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Blasensteine beim Hund – Symptome und Behandlung

von Rebana Uhe
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Blasensteine beim Hund sind sehr schmerzhaft für das Tier und können eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit des Hundes und sogar für sein Leben darstellen, wenn sie nicht erkannt und behandelt werden. In diesem Artikel zeigen wir Dir, wie Du die Blasensteine beim Hund erkennen kannst und wie eine Behandlung aussieht. Wir gehen ebenfalls kurz auf die Hunderassen ein, die eine erbliche Tendenz zu Blasensteinen haben.

Blasensteine beim Hund – Ursachen

Für Blasensteine gibt es verschiedene Auslöser und Faktoren, die die Bildung der mineralhaltigen Kristalle im Urin fördern. Meist fallen die Blasensteine nur auf, wenn sich bereits größere Steine in den Nieren, den Harnleitern, der Blase oder der Harnröhre fest sitzen und dort für Schmerzen und Probleme beim Urinieren sorgen. Die Ursache für die Blasensteine beim Hund sind in den meisten Fällen ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren und eine genaue Ursache kann in vielen Fällen nur vermutet, jedoch nicht zweifelsfrei geklärt werden. So kann ein Faktor bereits die Rasse des Hundes sein, denn einige Hunderassen neigen zur Bildung von Blasensteinen.

Zu den betroffenen Hunderassen gehören:

Die Halter dieser Rassen sollten deshalb besonders aufmerksam auf Unregelmäßigkeiten und Symptome beim Urinieren des Hundes achten.

Ein weiterer Faktor, der sehr oft als Ursache für die Blasensteine gilt, sind Infektionen in den Harnwegen oder der Blase. Durch die Infektion haben die Hunde Probleme beim Absetzen des Urins, wodurch sich leicht Kristalle bilden. Wenn der Verdacht auf eine Infektion besteht, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden und der Hund darf nicht auf kalten Untergründen liegen, da dies die Infektion vorantreiben kann. Neben einer Infektion gibt es auch ein paar Krankheiten, die Blasensteine begünstigen können, hier ist besonders eine Funktionsstörung der Leber zu nennen und alle Erkrankungen, die die Nieren betreffen.

Wie bei vielen gesundheitlichen Problemen kann auch ein falsches Hundefutter die Ursache für die Blasensteine sein. Ein falscher Mineralstoffgehalt im Futter kann zu den kristallinen Ablagerungen führen, die sich zu Blasensteinen entwickeln. Daher gilt immer, dass am Hundefutter nicht gespart werden sollte, und dass die Zusammensetzung immer auf den jeweiligen Hund abgestimmt werden muss, denn auch zu viele Mineralstoffe können problematisch sein. Tierärzte gehen davon aus, dass auch eine geringe Flüssigkeitsaufnahme und der geringe Absatz von Urin zur Bildung von Blasensteinen führen kann, obwohl einige Hunde bei Blasensteinen vermehrt Urin absetzen und sogar zu Inkontinenz neigen.

Welche Symptome treten beim Hund auf, wenn er Blasensteine hat?

Hauptsächlich Schmerzen beim Urinieren, Blut im Urin, mangelndes Absetzen von Urin, Inkontinenz und Bauchschmerzen.

Wie entstehen Blasensteine beim Hund?

Blasensteine können verschiedene Ursachen haben, wie Infektionen, erbliche Begünstigung, falsches Futter und mangelnde Wasseraufnahme. Bei Blasensteinen bilden sich im Urin des Hundes mineralstoffhaltige Kristalle, die wachsen und zu Blasensteinen werden.

Blasensteine beim Hund – Symptome

Um bei Blasensteine früh eingreifen zu können, ist es wichtig diese auch früh und schnell zu erkennen. Ab einer gewissen Größe behindern die Blasensteine Deinen Hund beim Ablassen des Urins. Dies ist schmerzhaft für das Tier, was der Hund meist mit Winseln, Meideverhalten oder einem eingeklemmten Schwanz und rundem Rücken anzeigt. Besonders bei Rüden lässt sich gut beobachten, wenn der Hund nur noch tropfenweise Urin absetzen kann oder sogar überhaupt nicht mehr Wasser lässt, obwohl er das Bein hebt. Wenn die Blasensteine noch eine kleine Größe haben, werden sie häufig mit dem Urin ausgeschieden und sind für den Halter kaum zu bemerken. Daher ist es ratsam einmal im Jahr eine Urinprobe beim Tierarzt abzugeben und den Hund untersuchen zu lassen, so bleiben auch kleine Steine nicht unbemerkt.

Die weiteren Symptome bei Blasensteinen beim Hund sind:

  • Vermehrter Harndrang 
  • Urin kann nicht abgesetzt werden 
  • Winseln und andere Schmerzsignale beim Urinieren 
  • Harter Bauch und Schmerzen im Bauchbereich des Hundes 
  • Inkontinenz 
  • Blut im Urin
Blasensteine Hund: Operation

Große Blasensteine müssen mithilfe einer Operation entfernt werden.

Was füttert man einem Hund, der Blasensteine hat?

Dein Tierarzt muss die Steine analysieren und wird Dir eine Diät zusammensetzen, die den Mineralstoffgehalt reduziert, der für die Blasensteine verantwortlich ist.

Mögliche Therapien bei Blasensteinen beim Hund

Wenn Dein Hund Blasensteine hat oder Du den Verdacht hast, muss unbedingt eine Behandlung durch den Tierarzt erfolgen. Eine verstopfte Harnröhre kann für den Hund ohne Behandlung lebensgefährlich sein und zu Nierenversagen führen. Für die genaue Diagnose muss der Tierarzt den Urin entnehmen und die Blase, sowie die Harnröhre mit einem Ultraschallgerät untersuchen und eventuell auch ein Röntgenbild anfertigen. Nur so kann der Tierarzt die Position und die Größe der Steine bestimmen.

Kleine Steine können meist mit Medikamenten und einer Futterumstellung behandelt werden. Große Steine hingegen müssen mithilfe einer Operation entfernt werden. Bei der Operation wird die Blase des Hundes geöffnet und die Harnröhre gespült. Die entnommenen Steine werden im Labor untersucht, um die Zusammensetzung der Steine festzustellen. Diese ist wichtig für die weitere Behandlung des Hundes. 

Blasensteine beim Hund – vorbeugende Maßnahmen und Futterumstellung

Nach der Operation durch den Tierarzt sollte eine Neubildung von Blasensteinen unbedingt verhindert werden. Hierfür muss der Tierarzt den Blasenstein analysieren und eine spezielle Diät für den Hund aufsetzen, die besonders wenige Mineralstoffe enthält, aus denen der Stein bestand. Oft sind diese Calcium und Magnesium, doch es gibt noch weitere Steinvarianten. Dein Tierarzt berät Dich zudem, ob es sinnvoll ist, die Blase und die Harnbildung des Hundes mit Medikamenten zu unterstützen, dies kann jedoch von Fall zu Fall unterschiedlich sein und muss immer mit dem Tierarzt abgesprochen werden. Ansonsten ist eine regelmäßige Kontrolle des Urins eine gute vorbeugende Maßnahme. Der Tierarzt kann im Urin bereits kleinste Kristallbildungen nachweisen und Gegenmaßnahmen einleiten, bevor es zu großen Blasensteinen kommt.

Kosten und Folgen einer Operation, um Blasensteine beim Hund zu entfernen

Die Kosten für den Eingriff hängen natürlich von der Größe des Hundes, der Anzahl der Steine und den Kosten für die Voruntersuchung und der Nachsorge ab. Denn nach der Operation muss der Hund mit Antibiotika und Schmerzmittel versorgt werden und es muss zur Kontrolle ein Röntgenbild erstellt werden, das zeigt, ob alle Steine entfernt sind. So können die Kosten schnell zwischen 200 und 1000 Euro liegen.

Leider sind auch die Heilungschancen nach einer Operation nicht immer gut. Wenn der Hund durch die Blasensteine einen schlechten Allgemeinzustand hat oder die Niere bereits angegriffen worden ist, kann es zu Nierenversagen beim Hund kommen. Wenn die Steine früh bemerkt werden und der Hund in einem guten Allgemeinzustand ist, stehen seine Chancen jedoch sehr gut. Dennoch muss der Hund dauerhaft auf eine Diät gegen die Blasensteine gesetzt werden und regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt sind zu empfehlen.

Wie teuer ist eine Blasenstein-OP beim Hund?

Die Kosten liegen zwischen 200 und 1000 Euro, je nach Größe des Hundes und Aufwand für den Tierarzt variieren die Kosten.

Wie hoch sind die Heilungschancen nach einer OP?

Wenn der Hund einen guten Gesundheitszustand hat und nach der Operation das Futter umgestellt wird, sind die Heilungschancen gut. Bei einem schwachen Hund und wenn die Nieren bereits angegriffen sind, stehen die Chancen sehr schlecht, ebenso wenn der Besitzer nicht das Futter umstellt und es zu wiederholten Fällen von Blasensteinen kommt.

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