Bernedoodle

Der Bernedoodle ist eine Mischung aus dem Berner Sennenhund und einem Pudel. Weitere Namen für den Bernedoodle sind auch Bernesepoo, Bernesedoodle, Bernepoo oder Berner Sennenhund Poo. Der Bernedoodle ist ein Designerdog und noch nicht vom FCI anerkannt.

Bernedoodle im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 40-70 cm
Gewicht: 12-40 kg
FCI-Gruppe:
Sektion:
Herkunftsland: Kanada
Farben: weiß, braun, schwarz, einfarbig, zweifarbig, dreifarbig
Lebenserwartung: 15-18 Jahre
Geeignet als: Jagd-, Familienhund
Sportarten: Agility, Dog Dancing
Charakter: Klug wie ein Pudel, gutmütig wie ein Berner Sennenhund
Auslaufbedürfnisse: mittel
Sabber-Potential
Stärke des Haarens gering bis mittel
Pflegeaufwand: mittel
Fellstruktur: dicht, lockig
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial: ja

Herkunft und Rassegeschichte

Der Bernedoodle gehört zu den so genannten Designer Dogs wie beispielsweise auch der Goldendoodle, der Labradoodle oder andere Doodle-Hunderassen. Dabei handelt es sich um Hunde, die keine eigene Rasse darstellen, sondern das Ergebnis aus einer Kreuzung zweier anderer Rassen sind. Diese Hybridzüchtungen werden von der FCI nicht als offizielle Rasse anerkannt. Das Ziel eines Designer Dogs ist es, die positiven Eigenschaften zweier Rassen in einem Hund zu vereinen. Leider lässt sich aber nicht kontrollieren, welche Merkmale vererbt werden. Daher sind Designer Dogs immer Überraschungspakete, da sich durchaus auch die unerwünschten Eigenschaften einer oder beider Elternrassen durchsetzen können. Meist ist dies auch im Aussehen der Hunde sichtbar, das nicht einheitlich ist, sondern je nach Vererbung mehr zur einen oder anderen Rasse tendieren kann.

Bernedoodle Welpe beim Spielen
Der Bernedoodle zählt zu den Hybridhunden.

Vermutlich wurde der Bernedoodle erstmalig in Kanada im Jahr 2003 absichtlich gezüchtet. Es sollte ein neuer Begleithund mit einem besonderen Aussehen entstehen, der auch gute Leistungen bei Hundeausstellungen erbringen sollte. In seinem Aussehen kann dieser Hund zwar sehr unterschiedlich sein, sieht aber egal in welcher Ausprägung immer hübsch aus. Da beide Elternrassen hauptsächlich positive Eigenschaften aufweisen, ist der Bernedoodle einer der Designer Dogs, die relativ wenige negative Überraschungen bereit halten.

Der Bernedoodle wurde bewusst in drei verschiedenen Größen gezüchtet: klein, mini und mittelgroß. Der mittelgroße Hund gilt als Standard und entstand aus dem Großpudel und dem Berner Sennenhund. Entsprechend ist ein Elternteil des Mini-Bernedoodles ein Miniaturpudel. Ein Elternteil des kleinen Bernedoodles ist ein Toy Pudel.

Der Pudel wurde früher für die Jagd, vor allem auf Vögel, genutzt. Den Berner Sennenhund gibt es in seiner heutigen Form seit dem Jahr 1907. Er war ein Arbeitshund, der das Vieh trieb und es bewachte und den Menschen beim Transport schwerer Güter unterstützte. Der Pudel wird sehr gerne zur Kreation von Designer Dogs genutzt. Sehr bekannt sind neben dem Bernedoodle in den letzten Jahren auch der Goldendoodle und der Labradoodle geworden.

Wesen & Charakter vom Bernedoodle

Der Bernedoodle sollte in seinem Wesen klug wie ein Pudel und gutmütig wie der Berner Sennenhund sein. Wie bei allen Designer Dogs ist aber nicht zuverlässig zu gewährleisten, dass der einzelne Hund die erwünschten Eigenschaften auch wirklich erbt. Wenn die unerwünschten Eigenschaften des Pudels durchschlagen, kann es sein, dass der Bernedoodle einen Jagdtrieb entwickelt und in seinem Wesen sehr viel lebhafter ist als gewünscht.

Der Pudel gilt gemeinhin als Schoßhund, was allerdings nicht ganz richtig ist, denn in Wahrheit handelt es sich um einen Jagdhund. Das bedeutet, dass beide Elterntiere des Bernedoodle sehr naturverbunden sind und gerne bei jedem Wetter im Freien unterwegs sind. Sowohl der Berner Sennenhund als auch der Pudel sind dafür bekannt, dass sie sich Menschen, Artgenossen und anderen Tieren gegenüber sehr freundlich verhalten und eine gute Sozialverträglichkeit aufweisen. Deshalb besitzt ein Bernedoodle mit großer Sicherheit diese Eigenschaften auch. Gleiches gilt für die Tatsache, dass sowohl Berner Sennenhund, Pudel, als auch Bernedoodle sich Fremden gegenüber eher distanziert verhalten. Der Bernedoodle ist zudem leicht zu erziehen und zeigt sich nur in seltenen Fällen etwas stur.

Sind Bernedoodles hypoallgern?

Die meisten Bernedoodles sind hypoallergen, eine Eigenschaft, die die Welpen vom Pudel erben. Dabei gilt, je lockiger das Fell, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Bernedoodle hypoallergen ist. Auch die Tatsache, wenn die Mutter ein Pudel ist, lässt die Chancen steigen, dass der Bernedoodle hypoallergen ist.

Aussehen des Bernedoodles

Es kann schwierig sein, die Größe des Bernedoodles bei einem Welpen einzuschätzen, allerdings kann über den Pudel-Elternteil und dessen Größe einigermaßen vorhergesagt werden, ob der Bernedoodle mittelgroß, mini oder klein wird. Der mittelgroße Standard-Bernedoodle kann eine Schulterhöhe von etwa 70 Zentimetern erreichen und ein Gewicht von 35 bis 40 Kilo. Der mini Bernedoodle wird etwa 50 Zentimeter groß und bis zu 25 Kilo schwer. Die kleinste Varietät des Bernedoodles schafft es auf etwa 40 Zentimeter und höchstens 12 Kilo.

Der Bernedoodle ist vor allem so beliebt, weil er von vielen Menschen aufgrund seines Aussehens als sehr süß empfunden wird. Der Mix kann aufgrund seines Haarkleides mit einem Teddy verglichen werden. Das Fell ist meistens lockig, in selteneren Fällen prägen sich aber auch die glatten Haare des Berner Sennenhundes aus. Wie der Pudel auch, eignet sich der Bernedoodle aufgrund seines Fells für Allergiker. Die Fellfarben des Bernedoodles können sehr unterschiedlich sein und von weiß über braun bis hin zu schwarz reichen. Es gibt sowohl einfarbige Bernedoodle, als auch zwei- und dreifarbige. Bernedoodles haben braune Augen.

Erziehung & Haltung des Bernedoodle – Das gilt es zu beachten

Der Bernedoodle hat ein mittleres Bedürfnis nach Bewegung. Da er sich aber sehr gerne im Freien aufhält und kein klassischer Schoßhund ist, sollte der Mix auf dem Land in einem Haus mit Garten leben. Das gilt vor allem für die größeren Bernedoodles. Zudem kann die Standard Varietät Probleme mit den Gelenken bekommen, wenn sie viel und oft Treppen steigen müssen. Daher ist eine Wohnung in den oberen Stockwerken nicht empfehlenswert.

Mit Kindern, Artgenossen und anderen Haustieren versteht sich der süße Teddyhund normalerweise gut, sollte aber trotzdem als Welpe ausreichend sozialisiert werden. Auch die Erziehung des Bernedoodles ist normalerweise recht einfach, weshalb er ein guter Hund für Anfänger und ein idealer Familienhund ist. Sollte der Jagdtrieb des Pudels durchschlagen, kann sich die Erziehung schwieriger gestalten. Das ist allerdings eher selten der Fall. Als recht unkomplizierter Familienhund kann der Bernedoodle seine Menschen so gut wie überall hin begleiten.

Wie groß ist ein Bernedoodle?

Den Bernedoodle gibt es in drei verschiedenen Größen. Die größte Varietät kann bis zu 70 Zentimeter groß werden und gilt als der Standard Bernedoodle. Die mittlere Varietät wird höchstens 50 Zentimeter groß und zählt damit schon zu den kleinen Hunden. Der Toy Bernedoodle wird nicht größer als 40 Zentimeter.

Ernährung des Bernedoodle

Bernedoodle im Sitzen
Der Bernedoodle hat bei richtiger Ernährung eine recht hohe Lebenserwartung.

Der Bernedoodle muss je nach Alter und Größe unterschiedliches Futter bekommen und auch unterschiedliche Mengen. Er kann gut mit Trockenfutter ernährt werden, das einen hohen Fleischanteil, wenig Getreide und möglichst keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten sollte. Für die Doodle-Welpen kommt ein anderes Futter in Frage als für Erwachsene oder Senioren.

Wenn der Hund ausschließlich Trockenfutter bekommt, kann das für ihn etwas eintönig werden, deshalb kann gut auch Nassfutter beigemischt werden. Manche Hunde reagieren außerdem auf die ausschließliche Gabe von Trockenfutter mit Nierenproblemen, da das Futter keine Flüssigkeit enthält. Nassfutter alleine ist zu weich für die Zähne des Hundes und kann zu Zahnsteinbildung führen.

Der Doodle-Mix kann natürlich auch mit der Rohfütterung und mit Selbstgekochtem ernährt werden. Hier ist wichtig, dass sich der Halter gut mit der Zusammensetzung des Futters auskennt, um eine ideale Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Zusätzlich zum normalen Futter sollte der Hund außerdem regelmäßig Kauknochen bekommen, um die Zähne zu pflegen.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Da es den Bernedoodle erst seit ganz wenigen Jahren gibt, ist auch noch wenig über seine gesundheitlichen Probleme bekannt. Auch eine Aussage zur Lebenserwartung ist bisher noch recht ungenau. Es scheint allerdings so zu sein, dass die Designer Dogs eine recht hohe Lebenserwartung haben, die umso höher ist, je kleiner der Hund ist. Die größte Varietät, der Standard Bernedoodle, hat eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren, die kleinste Varietät kann sogar gute 18 Jahre alt werden.

Bisher hat sich gezeigt, dass der Hybrid eine bessere Gesundheit aufweist, als die Rassen seiner Eltern. Gerade aber der Standard Bernedoodle kann durch seine Größe und sein Gewicht trotzdem zu Gelenkproblemen neigen. Außerdem scheinen die Hunde öfter Probleme mit den Augen zu haben. Auch Krebs kann beim Bernedoodle ab und zu auftreten.

Da der Bernedoodle normalerweise ein Hund mit einem mittleren Aktivitätslevel ist, kann er eher zu Übergewicht neigen als sehr aktive Hunde. Daher ist die Figur des Hundes immer wieder zu überprüfen und nötigenfalls das Futter zu reduzieren. Der Bernedoodle ist zwar kein ursprünglicher Hund, der wie viele alte Hunderassen oftmals im Freien gelebt hat, trotzdem verträgt der Designer Dog aber aufgrund der Beschaffenheit seines Fells, Kälte recht gut. Bei Hitze sollte er, wie die meisten Hunde, eher geschont werden.

Wo findet man einen Bernedoodle Züchter?

Da es sich beim Bernedoodle um keine anerkannte Rasse handelt, finden sich keine Züchter über den VDH. Da dieser Hybridhund allerdings in den letzten Jahren in Deutschland immer beliebter geworden ist, finden sich Züchter ziemlich einfach über die Suche im Internet.

Pflege des Bernedoodles

Der Bernedoodle erbt in den allermeisten Fällen das Fell vom Pudel, das ihn zu einem antiallergenen Hund macht, auf den Allergiker überhaupt nicht oder nur leicht reagieren. Dabei gilt: Je welliger das Fell, umso eher ist der Bernedoodle antiallergisch und umso weniger Haare verliert er. Allerdings wächst das Fell dieses Hundes unaufhaltsam und benötigt deshalb regelmäßige Pflege in Form von Kämmen. Auch muss es regelmäßig geschnitten werden. Der Gang zum Hundefrisör ist also empfehlenswert, wenn der Bernedoodle eine hübsche Frisur haben soll.

Grober Schmutz kann nach dem Spaziergang größtenteils mit einem Handtuch aus dem Fell entfernt werden. Die Reste, die eintrocknen, werden später heraus gebürstet. Der Bernedoodle muss nicht unbedingt gebadet werden. Ohnehin sollten Hunde nur dann baden, wenn sie das auch mögen. Zum Baden sollten ausschließlich spezielle Hundeshampoos verwendet werden, die parfümfrei sind und die schützende Fettschicht aus dem Hundefell nicht heraus waschen. Die Ohren sollten auch beim Bernedoodle regelmäßig gereinigt werden. Lagert sich Schmutz ab, besteht die Gefahr von Ohrenentzündungen.

Bernedoodle – Aktivitäten und Training

Der Bernedoodle hat ein mittleres Aktivitätslevel, ist aber durch seine neugierige und verspielte Art durchaus für die unterschiedlichsten Beschäftigungen zu motivieren. Natürlich freuen sich die naturverbundenen Hunde über jeden Spaziergang in der Natur. Die meisten Exemplare sind auch dem Schwimmen nicht abgeneigt.

Mit dem Bernedoodle können normalerweise leicht Tricks eingeübt werden und er wird auch beim Dog Dancing und anderen ähnlichen Aktivitäten leicht lernen. Ebenso können die Hunde beim Agility gute Ergebnisse erzielen. Da alle Hunde einen sehr guten Geruchssinn haben und ihre Nase gerne benutzen, kann der Teddyhund auch durchaus Spaß am Fährten finden, wenn er auch kein typischer Jagdhund ist.

Bernedoodle Welpe in der Natur
Der Bernedoodle ist ein Naturbursche.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Bernedoodles

Da der Bernedoodle keine von der FCI anerkannte Hunderasse ist, gibt es auch keine offiziellen Züchter. Bisher ist die Hybridrasse auch in der Öffentlichkeit noch wenig bekannt und wird nur selten explizit gezeigt und benannt. Allerdings könnte sich das in der Zukunft schnell ändern, da der Bernedoodle ein Designer Dog ist, der hauptsächlich erwünschte Eigenschaften mitbringt. Diese Tatsache hat er dem guten Charakter beider Elterntiere zu verdanken.

Menschen, die sich einen Bernedoodle zulegen möchten, müssen bei der Suche nach ihrem Hund etwas mehr Eigenverantwortung mitbringen als beim Kauf eines Welpen, der zu einer anerkannten Rasse gehört. Die Stammbäume des Bernedoodles sind nicht zertifiziert und die Züchter werden von keinen Vereinen kontrolliert. Es kann sein, dass keine reinrassigen Eltern für die Zucht verwendet werden, denn der Laie erkennt den Unterschied oft nicht.

Nachteile des Bernedoodles

Der Bernedoodle hat so gut wie keine Nachteile. In seltenen Fällen können die Hunde den Jagdtrieb des Pudels erben oder etwas stur sein, wie der Berner Sennenhund. Es zeigt sich allerdings, dass diese unerwünschten Eigenschaften sich sehr viel seltener vererben als die erwünschten. Sicherlich liegen die guten Eigenschaften der Mischung daran, dass auch die beiden Elternrassen relativ unkomplizierte und einfach zu haltende Hunde sind.

Passt der Bernedoodle zu mir?

Bernedoodle Welpe im Liegen
Bernedoodle im Liegen

Der Bernedoodle ist ein Hund, der zu vielen Menschen passt. Er fügt sich ziemlich unkompliziert in die Familie ein, spielt gerne mit den Kindern und kommt mit Artgenossen und auch mit anderen Haustieren, wie Katzen, gut klar. Er besitzt nur ein mittleres Aktivitätslevel und verzeiht es seinen Menschen, wenn der Spaziergang vielleicht auch mal etwas kürzer ausfällt. Allerdings sind Bernedoodles sehr naturverbunden und sollten daher am besten in einem Haus auf dem Land mit Nähe zu Wald und Wiesen wohnen.

Aufgrund seiner höchstens mittleren Größe kann der Hund sowohl auf Reisen als auch bei Ausflügen in die Stadt normalerweise problemlos mitgenommen werden. Auch werden sicherlich die meisten Menschen aufgrund seines süßen Aussehens positiv auf den kleinen Teddy reagieren.

Da der Bernedoodle ist und nur in seltenen Fällen Sturheit oder einen Jagdtrieb zeigt, kann er gut von Anfängern und auch Senioren gehalten werden.

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