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Pudelpointer

von Marcel Hammerich
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Bei dem Pudelpointer handelt es sich um einen Jagdhund, der sowohl im Wald als auch im Wasser und zu Felde eingesetzt werden kann. In der Regel übernehmen nur Jäger die Haltung und setzen das Tier auch heute noch für die Jagd ein. Abzugeben ist diese jagdtaugliche Hunderasse in aller Regel auch nur an Jäger. Was diese Hunderasse so besonders macht, verrät das Rasseportrait. Der Pudelpointer gehört zur FCI-Gruppe 7 der Vorstehhunde. Er ist der Sektion 1 zugeordnet.

Pudelpointer im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 55-68 cm
Gewicht: 20-30 kg
FCI-Gruppe: 7: Vorstehhunde
Sektion: 1.1: Kontinentale Vorstehhunde
Herkunftsland: Deutschland
Farben: Schwarz, Leber, Braun, Dunkelbraun
Lebenserwartung: 14 Jahre
Geeignet als: Jagd- und Familienhund
Sportarten:
Charakter: Beherrscht, Ruhig, Temperamentvoll
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential:
Stärke des Haarens:
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: Geschlossen, anliegend, hart, mittellang mit dichter Unterwolle
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial: ja

Herkunft und Rassegeschichte

Das Erscheinungsbild des Pudelpointeres basiert auf der Verpaarung der Rassen Pointer und Großpudel ungefähr im Jahr 1880. Zwar erfolgte diese Kreuzung in der Geschichte nicht absichtlich, dennoch wurde im Laufe der Zeit eine systematische Zucht begonnen. Der Grund: Wie der Zufall es wollte, vereinten sich die besten Jagdeigenschaften der gekreuzten Hunderasse miteinander, sodass letztlich ein hervorragender Jagdhund das Ergebnis war. Die feine Fellnase überzeugte die Jäger mit kompetenten Jagdleistungen in Verbindung mit einer gewünschten Gelehrigkeit und Intelligenz.

Pudelpointer von der Seite

Der Pudelpointer basiert auf der Verpaarung der Rassen Pointer und Großpudel.

Die systematische Zucht begann im späten 19. Jahrhundert. Der Pudelpointer wurde ein fester Bestandteil der modernen Jagdhundezucht, die vor allem von den Jäger-Größen Hegewald und Oberländer vorangetrieben wurde. Die fielen von der Größe her zwar etwas kleiner aus, allerdings konnten auch sie Hindernisse überwinden, um beispielsweise einen Fuchs zu apportieren. Dabei basierte die neue Hunderasse Pudelpointer auf neun Ausgangslinien.

Die beiden berühmten Jäger gründeten 1897 den bis heute existierenden „Verein Pudelpointer“. Im Gegensatz zu anderen Hunderasse zählt der Pudelpointer zu den eher seltenen Hunderassen, die nur der Jagd vorbehalten sind. Der universell einsetzbare Jagdhund ist eine vom kynologischen Dachverband FCI anerkannte Hunderasse.

Wesen & Charakter vom Pudelpointer

Der Pudelpointer zeichnet sich durch seine Intelligenz und seine Gelehrigkeit aus. Bei der Jagd ist er vielseitig einsetzbar. Im Gegensatz zu einigen anderen Jagdhunden, die in der Meute jagen, ist der Pudelpointer ein Einzeljäger. Aufgrund seiner Herkunft und seiner Aufgabengebiete verfügt der Vollblut-Jäger über einen ausgeprägten Jagdtrieb. Bei der Jagd arbeitet der Hund zuverlässig und überzeugt stets mit seiner feinen Nase.

Im Allgemeinen verhält sich die Rasse nicht scheu und nicht aggressiv. Auch bleiben die Hunde bei der Jagd ruhig und gelten nicht als überaus nervös oder hektisch. Außerhalb der jagdlichen Arbeit ist das Tier ausgeglichen, lieb und freundlich. Der Power-Hund beweist sich bei den harten Jagdprüfungen in der Regel gut. Dennoch gibt es einige Exemplare, die diese Prüfung nicht bestehen. Ausnahmsweise können diese Tiere in solchen Fällen an Personen vergeben werden, die keine Jäger sind.

Das ruhige und ausgeglichene Wesen des Jagdhundes bleibt bestehen, wenn das Tier seine Jagdleidenschaft ausgiebig ausleben darf. Den hohen Bewegungsdrang können nur Halter erfüllen, die wissen, was ein Jagdhund braucht. Bleibt dem Hund das benötigte Ausmaß an Bewegung verwehrt, zeigen sich auf Dauer unerwünschte Verhaltensweisen.

Die Hunderasse zeigt sich auch anderen Menschen gegenüber freundlich und nicht aggressiv. Sie gilt als gesellig und auch spielfreudig. Auch mit anderen Hunderassen versteht sich der Pudelpointer gut.

Was ist ein Pudelpointer?

Ein Pudelpointer ist in erster Linie ein Jagdhund.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des Pudelpointers

Pudelpointer von vorne

Der Pudelpointer hat ein sehr athletischen und kräftigen Körperbau.

Der Pudelpointer gehört zu den großen Jagdhundrassen. Rüden können eine Widerristhöhe von 60 bis zu 68 Zentimeter erreichen, Hündinnen werden zwischen 55 und 53 Zentimeter groß. Das Gewicht der Hunderasse liegt dabei zwischen 25 und 30 Kilo. Er hat einen kräftigen und athletischen Körperbau. Auffällig sind sein Bart und seine hängenden Ohren, die dem Tier einen liebenswürdigen Eindruck verleihen. Trotz der robusten Statur wirkt die Hunderasse elegant.

Der Pudelpointer verfügt über ein raues, kurzes Fell. Das rauhaarige Fell kommt in den Farben Braun und Schwarz vor.

Impressionen der Hunderasse

Erziehung & Haltung des Pudelpointers – Das gilt es zu beachten

Viele Jagdhunde haben eine einzelgängerische Veranlagung, die sich nicht mit anderen Menschen oder Hunderassen verträgt. Das ist bei dem Pudelpointer nicht der Fall. Der vierbeinige Jäger ist zwar ein Einzeljäger, dennoch ist er ein geselliger Typ. Das heißt aber nicht, dass der Hund auch für Anfänger geeignet ist. Der Pudelpointer ist kein klassischer Begleithund und in der Regel auch kein Hund für einen Haushalt in der Wohnung.

Jagdhunde, die vor allem auch heute noch zur Jagd eingesetzt werden, brauchen ihre Arbeit. Sie ist die Herausforderung, die sie meistern wollen. Dabei genießt besonders der Pudelpointer seine vielfältigen Einsätze. Ob Wasser, Wald oder Feld: Hier kann das Tier seinen Jagdtrieb ausleben. Die Abwechslung der jagdlichen Beschäftigung, die Zusammenarbeit mit seinem Herrchen und die Bewegung mitten in der Natur machen das Hundewesen ausgeglichen und ruhig.

Ein Anfänger wäre mit diesem Hund überfordert. Auch hätte er das Fachwissen über die Führung eines Jagdhundes nicht. Aus diesem Grund wird das Tier auch nicht an Personen vergeben, die nicht auch selbst die Jagd betreiben. Wenn ein Tier durch die Jagdprüfung fällt und damit nicht als Jagdhund geeignet ist, kommen auch andere Personen für die Haltung des Tieres in Betracht. Dabei sollte es sich aber um Hundefreunde mit Erfahrung und speziellem Wissen handeln.

Der Pudelpointer braucht die Natur und Bewegungsfreiheit und kein Leben an der Leine. Als Wohnungshund ist das Tier nicht geeignet.

Was kostet ein Pudelpointer?

Der Preis variiert recht stark, weil es auf den Zuchtwert des Tieres ankommt. Ein Pudelpointer kostet zwischen 800 und 1800 Euro aus einer seriösen Zucht.

Ernährung des Pudelpointers

Ein Pudelpointer kommt regelmäßig jagdlich zum Einsatz. Der Energiebedarf liegt damit höher als bei einem bloßen Begleithund, der nur Spaziergänge braucht. Die Ernährung sollte daher genau auf die Bedürfnisse des Jagdhundes abgestimmt sein. Zwar hat der Pudelpointer keine großen Ansprüche in Hinsicht auf sein Futter, dennoch braucht das Tier viel Fleisch. Proteinreiches Futter ist für alle Hunderassen sehr wichtig.

Für einen Jagdhund dieser Rasse mit einem ungefähren Körpergewicht von 30 kg sind in etwa 450 g frisches Fleisch am Tag notwendig. Dieser grobe Richtwert gilt für den Pudelpointer, der täglich mit auf die Jagd geht. Dazu kommen Reis (ca. 220 g) und Gemüse (ca. 220 g), um auch für andere Nährstoffe, Mineralien und Vitamine zu sorgen. Auch Hundeflocken können beigemischt werden.

Neben der Fütterungsmethode Barfen kann der energievolle Hund natürlich auch Nass- und Trockenfutter aus dem Fachhandel bekommen. Auch sollte ein hoher Fleischanteil an erster Stelle stehen. Ein verantwortungsbewusster Halter schaut auch auf die anderen Inhaltsstoffe. Nicht in das Futter gehören Zucker, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen oder Füllstoffe wie Getreide.

Die Ernährung erfolgt grundsätzlich nach den Faktoren, die für jeden Hund gelten. Dazu zählen Alter, Gewicht, Größe, Aktivität, eventuelle Krankheiten oder Allergien. Niemals sollte ein Jagdhund kurz vor der Jagd sein reichhaltiges Futter bekommen, weil dann das Risiko einer gefährlichen Magendrehung besteht. Der Jäger füttert seinen Pudelpointer ca. drei Stunden vor der Jagd und lässt dem Hund eine Ruhepause für eine vernünftige Verdauung.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Ein Pudelpointer erfreut sich bester Gesundheit. Wie viele andere Jagdhunde kann die außergewöhnliche Fellnase 12 bis 15 Jahre alt werden. Aus der seriösen Zucht eines Vereins, der auf Pudelpointer fokussiert ist, sind in der Regel gesunde Tier zu erwarten. Rassetypische Krankheiten sind daher keine bekannt. Die Rasse verdankt ihre Gesundheit vor allem den strengen Zuchtregeln, die von Anbeginn der systematischen Zuchtgeschichte galten. Pudelpointer sind nur dann zur Zucht zugelassen, wenn sie eine Leistungsprüfung bestanden haben. Darüber hinaus müssen sie als zuchttauglich gelten. Diese Tauglichkeit stellen unabhängige Richter bei der Zuchtschau fest.

Elterntiere werden regelmäßig überprüft. Wurden beispielsweise genetisch bedingte Tendenzen hinsichtlich Epilepsie oder Hüftgelenksdysplasie (HD) festgestellt, dürfen die Hunde nicht für die Zucht eingesetzt werden. Die Züchter schließen solche Hunde kategorisch von der Zucht aus. Deshalb gibt es nur wenige Pudelpointer, die tatsächlich an HD erkranken. Für einen Hund der Größe eines Pudelpointers und dem üblichen Gewicht ist das ein gutes Ergebnis.

Der Pudelpointer ist ein Hund, der täglich ausgiebig bewegt wird. Achtet der Halter auf die richtige Fütterung in den richtigen Mengen und mit den richtigen Nährstoffen, neigt das Tier nicht zu Übergewicht. Weil der Hund täglich bei der Jagd eingesetzt wird, ist das nicht zu befürchten.

Die Hunderasse kommt das ganze Jahr über zum Einsatz. Sie gilt als wetterfest. Das Tier ist nicht empfindlich gegenüber Kälte. Vor starker Hitze sollte das Tier geschützt werden. Bei Ausflügen und heißen Tagen braucht das Tier immer ausreichend Wasser.

Wie alt werden Pudelpointer?

Pudelpointer werden bis zu 15 Jahre alt.

Pflege des Pudelpointers

Ein Pudelpointer hat ein eher drahtiges Fell, das sich wie von selbst reinigt. Dennoch kann sich Schmutz hartnäckig verfangen. Die Bürste entfernt diesen Schmutz zuverlässig, sobald er trocken geworden ist. Ansonsten reicht es, wenn Besitzer diesen Hund ab und an bürsten. Regelmäßiges Bürsten kann das Fellkleid etwas weicher machen. Der Hund muss in aller Regel nicht gebadet werden. Nur im Notfall sollte das geschehen. Zu häufiges Baden greift die natürliches Schutzbarriere der Haut an. Dann entstehen Hautirritationen.

Die Ohren reinigt ein Ohrenreiniger für Hunde. Weil die Ohren des Pudelpointers hängen und nicht aufrecht stehen, ist ab und an auch mal ein Blick unter die Lauscher zu werfen. Etwa einmal im Monat erfolgt die Reinigung der Ohren. Auf die Krallen des Pudelpointer haben Jäger öfter ein Auge. Der Jagdgehilfe läuft die meiste Zeit auf weichem Waldboden und weniger auf hartem Untergrund. Deshalb können sich seine Krallen nicht ausreichend abnutzen. Werden sie zu lang, kann der Vierbeiner hängen bleiben und sich verletzen. Die Kürzung übernimmt die Krallenschere für Hunde.

Zecken sind bei Jagdhunden immer ein Thema. Zwischen Mai und Oktober beherbergen die ungebetenen Gäste gerne das Fell und suchen sich den Weg auf die Haut. Leben Interessenten in Zeckengebieten, kann eine Zeckenschutzimpfung helfen. Das Fell sollte regelmäßig auf Zecken abgesucht werden.

Wie pflegt man einen Pudelpointer?

Das Fell des Pudelpointers reinigt sich meistens von selbst. Zur Reinigung benutzen Halter eine Bürste für das Haarkleid und einen Kamm für den Bart.

Pudelpointer – Aktivitäten und Training

Ein Pudelpointer braucht ausgesprochen viel Bewegung. Wenn er in die Hände eines Jägers kommt, bietet ihm seine tägliche Arbeit als Jagdhund ausreichend Auslauf und Herausforderungen. Für Hunde dieser Art ist die körperliche und geistige Auslastung enorm wichtig. Fehlt die Bewegung, ist der Hund schnell unterfordert. Das zeigt sich in unerwünschten Verhaltensweisen, die den Hund zu einem Problemhund machen können.

Es kommt aber auch vor, dass der Hund nicht als Jagdhund eingesetzt werden kann, weil er zum Beispiel die Jagdprüfung nicht bestanden hat. Dann muss der Hund auf andere Weise beschäftigt werden. Der Jagdtrieb ist seiner Natur immanent und muss dann auf andere Weise ausgelebt werden können. Deshalb sind lange und ausgedehnte Spaziergänge in einer facettenreichen Natur die richtige Alternative. Körper und Geist können sich optimal auspowern. Als Heim kommt ein Haus mit einem großen Garten in Betracht. Als Begleithund in einer Großstadt mit bloßen Ausflügen in den Park eignet sich das Tier nicht.

Wer dem aufgeweckten Pudelpointer Abwechslung bieten möchte, besucht einen Hundesport. Es gibt Jagdhunde, bei denen von dieser Alternative abgeraten wird. Beim Pudelpointer wäre das aber kein Problem. Hat die Sozialisierung mit dem Umfeld, Menschen und anderen Hunderassen schon im Alter eines Welpen begonnen, wird es auf dem Hundeparcours kein Problem geben. Agility mag für den Pudelpointer der richtige Sport sein.

Pudelpointer beim Auslauf

Der richtige Hundesport für den Pudelpointer ist Agility.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Pudelpointer

Im Gegensatz zu anderen Jagdhunden ist der Pudelpointer eine geselliger Typ, der sich sowohl mit anderen Menschen als auch mit anderen Hunderassen versteht.

Wie groß ist ein Pudelpointer?

Rüden erreichen eine Widerristhöhe von 60 bis 68 cm. Hündinnen werden zwischen 55 und 63 cm groß.

Nachteile des Pudelpointers

Nicht jeder Interessent kann einen jagdtauglichen Pudelpointer erwerben, weil diese Hunderasse normalerweise nur an Jäger vergeben wird. Kommt das Tier nicht für die Jagd in Betracht, sollten sich nur Käufer mit Fachwissen im Umgang mit Jagdhunden einen Pudelpointer anschaffen.

Passt der Pudelpointer zu mir?

Der Pudelpointer ist kein klassischer Begleithund und ein Schoßhündchen schon gar nicht. Als Jagdhund braucht der versierte Vierbeiner viel Auslauf und am besten ein Zuhause mit einem großen Garten. Der erfahrene Jäger weiß, was sein treuer Freund braucht. Kommt das Tier nicht als Jagdhund zum Einsatz, ist für abwechslungsreiche Beschäftigung zu sorgen. Weil sich der Hund eigentlich nur bei langen Ausflügen und Spaziergängen in der Natur körperlich und geistig auslasten kann, sollte sich der künftige Pudelpointer-Besitzer entsprechend Zeit nehmen können.

In einer Familie ist der gesellige Freund bestens aufgehoben. Ist er von der Wurfkiste an sozialisiert und richtig erzogen worden, kann er ein toller Spielgefährte für Kinder sein. In der Familie muss es aber eine fachkundige Hand geben, die das Tier richtig führt und das Wissen an die anderen Familienmitglieder weitergibt. Dann kann der Pudelpointer auch sehr kinderlieb sein.

Seine Hauptarbeit liegt in der Erbringung jagdlicher Leistungen. Für den Pudelpointer steht das an erster Stelle. Der Hund gilt als Arbeitshund, der sein Training braucht. Dementsprechend muss mit dem Tier gearbeitet werden. Sich dort zu integrieren, fällt dem Tier unter der Führung einer starken und erfahrenen Hand dann leicht.

Für das typische Leben eines Senioren in einer Stadtwohnung eignet sich das Tier nicht.