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Hunderampe für’s Auto – Erleichterung für Mensch und Tier

von Michael Hein
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Wer häufiger mit dem Auto und seinem Vierbeiner unterwegs ist, der muss das Auto hundefreundlich und vor allem hundesicher herrichten. Die Sicherung des Hundes während der Fahrt hat hier natürlich oberste Priorität. Dennoch gibt es noch einige andere Dinge, an die man beim Autofahren mit Hund denken sollte. Eine Hunderampe für das Auto ist ein Gadget, das für viele Hunderassen sowohl vom Welpenalter an bis hin zum Senioren-Hund immer benötigt wird. Es gibt zahlreiche Gründe, warum eine Hunderampe fürs Auto benötigt wird. Welpen und Junghunde, die noch nicht so hochspringen können und/oder dürfen, oder generell Rassen, die nicht springen sollten, da es sich auf die Gelenke negativ auswirkt – eine Hunderampe ist für die meisten Vierbeiner eine gute Idee. 

Die Vorteile einer Hunderampe

Viele Hunde können oder dürfen nicht so hochspringen. Das kann ein Problem sein, wenn sie mehrmals pro Tag in den Kofferraum des Autos und wieder hinausspringen sollen.  Einen Welpen kann jeder Hundehalter mehr oder weniger einfach hinein- und wieder herausheben. Bei einem ausgewachsenen Hund sieht das ganze jedoch etwas anders aus. Hat der Vierbeiner 20 kg oder mehr, so ist dies vielen schier unmöglich. Auch ist es auf die Dauer unpraktisch und kann beim Menschen zu Schmerzen an der Wirbelsäule führen. Bei jedem Sprung aus dem Auto werden die Gelenke der Vierbeiner enorm belastet. Sie werden zusammen gestaucht und auf Dauer schadet dies der Gelenkschmierung, den Knorpeln und auch den Knochen. 

Bei manchen Tieren können sich die regelmäßigen Stöße auch unangenehm auf den Rücken und die Wirbelsäule auswirken. Auch wenn in jungen Jahren keine Beeinträchtigung zu bemerken ist, auf Dauer ist das Springen tatsächlich für keinen Hund gut. Es gibt Rassen, die ohnehin niemals hochspringen sollten. Ob Doggen oder andere schwere, große Hunde, diese Tiere sind besonders anfällig für Gelenksprobleme. Auch kleineren Hunderassen, die häufig Probleme mit der Kniescheibe haben, sollten Sprünge so häufig als möglich abgenommen werden.

Abhilfe schafft in diesem Fall eine Hunderampe fürs Auto. Sie dient sowohl dem Hund als Einstiegshilfe und schont somit Knochen und Knorpel und hilft dem Menschen darüber hinaus, da dieser seinen Vierbeiner nicht mehr ins Auto heben muss.

Welche Hunderampe fürs Auto ist gut?

In erster Linie ist es Geschmackssache. In der Regel sind alle Klapp- oder Teleskoprampen ideal, da sie nicht so viel Platz zur Aufbewahrung benötigen. Wer öfter mit anderen Autos mit dem Hund unterwegs ist, der ist mit einer Teleskoprampe besser beraten, da sich diese stufenlos verstellen lässt. Bei Klapprampen kann nur eine Länge verwendet werden. Befindet sich plötzlich der Kofferraum etwas weiter oben, so kann es sein, dass die Rampe zu kurz und somit der Einstieg für den Hund zu steil wäre. Beim Kauf einer Hunderampe ist vor allem auf die Länge, auf die Breite und natürlich auch auf die Belastbarkeit in kg zu achten.

Ab wann sollte eine Hunderampe angeschafft werden?

Eine Hunderampe ergibt bereits im Welpenalter durchaus Sinn. Eine frühe Anschaffung hat den Vorteil, dass sich der Welpe ganz natürlich an diese gewöhnen kann. Hunde, die bis jetzt immer ins Auto gesprungen sind oder hineingehoben wurden, brauchen oft eine Zeit, um den Weg über die Rampe zu finden. Im Zuge der Erstanschaffungen für den Welpen kann also auch die Hunderampe fürs Auto auf der Besorgungsliste stehen. Spätestens aber, wenn gesundheitliche Probleme auftreten, egal ob bei Tier oder Mensch, muss an eine Anschaffung einer Hunderampe gedacht werden. Sobald bemerkt wird, dass sich der Vierbeiner beim Springen schwertut, sollte nicht lange überlegt werden.

Hunderampe: Hund im Kofferraum

Eine frühe Anschaffung einer Hunderampe hat den Vorteil, dass sich der Welpe ganz natürlich an diese gewöhnen kann.

Welche Arten von Hunderampen gibt es – Vor- und Nachteile

Neben starren Rampen gibt es auch sogenannte Klapp-Hunderampen oder Teleskop-Hunderampen. Starre Hunderampen haben den Nachteil, dass diese nicht zusammengeklappt werden können. Für den Transport dieser Rampen wird also ein sehr geräumiger Kofferraum benötigt. 

Eine Klapp-Hunderampe lässt sich, wie der Name schon sagt, sehr einfach auseinander- und wieder zusammenklappen. Diese Modelle sind leicht zu bedienen und benötigen auch weniger Platz als eine starre Rampe. Der Mechanismus ist simpel aufgebaut, sodass auch keine Verletzungsgefahr besteht. Eine Klapp-Hunderampe hat auch sehr geringe Angriffsflächen, die kaputt gehen können. Diese Arten der Rampen sind daher sehr robust und haben eine lange Lebensdauer. Auch im Winter sind sie sehr praktisch, da sie nicht schnell vereisen. Bei einer Klapp-Rampe muss immer das passende Modell ausgewählt werden. Die Hunderampen werden in verschiedenen Größen angeboten. Sie können immer nur auf das angegebene Maß ausgeklappt werden und sind somit nicht in der Höhe oder Länge verstellbar.

Eine Teleskop-Hunderampe fürs Auto hat den Vorteil, dass sich diese stufenlos verstellen lässt. Sie ist super flexibel und kann somit bei unterschiedlichen Autos und verschiedenen Höhen und Hindernissen eingesetzt werden. Die Teleskop-Hunderampe benötigt noch weniger Platz als eine Klapp-Hunderampe, da die Rampe sich sehr klein zusammenlegen lässt. Dafür ist der Mechanismus dieser Hunderampen etwas komplizierter und etwas anfälliger auf Fehler. Auch kann es bei strengen Minusgraden passieren, dass der Teleskop-Mechanismus vereist.

Welche Hunderampe eignet sich für einen SUV?

Bei einem SUV befindet sich der Kofferraum und somit der Einstieg immer höher als bei einem gewöhnlichen PKW oder einem Kombi. Daher muss für einen SUV auch eine längere Hunderampe gewählt werden. In der Regel sollte eine Rampe mit einer Länge zwischen 160 cm und 180 cm für einen SUV ausreichen. Am besten wäre es jedoch, wenn die Hunderampe vor Ort ausprobiert werden kann. So kommt es nicht zu einem Fehlkauf. Für einen SUV sind in der Regel auch Teleskop-Rampen am besten, da sich diese stufenweise verstellen lassen.

Worauf beim Kauf einer Hunderampe geachtet werden muss

Zuerst sollte die Entscheidung gefällt werden, ob es eine klappbare Hunderampe oder eine Teleskop-Rampe werden soll. Wer die Rampe immer nur für ein Auto verwendet und genügend Platz im Kofferraum hat, kann getrost zu einer Klapp-Hunderampe greifen.

Die Breite der Hunderampe sollte dem adulten Hund angepasst sein, auch wenn die Rampe bereits im Welpenalter gekauft wird. Hunderampen haben in der Regel ein Standard Maß zwischen 30 cm und 50 cm Breite. Handelt es sich beim ausgewachsenen Hund um einen großen und breiten Vierbeiner, so sollte auch eine dementsprechende Breite ausgewählt werden. Die Rampe sollte auch lang genug sein. Hier ist es wichtig, auch den Einstiegswinkel zu beachten. Befindet sich der Kofferraum in großer Höhe, so muss die Rampe extra lange sein. Ist die Rampe zu kurz gewählt, kann diese nur sehr steil angelegt werden. Ist die Rampe aber zu steil, so kann der Hund nicht daran hochlaufen.

Ebenfalls zu beachten ist das zugelassene Gesamtgewicht und die Belastbarkeit der Rampe. Dies ist unbedingt zu beachten, da Rampen für verschiedene Gewichtsklassen angeboten werden. Damit die Rampe nicht plötzlich bricht, sollte eine Rampe gekauft werden, die dem Gewicht des ausgewachsenen Hundes entspricht. Auch auf die Trittfläche sollte geachtet werden. Diese ist im besten Fall gummiert und nicht glatt. So kann der Hund gefahrlos daran hochlaufen, ohne auszurutschen. Das Material sollte auch bei Nässe oder leichtem Schnee und Eis nicht rutschig sein.

Vor der Anschaffung der Hunderampe fürs Auto muss unbedingt der Kofferraum ordentlich ausgemessen werden. Gerade wenn die Hunderampe im Internet bestellt wird und nicht vor Ort ausprobiert werden kann, ist dies enorm wichtig. 

Gewöhnung des Hundes an die Rampe

Der Hund muss Schritt für Schritt an die Hunderampe gewöhnt werden. Man sollte den Vierbeiner nicht unter Zwang die Rampe hochziehen, da er sonst eine permanente Angst vor der Rampe entwickeln könnte. Am besten wird der Hund vor der Rampe abgesetzt und er darf diese in Ruhe beschnuppern. Mit einem Leckerli lässt sich der Vierbeiner garantiert schnell die Rampe hochlocken. Sobald er den Weg geschafft hat, muss er natürlich wieder ausgiebig gelobt und belohnt werden. Manche Hunde lernen das Benutzen der Rampe sehr schnell. Bei älteren Tieren kann es jedoch ein paar Tage dauern. Mit etwas Geduld und Konsequenz funktioniert es jedoch meist sehr gut.

Wozu wird eine Hunderampe benötigt?

In erster Linie dient eine Hunderampe natürlich zum Ein- und Aussteigen ins Auto. Sie kann aber auch bei anderen Hindernissen verwendet werden. Für sehr kleine Hunde ist eine Hunderampe praktisch, wenn diese nicht auf das Sofa oder das Bett springen können. Auch wenn alte oder kranke Hunde Probleme haben, die Stufen im Haus hinaufzuklettern, kann eine Rampe eine enorme Erleichterung sein.  Die Hunderampe wirkt sich positiv auf den Bewegungsapparat der Hunde aus. Doch auch für den Hundehalter selbst ist eine Rampe eine tolle Sache, da der schwere Vierbeiner nun nicht mehr ständig ins Auto und wieder heraus gehoben werden muss.

Fazit: Ist die Hunderampe sinnvoll oder nicht?

In den meisten Fällen ist eine Hunderampe absolut sinnvoll, wenn der Vierbeiner immer über den Kofferraum das Auto besteigen muss. Eine Hunderampe für das Auto ist eine Entlastung sowohl für den Menschen als auch für das Tier. Ständige Sprünge aus großer Höhe wirken sich auf Dauer negativ auf die Gelenke und Knochen der Vierbeiner aus. Wenn Du Deinen Hund aber immer ins Auto heben musst, kann auch Deine Wirbelsäule darunter leiden. Es kann sogar zu einem Bandscheibenvorfall kommen und Du kannst Deinen Vierbeiner plötzlich nicht mehr heben. Dann wird das Einsteigen zu einem Problem.

Wer einmal eine Hunderampe verwendet hat, möchte diese nie wieder missen. Das Ein- und Aussteigen des Vierbeiners klappt plötzlich ganz rasch und unkompliziert.

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