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Kastration beim Hund: Vor- und Nachteile

von Layla Klupsch
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Viele Hundebesitzer sind sich in der Frage, ob sie ihren Hund kastrieren lassen sollen, unschlüssig. Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht und die Meinungen sind durchaus geteilt. In diesem Beitrag werden die wichtigsten Aspekte zum Thema „Hund kastrieren“ zusammengestellt sowie die Vor- und Nachteile einer Kastration aufgezeigt.

Das wird beim Kastrieren gemacht

Eine Kastration dient unabhängig vom Geschlecht dem gleichen Zweck: Sie nimmt sowohl dem Rüden als auch der Hündin die Fähigkeit zur Fortpflanzung. Der Hündin werden dabei die Eierstöcke entfernt, dem Rüden hingegen werden die Hoden abgenommen.

Was bewirkt eine Kastration beim Hund?

Eine Kastration beim Hund nimmt sowohl dem Rüden als auch der Hündin die Fähigkeit zur Fortpflanzung

Der Ablauf einer Kastration beim Hund

Bevor eine Kastration durchgeführt werden kann, wird im Vorfeld selbstverständlich geprüft, ob der Hund operationstauglich ist. Dabei werden mögliche Komplikationen, durch zum Beispiel (Vor-) Erkrankungen ausgeschlossen. Für den Eingriff während der Kastration ist eine Vollnarkose notwendig. Die Narkosemittel-Dosis wird abhängig von Größe und zu erwartender Dauer der Operation genau auf den Hund abgestimmt.

Bevor die Operation durchgeführt wird, darf der Hund ca. 12 Stunden lang nichts mehr fressen.

Ablauf bei einer Hündin

Der Schnittbereich muss vor der Operation gut desinfiziert und rasiert werden. Sobald der Bauch geöffnet wurde, wurden die Eierstöcke sowie die Gebärmutter vorgelagert. Die Eierstöcke werden schließlich herausgenommen. Die Gebärmutter muss im Anschluss wieder zurück an die ursprüngliche Lage gebracht werden. Sobald dies erfolgt ist, wird der Bauch der Hündin wieder geschlossen.

Ablauf bei einem Rüden

Auch bei einem Rüden wird der Bereich, in dem operiert wird, rasiert und desinfiziert. Beim Rüden muss nicht die Bauchdecke aufgeschnitten werden, hier erfolgt ein Schnitt am Hodensack. Die Samenstränge werden abgebunden und die Hoden herausgenommen. Ist dies erfolgt, kann der Schnitt am Hodensack wieder geschlossen werden.

Kastration-hund-halskrause

Nach der Kastration tragen Rüden oftmals eine Halskrause.

Der Eingriff bei einem Rüden ist nach 20-30 Minuten erledigt. Bei Hündinnen kann der Eingriff durchaus eine Stunde dauern, da der Eingriff komplexer ist. Bis die Wirkung der Narkose nachlässt, kann ebenfalls ein oder zwei Stunden vergehen. Die meisten Hunde erhalten nach der Operation ein Leckschutz oder eine Halskrause, damit sie nicht an ihrer Wunde lecken oder knabbern können.

Ca. nach 10 Tagen nach der Operation können die Fäden bei den Vierbeinern gezogen werden. Hier gibt es keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern.

Welchen Einfluss hat die Kastration auf den Körper des Hundes?

Die Kastration hat einen hohen Einfluss auf den Körper des Hundes. Durch die Entfernung der Geschlechtsorgane wird der Hormonhaushalt des Tieres durcheinandergebracht und muss sich nach der Operation neu ordnen. Läufigkeit oder Scheinträchtigkeit sind nach einer Kastration meist kein Thema mehr. Doch abgesehen davon hat eine Kastration auch Einfluss auf andere Körperbereiche. Bei vielen Hunden, besonders bei langhaarigen Exemplaren, verändert der operative Eingriff die Haarstruktur und die Haarfarbe. Auch eine Einigung zu Übergewicht und gesteigerter Appetit können die Folge einer Kastration sein.

Vor- und Nachteile einer Kastration beim Hund

Vorteile

Vorteile einer Kastration beim Hund sind in jedem Fall der Weg zur sicheren und dauerhaften Empfängnisverhütung und das Verschwinden der Läufigkeitssymptome bei Hündinnen. Dazu zählen blutiger Ausfluss und Scheinträchtigkeit. Letzteres ist bei Hündinnen ein häufiger Grund für eine Kastration, da regelmäßig auftretende Scheinträchtigkeiten eine hohe Belastung für den Vierbeiner darstellt. Bei Rüden wird eine Kastration in vielen Fällen aufgrund hoher Aggression und einem sehr ausgeprägtem Sexualtrieb durchgeführt. Der operative Eingriff schafft hier oftmals Abhilfe und führt zu Veränderung des Sozialverhaltens. Auch der Präputialkatarrh bleibt bei kastrierten Rüden aus. Werden Hunde schon früh kastriert kann dies präventiv im Bezug auf bestimmte Erkrankungen wirken. Darunter befinden sich Gesäugetumore, Hodenkrebs oder Prostatabeschwerden.

Alle Vorteile im Überblick:

  • Bei Rüden lässt sich durch das Kastrieren neben Hodenkrebs auch einigen Erkrankungen der Prostata vorbeugen.
  • Ein kastrierter Rüde ist in den meisten Fällen ruhiger und hat praktisch keinen Sexualtrieb mehr.
  • Die Begegnung mit einer läufigen Hündin fällt deutlich entspannter aus.
  • Eine Kastration kann bei Hündinnen einer Vereiterung der Gebärmutter vorbeugen.
  • Durch das Kastrieren lässt sich das Risiko für die Bildung von Tumoren im Bereich der Milchleiste deutlich reduzieren.
  • Eine frühe Kastration (spätestens vor der zweiten Läufigkeit) hilft dabei das Brustkrebsrisiko erheblich zu reduzieren.
  • Die Hündin kann nach der Kastration nicht mehr läufig werden. Verhaltensveränderungen durch die Läufigkeit bleiben aus.

Nachteile

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Die Hunderasse Beagle neigt nach einer Kastration zu Übergewicht.

Nachteile können in jedem Fall eine lange andauernde Wundheilung und eventuell auftretende Komplikationen sein. Die Wunden können sich entzünden oder Nahten können sich lösen. Häufig neigen Hunde nach einer Kastration zu Übergewicht, da der Hormonhaushalt aus seiner natürlichen Balance gebracht wird. Dies ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich und gilt vor allem für den Retriever, den Beagle und den Cocker Spaniel. Auch die Haarstruktur kann sich durch den Eingriff verändern. So haben viele Spaniel nach einer Kastration meist welligeres und helleres Fell. Es sollte mit dem Tierarzt des Vertrauens das Für und Wider des Eingriffs in Ruhe besprochen werden. Wer sich unsicher fühlt, sollte eine zweite Meinung einholen.

Alle Nachteile im Überblick:

  • Nachblutungen im Hodensack durch Blutgerinnungsstörungen
  • Infektionsgefahr der Wunde (zum Beispiel durch unerwünschtes Lecken oder Kratzen)
  • eventuell Gewichtszunahme nach der Kastration: Geschlechtshormone sind mitverantwortlich für den Appetit und Stoffwechsel des Hundes.
  • unerwünschte Verhaltensänderungen wie gesteigerte Aggression und Wachsamkeit bei Hündinnen (mit starken Schutzinstinkt)
  • mögliche Fellveränderung
  • eventuell Trägheit bei Rüden

Ist eine Kastration bei jedem Hund sinnvoll?

Grundsätzlich ist es wichtig, dass eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, um den Hund kastrieren zu lassen. Der Hund darf nicht aus bloßer Bequemlichkeit kastriert werden und der Eingriff ist ausschließlich nach medizinischer Indikation erlaubt. Außerdem sollte bedacht werden, dass der operative Eingriff stark in den Organismus eingreift, unter anderem durch die Anästhesie. Um den Hund dieser Operation unterziehen zu können, muss er kerngesund und topfit sein.

Im Idealfall sollten im Vorfeld mit dem Tierarzt des Vertrauens die Vor- und Nachteile einer Kastration in Ruhe durch besprochen werden. Außerdem ist es wichtig, dass über den Operationsverlauf, die Abheilung und die Genesung, sowie eventuelle Alternativen zu dem operativen Eingriff gesprochen werden. Manchmal ist eine Kastration durch andere Möglichkeiten zu umgehen, je nachdem welcher medizinisch notwendige Grund vorliegt. Die Vorteile und Nachteile einer Kastration sind überaus individuell und können kaum verallgemeinert werden. Die Gesundheit jedes Hundes ist unterschiedlich und die Notwendigkeit, sowie das Ergebnis der Kastration, hängen von Alter, Gewicht, Größe, seinem Geschlecht und seinen Vorerkrankungen ab. Außerdem spielt im Rahmen einer Kastration auch das Sozialverhalten des Vierbeiners eine entscheidende Rolle.

In welchem Alter sollte man Hunde kastrieren?

Theoretisch kann ein Hund jederzeit kastriert werden, wenn der Tierarzt diesem zustimmt. Meist führt man eine Kastration beim Hund aber in den ersten Lebensjahren durch.

Wann sollte man den Hund am besten kastrieren?

Theoretisch kann ein Hund jederzeit kastriert werden, wenn der Tierarzt diesem zustimmt. Bei älteren Vierbeinern steigt jedoch das Risiko, dass es während der Operation zu Komplikationen kommt. Auch eine sehr frühe Kastration ist nur in besonderen Fällen sinnvoll.

Es sollte immer bedacht werden, dass das Kastrieren die Entwicklung des Vierbeiners einschränkt. Bei einer Hündin bedeutet das, dass möglichst gewartet werden solle, bis sie das erste Mal läufig war. Erst dann sind Körper und Geist ausreichend entwickelt. Abhängig von der Rasse ist das in einem Alter von einem halben bis zu einem Jahr.

Das Gleiche gilt natürlich auch für Rüden. Werden diese zu früh kastriert, bremst das nicht nur ihre geistige und körperliche Entwicklung, sondern führt häufig auch zu späteren Aggressionsproblemen bei dem Tier. In der Regel sollte deshalb mit dem Kastrieren bei Rüden bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres gewartet werden.

Wann sollte ich meinen Hund kastrieren?

Grundsätzlich sollte ein Hund nur aufgrund medizinischer Notwendigkeit kastriert werden. Der beste Zeitpunkt für eine Kastration ist in etwa 12 Wochen nach der ersten Läufigkeit der Hündin. Von Frühkastrationen ist abzuraten, da der Organismus des Hundes erst seine körperliche und geistige Reife erreichen muss.

Das musst Du vor und nach einer Kastration beim Hund beachten

Es ist allgemein wertvoll, wenn die Tage um den OP-Termin so stressfrei wie möglich ablaufen. Daher ist es zu empfehlen, dass Arbeit und Haushalt in diesen Tagen Nachrang haben. So kann dem Hund ganz und gar zur Seite gestanden werden. Wer in einem großen Haushalt lebt oder oft Besuch bekommt, sollte dem Vierbeiner einen Platz vorbereiten, der fernab von jeglichem Trubel ist. Nach der OP wird die kleine Fellnase viel Ruhe brauchen und sich über ein warmes, behütetes Nest freuen.

Vor einer OP finden in der Regel einige Voruntersuchung statt, bei denen der Tierarzt über das Prozedere und die Nachsorge aufklären wird. Da jeder Hund individuelle Bedürfnisse hat, ist es wichtig sich an den Rat des Tierarztes zu halten. In jedem Fall sollte der Hund vor seiner Operation nüchtern sein und ca. 12 Stunden vorher kein Futter bekommen. Wichtig ist, dass der Hund am Vortag der OP vermehrt zum Trinken motiviert wird, damit der Körper sich gut auf den Eingriff vorbereiten kann. Kurz vor dem Termin sollte sichergestellt sein, dass der Ruheplatz des Lieblings vorbereitet ist ihn nach dem Eingriff eine entspannte Atmosphäre zu Hause erwarten wird. Außerdem sollte direkt vor der OP noch ein kleiner Spaziergang stattfinden, auf dem der Hund Kot und Urin absetzen kann. So ist der Organismus des Vierbeiners perfekt auf den Eingriff und die Narkose vorbereitet.

Nach der Operation ist es wichtig, dass der Hund viel Zeit für seine Genesung hat. Meist dauert die vollkommene Erholung zwischen 14 und 16 Tagen. Es ist wichtig, dass für den Liebling ein Krankenbett vorbereitet wird, dass fernab von anderen Haustieren, Kindern oder Besuchern ist. Der Hund sollte immer frisches Wasser in seiner nahen Umgebung auffinden können und viel Zuneigung bekommen. Häufig treten postoperative Symptome auf, auf die sich gut vorbereitet werden sollte. Es ist vollkommen normal, dass Hunde nach dem Eingriff Probleme mit Orientierung und Balance haben. Daher ist es wichtig, dem Hund beiseite zu stehen und ihn anfangs zu begleiten, sollte er aufstehen und sich bewegen wollen. Ist der Hund schon in der Lage Treppen zu steigen, sollte er von hinten gestützt und begleitet werden, damit er nicht umfällt oder abstürzt.

Es ist außerdem wichtig, den Hund nicht auf die Couch oder das Bett springen zu lassen. Durch den Sprung können aufgrund der plötzlichen Bewegung Nähte reißen oder der Hund kann sich verletzen. Es ist außerdem wichtig, dass nach der Operation das Tragen des Hundes vermieden wird. Eine Kastration verändert bei Hündinnen die Festigkeit der Bauchmuskulatur, da die Einschnitte quer durch den Torso verlaufen. Die Strukturen benötigen ihre Zeit bis sie wieder vollständig verheilt sind. Manchen Hunden wird nach der Anästhesie übel und sie erbrechen. Für gewöhnlich ist dies nicht der Fall, doch es gibt keinen Grund zur Beunruhigung sollte es einmal passieren. Erbricht der Hund häufiger oder weißt andere bedenkliche Symptome auf, ist umgehend der Tierarzt zu kontaktieren. Nach einer Kastration ist es ebenso üblich, dass der Hund viel Schlaf benötigt. Die postoperativen Symptome sind ähnlich wie bei uns Menschen. Der Körper des Vierbeiners benötigt viel Ruhe.

Wie die Inzision des Hundes zu versorgen ist, wird meist vom Tierarzt ausführlich erklärt. Meist wird der Schnitt durch Fäden, Heftklammern, Wundkleber oder Auflösungsstiche zusammengehalten, damit er in Ruhe abheilen kann. Ist er mit sich nicht auflösenden Fäden genäht oder geklammert worden, werden die Fäden oder Heftklammern meist 10 bis 14 Tage nach der Operation gezogen. Bei Wundkleber sollte darauf geachtet werden, dass die Wunde nicht nass wird. Daher gilt, der Hund sollte weder gebadet werden, noch bei Spaziergängen in Bächen herumtoben. Jegliches Toben sollte besonders in der ersten Woche nach der OP eingeschränkt werden, damit die Wunden ordentlich verheilen.

Verhaltensänderung nach einer Kastration

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Einige Hunde werden nach einer Kastration ruhiger

Es ist wichtig, dass sich bewusst gemacht wird, dass das Verhalten des Hundes nicht nur hormonell beeinflusst wird. Maßgebliche Faktoren sind unter anderem auch die Erziehung und der Instinkt des Hundes. Daher kann das tatsächliche Verhalten nach einer Kastration nicht vorhergesagt werden. Häufig verändert sich nicht nur das Sexualverhalten des Hundes, sondern auch seine Persönlichkeit. Dies trifft vor allem bei Rüden zu. Viele Besitzer wünschen sich einen ruhigeren und weniger dominanten oder aggressiven Vierbeiner und setzen große Stücke auf die Kastration. Doch hier ist noch einmal wichtig zu erwähnen, dass eine Kastration fehlende oder falsche Erziehung nicht ausgleicht. Unerwünschte Verhaltensmuster des Hundes können durch Kastration nicht beseitigt werden. Häufig fallen Hunde, besonders Rüden, stark in ihr Welpenalter zurück und verhalten sich im Endeffekt agiler, aufgedrehter und benötigen eine strengere Führung. Andere Hunde werden nach dem operativen Eingriff ruhiger und begehen vor allem Artgenossen des anderen Geschlechts mit mehr Ruhe. Wie sich der Hund nach einer Kastration tatsächlich verhält, erfährt man erst nach dem Eingriff.

Wird der Hund nach der Kastration ruhiger?

Ob der Hund nach einer Kastration tatsächlich ruhiger wird, hängt sehr von der Erziehung und dem bereits erlernten Verhalten des Hundes ab. Jedenfalls mindert sich häufig der Sexualtrieb und kastrierte Hunde begegnen dem anderen Geschlecht meist entspannter und zurückhaltender.

Kosten einer Kastration beim Hund

Wer seinen Hund kastrieren möchten, sollte bei verschiedenen Tierärzten um ein Angebot bitten. Für gewöhnlich sollte mit einem Betrag zwischen 100 und 400 Euro gerechnet werden. Im Durchschnitt kostet es um die 250 Euro seinen Hund kastrieren zu lassen. Die genauen Kosten hängen zum Teil auch vom Körperbau des Vierbeiners ab sowie vor allem vom Geschlecht. Der Eingriff bei Hündinnen ist deutlich aufwändiger als bei einem Rüden, sodass die Kosten einer Kastration bei einer Hündin höher ausfallen.

Wie teuer ist es einen Hund zu kastrieren?

Der Preis einer Kastration hängt stark vom zeitlichen Aufwand und dem Schwierigkeitsgrad der Operation ab. Die Kosten belaufen sich zwischen 100 und 500€.

Alternativen zur Kastration beim Hund: Sterilisation und Hormonchip

Sterilisation

Sterilisation und Kastration gehören bei Hunden zu Standardeingriffen. Oft wird der Begriff Sterilisation mit der Kastration von Hündinnen gleichgesetzt, das ist jedoch falsch. Eine Sterilisation ist etwas vollkommen anderes und kommt ebenfalls bei Hündinnen und Rüden infrage. Beide Operationen führen zu Unfruchtbarkeit.

Bei einer Kastration werden den Tieren ihre hormonproduzierenden Drüsen (Hoden bzw. Eierstöcke) entfernt. Diese Hormonveränderung hat häufig Verhaltensänderungen zur Folge. Bei der Sterilisation werden hingegen nur die Samenleiter bzw. Eileiter durchtrennt, was Ihr Haustier unfruchtbar macht. Da die Hormone trotzdem autonom vom Körper produziert werden, verändert sich weder das Verhalten noch der Fortpflanzungstrieb Ihres Hundes.

Hormonchip

Für Rüden gibt es mit der Implantation eines Hormonchips eine mögliche Alternative zur herkömmlichen Kastration. Bei dieser Methode bekommt der Hund im Nacken einen Chip unter seine Haut gesetzt, der Deslorelin enthält. Deslorelin ähnelt dem Gonadotropin-Releasing-Hormon und sorgt dafür, dass der Vierbeiner unfruchtbar wird. Der Chip wirkt somit fast wie eine normale Kastration – nur ohne Operation.

Bis der Kastrationschip seine Wirkung entfaltet, dauert es jedoch mehrere Wochen. Da die Testosteron-Produktion durch die stetige Abgabe des Deslorelins verringert wird, wirkt sich der Chip genau wie eine normale Kastration auf den Sexualtrieb des Vierbeiners aus.
Die Wirkung hält für 6 bis 12 Monate an – je nach Körpergewicht sogar länger. Der Hormonchip eignet sich, um erst die Verhaltensänderung ihres Hundes zu beobachten, bevor sie sich für eine richtige Kastration entscheiden.

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1 Kommentar

Olga Sustere 20. Februar 2021 - 21:44

Danke

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