Bouvier des Ardennes

Die eigentlich uralte Hüte- und Treibhundrasse Bouvier des Ardennes aus den belgischen Ardennen war lange Zeit in Vergessenheit geraten und wurde erst in den 1980er Jahren wieder entdeckt. Seither haben sich wenige Züchter in Deutschland, Belgien und Frankreich der Rasse Bouvier des Ardennes angenommen, die sich ihre herausragenden Eigenschaften beim Hüten von Schafen und Rindern glücklicherweise erhalten hat.

Der FCI-Standard des Bouvier des Ardennes trägt die Nummer 171 und wird geführt in Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 2: Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), mit Arbeitsprüfung.

Bouvier des Ardennes im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 51-66 cm
Gewicht: 22-34 kg
FCI-Gruppe: 1: Hütehunde und Treibhunde
Sektion: 2. Treibhunde
Herkunftsland: Belgien
Farben: Grau, Schwarz, Kitz
Lebenserwartung: 12-13 Jahre
Geeignet als: Treib-, Wach- und Begleithund
Sportarten:
Charakter: Anpassungsfähig, Spielerisch, Neugierig, Hartnäckig
Auslaufbedürfnisse: eher hoch
Sabber-Potential
Stärke des Haarens
Pflegeaufwand: eher gering
Fellstruktur: trocken, rauh, zerzaust, 6 cm lang
Kinderfreundlich: eher nein
Familienhund: mittel
Sozial:

Herkunft und Rassegeschichte

Die Ardennen, ein ausgedehntes Waldgebirge, das zum Rheinischen Schiefergebirge gehört und sich größtenteils im Südosten Belgiens, teilweise auch auf französischem und luxemburgischem Staatsgebiet befindet, zeichnen sich aus durch ein raues Klima mit reichlichen Niederschlägen. Im Gegensatz zu den unwirtlichen Höhenlagen waren die Täler und Mulden durchaus fruchtbar. So wurde und wird hier vor allem Ackerbau und Viehzucht betrieben.

Angepasst an die rauen Witterungsverhältnisse und das schroffe, bergige Gelände benötigten die Bauern robuste, anspruchslose Hunde, die zum einen Haus und Hof bewachten, zum anderen aber mit viel Eigenverantwortung die Herden aus Milchkühen und Schafen hüten und treiben konnten.

Der Name „Bouvier“ ist abgeleitet von dem französischen Wort „Boeuf“, was so viel bedeutet wie „Rind, Ochse“. In geringerem Umfang nutzte man die Hunde sogar zur Treibjagd auf Hirsch und Wildschwein. So entwickelte sich über Jahrhunderte ein sehr widerstandsfähiger Typ eines Hütehundes, denn nur die kräftigsten und geeignetsten Hunde überlebten unter diesen Bedingungen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte der Kynologe Prof. Reus auf einer nationalen belgischen Hundeausstellung den Rüden „Tom“, den er zum Idealtyp eines Treibhundes erklärte. Darauf wurde ein erster Standard für den „Treibhund aus der Provinz Lüttich und den Ardennen“ formuliert. Dieser wurde zunächst 1923 national und schließlich 1963 auch international durch die FCI anerkannt. Im Zuge der Industrialisierung, welche schließlich nach den Schrecken des 2. Weltkrieges auch die furchtbar betroffene Ardennen-Region erreichte, verschwanden dort zahlreiche Milchviehbetriebe. Mit ihnen auch die Treibhunde, sodass die Rasse des Ardennen-Treibhundes als ausgestorben galt.

Durch einen glücklichen Zufall entdeckten Mitte der 1980er Jahre Hundefreunde auf wenigen Milchbetrieben in den Ardennen Hunde, die dem ursprünglichen Ardennen-Treibhund ähnelten. Es stellte sich heraus, dass durch die Umsicht einiger Viehtreiber und Schafhirten in der Region, welche von den herausragenden Hütequalitäten ihrer Hunde überzeugt waren, über Jahre hinweg ein kleiner Zuchtstamm aufrecht erhalten und weiter gezüchtet worden war, der schließlich als Basis für den erneuten Zuchtaufbau der Rasse Bouvier des Ardennes diente. So konnte im Jahr 1996 die Hunderasse erneut offiziell von der FCI anerkannt werden.

Woher kommt der Bouvier des Ardennes?

Diese Rasse stammt aus Belgien, genauer aus dem südöstlichen Mittelgebirge der Ardennen.

Wesen & Charakter vom Bouvier des Ardennes

Diese Rasse wurde seit jeher als Arbeitshund gezüchtet, der selbstständig und eigenverantwortlich die ihm übertragenen Aufgaben erledigte. Ein Bouvier des Ardennes steckt voller Energie und Arbeitseifer, er möchte unbedingt beschäftigt werden und sich viel bewegen. Dabei ist er extrem ausdauernd, hartnäckig und widerstandsfähig.

Wie alle Hüterassen zeichnet ihn eine hohe Intelligenz aus, die ihn sehr lernfreudig und aufmerksam macht – immer vorausgesetzt, ihm ist der Sinn der gegebenen Kommandos ersichtlich. Eine stupide Dressur, bei der er x-mal denselben Ball holen oder durch denselben Reifen springen soll, wird ihn schon bald langweilen und er wird sich vornehm verweigern. Um ihn hinreichend zu beschäftigen und auch seinen wachen Geist niveauvoll zu fordern, ist es meist auch mit täglichen Spaziergängen nicht getan. Die beste und passendste Beschäftigung für einen Bouvier des Ardennes ist tatsächlich das aktive Hüten von Vieh, seien es nun Schafe, Rinder oder auch Schweine oder Pferde. Alternativ findet er im aktiven Hundesport einen Ausgleich.

Während sich der Ardennen-Treibhund seinen Bezugspersonen gegenüber sehr anhänglich, neugierig und verspielt zeigt, ist er Fremden gegenüber zunächst misstrauisch. Der Hund ist jederzeit bereit, seine Menschen und deren Territorium mutig und kompromisslos zu verteidigen, ohne aber grundlos aggressiv zu werden. Sein angeborenes Selbstbewusstsein macht es nicht einfach, ihn zu erziehen. Vor allem Anfänger in der Hundehaltung sind von seinem eigensinnigen Auftreten schnell überfordert. Auch sein Jagdtrieb sollte nicht unterschätzt werden, weshalb Freilauf immer und überall nicht möglich sein wird.

Weiß man ihn aber entsprechend zu nehmen, dann entwickelt dieser Hund eine ausgesprochen enge Bindung an seine Familie. Er braucht die Nähe seiner Menschen, tobt liebend gerne mit (größeren) Kindern und ist glücklich, wenn sich sein Lieblingsmensch möglichst viel mit ihm beschäftigt. Als eine besondere Eigenschaft wird auch gerne seine Anpassungsfähigkeit hervorgehoben, da er sich wirklich in beinahe jede Lebenssituation einfügen kann.

Aussehen des Bouvier des Ardennes

Bouvier_des_Ardennes
© Томасина, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Der offizielle Standard beschreibt den Bouvier des Ardennes als „mittelgrossen, vierschrötigen Bauernhund ohne jeden Anspruch von Eleganz“. Tatsächlich war in den unwirtlichen und zum Teil schwer zugänglichen Tälern seiner Heimat unter der sehr armen Bevölkerung Eleganz ein absolut unwichtiges Kriterium im täglichen harten Alltag. Benötigt wurde ein Hund, der den widrigen Umweltbedingungen gewachsen war. So ist sein Körperbau stämmig und muskulös mit breitem, kräftigen Kopf und tiefer, breiter Brust. Seine rundlichen, großen Pfoten mit kräftigen Krallen geben ihm in jedem Gelände, auch auf Geröll und in Hanglagen sicheren Halt. Die dunklen Augen und hoch angesetzten, dreieckigen Stehohren verleihen ihm einen stets wachen und aufmerksamen Gesichtsausdruck. Die Rute wird im Herkunftsland nach wie vor kurz kupiert. In Deutschland ist diese Praxis verboten, daher findet man den Bouvier hier mit langer, dicker Rute. Allerdings kommen viele Welpen mit angeborener Stummelrute zur Welt.

Rüden werden zwischen 56 und 62 Zentimeter hoch und etwa 28-35 Kilogramm schwer. Bei Hündinnen liegen Größe und Gewicht mit 52-56 cm und 22-28 kg etwas darunter.

Das Fell besteht beim Bouvier des Ardennes aus zwei Schichten: Das trockene, harte und zerzauste Deckhaar bedeckt den ganzen Körper mit etwa 6 Zentimetern Länge und bildet an Lefzen und Kinn einen deutlichen Bart, an den Hinterbeinen längere, buschige „Hosen. Die sehr dichte, weichere Unterwolle schützt den Hund zuverlässig gegen alle Witterungseinflüsse. Sogar in den Gehörgängen wächst das Haar dicht und lang, um ein Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern. An Farben ist laut Standard alles erlaubt außer reinem Weiß. So sieht man den Ardennentreibhund in verschiedenen Grau- und Schwarzschattierungen, auch in Falb, Strohgelb, Braun oder Rostrot oder einem Gemisch dieser Farbtöne.

Wie groß wird ein Bouvier des Ardennes?

Rüden werden zwischen 56 und 62 Zentimeter hoch und etwa 28-35 Kilogramm schwer, Hündinnen 52-56 cm und 22-28 kg.

Erziehung & Haltung des Bouvier des Ardennes – Das gilt es zu beachten

Aufgrund seiner Nutzung als Treibhund für Rinder und Schafe musste der Bouvier des Ardennes schon immer schnell und zuverlässig seine eigenen Entscheidungen treffen, um seine Herde erfolgreich zusammenzuhalten. Diese Eigenständigkeit hat er sich bis heute erhalten. Daher ist kein Hund für Jedermann, da er immer wieder versuchen wird, an ihn gestellte Anforderungen zu hinterfragen und seinen Willen durchzusetzen. Als Hundehalter braucht man hier eine gewisse Erfahrung, die nötige Ruhe und Geduld und vor allem strikte Konsequenz in der Erziehung, da der intelligente Hund unklare oder schwammige Entscheidungen sehr schnell durchschaut und dann lieber sein eigenes Ding macht.

Mit Härte, Strenge oder gar Gewalt erreicht man allerdings bei diesem sensiblen Hund gar nichts, im Gegenteil wird er sich dann eher komplett zurückziehen und verweigern. Die Erziehung muss auf positiver Verstärkung mit viel Lob und Belohnung aufbauen. Dann haben Hund und Mensch Freude an der gemeinsamen Arbeit und bauen eine enge, vertrauensvolle Bindung zueinander auf. Nur so wird der Bouvier des Ardennes seinem Menschen in jeder Situation ohne zu zögern gehorchen und sich zu einem verlässlichen Begleiter entwickeln. Beide werden ihre Freude aneinander haben.

Auch wenn der Ardennen-Treibhund aufgrund seines Fells dafür gemacht ist, bei Wind und Wetter draußen zu sein und sich jeder Witterung zu stellen, ist die Rasse nicht als Zwingerhund geeignet. Eine solche kontaktreduzierte Haltungsform sollte für das soziale Rudeltier Hund niemals als dauerhafte Unterbringung gewählt werden, entwickeln sich doch dadurch schnell Verhaltensstörungen wie vermehrtes Bellen, Unsicherheit bis hin zu gesteigerter Aggressivität. Zwar ist der Bouvier des Ardennes gerne draußen, weshalb ein Haus mit Garten oder gar ein Bauernhof bestens geeignet ist für die Haltung dieser Hunderasse. Eine enge Etagenwohnung in der Stadt dagegen überhaupt nicht – dennoch braucht der Hund engen Familienanschluss und sollte daher immer die Möglichkeit haben, sich bei seinen Menschen aufzuhalten.

Wichtig ist die tägliche Beschäftigung mit dem Hund, damit er sich ausreichend bewegen und seinen energischen Arbeitswillen befriedigen kann. Langweilige Spaziergänge um den Block werden ihm nicht reichen, er möchte sich immer neuen Aufgaben stellen und diese so erledigen, dass sein Mensch zufrieden mit ihm ist.

Was kostet ein Bouvier des Ardennes?

Da die Aufzucht von Welpen für den Züchter auch mit hohen Kosten verbunden ist (Futter, Tierarztkosten für Impfungen, Voruntersuchung der Elterntiere usw.) und die Größe vom Wurf bei dieser Rasse mit durchschnittlich 3-5 Welpen nicht so groß ausfällt, kostet ein Bouvier des Ardennes-Welpe mindestens 1000 Euro, eher mehr.

Ernährung des Bouvier des Ardennes

Da es sich beim Bouvier des Ardennes um einen sehr aktiven und agilen Hund handelt, benötigt er ein hochwertiges, energiereiches Futter, das ihn mit allen notwendigen Nährstoffen in ausreichender Menge und richtiger Zusammensetzung versorgt. Ein solches Hundefutter besteht vorrangig aus tierischen Eiweißquellen, ergänzt mit gesunden pflanzlichen Vitaminen und Mineralien. Wer sich gut auskennt, kann seinen Bouvier nach der BARF-Methode (= Biologisch artgerechte Rohfütterung) füttern. Allerdings ist hier die genaue Einhaltung der Futterzusammensetzung zu beachten, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Ein hochwertiges Premiumfutter aus dem Fachhandel, als Nass- oder Trockenfutter, erfüllt aber die gleichen Ansprüche.

Gefüttert wird der erwachsene Hund am besten 2x täglich, um die jeweilige Tagesration zu verteilen und so einer Magenüberladung und der daraus resultierenden Gefahr einer lebensbedrohlichen Magendrehung vorzubeugen. Je nach Alter, Aktivität und Gesundheitszustand muss die tägliche Futtermenge immer individuell bestimmt werden. Frisches Trinkwasser muss dem Hund immer zur freien Verfügung angeboten werden.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Die Zucht des Bouvier des Ardennes ist sehr ursprünglich und unverfälscht, sodass die Hunderasseüber eine sehr robuste Konstitution verfügt. Erbkrankheiten kommen kaum vor. Zudem legen die Zuchtvereine großen Wert auf eine umfassende Überprüfung potentieller Elterntiere, um das auch in Zukunft zu verhindern. Gelegentlich treten bei diesen Hunden Gelenkprobleme an Hüfte (HD) oder Ellbogen (ED) auf, und auch Augenkrankheiten können vorkommen, sind aber eher selten. Somit hat der Bouvier des Ardennes für einen Hund seiner Größe eine durchaus erfreuliche Lebenserwartung von 12 und mehr Jahren.

Wie alt wird ein Bouvier des Ardennes?

Ein gesunder, artgerecht ernährter Hund dieser Rasse hat eine Lebenserwartung von etwa 12 Jahren.

Pflege des Bouvier des Ardennes

Die Fellpflege gestaltet sich beim Ardennen-Treibhund recht unkompliziert. Gelegentliches Bürsten mit einer speziellen Hundebürste für drahtiges Haar reicht aus, um die losen Haare zu entfernen und eventuelle Verfilzungen an den längeren Haaren der Hinterbeine zu entwirren. Auch zwischen den Zehen können sich Haarklumpen bilden, die dann entsprechend vorsichtig entfernt werden müssen, damit der Hund ungestört laufen kann. In den Zeiten des Fellwechsels vor allem im Frühjahr sollte aber öfter zur Bürste gegriffen werden, da der Hund dann auch seine dichte Winter-Unterwolle wechselt.

Wichtig ist bei dieser Rasse, die stark behaarten Gehörgänge regelmäßig zu überprüfen, um mögliche Verschmutzung oder gar eine beginnende Entzündung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ansonsten reicht es meist, wenn bei den jährlichen Tierarztbesuchen zur Impfung und Entwurmung ein allgemeiner Gesundheitscheck durchgeführt wird.

Bouvier des Ardennes – Aktivitäten und Training

Patton Bouvier des Ardennes ancien
© Carberetmichbini, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der energiegeladene und arbeitsfreudige Bouvier des Ardennes will und muss beschäftigt werden, um sich wohlzufühlen und ausgeglichen zu sein. Gibt man ihm keine Aufgabe, dann sucht er sich notfalls selber eine, etwa in der Umgestaltung des Gartens oder der Wohnung, und das ist nicht immer im Sinne seiner Menschen. Auch der tägliche Spaziergang um den Block oder immer auf derselben Auslaufwiese reicht dem intelligenten Hund nicht. Er will auch „Futter“ für den Kopf!

Bestenfalls findet er seinen Einsatz in seinem ganz ursprünglichen Aufgabenfeld und darf eine Viehherde hüten. Hier ist er in seinem Element und wird mit seinem Menschen zu einem unschlagbaren Team, in dem jeder weiß, dass er sich auf den anderen absolut verlassen kann. Tatsächlich gibt es sogar Wettbewerbe, in denen Hütehunde ihr Können unter Beweis stellen dürfen.

Alternativ kann man den Bouvier des Ardennes auch für zahlreiche Hundesportarten begeistern. Neben Agility oder Obedience ist die Rasse sehr gut zur Fährtenarbeit wie das Mantrailing geeignet, da die Hunde einen besonders fein ausgeprägten Geruchssinn haben. Wenn der Bouvier mit seinem Lieblingsmenschen zusammen aktiv sein kann, dann ist er glücklich und wird mit Freude bei der Sache sein.

Die Ausbildung zum Schutzhund wird für diese Rasse nicht empfohlen, da der Ardennen-Treibhund ohnehin schon über ein ausgeprägtes Wach- und Schutzbedürfnis seinen Menschen und seinem Territorium gegenüber verfügt und dieses nicht noch verstärkt werden sollte. Nur wenn der Hund tatsächlich von einem erfahrenen Hundeführer im Polizei- oder Wachdienst geführt wird, kann ein solches Training verantwortet werden.

Wie groß wird ein Bouvier des Ardennes?

Rüden werden zwischen 56 und 62 Zentimeter hoch und etwa 28-35 Kilogramm schwer, Hündinnen 52-56 cm und 22-28 kg.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Bouvier des Ardennes

Diese Rasse hat bei uns absoluten Seltenheitswert und es gibt bislang nur sehr wenige Züchter in Deutschland. Für aktive, hundeerfahrene Menschen, die einen ganz besonderen Vierbeiner suchen, der mit ihnen durch Dick und Dünn geht und sich freudig jeder sportlichen Aufgabe stellt, ist der Ardennen-Treibhund ein Geheimtipp! Und für die professionelle Betreuung großer Schaf- oder Rinderherden finden Viehbesitzer, die sich auf ursprüngliche Arbeitsweisen besinnen und Wert auf Nachhaltigkeit legen, mit dieser Rasse den perfekten Arbeitshund.

Nachteile des Bouvier des Ardennes

Wird ein Bouvier des Ardennes artgerecht gehalten und beschäftigt, so gibt es bei dieser Rasse eigentlich keine Nachteile. In den Händen eines unerfahrenen Hundehalters, der wenig Zeit oder Lust hat, mit dem Hund entsprechend zu arbeiten, wird sich der Ardennen-Treibhund aber bald langweilen. Dann kann sein selbstbewusstes Wesen und sein Hang zu eigenbestimmtem Handeln zum Problem werden. Übertriebenes Wach- und Schutzverhalten, intensives Jagen oder zerstörte Möbel und Gärten sind nur einige der möglichen Auswirkungen, wenn es zwischen Hund und Mensch nicht stimmt!

Passt der Bouvier des Ardennes zu mir?

Ein Bouvier des Ardennes ist kein Hund für Anfänger in der Hundehaltung. Er braucht eine konsequente Erziehung, viel Bewegung und anspruchsvolle Aufgaben, um sich zu einem ausgeglichenen und gut erzogenen Begleiter zu entwickeln. Auch sollte der Hundehalter dem kräftigen, bis etwa 35 Kilogramm schweren Hund körperlich gewachsen sein, was ihn für nicht mehr ganz so rüstige Senioren ebenso ungeeignet macht wie für die städtische Kleinfamilie, wo auch die Kinder mal mit dem Hund vor die Wohnungstür geschickt werden.

Tatsächlich musst Du Dir bewusst sein, dass dieser Hund von Dir einen hohen Zeit- und Aktivitätsaufwand erfordert. Kannst Du ihm das nicht bieten, weil alle Familienmitglieder die meiste Zeit des Tages gar nicht zuhause sind oder nach der Arbeit keine Lust mehr haben, sich bei Wind und Wetter stundenlang mit dem Hund draußen aufzuhalten, dann ist der Bouvier des Ardennes nicht die richtige Rasse für Dich.

Wenn Du aber einen sportlichen Hund suchst, der mit großer Freude und Ausdauer mit Dir zusammen arbeiten möchte, und Du ihm ein abwechslungsreiches Tagesprogramm mit viel Bewegung bieten kannst, dann findest Du im Ardennen-Treibhund einen perfekten Partner, der sich noch ganz viel Ursprünglichkeit erhalten hat. Mache Dich rechtzeitig auf die Suche nach einem Züchter und plane auch Wartezeit mit ein, denn die Rasse ist hierzulande noch nahezu unbekannt und es gibt pro Jahr nur wenige Welpen. Zudem fällt ein Wurf mit 3-5 Welpen sehr klein aus. Um so mehr kannst Du sicher sein, dass es diese Züchter besonders genau nehmen und sich liebevoll und bestens um ihre Hunde kümmern.

Nicola

Nicola

In meiner Freizeit fotografiere ich Hunde für mein Leben gern. Meistens geraten mir die edogs Bürohunde vor die Linse.

Nächster Beitrag