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Cane Corso Italiano

von Michelle Breitenfeld
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Der Cane Corso Italiano stammt von den Molosserhunden ab und hat seinen Rasseursprung in Italien. In Deutschland ist die Rasse heute nur selten verbreitet. Cane Corsos eignen sich hervorragend zum Bewachen von Haus und Hof, können aber auch bei richtiger Sozialisierung und Erziehung mit Familienhunden leben.

Von der FCI wurde der Cane Corso final 2007 zertifiziert. Er gehört der Gruppe 2 mit der Sektion 2 der Molosser an. In diesem Artikel erfährst Du alles über den Cane Corso Italiano.

Steckbrief Cane Corso Italiano

Größe:60-68 cm
Gewicht:40-50 kg
FCI-Gruppe:Gruppe 2, Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Sektion:Sektion 2, Molossoide ohne Arbeitsprüfung
Herkunftsland:Italien
Farben:schwarz, grau, rot, falbfarben
Lebenserwartung:9-12 Jahre
Geeignet als:Hof- und Wachhund
Sportarten:Fährtenarbeit, Rad fahren, lange Spaziergänge
Charakter:Wachsam, Schutzinstinkt, loyal, selbstbewusst, familienfreundlich, intelligent, aktiv, reserviert gegenüber Fremden
Auslaufbedürfnisse:hoch
Sabber-Potentialmittel
Stärke des Haarensmittel
Pflegeaufwand:mittel
Fellstruktur:kurz, glänzend, fest
Kinderfreundlich:eher ja
Familienhund:eher ja
Sozial:mittel

Hunde dieser Rasse

Herkunft und Rassegeschichte

Der Ursprung des Cane Corsos liegt in Italien. Seine Vorfahren, die Molosserhunde, wurden bereits in der Antike von den Römern als Kriegshunde eingesetzt. In den folgenden Jahrtausenden entwickelte sich die Rasse auch als Wachhund weiter. Durch seinen ausgeprägten Instinkt und seine stattliche Erscheinung ist der Cane Corso sehr robust und vielseitig einsetzbar. Heute findet er deshalb zunehmend Verwendung als Schutzhund oder zur Fährtensuche bei der Polizei.

Cane Corso Italiano: Wesen und Charakter 

Cane Corsos haben in der Regel ein ausgeglichenes Wesen – die tierischen Riesen bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Ihrer Familie gegenüber verhalten sie sich loyal, Kindern gegenüber sind sie freundlich. Allerdings hängt dies auch von der Erziehung des Hundes ab.

Der loyale Charakter des Cane Corsos zeigt sich zudem auch, wenn es darum geht, seine Familie oder seinen Hof vor Fremden zu verteidigen. Ihnen gegenüber sind Cane Corsos skeptisch. Dazu ist ihr Wachinstinkt stark ausgeprägt. Werden die Hunde bereits als Welpen gut sozialisiert und erzogen, ist der Cane Corso ein vielseitiger Hund, der hervorragend in Familien leben kann. Es bedarf einer Kombination aus Ruhe und sanfter Konsequenz. Gibt es diese Voraussetzungen nicht, geht der Cane Corso stärker seinen Instinkten nach – und das macht es für den Menschen oft schwerer im Umgang. 

In Bayern und Brandenburg wird der Cane Corso Italiano als Listenhund geführt. Allerdings gehört er auch dort nur der Kategorie 2 an, es wird eine gewisse Gefährlichkeit vermutet. Dennoch müssen Halterinnen und Halter in diesen Bundesländern für die Haltung und Führung bestimmte Auflagen erfüllen. 

Cane Corso

Die Erziehung von Cane Corsos bedarf viel liebevoller Konsequenz und Training vom Welpenalter an.

Für wen ist der Cane Corso geeignet?

Cane Corsos sind für hundeerfahrene Menschen geeignet, die Haus mit Garten oder einen eigenen Hof haben, auf dem sich die Hunde ausleben können.

Aussehen des Cane Corso Italiano

Der Cane Corso Italiano beeindruckt durch sein stattliches Erscheinungsbild. Die Rasse gehört damit zu den großen Hunderassen. Rüden haben eine Widerristhöhe bis zu 68 cm und erreichen ein Gewicht von circa 50 kg. Hündinnen werden 60-65 cm groß und wiegen um die 40-45 kg. 

Die Statur ist kräftig und stark bemuskelt. Dennoch sind die Hunde auch athletisch. Das Fell ist kurz und tritt in zahlreichen Farben auf. Häufig ist das Fell des Cane Corso schwarz, grau, rot oder falbfarben. Nicht selten hat der Kopf einen abgesetzten Farbton. 

Je nach Gesundheit und anderen Faktoren können die Hunde bis zu 12 Jahre alt werden. 

Impressionen der Hunderasse

Erziehung und Haltung des Cane Corso Italiano 

Cane Corsos gehören auf alle Fälle in erfahrene Hände. Sie eignen sich nicht für Anfänger. Eine gute Sozialisierung und Erziehung sollte unbedingt Zuhause weiter fortgeführt werden, beispielsweise durch den Besuch einer Welpen- oder Hundegruppe in der Hundeschule.

Cane Corsos brauchen viel Beschäftigung und liebevolle Konsequenz in der Erziehung, damit der Wach- und Schutztrieb unter Kontrolle bleibt und sie sich im Familienanschluss ausgeglichen und ruhig zeigen. Geistige Beschäftigung kann den Hunden durch viel Fährtenarbeit und Suchspiele geboten werden. 

Auch die körperliche Auslastung ist bei der Rasse sehr wichtig. Die großen Hunde haben einen enormen Bewegungsdrang. Lange Spaziergänge oder Radfahren eignen sich gut. Dabei sollten die Halterinnen und Halter allerdings stets im Auge behalten, dass es sich um eine große und schwere Rasse handelt und die Gesundheit des Bewegungsapparats dadurch nicht beeinträchtigt werden darf. 

Für den Cane Corso Italiano wäre eine kleine Wohnung mitten in einer Stadt nicht ausreichend. Ein Haus mit Garten oder ein großer Hof sind optimal, um den Hunden ausreichend Platz zu bieten. Eine Haltung im Zwinger ist ungeeignet, da die Rasse den Familienanschluss sucht und auch braucht. 

Besondere Haltungsbedingungen gelten in Bayern und Brandenburg, da der Cane Corso dort als Listenhund der Kategorie 2 geführt wird. 

Großer dunkler Hund in einem blauen Tor.

Cane Corsos brauchen ein großes Zuhause – Und das bewachen sie zuverlässig vor Fremden.

Ist der Cane Corso ein Listenhund?

In Bayern und Brandenburg wird der Cane Corso als Listenhund der Kategorie 2 geführt.

Hinweise zur Ernährung

Grundsätzlich sollte die Menge und Art der Ernährung stets der Gesundheit, dem Erscheinungsbild, dem Alter und anderen Umständen individuell angepasst werden. 

Bei großen Hunden, wie dem Cane Corso, ist es wichtig, auf leicht verdauliches Futter zu setzen, um den Magen-Darm-Trakt möglichst zu schonen. 

Futter mit hohen Proteinanteilen sind vor allem im Welpen- und Junghundalter nicht gut geeignet, da diese ein schnelles Wachstum fördern. Gerade bei derart stattlichen Rassen ist ein langsamer und nachhaltiger Wachstum für die Gesunderhaltung wichtig. 

Die Menge wird im Optimalfall in mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt aufgeteilt. Zwischen den Mahlzeiten sollten sich genug Verdauungspausen befinden. Außerdem brauchen Hunde nach dem Fressen circa zwei Stunden Ruhe, um einer Magendrehung vorzubeugen. 

Bei Bedarf bieten sich verschiedene Zusätze an, die beispielsweise den Knochenbau stärken. Dabei ist die Rücksprache mit Deinem Tierarzt ratsam. 

Cane Corso

Bereits im Welpenalter sind Cane Corsos groß und schwer. Ein langsames und gelenkschonendes Wachstum ist daher besonders wichtig.

Cane Corso Italiano: Gesundheit und Pflege

Durch seine Größe und sein Gewicht sind Cane Corsos anfällig für manche Krankheiten. Erkrankungen des Bewegungsapparats, beispielsweise im Hüftbereich, sind nicht selten. Die Gelenke sollten behutsam behandelt und nicht überbeansprucht werden, auch eine korrekte und ausgeglichene Ernährung kann Krankheiten vorbeugen.

Außerdem treten bei Cane Corsos gelegentlich Herz- und Augenkrankheiten auf. Um die Wahrscheinlichkeit genetischer Erkrankungen zu reduzieren, solltest Du den Züchter mit Bedacht aussuchen und Dich genau über den Zustand der Zuchttiere dort informieren. 

Das Fell des Cane Corso Italiano sollte gelegentlich gebürstet werden, damit überschüssiges Haar entfernt und Verfilzungen vorgebeugt werden. 

Ist der Cane Corso ein Familienhund?

Der Cane Corso ist ein hervorragender Familienhund und verhält sich dieser gegenüber stets loyal. Allerdings bedarf es dafür einer frühzeitigen Sozialisierung, ausreichend Auslastung und konsequenter Erziehung.

Training und Aktivitäten

Ein frühzeitiges und konsequentes Training durch erfahrene Hände ist beim Cane Corso besonders wichtig. Eine Kombination aus körperlicher und geistiger Auslastung sind perfekt, damit die Hunde ihre ruhige und familienfreundliche Seite ausleben können. Besuche in Hundeschulen im Welpenalter sind ratsam, um eine frühe Sozialisierung voranzutreiben.

Der Cane Corso Italiano kann außerdem gut mit Fährtenarbeit ausgelastet werden. Rad fahren oder lange Spaziergänge sind ebenso geeignet.

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