der zukünftige Hundehalter Bescheid wissen, damit es nicht zu bösen Überraschungen kommt. So heißt es im Tierschutzgesetz in §2 :
„Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbar Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“
Darüber hinaus legt die Tierschutz-Hundehaltungsverordnung weitere Regelungen für die Haltung von Hunden außerhalb der Wohnung fest, die rechtlich verbindlich sind. Und je nach Bundesland existieren darüber hinaus unterschiedliche Landeshundegesetze, die zum Teil die Haltung bestimmter Rassen einschränken, verbieten oder zumindest reglementieren. Hiervon ist in mehreren Ländern auch die Rasse American Staffordshire Terrier betroffen. Also bitte unbedingt vor dem Kauf eines Amstaff informieren, wie die Situation genau ist.

Nichts ist schlimmer für einen jungen Hund, der sich gerade an ein neues Zuhause und seine Familie gewöhnt hat, als wieder weggegeben zu werden, weil seine Anschaffung einfach nicht überlegt und eine zu spontane Entscheidung war. In dieser besonders sensiblen Sozialisierungsphase führt das bei Hunden sehr häufig zu extremer Unsicherheit, die schließlich in Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu gesteigerter Aggressivität enden kann. Solche Hunde sind dann oft nicht mehr zu vermitteln und fristen ein trauriges, langes Hundeleben in einem Tierheimzwinger.

Hat man sich schließlich für den Einzug eines American Staffordshire Terriers als neues Familienmitglied entschieden, sollte zunächst ein seriöser Züchter gesucht werden. Wichtige Hinweise darauf, dass es der Züchter ernst meint mit seiner Rassezucht, sind etwa eine überschaubare Anzahl an Zuchttieren und die Haltung von Hündinnen und Welpen innerhalb der Familie und mit engem Anschluss an Bezugspersonen. Ein guter Züchter stellt Fragen an den Interessenten, will wissen, wie und wo seine Welpen gehalten werden sollen. Zur Not lehnt er den Verkauf eines Hundes ab, wenn ihn die Antworten des Interessenten nicht zufriedenstellen. Empfehlungen zur Fütterung, Informationen zu erfolgten tierärztlichen Behandlungen wie Erst-Impfungen und Wurmkuren und das Angebot zur Kontaktaufnahme auch nach dem Kauf sollten für einen guten Züchter selbstverständlich sein. Am besten besuchst du den Züchter bereits vor dem endgültigen Kauf des Welpen und schaust dich bei ihm um. So hast du auch die Möglichkeit, die Welpen in Ruhe kennenzulernen und dir tatsächlich den auszusuchen, der wirklich zu Dir passt!

Neben der Anschaffung über einen Züchter lohnt sich unter Umständen auch der Gang ins Tierheim. Hier warten immer wieder auch reinrassige Hunde darauf, ein neues und schönes Zuhause zu finden. Gerade die sogenannten Listenhunde werden oftmals eigentlich grundlos ins Tierheim gegeben, weil die Besitzer sich eben nicht rechtzeitig und verantwortungsvoll überlegt haben, ob sie sich einen solchen Hund auch wirklich zulegen wollen. Nicht nur ausgewachsene Hunde mit zum Teil unklarer Vergangenheit findet man hier, sondern immer wieder auch Junghunde oder gar Welpen, die besonders dringend und schnell ein gutes Zuhause benötigen.

Was kostet ein American Staffordshire Terrier?

Ein Welpe dieser Rasse kostet je nach Züchter etwa 1000€ oder mehr.

Schenke diesen Hunden ein Zuhause

Kolja von edogs

Kolja von edogs

Kolja gehört zu dem Team von edogs und ist unter anderem für alle technischen Belange rund um den Hundemarkt verantwortlich.

Ähnliche Beiträge

Nächster Beitrag