Dog Diving

von Simone Heitmann
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Dog Diving ist eine Sportart für Hunde, die Wasser lieben und gern apportieren. Aus den USA kommend, verbreitet sich das Hundespringen ins Wasser auch immer mehr in Europa. Welche Voraussetzung Dein Hund erfüllen sollte und welche Disziplinen der Hundesport Dog Diving bietet, erfährst Du in diesem Beitrag.

Was ist Dog Diving?

Dog Diving ist eine Hundesportart, bei der ein Hund von einer Rampe aus möglichst weit oder hoch ins Wasser springt. Übersetzt heißt Dog Diving „Hunde tauchen“. Die spritzige Wassersportart liegt im Trend. Immer mehr Menschen mit wasserbegeisterten Hunden interessieren sich für das, was 1997 in den USA begann und inzwischen eine offizielle Sportart ist. 2017 wurde sogar die Europameisterschaft im Dog Diving in Deutschland abgehalten.

Was ist Dog Diving?

Dog Diving ist ein Wassersport für Hunde, die gern ins kühle Nass springen und apportieren. Aus den USA kommend, liegt sie auch in Europa immer in Trend.

Voraussetzungen für Dog Diving

Dog Diving ist für Hunde geeignet, die Wasser lieben und gern apportieren. Beim Sprung von einem Podest ins Wasser leidenschaftlich gern durch die Luft schweben, um dann Gegenstände aus dem kühlen Nass zu holen.

Wie bei allen Hundesportarten sollten auch die gesundheitlichen und anatomischen Voraussetzungen für Dog Diving stimmen. Hunde die Herz-Kreislauf-Probleme haben, unter Atemnot leiden, an Gelenkschäden erkrankt sind oder zu Ohrenendzündungen neigen, sollten nicht in den Pool springen.

Die Dog Diving Sportanlage

Beim Dog Diving gibt es Vorschriften, welche Maße das Sprungpodest und das Wasserbecken haben müssen, damit die Sicherheit der Hunde gewährleistet ist. Der Dog Diving Pool hat eine Mindestgröße von 5×10 Meter und eine Tiefe von mindestens 1,20 Meter. Die Anlauf- und Absprungfläche ist 6×3 Meter groß. Die Oberfläche dieses Podestes ist eine Gummimatte mit Riefen bzw. Rasenteppich.

Die Absprungkante des Podestes liegt circa 20 Zentimeter über der Wasseroberfläche. Am Beckenrand gibt es einen leichten Ausstieg für die Hunde. Beim Training mit Anfängerhunden werden auch immer Menschen mit im Pool stehen. In Deutschland, Österreich und der Schweiß gibt es immer mehr Dog Diving Schulen und Anlagen.

Ab wann kann man mit Dog Diving anfangen?

Wenn man merkt, dass man einen wasseraffinen und apportierfreudigen Hund hat, kann man langsam und altersgerecht mit dem Dog Diving Training beginnen.

Dog Diving: Hund beim Sprung ins Wasser

Am besten eignen sich wasseraffine und apportierfreudige Hund für das Dog Diving.

Dog Diving als Turniersport: Beliebte Disziplinen

Hunde, die an den Turnieren teilnehmen, müssen mindestens neun Monate alt sein und die Begleithundeprüfung abgelegt haben.

Beim Dog Diving gibt es drei Disziplinen:

  • Big Air
  • Extreme Vertical
  • Speed-Retrieve

Big Air

Dog Diving: Hund im Sprung

Bei Big Air – der beliebtesten Disziplin im Dog Diving – geht es um die Weite des Sprungs.

In dieser Disziplin geht es um die Weite des Sprungs. Der Hund springt von der Absprungfläche ins Wasser. Dafür darf er sich einen Anlauf von vier bis sechs Metern holen. Damit der Hund motiviert ist, springt er einem Dummy hinterher, der, während er anläuft und springt, ins Wasser geworfen wird. Leckerlis oder Futter ins Wasser zu werfen ist bei Turnieren untersagt. Der Hund muss freiwillig springen. Jegliches Stoßen oder Schubsen ist verboten und wird streng geahndet.

Im Turnier hat jeder Hund zwei oder drei Sprünge, die er innerhalb von 2 Minuten absolvieren muss. Die Summe der Sprungweiten bilden das Ergebnis. Eingeteilt sind die Hunde in zwei Klassen. In Deutschland sind das: Small – für alle Hunde mit einer Schulterhöhe von weniger als 39 Zentimetern. Und Large – für alle über 40 Zentimeter.

Um festzustellen, wie weit ein Hund durch die Luft springt, setzt man ein elektronisches Video-Messsystem ein. Aus dem Video wird das Bild gewählt, auf dem der Hund zu 50 Prozent ins Wasser eingetaucht ist. Die Distanz von der Vorderkannte des Podestes bis zu Spitze der Hundenase ist schließlich die ermittelte Weite für die Bewertung. Gewonnen hat der Hund, der am weitesten springt. Big Air ist die beliebteste Disziplin im Dog Diving und die einzige in Deutschland, in der Turniere abgehalten werden.

Extreme Vertical

Anders als beim Big Air geht es beim Extrem Vertical um die beste Sprunghöhe. Das Absprungpodest und das Wasserbecken sind identisch wie beim Big Air. Beim Extrem Vertical muss der Hund im Sprung ein in der Luft aufgehängten Dummy schnappen, der sich über dem Wasser befindet. Bei jedem neuen Durchgang wird der Dummy ein Stück höher gehängt. Gewonnen hat der Hund, der sich den höchst hängenden Dummy geschnappt hat.

Speed-Retrieve

Bei der Disziplin Speed-Retrieve geht es nicht um Weite oder Höhe, sondern um Schnelligkeit. Dabei läuft der Hund über das Absprungpodest, springt ins Wasser, schwimmt durch den Dog Diving Pool und schnappt sich einen Dummy, der am gegenüberliegenden Beckenrand befestigt ist. Der Hund, der diese Aufgabe in der kürzesten Zeit absolviert ist der Sieger.

Wo kann ich Dog Diving trainieren?

Um die Sicherheit für den Hund zu gewähren, sollte man in einer Dog Diving Schule mit professioneller Poolanlage trainieren.

Dog Diving Hundesportart: Hund springt ins Wasser

Für das Training eignet sich eine Dog Diving Schule mit professioneller Poolanlage am besten.

Was bewirkt Dog Diving beim Hund?

Die körperliche Auslastung ist beim Dog Diving hoch. Ohne stark die Gelenke zu belasten, wird eine feste Muskulatur aufgebaut. Herz und Kreislauf werden gestärkt und ebenso wichtig, eine tüchtige Portion Mut antrainiert. Die geistige Auslastung ist zwar bei anderen Hundesportarten wie, Agility oder Trailen höher. Doch anspruchslos ist Dog Diving nicht, den der Grundgehorsam muss auch trainiert werden. Letztendlich kommt es darauf an, dass Hund und Mensch zusammen Spaß haben. Dies stärkt die Beziehung und die Ausgeglichenheit im Alltag.

Welche Hunde eignen sich für Dog Diving?

Man kann es sich schon denken, dass die Retriever Rassen wie Labrador Retriever und Golden Retriever hier von Natur aus ganz vorne dabei sind. Ebenso die wasserliebenden Schäferhunde, Wasserhunde oder auch Jack Russell Terrier. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass alle Hunde, die gerne Schwimmen, ins Wasser springen und apportieren, für diesen Sport geeignet sind. Kleine, kurzbeinige Hunde, die aufgrund ihrer Anatomie nicht so gut schwimmen können, werden eher nicht für diesen Sport zu begeistern sein. Auch wasserscheue Hunde sollte man nicht zwingen, einen Wassersport zu praktizieren.

Welche Hunde eignen sich für Dog Diving?

Voraussetzung ist ein gesunder Hund, der gern schwimmt und apportiert. Retriever Rassen, Schäferhunde oder Jack Russell Terrier sieht man häufig bei Dog Diving Veranstaltungen.

Ab wann kann man mit Dog Diving anfangen?

Wenn man erkennt, dass sein Hund eventuell im ersten Leben Seehund war, kann man ihn langsam und fürsorglich an Dog Diving heranführen. Überforderung muss vermieden werden. Wichtig ist, dass der Hund Spaß daran hat, ins Wasser zu Springen und zu Apportieren. Bei Turnieren sind in der Regel Hunde ab neun Monaten zugelassen.

Tipps zum Start: So lernt dein Hund Dog Diving

Dog Diving: Labrador auf dem Sprungbrett vor dem Pool

Wichtig ist, dass der Hund Spaß daran hat, ins Wasser zu Springen und zu Apportieren.

Als erstes steht das Apport-Training im Gelände auf dem Programm. Ein Spielzeug oder Dummy muss auf Kommando zurückgebracht werden. Wenn dies sicher klappt, geht es für den Hund ins Wasser, um auf Kommando den geworfenen Dummy herauszuholen. Danach folgt der Aufbau des Dummy-Apports mit einem Sprung ins Wasser. Zunächst wird von einem flachen Steg gesprungen, um das Objekt aus dem Wasser zu holen. Nach und nach wird die Sprunghöhe erhöht, bis die maximal 20 Zentimeter erreicht sind. Erst wenn der Hund sicher ist, wird zum Schluss an Geschwindigkeit und Sprungweite gearbeitet.

Hinweis: Wenn man seinen Hund im Freien in einen See oder Fluss springen lässt, ist Vorsicht geboten. Man muss immer darauf achten, dass sich keine spitzen Gegenstände wie Äste oder gar Scherben von Glasflaschen im Wasser befinden, an denen sich der Hund verletzen kann. Gewässer können zudem gefährliche Unterströmungen haben, die den Hund vom Ufer wegtreiben können. Aus eigener Kraft kann es der Hund dann nicht mehr schaffen, ans Ufer zu kommen.

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