Braque du Bourbonnais

Der Braque du Bourbonnais ist ein mittelgroßer Vorstehhund aus Frankreich und gilt als sehr loyaler und treuer Begleiter des Jägers und Wildhüters. In Deutschland ist die Rasse recht unbekannt, obwohl sie ein angenehmes Wesen hat und sich gut als Familienhund mit sportlichem Ansatz eignet. Der Braque du Bourbonnais ist eine anerkannte Hunderasse, die im FCI einen offiziellen Rassestandard hat, der in folgender Gruppe zu finden ist: FCI-Gruppe 7 Vorstehhunde, Sektion 1 Kontinentale Vorstehhunde mit Arbeitsprüfung und der Standardnummer 179.

Braque du Bourbonnais im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 48-57 cm
Gewicht: 16-25 kg
FCI-Gruppe: 7: Vorstehhunde
Sektion: 1: Kontinentale Vorstehhunde
Herkunftsland: Frankreich
Farben: Braun, Fawn
Lebenserwartung: 12-14 Jahre
Geeignet als: Jagd-, Begleit-, Familienhund
Sportarten:
Charakter: Anhänglich, Intelligent, Gütig, Ruhig, Angenehm
Auslaufbedürfnisse: eher hoch
Sabber-Potential
Stärke des Haarens
Pflegeaufwand: eher gering
Fellstruktur: fein, dicht, kurz
Kinderfreundlich: mittel
Familienhund: eher ja
Sozial:

Herkunft und Rassegeschichte

Braque du Bourbonnais Gesicht
Der Braque du Bourbonnais stammt ursprünglich aus Frankreich und wurde schon damals für die Jagd eingesetzt.

Der Braque du Bourbonnais stammt aus Frankreich und wurde in seiner Heimat bereits sehr früh beschrieben. Die ersten Schriftstücke mit Erwähnungen des Braque du Bourbonnais stammen aus dem Jahr 1598 und können in der Nationalbibliothek nachgesehen werden. Dort wird der Braque du Bourbonnais als sehr angenehmer Begleiter für die Jagd beschrieben mit einem rustikalen Aussehen und einer sehr robusten Gesundheit. Bereits hier ist das besondere Fell des Braque du Bourbonnais beschrieben, welches eine weiße Grundfarbe hat und feine braune oder falbfarbende Sprenkel aufzeigt.

Leider wurde die Zucht in den 1930er Jahren in eine sehr ungesunde Richtung geführt. Da die damaligen Züchter eine verblasste Fliederfarbe im Fell haben wollten und die Rute von Geburt an kurz sein sollte, wurde viel Inzucht betrieben und es wurden Hunde verpaart, die keine gute Gesundheit hatten. Dadurch nahm die Zahl der Zuchthunde immer mehr ab und die Existenz der Rasse wurde sogar bedroht. Es gab schließlich eine kleine Gruppe von Züchtern, die in den 1970er Jahren zusammengeschlossen haben, um den Braque du Bourbonnais zu retten. Dies gelang auch weitestgehend, jedoch ist die Rasse immer noch recht selten und außerhalb von Frankreich finden sich kaum Züchter. Dennoch ist die Gesundheit der Hunde und der Genpool deutlich gestiegen und wird auch in Zukunft stabil bleiben.

Wesen & der Charakter vom Braque du Bourbonnais

Der Braque Du Bourbonnais ist ein sehr treuer und gutmütiger Hund, der gehorsam die Befehle seines Besitzers ausführt und ein guter Familienhund sein kann. Seine schnelle Auffassungsgabe macht den klugen Braque du Bourbonnais zu einem guten Begleiter beim Sport und für den hektischen Alltag in einer Stadt. Er ist ein selbstbewusster Hund, der in der Regel keine Scheu zeigt und neugierig und offen vorangeht. Als aktiver Vorstehhund braucht er natürlich einiges an Beschäftigung, damit er sein ruhiges Wesen im Alltag zeigen kann.

Der Braque du Bourbonnais lässt sich leicht begeistern und geht eine sehr enge Bindung mit seinem Besitzer ein. Dabei braucht er immer viel Zuwendung und Zeit. Einige Hunde dieser Rasse haben deshalb das Problem, nicht alleine bleiben zu können. Sie leiden unter Trennungsangst und brauchen ein frühes Training, damit sie kurze Zeit alleine bleiben können.

Mit anderen Hunden ist der Braque du Bourbonnais sehr verträglich und sozial. Der französische Hund genießt die Zeit mit den anderen Vierbeinern und kann sehr verspielt sein. Damit ist er auch ein sehr guter Zweithund. Der Braque du Bourbonnais zeigt keinerlei Dominanz oder Aggressionen und ist leicht zu führen und zu händeln. Besucher kann er melden und er ist auch gut als Wachhund geeignet, wobei dieses Melden bei Bedarf abtrainiert werden kann.

Der Jagdtrieb des Vorstehhundes ist problemlos zu kontrollieren und mit einer guten Erziehung kann der Hund frei laufen und wird nicht ohne Erlaubnis jagen gehen. Mit Kindern ist er verspielt, jedoch kann er dabei manchmal etwas zu viel Energie haben und sollte bei Bedarf ausgebremst werden.

Welchen Charakter hat ein Braque du Bourbonnais?

Der Braque du Bourbonnais ist ein aktiver Hund, der einen sehr angenehmen und folgsamen Charakter hat. Er wurde von Jäger sehr geschätzt, da leicht zu trainieren ist und seinem Besitzer loyal zur Seite steht. Mit anderen Hunden kommt er sehr gut zurecht und ist auch bei Menschen offen. Sehr oft ist die Bindung zum Besitzer so stark, dass der Braque du Bourbonnais nur sehr schwer alleine bleiben kann.

Aussehen des Braque du Bourbonnais

Braque du Bourbonnais in der Natur
Der Braque du Bourbonnais hat eine kräftige Statur und einen eher gedrungenen Körperbau.

Der Braque du Bourbonnais gehört zu den mittelgroßen Hunderassen. Der Vorstehhund erreicht eine Widerristhöhe von 51-57 cm bei Rüden und 48-55 cm bei den Hündinnen. Er sollte von einer kräftigen Statur sein und einen eher gedrungenen Körperbau haben. Sein Gangbild wirkt beschwingt und kräftig und zeigt seine Energie, die der Braque du Bourbonnais vor allem bei der Jagd und dem Spielen mit anderen Hunden und seinen Menschen zeigt. Sein Blick ist offen und neugierig und beim Arbeiten kann er sich sehr stark auf seine Aufgabe fokussieren und wird beinahe nachdenklich. Die Hündinnen haben im Durchschnitt einen etwas feineren Körperau, ohne an Arbeitsleistung einzubüßen.

Die große Besonderheit des Braque du Bourbonnais ist sein Fell, dieses ist sehr fein und dicht und liegt kurz am Körper an. Am Rückenkamm ist das Fell etwas gröber und ein klein wenig länger als am Rest des Körpers. Als Fellfarben sind im Rassestandard nur wenige Farben erlaubt. So muss der Braque du Bourbonnais als Grundfarbe weiß haben, auf dieser Grundfarbe sind kleine Sprenkel verteilt, die entweder braun, falbfarben oder fliederfarben sein.

Wobei Fliederfarben in Fachkreisen stark umstritten sind, denn dieses  können schlimme Gendefekt auslösen, ähnlich wie beim Merle-Gen. Diese Fehler basieren auf dem Dilutions-Gen, welche die Farbe verwässert – besondere die Farben, Silber und Blau aber auch fliederfarben. Dies ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem harmlosen Greying-Gen. Von vielen Züchter wird immer noch die angeborene kurze Rute bevorzugt, auch wenn diese die Kommunikation des Hundes einschränkt und lange Zeit den Genpool stark eingeschränkt hat.

Erziehung & Haltung des Braque du Bourbonnais – Das gilt es zu beachten

Da der Braque du Bourbonnais ein motivierter Arbeitshund ist, lässt er sich sehr gut für ein Training begeistern und ist normalerweise auch sehr folgsam. Er baut eine sehr enge Bindung zu seinem Menschen auf und kann dessen Körpersprache sehr gut lesen, wodurch ein Training nochmals vereinfacht wird.

Wichtig ist neben den Grundbefehlen vor allem, dem anhänglichen Braque du Bourbonnais sehr früh beizubringen, alleine zu bleiben. Der Besitzer sollte zudem üben, den Jagdtrieb des Vorstehhundes zu kontrollieren. Hierfür sollte ein Hundeanfänger einen verlässlichen Hundeverein oder eine Hundeschule finden, die sich mit Jagdhunden gut auskennt und Hilfe beim Training leisten kann.

Der Braque du Bourbonnais ist durchaus für Anfänger geeignet, wenn diese sich vor dem Kauf des Hundes bewusst sind, dass die einen aktiven Hund mit Jagdtrieb haben werden. Sie müssen sich mit den möglichen Problemen früh auseinandersetzen, sollten sich für Hundesport begeistern und genügend Zeit für den Hund haben. Der Braque du Bourbonnais kann auch mit Training nur wenige Stunden alleine bleiben und braucht jeden Tag Bewegung und Beschäftigung.

Wie groß wird ein Braque du Bourbonnais?

Der Braque du Bourbonnais ist ein mittelgroßer Vorstehhund, der einen etwas gedrungenen kräftigen Körperbau besitzt. Ein Rüde erreicht eine Widerristhöhe von 51-57 cm und eine Hündin wird circa 48-55 cm groß.

Ernährung des Braque du Bourbonnais

Die Ernährung des Braque du Bourbonnais sollte sich an der natürlichen Ernährung des Wolfes orientieren, schließlich stammt der Hund von diesem wilden Raubtier ab. Daher braucht er ein hochwertiges Hundefutter, welches Fleisch als Hauptbestandteil hat. Auf Getreide oder Soja sollte vollkommen verzichtet werden. Dies sind nur Füllstoffe, die für den Hund keinen Nährwert bieten und für die Hersteller ein günstiger Fleischersatz darstellen. Einige Hunde reagieren sogar mit Unverträglichkeit und Allergien auf diese Füllstoffe. Ein hochwertiges Hundefutter sollte immer Fleisch als Hauptbestandteil haben.

Außerdem muss der Besitzer darauf achten, dass das Hundefutter an das Alter des Braque du Bourbonnais angepasst ist. Ein junger Hund sollte bis zu seinem 6. Lebensmonat noch Welpenfutter bekommen, denn dieses unterstützt das Wachstum der Knochen und die Funktion der Gelenke. Im Alter sollte der Hund auf ein gutes Seniorfutter umgestellt werden, dass das Herz-Kreislauf-System unterstützt und die Organe des Hundes schont. Eine Umstellung sollte in etwa ab dem 8. Lebensjahr erfolgen. Der Besitzer muss die Futtermenge auch immer an das aktuelle Gewicht des Hundes anpassen. Der Braque du Bourbonnais neigt schnell zu Übergewicht, was gesundheitsschädlich sein kann.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Braque du Bourbonnais auf der Wiese
Der Braque du Bourbonnais hatte lange Zeit Probleme mit der Gesundheit.

Der Braque du Bourbonnais hatte lange Zeit Probleme mit der Gesundheit, durch eine zu kritische Selektion auf ein bestimmtes Schönheitsmerkmal. Mittlerweile hat sich die französische Rasse gut erholt, doch trotzdem sollte man der Wahl des Züchters sehr genau sein. Nur wenn der Züchter bereits die Elterntiere vom Tierarzt durchchecken lässt, kann er für gesunde Welpen garantieren. Hierbei sollte auf Farbvarianten, die Gendefekte verursachen ebenfalls verzichtet werden. Nur so kann der Hund aus Frankreich eine Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren erreichen und bis ins hohe Alter hinein fit und gesund bleiben.

Neben der Wahl des Züchters ist natürlich auch die Haltung entscheidend für die Gesundheit des Tieres. So braucht der Braque du Bourbonnais ausreichend Bewegung, sonst leidet er schnell unter Übergewicht, welches stark die Gesundheit schädigen kann. Übergewicht kann zu Problemen bei den Knochen und Gelenken führen schädigt das Herz-Kreislauf-System des Tieres.

Wie alt wird ein Braque du Bourbonnais?

Wenn der Braque du Bourbonnais von einem guten Züchter stammt und der Halter auf eine gute Gesundheit achtet, kann der Hund zwischen 12 und 14 Jahre alt werden.

Pflege des Braque du Bourbonnais

Die Fellpflege des Braque du Bourbonnais ist sehr einfach, denn das kurze Fell ist pflegeleicht. Es genügt, das Fell einmal pro Woche zu bürsten und nach den Spaziergängen nach Zecken und Flöhen zu schauen, die sich sonst unbemerkt im Fell festsetzen können. Der Braque du Bourbonnais verliert seiner Größe entsprechend Fell. Nur zu Zeiten des Fellwechsels nimmt der Fellverlust zu und der Besitzer kann dem Hund helfen, indem er in dieser Zeit die Unterwolle regelmäßig auskämmt.

Neben der Fellpflege sollte der Besitzer besonders auf die Schlappohren eines Hundes achten. Denn in den herunterhängenden Ohren des Braque du Bourbonnais herrscht ein Klima, welches die Bildung von Infektionen und Pilzen deutlich begünstigt. Deshalb muss jeden Tag der Besitzer in die Ohren schauen und auf Rötungen oder einen Belag in den Ohren achten.

Braque du Bourbonnais – Aktivitäten und Training

Als aktiver Vorstehhund hat der Braque du Bourbonnais viel Energie und muss von seinem Besitzer entsprechend ausgelastet werden. Dies bedeutet, dass der Besitzer jeden Tag drei bis viermal für jeweils eine Stunde mit dem Braque du Bourbonnais spazieren gehen und zudem den Hund geistig fördern muss. Hier bieten sich Suchspiele, Apportieren aber auch Hundesportarten wie Agility und THS an. Für sportliche Familien sind lange Wanderungen mit Hund, Fahrradfahren und Joggen eine gute Möglichkeit, den Vierbeiner zu fördern. Mit einer guten Erziehung kann er auch frei am Pferd mitlaufen oder die Kinder beim Inliner-Fahren begleiten.

Es gibt viele Möglichkeiten, den aktiven Hund zu beschäftigen, wichtig ist vor allem, dass es Hund und Halter gleichermaßen Spaß bereitet. Nur so kann die Bindung zum Hund sich steigern und der Braque du Bourbonnais wird im Alltag ausgeglichen und ruhig sein. Ohne eine Auslastung kann es schnell zu Verhaltensproblemen und Unruhe im Alltag führen.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Braque du Bourbonnais

Der Braque du Bourbonnais ist ein Vorstehhund aus Frankreich, der außerhalb des Landes sehr unbekannt ist. Die Suche nach Welpen dieser Rasse kann also länger dauern. Die Rasse war lange Zeit vom Aussterben bedroht, weil ein falsches Schönheitsbild den Genpool deutlich eingeschränkt hat. Seriöse Züchter, die die Rasse erhalten wollten, haben sich zusammengeschlossen und eine ursprünglichere Linie des Braque du Bourbonnais zu züchten, die gesünder ist und den Genpool deutlich wieder erweitern konnte. Mittlerweile ist die Rasse wieder auf einem guten Weg und wird langsam auch bekannter.

Besonders auffallend bei der Hunderasse ist das getüpfelte Fell, welches in nur wenigen Farbvarianten auftritt. Teilweise erinnert das Fell an einen Dalmatiner, wobei die Tupfen wesentlich kleiner und dezenter sind, zumal sie in keinem so auffallenden Farbkontrast wie bei den Dalmatinern vorkommt.

Welche Herkunft hat der Braque du Bourbonnais?

Der Braque du Bourbonnais stammt aus Frankreich und wurde dort vorwiegend von Jägern und Wildhütern gehalten. Dabei kann der Hund auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken und ist auch heute noch aktiv für Jäger im Einsatz.

Nachteile des Braque du Bourbonnais

Der Braque du Bourbonnais ist ein sehr kluger und gehorsamer Hund, der dennoch einen Jagdtrieb besitzt. Gerade dieser Jagdtrieb kann bei unerfahrenen Haltern, die sich vorab nicht ausreichend informieren, schnell zu Problemen führen. Auch dass der Braque du Bourbonnais nur schlecht alleine bleibt, wird von einigen Haltern zu spät wahrgenommen und muss dann sehr kleinteilig trainiert werden.

Passt der Braque du Bourbonnais zu mir?

Der Braque du Bourbonnais ist ein aktiver und sportlicher Hund. Er braucht entsprechend viel Beschäftigung und Auslauf, dies sollte sich der Besitzer immer bewusst machen. Der Besitzer muss sich Zeit und Geduld nehmen für die Erziehung des Hundes und sollte auch im Alltag viel Zeit für den Braque du Bourbonnais haben. Der französische Hund kann nur schlecht alleine bleiben- Mit Training klappt es sehr viel besser, jedoch sollte sein Besitzer genügend Zeit für das Tier haben oder den Hund mit auf die Arbeit nehmen können. Darüber hinaus braucht der Hund viel Platz, ein Haus mit Garten wäre ideal.

Allgemein ist er ein guter Familienhund und kann auch Senioren gut begleiten, wenn diese ihn auslasten können. Er braucht jedoch auch im Familienalltag eine sportliche Herausforderung und muss als Hund ernst genommen werden. Er ist kein Hund für Couchpotatos oder Menschen, die viele Stunden am Tag Arbeiten sind und keine Zeit für die Fellnase haben.

Schenke diesen Hunden ein Zuhause

Nicola

Nicola

In meiner Freizeit fotografiere ich Hunde für mein Leben gern. Meistens geraten mir die edogs Bürohunde vor die Linse.

Ähnliche Beiträge

Nächster Beitrag