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Zimt für Hunde – ist das gut?

von Rebana Uhe
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Zimt ist ein Gewürz, das wärmt und verlockend duftet. Vor allem in Weihnachtsplätzchen ist häufig Zimt enthalten. Aber ist Zimt für Hunde gesund? Oder ist es möglich, dass der Zimt bei dem Hund gesundheitliche Schäden verursacht? Ob Zimt für Hunde gesund oder giftig ist, hängt nicht nur von der Dosis, sondern auch von der Zimtsorte ab.

Zimt für Hunde – das musst Du wissen

Der typische Geruch und Geschmack von Zimt ist auch bei Hunden begehrt. Generell sind geringe Mengen verträglich. Fressen die Hunde größere Mengen Zimt, reizt das Gewürz den Magen und Darm der Vierbeiner. Eingeatmetes Zimtpulver kann zu Hustenanfällen führen und eine Entzündung der Luftröhre und der Lunge auslösen.

Zimt ist grundsätzlich ein heilendes Gewürz

In kleinen Mengen regt Zimt die Verdauung an und steigert den Appetit. Der Futterbrei passiert schneller den Darm. Es entstehen weniger Darmgase, die Blähungen verursachen können. Die Rinde von Zimt enthält ein ätherisches Öl, Eugenol. Durch seine desinfizierende Wirkung senkt Eugenol das Risiko für Halsentzündungen. Zimt reguliert den Insulinspiegel im Blut. Die ätherischen Öle, die in die Luft abgegeben werden, wirken anregend und wärmend. Sie steigern die Konzentrationsfähigkeit.

Vorsicht: Zimt enthält auch Giftstoffe für Hunde

Zimt fördert aber nicht nur die Gesundheit des Hundes. Die Rinde enthält Cumarin, ein Benzopyren, das die Blutgerinnung negativ beeinflusst. Fressen Hunde Zimt, der eine größere Menge an Cumarin enthält, wird die Leber geschädigt. Bei einer Vergiftung kann auch eine erhöhte Neigung zu Blutungen beobachtet werden.

Ist Zimt gefährlich für den Hund?

Cassia-Zimt enthält Cumarin und ist für Hunde giftig. Besser verträglich ist Ceylon-Zimt, der nur wenig Cumarin enthält.

Zimt für Hunde – Vor- und Nachteile

Das Gewürz Zimt wird aus der Rinde der Zimtbäume gewonnen. Abhängig von der Baumart sind in dem Zimt unterschiedliche Mengen an Cumarin enthalten.

Der Ceylon-Zimt

Die Zimtbäume, aus denen der Ceylon-Zimt gewonnen wird, werden in Sri Lanka und Südindien angebaut. Die Rinde des echten Zimtbaums enthält nur sehr geringe Anteile an Cumarin. In einem Kilogramm sind ungefähr 0,8 Gramm Cumarin enthalten. Die Qualität von Ceylon-Zimt ist hochwertiger. Für die Gewinnung von Ceylon-Zimt werden dünne Rindenschichten abgetragen. Erhältlich ist diese Zimtsorte vor allem in Bioläden.

Der Cassia-Zimt

Der chinesische Zimtbaum, Zimtkassie, wird in China angebaut. Die Zimtsorte hat eine geringere Qualität. Vor allem in billigem Zimtpulver ist meistens nur Cassia-Zimt enthalten. Im Gegensatz zu dem Ceylon-Zimt sind in Cassia-Zimt pro Kilogramm drei bis neun Gramm Cumarin enthalten. Cassia-Zimt wird in dicken Schichten von dem Baum abgetragen und riecht besonders intensiv.

Wie ist Zimt im Handel erhältlich?

Zimt wird aus der getrockneten Rinde des Zimtbaumes hergestellt. Die Rinde wird zu Pulver gemahlen und für den Verkauf abgepackt. Zusätzlich zu dem Zimtpulver sind Zimtstangen erhältlich, die sowohl in der Küche als auch für Dekorationen verwendet werden. Kaut ein Hund an der weihnachtlichen Dekoration, können durch das Cumarin Vergiftungen auftreten.

Zimt Hunde: Zimtsterne und Zimtstange

Die Dosierung ist abhängig von dem Cumarin-Gehalt der Zimtsorte. In drei Zimtsternen ist meistens die Höchstdosis enthalten.

Gesundheitliche Vorteile von Zimt für Hunde

Bei Hunden mit geringem Appetit verbessern kleine Mengen an Zimt die Futteraufnahme. Die Hunde sind aktiver und leiden im Winter nicht so häufig unter Erkältungen. Die ätherischen Öle des Gewürzes fördern das Immunsystem. In geringen Mengen gefütterter Zimt reduziert das Risiko für die Bildung von Tumoren.

Gesundheitliche Nachteile von Zimt für Hunde

Cumarin verursacht eine Entzündung von Magen, Darm und Leber. Das Lebergewebe wird großenteils zerstört. Im schlimmsten Fall sterben die Hunde an einem Leberversagen. Cumarin verringert die Blutgerinnung und reizt die Schleimhäute im Mund und in der Nase. Erhalten Hunde mit ihrer Ernährung regelmäßig größere Mengen Zimt, kann das Wachstum von Tumoren begünstigt werden.

Ist Zimt tödlich für den Hund?

Die maximale Tagesdosis für Cumarin liegt bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Bei Überschreitung der Dosis kann eine Vergiftung durch Leberversagen tödlich verlaufen.

Wie hoch darf / sollte man Zimt für Hunde dosieren?

Die Dosierung ist abhängig von dem Cumarin-Gehalt der Zimtsorte. In drei Zimtsternen ist meistens die Höchstdosis enthalten.

Zimt für den Hund: Cassia-Zimt und Ceylon-Zimt

Der hochwertigere Ceylon-Zimt enthält kein oder nur geringe Mengen von Cumarin. Er ist für Hunde unbedenklicher als der billigere Cassia-Zimt. Cassia Zimt sollte nicht an Hunde verfüttert werden, da der hohe Cumarin-Gehalt die Gesundheit des Hundes beeinträchtigen kann. Zimt sollte generell nur in sehr geringen Mengen gefüttert werden, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Richtige Dosierung von Zimt für Hunde

Hunde können bis 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen, ohne dass gesundheitliche Folgen auftreten. Diese Dosis ist aber mit einem Stück Lebkuchen oder drei bis vier Zimtsternen schon erreicht. Wie viel Zimt ein Hund fressen darf, hängt auch von seiner Größe ab. Die richtige Dosierung sollte immer mit einem Tierarzt abgesprochen werden. 

Zimt für Hunde – Symptome einer Überdosierung & Behandlung

Hat der Hund zu viel Zimt gefressen, sollte er immer von einem Tierarzt aufgesucht werden. 
Bei einer Vergiftung treten folgende Symptome auf: 

Behandlung einer Vergiftung mit Zimt für Hunde

Der Hund erhält Infusionen mit Glukose und entzündungshemmenden Medikamenten, um den Kreislauf zu stabilisieren und eine Leberentzündung zu vermeiden. Spülungen der Mundschleimhaut verringern die Reizungen. Hat der Hund große Mengen an Zimt gefressen, wird eventuell eine Magenspülung durchgeführt. Aktivkohle bindet Zimtbestandteile, die sich bereits im Darm befinden. Vitamin K verbessert die Blutgerinnung. 

Was, wenn der Hund zu viel Zimt gefressen hat?

Der Hund sollte sofort von einem Tierarzt untersucht und behandelt werden, um einen Leberschaden zu verhindern.

Welche Zimtsorten sind für den Hund geeignet?

Ceylon-Zimt enthält kaum Cumarin. Die Sorte ist für Hunde besser geeignet als Cassia-Zimt.

Fazit

Cassia-Zimt ist aufgrund des Cumarin-Gehalts für Hunde giftig und sollte nicht gefüttert werden. Um die gesundheitlichen Wirkungen von Ceylon-Zimt für den Hund zu nutzen, können kleine Mengen in Absprache mit dem Tierarzt in das Futter gemischt werden.

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