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Wie lange schlafen Hunde?

von Michael Hein
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Wie lange schlafen Hunde? Hunde verschlafen mindestens die Hälfte ihres Lebens. Dabei benötigen Sie nur kurze Schlafphasen und nicht jedes Nickerchen der Fellnasen führt zum Tiefschlaf. Schlafmangel aber kann ernsthafte Folgen haben. In diesem Beitrag erhältst Du eine Antwort auf die Frage „Wie lange schlafen Hunde?“!

Wie lange schlafen Hunde? So viel schlafen Hunde!

Wie lange schlafen Hunde? Diese Frage stellen sich viele Hundebesitzer, doch sie lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Schlafbedarf eines Hundes richtet sich nach verschiedenen Kriterien. Der Schlafbedarf der Senioren und Welpen kann bis zu 22 Stunden am Tag betragen. Dasselbe gilt für kranke Tiere. Ein gesunder Hund im besten Lebensalter schläft mindestens 12 bis 14 Stunden am Tag, einige bis zu 18 Stunden.

Neben dem Lebensalter hängt das Schlafbedürfnis auch von der Rasse und vom Temperament ab. Zu den besonders müden Tieren gehören zum Beispiel:

Grundsätzlich benötigen große Hunderassen mehr Schlaf als kleine. Aktive Rassen verschlafen meist nicht so viel Zeit des Tages, dafür aber anders. Und genau das ist der Hauptgrund für das große Schlafbedürfnis der Hunde: sie schlafen selten wirklich tief und fest.

Wie lange schläft ein Hund am Tag?

Die durchschnittliche tägliche Schlafdauer eines ausgewachsenen Hundes beträgt zwischen 14 und 18 Stunden. Welpen sowie alte und kranke Hunde können über 20 Stunden am Tag schlafen.

Schlafarten bei Hunden: Dösen, Ausruhen & Tiefschlaf

Hunde sind grundsätzlich wachsam. Diese Charaktereigenschaft entspricht einerseits ihrem Ursprung als Wildtiere, andererseits ihren heutigen Aufgaben. Gibt es während der Nacht in der Umgebung des Hauses ungewohnte Geräusche oder Bewegungen, reagiert der Hund durch Knurren und Bellen. Ein Hund im Haus ist also stets ein guter Wächter. Einer Studie der Universität Graz zufolge erklärten rund 50 Prozent bereits inhaftierter Einbrecher, dass sie Häuser und Wohnungen mit Hunden mieden. Sie fürchten das Risiko, durch das Hundegebell erwischt zu werden.

Wie lange schlafen Hunde: Vierbeiner schläft auf Teppich

Welpen sowie alte und kranke Hunde können über 20 Stunden am Tag schlafen.

Ihre Aufgabe als natürliche Alarmanlagen erfüllen Hunde, weil sie nur selten wirklich fest schlafen. Die meiste Zeit ruhen sie sich einfach aus und dösen vor sich hin. Im Gegensatz zum Menschen erleben Hunde nur zwei verschiedene Schlafarten.

  • Der Slow Wave Sleep (SWS) ist eine frühe Schlafphase, ein kurzes Nickerchen oder Dösen. In dieser Phase entspannt der Hund sich zwar, ist jedoch körperlich voll aktiv und reagiert sofort auf Geräusche und Bewegungen.
  • Die REM-Phase ist wie beim Menschen auch beim Hund die Tiefschlafphase. Er träumt, schnarcht vielleicht und zuckt mit den Beinen. Gelegentlich fiept er auch im Schlaf oder bellt leise vor sich hin. Er verarbeitet die Erlebnisse des Tages im Traum. In dieser Phase erholt sich der Hund wirksam und sollte nicht geweckt werden.

Wie lange hält ein Hund in der Nacht durch?

Hunde passen sich an die Schlafgewohnheiten ihrer Menschen an. Sie schlafen oder dösen daher oft die ganze Nacht. Spätestens nach acht Stunden sollte der Hund jedoch die Möglichkeit haben, sein Geschäft zu erledigen. Welpen und Senioren brauchen die Gelegenheit dazu schon nach wenigen Stunden.

Wie lange schlafen Hunde währen der REM-Phase? Während Menschen etwa 25 Prozent ihrer Schlafzeit in der REM-Phase verbringen, sind es beim Hund gerade einmal zehn Prozent. Diese Differenz gleichen Hunde durch vermehrte Ruhezeiten im leichten SWS aus.

Seine Schlafzeiten passt der Vierbeiner an seine Umgebung und die an ihn gestellten Anforderungen an. Leben die Tiere in einer Familie, schlafen sie meist nachts ebenfalls. Gleichzeitig sind sie nachts besonders wachsam und schlafen daher nicht tief. Zum Ausgleich verteilen sie ihr Schlafpensum über den ganzen Tag in kleinen Einheiten. Gebrauchshunde sowie Polizei-, Dienst- und Servicehunde arbeiten am Tag. Sie schlafen sozusagen erst nach Feierabend ausreichend gut. Sind sie nicht im Einsatz, legen sie längere Schlafphasen ein. Anders als die meisten Menschen genießen Hunde ihren Schlaf nicht an einem Stück, sondern in vielen kleinen Portionen.

Ausgedehntes Schlafen am Tag kann beim Hund ein Zeichen von Langeweile sein. Dadurch kann der Hund nachts nicht mehr schlafen. Schlaflosigkeit quält ihn dann gerade in der Zeit, in der seine Menschen ihm nicht zur Verfügung stehen. Daher ist es wichtig, Hunde tagsüber ausreichend auszulasten. Neben Spaziergängen benötigen kleine Vierbeiner mindestens 30 Minuten Beschäftigung in Form von Kopfarbeit am Tag, große Hunde mehr. Tipps zur Auslastung Deines Hundes findest Du in unserem Beitrag „Hund beschäftigen“.

Wie lange schlafen Hunde: Vierbeiner im Schlaf auf Sofa

Schlaf ist bei allen Säugetieren eine wichtige Voraussetzung für ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden sowie ihre Leistungsfähigkeit.

Folgen von Schlafmangel bei Hunden

Schlaf ist bei allen Säugetieren eine wichtige Voraussetzung für ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden sowie ihre Leistungsfähigkeit. Dauerhafter Schlafmangel zieht ernsthafte Folgen nach sich, beispielsweise:

  • früheres Auftreten von altersbedingten Erkrankungen
  • Verkürzung der Lebenserwartung
  • Reduzierung der Konzentrations- und Lernfähigkeit
  • erhöhte Vergesslichkeit
  • gesteigerte Nervosität und Gereiztheit
  • Entwicklung von Depressionen

Ist es sinnvoll, dass ein Hund den ganzen Tag schläft?

Wenn ein Hund 24 Stunden lang schläft, kann eine Erkrankung die Ursache sein. Dieses überhöhte Schlafbedürfnis muss tierärztlich kontrolliert werden.

In besonders schlimmen Fällen kann dauerhafter Schlafmangel für den Hund sogar lebensbedrohlich werden. Er schädigt das Immunsystem und den Stoffwechsel und kann schlimmstenfalls zu einem vollständigen Zusammenbruch führen. Hunde zeigen den Schlafmangel in verschiedenen Phasen an:

  1. unruhiges bis überdrehtes Verhalten
  2. grobmotorisches, unkonzentriertes Verhalten
  3. Gereiztheit und Nervosität
  4. Kränklichkeit und Aggressivität
  5. ernsthafte Erkrankungen bis zu chronischen Krankheiten, starke Gefährdung der Gesundheit

Während der Hund anfangs noch durch überdrehte und unruhige Verhaltensweisen auffällt, erscheint er bei anhaltendem Schlafmangel bereits unkonzentriert und zeigt eine starke Grobmotorik. Dauert der Schlafmangel weiterhin an, treten nach und nach die nächsten Phasen ein. In der letzten Phase erkrankt der Hund schließlich. Die Suche nach den Ursachen dafür gestaltet sich schwierig, wenn der Schlafmangel unerkannt bleibt. Daher ist es wichtig, den Hund bereits bei den ersten Anzeichen intensiv zu beobachten und zu unterstützen.

Hund schläft neben Napf

Schläft der Hund plötzlich mehr und länger als gewohnt, sollte eine tierärztliche Untersuchung für Sicherheit sorgen.

Wenn der Hund nicht schlafen will oder kann

Die möglichen Ursachen für den Mangel an Schlaf sind vielfältig. Sie reichen von banalen äußeren Einflüssen wie eine zu große Lärmbelastung bis zu chronischen Problemen mit der Gesundheit und Schmerzen. Eine übermäßige Stimulation des Tieres durch häufige Störungen in seinen Schlafphasen führt ebenso zu Schlafmangel, wie der Duft einer läufigen Hündin in der Nase eines Rüden. Während die Läufigkeit der Hündin nach einiger Zeit von selbst endet, liegt es am Hundehalter, seinem Tier die nötige Ruhe zu gönnen. Kinder im Haushalt sollten ebenfalls lernen, dass sie den schlafenden Hund nicht stören und zum Spielen auffordern dürfen.

Hunde reagieren oft sensibel auf Veränderungen in ihren Lebensumständen. Ein Umzug, die Trennung von einem seiner Hundehalter oder ein Baby im Haus können den Hund so sehr beunruhigen, dass er nicht mehr schlafen kann. Selbst eine Schlafapnoe ist beim Hund möglich. Die Gefahr besteht besonders bei Hunden mit kurzen Schnauzen wie Bulldoggen, Boston Terriern oder Möpsen. Wenn ein Hund schnarcht, sollten seine Besitzer die Atmung beobachten.

Folgende Erkrankungen können ebenfalls verantwortlich für die Schlaflosigkeit des Hundes sein:

  • Schmerzen durch Arthrose
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Lungenprobleme
  • Allergien
  • Funktionsstörungen der Schilddrüse

Nicht zuletzt kann der Schlafplatz des Hundes ursächlich für seine Schlafstörungen sein.

Was passiert, wenn ein Hund zu wenig schläft?

Schlafmangel führt zunächst zu unruhigem, nervösem Verhalten. Dauerhaft kann er Aggressionen, Depressionen und schwere Krankheiten verursachen.

Schläft der Hund auffallend viel?

Auch ein überhöhtes Schlafbedürfnis des Hundes kann ernsthafte Ursachen haben. Schläft der Hund plötzlich mehr und länger als gewohnt, sollte jedoch eine tierärztliche Untersuchung für Sicherheit sorgen. Typische Erkrankungen, bei denen Hunde ihr Schlafverhalten auffällig verändern, sind zum Beispiel Diabetes oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse.

Wie lange schlafen Hunde: Fellnase schläft auf Kissen

Diese Fellnase macht es sich zum Schlafen auf einem Kissen bequem.

Wie Du den Hundeschlaf fördern kannst

Das richtige Schlafen lernen Hunde bereits im Welpenalter. Wie kleine Kinder können sie oft selbst noch nicht einschätzen, wann es Zeit zum Schlafen ist. Daher ist es wichtig, den Welpen dabei zu unterstützen. Er benötigt eine ruhige Umgebung, die möglichst frei von Lärm ist. Oft ist es hilfreich, dass sein Mensch sich zu ihm legt. Leichte Massagen durch langsame kreisende Bewegungen mit den Fingern auf dem Körper beruhigen Welpen und erwachsene Hunde.

Es ist hilfreich, den Hund gleich nach dem Spaziergang zu seinem Lieblingsplatz zu führen und ihm eine kleine Leckerei oder einen Kauartikel hinzulegen. So knabbert er sich genüsslich in den Schlaf. Ein gleichbleibender Tagesrhythmus mit festen Schlafzeiten ist ebenfalls sinnvoll.

Wie schlafen Hunde am besten?

Für einen ruhigen Schlaf benötigen Hunde einen Schlafplatz in der Nähe ihrer Menschen, jedoch in einem ruhigen Bereich des Raumes.

Der richtige Schlafplatz

Der Schlafplatz des Hundes ist ein weiterer wichtiger Aspekt für ausreichenden Schlaf. Hunde haben unterschiedliche Gewohnheiten und Lieblingsplätze. Einige allgemeine Regeln unterstützen sie jedoch in ihrem gesunden Schlaf. Folgende Kriterien sind daher wichtig für den optimalen Schlafplatz:

  • ruhiger Bereich im Raum
  • in der Nähe der Menschen
  • mit dem Rücken zur Wand
  • geschützt vor Zugluft und Sonne
  • nicht direkt neben der Heizung
  • ausreichende Bewegungsfreiheit

Die Bewegungsfreiheit ist bei der Auswahl eines Kissens oder Körbchens wichtig. Viele Hunde fühlen sich in einem geschützten Bereich wie dem Hundekorb oder ihrer Hundebox sicher. Jedoch sollten sie sich darin auch behaglich ausstrecken können. Einige Hunde lieben es zudem, ihren Kopf etwas erhöht auf einem Kissen abzulegen. Hundebetten mit weichen Umrandungen bieten dazu die perfekte Gelegenheit.

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