Longieren mit Hund

von Michael Hein
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Longieren mit Hund ist eine neue kreative Trainingsform, die mit und ohne Leine durchgeführt werden kann. Das effektive Training Longieren mit Hund ist bereits weit verbreitet und ist auch auf den Hundesportplätzen angekommen. Mehr Informationen findest Du in diesem Artikel.

Was ist Longieren mit Hund?

Das Longiertraining ist vor allem aus dem Pferdetraining bekannt. Aber auch Hütehunde werden über das Longieren mit Hund für ihre Aufgaben bei der Bewachung der Herde abgerichtet. Dabei stehen die Schafe in einem Kreis und die Hütehunde lernen, um die Schafe herumzulaufen.

Das Hundetraining wird ebenfalls in einem abgegrenzten Kreis durchgeführt. Am Anfang steht der Trainer im Zentrum des Kreises. Der Hund läuft an der Longe, einer langen Leine, um den Kreis herum. Jeder richtige Schritt des Hundes am Außenrand des Longierkreises wird belohnt. Dabei muss der Hund immer eine bestimmte Distanz zu dem Trainer einhalten und darf nicht innerhalb der Begrenzungen des Kreises laufen.

Was ist Longieren für Hunde?

Beim Longieren läuft der Hund in einem vorgegebenen Kreis um den Hundebesitzer. Richtungswechsel oder andere Kommandos werden durch die Körperhaltung oder Sichtzeichen vermittelt.

Wie funktioniert Longieren?

Nach dem Abstecken eines Kreises mit einem Radius von vier bis fünf Metern, muss der Hund lernen, am Rand des markierten Kreises zu laufen. Der Trainer läuft dabei mit dem Hund im Inneren des Longierkreises. Für jeden richtigen Schritt erhält der Hund eine Belohnung. Das Innere des Kreises darf von dem Hund nicht betreten werden. Läuft der Vierbeiner zu dem Trainer hin, wird er konsequent wieder an die Außenbegrenzung des Kreises gebracht.

Hat der Hund verstanden, dass er außerhalb des Kreises laufen muss, stellt sich der Trainer in das Zentrum des Longierkreises. Die Kommunikation mit dem Hund erfolgt über die lange Longierleine, Kommandos und Handzeichen. Dabei achtet der Trainer immer auf die Körpersprache des Hundes. Hunde, die das Longieren bereits beherrschen, sind nicht mehr durch die Leine mit dem Trainer verbunden. Der Mensch steht in der Mitte des Kreises. Der Hund läuft entlang der Außenbegrenzung. Kommandos für Richtungswechsel werden durch Wortkommandos oder Handzeichen gegeben.

Wie funktioniert Longieren mit Hund?

Der Hund lernt an der Außenseite des Kreises zu laufen. Jeder Richtungswechsel wird durch den Besitzer angezeigt.

Warum ist Longieren bei Hunden sinnvoll?

Während des Longierens muss der Hund seine Aufmerksamkeit ständig auf den Besitzer richten. Damit der Hund, wenn der Besitzer ihn ansieht, aus der Körpersprache ableitet, dass er in das Zentrum des Kreises laufen soll, müssen die ersten Übungen gemeinsam durchgeführt werden. Nach einiger Zeit hat der Hund verstanden, dass er außerhalb des Kreises laufen und die Kommandos des Besitzers befolgen soll.

Körperliche Auslastung

Durch das Laufen im Kreis wird der Hund körperlich ausgelastet. Der Radius des Kreises muss dabei so gewählt werden, dass er für den Hund nicht zu klein ist. Die Gelenke und Muskeln des Hundes werden trainiert und bleiben beweglich. Die körperliche Fitness steigt.

Geistige Auslastung

Während des Longierens muss sich der Vierbeiner auf den Besitzer im Zentrum des Kreises konzentrieren. Die Reaktionsschnelligkeit, mit der gestellte Aufgaben ausgeführt werden, wird geschult. Die Konzentrationsfähigkeit des Hundes steigert sich durch die Übungen.

Das gemeinsame Training stärkt den Zusammenhalt zwischen dem Hundebesitzer und dem Hund. Die bessere Bindung führt auch zu einer größeren Vertrauensbasis.

Longieren mit Schäferhund

Während des Longierens muss der Hund seine Aufmerksamkeit ständig auf den Besitzer richten.

Welche Hunde eignen sich für das Longieren?

Longieren ist vor allem für sportliche Hunde, die sich gerne draußen bewegen geeignet. Der Hund muss bei dem Training allerdings nicht immer um den Longierkreis herumlaufen. Er kann auch mit langsamen Schritten herumgehen und dabei verschiedene Befehle des Hundebesitzers befolgen. Das Gehtraining, das von dem Halter genau kontrolliert und gesteuert werden kann, ist daher auch für kranke oder Senior-Hunde geeignet. Auch Welpen können bereits an das Longieren mit Hund herangeführt werden und dabei spielerisch die Grundkommandos lernen.

Die Größe des Hundes ist für diesen Hundesport nicht bedeutend, da der Kreisradius an den Hund angepasst werden kann. Hunde, die während ihrer Ausbildung eine gewisse Selbstständigkeit entwickeln sollen, sind nicht für diesen Hundesport geeignet. Zu diesen Hunderassen zählen Jagdhunde oder Bergrettungshunde.

Wie lange dauert es, bis ein Hund Longieren kann?

Beherrscht der Hund die Grundkommandos, kann er innerhalb weniger Wochen Longieren lernen. Je deutlicher die Körpersprache des Hundebesitzers ist, umso schneller lernt der Hund.

Welche Hunderassen eignen sich besonders gut?

Besonders gut für Longieren mit Hund sind Hütehunderassen wie der Australian Shepherd, Collies oder Mischlinge dieser Hunderassen geeignet. Die Hütehunde befriedigen bei diesem Hundesport ihr angeborenes Bedürfnis nach Herdenarbeit. Auch bewegungsfreudige Pudel üben das Training gerne aus.

Ab wann kann man mit dem Longieren anfangen?

Die ersten Übungen können bereits mit Welpen durchgeführt werden. Der kleine Hund lernt spielerisch bei dem Training die ersten Grundkommandos. Ist der Hund bereits selbstständiger und hat eine gute Vertrauensbasis zu seinem Besitzer aufgebaut, kann mit dem Longieren ohne Leine gestartet werden.

Voraussetzungen: Was muss ich als Hundehalter erfüllen?

Der Hundehalter muss die Bewegungen seines Körpers bewusst ausführen und so dem Hund über die Körpersprache deutliche Signale vermitteln. Jeder Blick und jede Körperhaltung müssen exakt eingesetzt werden, da dem Hund ein Wechsel der Laufrichtung durch die Schulterstellung oder einen Blick des Besitzers angezeigt wird.

Die Belohnung des Hundes beim Longieren mit Hund erfolgt in erster Linie durch die Handlungen des Menschen selbst. Zusätzlich werden Futterbelohnungen zwischen den einzelnen Stopps eingebaut.

Australian Shepherd am Longieren

Hütehunde sind besonders beliebt für das Longieren.

Tipps zum Start: So lernt der Hund das Longieren

Zuerst muss der Hund lernen, am Außenrand des Longierkreises zu laufen. Danach können die Übungen ohne Leine durchgeführt werden. In den Lauf des Hundes werden bereits bekannte Grundkommandos wie Sitz, Platz oder Steh eingebaut. Jedes ausgeführte Kommando wird belohnt. Sobald der Hund sich an die Kommandos im Kreis gewöhnt hat, gibt der Hundehalter nur mehr Sichtzeichen.

Als nächste Übung folgen der Wechsel von Tempo und Laufrichtung. Das Signal Steh erfolgt durch direkte Zuwendung des Körpers zum Hund. Seitwärts gerichtete Blicke geben die gewünschte Laufrichtung an. Um den Schwierigkeitsgrad der Übungen zu erhöhen, können innerhalb des Kreises Ablenkungen eingebaut werden, die der Hund nicht beachten darf.

Hundesportverein, Hundeschule oder selbst beibringen?

Natürlich ist es möglich, dem Hund das Longieren selbst beizubringen. In einem Hundesportverein oder eine Hundeschule steht allerdings während der Übungen eine Assistenzperson zur Verfügung. Diese kann Fehler bei der Körperhaltung korrigieren oder auch den richtigen Zeitpunkt für eine Belohnung des Hundes koordinieren. Beherrscht der Hund die Übungen werden keine Futterbelohnungen mehr eingesetzt. Die Belohnung erfolgt ausschließlich über die Körpersprache des Trainers.

Was braucht man zum Longieren mit Hund?

Zum Longieren mit Hund wird nur eine lange Longierleine und Absperrband für den Kreis benötige. Für die ersten Übungen sollten zusätzlich Futterbelohnungen vorhanden sein.

Longieren mit Hund: die besten Methoden und Übungen

Longieren mit Hund ist ein Kommunikationstraining, das die Aufmerksamkeit des Hundes verstärkt und die Körpersprache des Halters für den Hund besser verständlich macht. Für die Übungen können verschiedene Trainingsmethoden verwendet werden:

Longieren mit Tabuzone

Der Hund darf das Innere des abgesteckten Kreises nicht betreten. Falls er zu dem Halter in das Zentrum des Kreises läuft, wird er wieder an die Außenlinie gebracht.

Longieren ohne Tabuzone

Der Hund soll am äußeren Rand des Kreises laufen. Überschreitet er die Begrenzung, wird er nicht an den Rand zurückgebracht. Allerdings wird nur das Laufen am äußeren Rand belohnt.

Freilongieren

Diese Trainingsmethode ist nur für fortgeschrittene Hunde geeignet. Der Kreis ist nicht durch eine gekennzeichnet. Der Hund läuft in immer gleichbleibendem Abstand um den Halter herum.

Tricklongieren

Hier werden zwei Kreise abgesteckt, die sich zu einer Acht oder einem Oval ergänzen. Der Hund muss häufiger Richtungswechsel durchführen.

Kooperatives Longieren

Signale wie Sitz, Steh oder Platz erweitern die Aufgaben des Hundes bei den Übungen. Der Longierkreis kann vergrößert werden.

Beschäftigungslongieren

Hier werden am Außenrand des Kreises Hürden oder verschiedene Hindernisse eingebaut, die der Hund überwinden muss.

Koordinatorisches Longieren

In den Kreis werden Ablenkungen eingebaut. Der Hund lernt, sich ausschließlich auf den Besitzer zu konzentrieren.

Welches Ziel wird mit dem Longieren verfolgt und welche Methoden eignen sich dafür am besten?

Durch das Longieren mit Hund wird der Hund körperlich und geistig ausgelastet. Die Konzentrationsfähigkeit und die Bindung zum Besitzer werden verstärkt. Um eine noch bessere Bindung zu erreichen, sind vor allem koordinatorisches Longieren und Freilongieren gut geeignet.

Wie motiviere ich meinen Hund zum Longieren?

Das Verhalten des Hundes wird durch Belohnungen verstärkt.

Ausrüstung für den perfekten Start in das Longieren mit Hund

Für das Longieren mit Hund wird eine vier bis fünf Meter lange Longierleine benötigt. Der Kreis kann durch Pylonen, oder Absperrbänder, die auf in den Boden gesteckten Stäben befestigt werden, gekennzeichnet. Für die ersten Übungen werden zusätzlich Futterbelohnungen benötigt.

Fazit: Eignet sich mein Hund für das Longieren?

Für das Longieren ist jeder Hund geeignet, der sich gerne bewegt und dabei auf die Kommandos des Halters konzentriert ist. Ist der Hund bereits älter, oder hat Probleme mit den Gelenken, kann der Kreis auch im Gehen absolviert werden.

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