Samojede

Steckbrief
Größe: 50-60 cm
Gewicht: 17-32 kg
FCI-Gruppe: 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion: 1: Nordische Schlittenhunde
Herkunftsland: Russland
Farben: Creme, Weiß-Keks, Weiß, Sahnegelb
Lebenserwartung: 12-14 Jahre
Geeignet als: Familien-, Begleit- und Ausstellungshund
Sportarten: Schlittenhunderennen
Charakter: Lebendig, Kontaktfreudig, Freundlich, Spielerisch, Aufmerksam, Stur
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential: eher gering
Stärke des Haarens: hoch
Pflegeaufwand: hoch
Fellstruktur: üppig, dick, elastisch und dicht
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial: ja

Der Samojede im Portrait

Mit seinem rein weißen Fell gehört der Samojeden zu den auffälligsten Schlittenhunderassen. In seiner nordsibirischen Heimat ist der Samojede unter dem Namen Samoideskaia Sabaka bekannt und sehr beliebt.  Er baut zu seinem Menschen eine enge Bindung auf und hat ein freundlich und aufgeschlossenes Wesen. Er ist allerdings auch sehr temperamentvoll. Deshalb braucht der Samojede eine konsequente Erziehung. Danach ist er ein richtiger Familienhund.

Hunde dieser Rasse

Herkunft und Geschichte der Rasse

Samojede
Samojede

Der Samojede stammt aus dem Norden Sibiriens und diente dort als Jagd und Schlittenhund. Des Weiteren nutzen die sibirischen Nomadenstämme ihn zum Schutz ihrer Rentierherden. In kalten Nächten schliefen die Hunde in den Zelten der Nomaden. Die enge Beziehung zum Menschen ist daher unumstritten.  Diese vielseitigen Eigenschaften beeindruckten auch den den britischen Zoologen Ernest Kilburn Scott, der diese Hunderasse erstmalig bei einer dreimonatigen Exkursion kennen lernte und sie mit nach England brachte. Es dauerte nicht lange und es fanden sich immer mehr Anhänger für diesen geselligen Hund, sodass 1909 in England der erste Rassenstandard festgelegt wurde.

Charakter und Wesen des Samojedes

Samojede
Samojede

Der Samojede überzeugt mit seinem freundlichen und sehr aufgeschlossenen Wesen.

Nichtsdestotrotz benötigt er wie sein

Verwandter, der Siberian Husky viel Auslauf und Bewegung. Das ist für alle Schlittenhunderassen typisch. Täglicher Auslauf ist für diese robuste Hunderasse sehr wichtig. Dabei macht ihm schlechtes Wetter gar nichts aus. Mit seiner weichen Unterwolle ist er auch bei sehr kalten Temperaturen gegen Wind und Wetter geschützt. Bei ausreichenden Auslauf auf großen Flächen kann er auch in der Wohnung gehalten werden. Hat der Samojede nicht die Möglichkeit sich genügend Bewegung zu verschaffen, wird er unzufrieden. Nicht nur ausreichend Freigang sind für diesen sympathischen Hund wichtig. Er möchte auch geistig gefördert werden und freut sich über Aufgaben, die ihn fordern.

Typisch Schlittenhund

Samojeden sind typisch für Schlittenhunde sehr gesellig. Sie sind gerne in Gesellschaft von Artgenossen. Seinem menschlichen Rudel schließt er sich sehr eng an, dennoch geht er auch gern mal seiner eigenen Wege. Deshalb benötigt er eine konsequente Erziehung. Besonders in der freien Wildbahn tritt sein leicht angeborenes Jagdverhalten zum Vorschein. Dessen sollte sich man sich als Besitzer bewusst sein und schon beim Einzug des Samojeden Welpen berücksichtigen.  Ansonsten ist der Samojede ein sanfter und anhänglicher Hund.

Samojede Rassemerkmale

Der Samojede ist ein typischer Arbeitshund des hohen Nordens. Deshalb benötigte er auch dickes Fell, dass ihn vor den

sibirischen Temperaturen schützt. Laut „Fédération Cynologique Internationale“ (FCI) , dem kynologischen Dachverband, zählt der Samojede der Gruppe 5  „Spitze und Hunde im Urtyp“ an. Dadrin enthalten gehört er der Sektion 1 der “ Nordischen Schlittenhunde an“. Rüden haben eine Widerristhöhe von circa 57 Zentimetern. Hündinnen sind mit 53 Zentimetern etwas kleiner und sie werden zwischen 18 und 30 Kilogramm schwer.

Beim Samojeden sticht vor allem das weiße Fell hervor. Dennoch gibt es sie nicht nur in der Farbe weiß.  Er wird auch in den Farben Cremeweiß und Weiß mit hibiskusfarbenen Abzeichen gezüchtet. Der kräftige Körperbau bekommt durch das lange Deckhaar seinen besonderen Charm. Der Kopf beim heutigen Samojeden weist eine keilförmige Form auf, die eine nicht erkennbare Einkerbung zwischen den Augen hat. Durch die nach oben gerichteten Lefzenwinkeln in  Kombination mit der Augenform, die einen leicht schrägen Ansatz hat, scheint es so als hätte der Samojeden einen lächelnden Gesichtsausdruck. Die mandelförmigen dunklen Augen tragen den Rest dazu bei, dass man diese Hunde in sein Herz schließt. Die kleinen aufrecht stehenden und dreieckigen Ohren sind stets gespitzt und nehmen ihre Umgebung aufmerksam wahr.

Pflege und Gesundheit

Der Samojede braucht eine regelmäßige Fellpflege. Das üppige Fell sollte vor allem während des Fellwechsels im Frühjahr und Sommer täglich gebürstet werden.  Durch die sehr auf die äußeren Merkmale ausgerichtete Zucht ist der Samojede durch zahlreiche Erbkrankheiten belastet. Dazu gehören:

Samojede
Samojede
  • Diabetes
  • Progressive Retinaatrophie (Verlust des Sehsinns)
  • Erbliche Nierenentzündung
  • Kurzbeinigkeit in Verbindung mit Fehlbildungen der Augen
  • Pulmonalstenose (Einengung der rechten Herzkammer)

Bei der Ernährung muss man nichts bestimmtes beachten. Wie bei anderen Hunden sollte man auf qualitativ hochwertiges Futter achten. Der Samojede wird bei guter Pflege und genügend sportlicher Aktivität bis zu 12 Jahre alt.

Felix Ortmann

Felix Ortmann

Felix macht eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation. Er entwickelt nicht nur kreative Facebook- und Instagram-Postings, sondern versorgt Dich auch mit interessanten Beiträgen rund um Pferde und Hunde. Erreichen kannst Du Felix unter f.ortmann@edogs.de.

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