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Weimaraner

von Kolja von edogs
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Der wegen seiner besonderen, silbrig-grauen Farbe sehr auffällige und imposante Weimaraner zählt zu den Vorsteh- und Apportierhunden und wird hauptsächlich als Jagdhund gehalten. Sein Erscheinungsbild macht ihn aber auch mehr und mehr interessant für Hundehalter, die ihn nicht jagdlich einsetzen wollen. Den Rassestandard des Weimaraners führt die FCI unter der Nr. 99 in Gruppe 7: Vorstehhunde, Sektion 1.1: Kontinentale Vorstehhunde, Typ „Braque“, mit Arbeitsprüfung.

Steckbrief
Größe: 57-70 cm
Gewicht: 25-40 kg
FCI-Gruppe: 7: Vorstehhunde
Sektion: 1.1: Kontinentale Vorstehhunde, Typ Braque
Herkunftsland: Deutschland
Farben: Silbergrau, Mausgrau, Silber, Rehgrau
Lebenserwartung: 10-12 Jahre
Geeignet als: Wach-, Schutz-, Jagd- und Familienhund
Sportarten: Dummytraining
Charakter: Energiegeladen, Stur, Schnell, Intelligent, Spröde, Freundlich, Aufmerksam, Ruhig
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential: eher hoch
Stärke des Haarens: eher hoch
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: Kurzhaar: kräftig, sehr dicht, glatt anliegend mit geringer Unterwolle, Langhaar: weiches, langes Deckhaar mit oder ohne Unterwolle
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: mittel

Hunde dieser Rasse

Herkunft und Rassegeschichte

Die Geschichte der Weimaraner lässt sich gesichert bis in das Jahr 1891 zurückverfolgen, als die Rasse erstmals offiziell mit Zuchtbuch in Thüringen anerkannt wurde. 1897 gründete sich dann in Erfurt der „Verein zur Reinzucht des silbergrauen Weimaraner-Vorstehhundes“, der bis heute die Zucht ohne Einkreuzung anderer Rassen betreibt. Dadurch gilt der Weimaraner heute als die ursprünglichste deutsche Vorstehhund-Rasse.

Welche Hunde ursprünglich in die Rasse eingeflossen sind, ist bis heute unklar. Auf alten Gemälden vom Hofe des französischen Königs Ludwig des XIV. aus dem 17./18. Jahrhundert werden bereits Jagdhunde mit silbergrauem Fell dargestellt, welche dem heutigen Weimaraner recht ähnlich sehen. Auch am Hof des Großherzogs Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach wurden bereits Anfang des 19. Jahrhunderts solche Jagdhunde gehalten, die zu dieser Zeit aber noch ohne einheitliche Vorgaben an Aussehen und Wesen als reine Gebrauchshunde gezüchtet wurden. Erst mit der Festlegung des Standards und der Anerkennung der Rasse wurden die einheitlichen Zuchtziele festgelegt.

Ist ein Weimaraner ein Familienhund?

Der Weimaraner wird als Jagdhund gezüchtet und braucht eine liebevoll-konsequente Erziehung. Innerhalb seiner Familie gilt er als besonders anhänglich und treu, allerdings benötigt er sehr viel körperliche und geistige Auslastung.

Wesen und Charakter vom Weimaraner

In Deutschland, dem Heimatland des Weimaraners, liegt seit jeher der Schwerpunkt bei der Zucht auf der jagdlichen Nutzung der Hunde. Ihre hohe Intelligenz und ihr Arbeitswille machen sie zu leichtführigen und gut erziehbaren Arbeitshunden, sofern sie ausreichend gefordert und beschäftigt werden. Einem Weimaraner liegt das Vorstehen, also das Anzeigen von Wild im dichten Unterholz, im Blut. Aber auch das Aufstöbern der Beute oder das Nachsuchen des geschossenen Wildes erledigt der Hund sehr ausdauernd und konzentriert. Er apportiert die Beute aus Gestrüpp oder auch aus dem Wasser und bringt sie zu seinem Menschen.

Zwei Weimaraner am Wasser

Der Weimaraner wird als Jagdhund gezüchtet und braucht eine liebevoll-konsequente Erziehung.

Neben einer deutlich ausgeprägten Schärfe dem Wild gegenüber zeichnet sich der Weimaraner auch durch einen starken Beschützerinstinkt und sein wachsames und territoriales Verteidigungsverhalten aus. Als Halter eines solchen Hundes muss man sich also im Klaren darüber sein, dass der Vierbeiner andere Tiere im eigenen Haushalt nur nach sehr vorsichtiger Gewöhnung oder eben gar nicht duldet. Und auch die Verteidigungsbereitschaft für Haus und Grundstück oder die einzelnen Familienmitglieder muss frühzeitig durch konsequente Erziehung in geregelte Bahnen gelenkt werden.

Innerhalb der Familie zeigt sich ein gut ausgelasteter und erzogener Weimaraner ruhig, sensibel und freundlich mit sehr enger Bindung an seine Bezugspersonen. Der Zuchtverein schildert sogar eine „manchmal fast aufdringliche Anhänglichkeit“ der Rasse zu ihren Menschen, welche „von Kennern bzw. Liebhabern der Rasse geschätzt“ werde, „aber Interessenten unbedingt vor einer Kaufabsicht bekannt sein“ sollte. Um den befürchteten Problemen durch ungeeignete Besitzer, mangelnde Erziehung und unzureichende Haltung vorzubeugen, geben die organisierten Züchter ihre Welpen vorrangig an Jäger, zumindest aber nur an erfahrene Hundehalter ab.

Wie schnell ist ein Weimaraner?

Diese langbeinigen, schlanken und schnittigen Hunde können bei der Verfolgung von Wild sehr schnell werden – Geschwindigkeiten von mehr als 50 km/h sind kurzzeitig möglich.

Aussehen des Weimaraners

Das Erscheinungsbild des Weimaraners ist ausgesprochen edel und elegant. Rüden erreichen eine Schulterhöhe zwischen 59 und 70 Zentimetern bei einem Gewicht von 30 bis 40 Kilogramm, Hündinnen sind mit 57-65 Zentimetern und 25 bis 35 Kilogramm etwas kleiner und leichter. Der kräftig-muskulöse Körperbau mit den langen, sehnigen Läufen, tiefer Brust und geradem Rücken und der langen, meist waagerecht getragenen Rute wirkt athletisch und kraftvoll. Der Kopf mit langem Fang, kräftigen Lefzen und breiten, langen Schlappohren, die aufmerksam nach vorne gedreht getragen werden, wird dominiert von den auffallend runden, hübschen Augen, die das Gegenüber intelligent mustern. Die Augenfarbe variiert beim erwachsenen Hund von Hell- bis Dunkelbernstein, ist beim Welpen jedoch zunächst intensiv himmelblau.

Es werden zwei Felltypen unterschieden:

Kurzhaar

Das Deckhaar ist kurz, sehr dicht und kräftig, liegt glatt am Körper an und zeigt keine oder nur sehr gering ausgeprägte Unterwolle.

Langhaar

Das Deckhaar ist etwa 3-5 Zentimeter lang, weich und glatt oder wellig mit wenig oder keiner Unterwolle; an der Rückseite der Hinterläufe, der Vorderbeine und der Rute ist das Haar deutlich länger und bildet so „Hosen, Federn und Fahne“ aus. Am Kopf ist das Fell meist kürzer, die Ohren wiederum sind weich und länger behaart.

Weimaraner im Wald

Das Erscheinungsbild des Weimaraners ist ausgesprochen edel und elegant.

Werden Kurz- und Langhaar-Weimaraner verpaart, können daraus auch Hunde mit stockhaarigem Fell entstehen, bei denen dann eine dichtere Unterwolle mit mittellangem, eng anliegendem Deckhaar wächst.

Das Besondere am Weimaraner ist natürlich seine Fellfarbe: Silber-, reh- oder mausgrau mit allen Übergängen zwischen diesen Farbtönen, an Kopf und Ohren etwas heller. Ein mehr oder weniger gut ausgeprägter Aalstrich auf dem Rücken ist erlaubt, genau so kleine weiße Abzeichen an Brust und/oder Zehen. Unerwünscht sind dagegen gelbe oder braune Abzeichen an den Beinen und am Kopf, und auch eine blaue Felltönung gilt als disqualifizierender Fehler bei der Zuchtbewertung.

Ist ein Weimaraner ein Jagdhund?

Die Weimaraner Zucht ist in Deutschland seit jeher auf die jagdliche Nutzung der Rasse ausgerichtet, daher haben die Hunde eine hohe Jagdpassion und ausgeprägte Wildschärfe.

Impressionen der Hunderasse

Erziehung und Haltung des Weimaraners – Das gilt es zu beachten

Der intelligente Weimaraner ist sehr wissbegierig und gilt als leicht erziehbar, braucht aber eine liebevoll-konsequente Ausbildung durch einen erfahrenen Hundeführer. Einem zu harten Erziehungsstil begegnet ein solcher Hund bald mit Sturheit und Arbeitsverweigerung, und wird er nicht ausreichend gefordert und ausgelastet, so wird er sich selber eine Beschäftigung suchen, die nicht unbedingt im Sinne seiner Besitzer sein mag. Als Anfängerhund ist diese Rasse jedenfalls nicht zu empfehlen.

Sein starker Wille, sein Selbstbewusstsein und seine ausgeprägten jagdlichen Anlagen müssen bei der Erziehung des Weimaraners von Beginn an berücksichtigt werden. Eine frühe Sozialisierung an viele Umweltreize und andere Tiere ist wichtig, um den Hund später ausgeglichen und umgänglich werden zu lassen. Und ganz unbedingt benötigt ein Weimaraner eine Aufgabe, die ihn nicht nur körperlich, sondern auch geistig ausreichend fordert und täglich auslastet. Dies wird am ehesten im Einsatz nach seiner ursprünglichen Bestimmung als Vorsteh- und Apportierhund gelingen – kann man ihm das nicht bieten, so müssen vergleichbare Aufgaben in Form von Fährtenarbeit oder Mantrailing in die Ausbildung eingebunden werden.

Da diese Rasse sehr menschenbezogen ist und sich durch eine ausgesprochene Anhänglichkeit ihrer Familie gegenüber auszeichnet, ist eine menschenferne Zwingerhaltung für einen Weimaraner nicht geeignet. Die Haltung im Haus mit großzügigem Garten kommt seinem Bewegungsbedürfnis zwar entgegen, kann und darf aber eine tägliche Beschäftigung mit dem Hund und ausreichenden Auslauf nicht ersetzen. Ein Weimaraner, der jeden Tag mit seinem Menschen aktiv unterwegs ist, sich austoben und auch richtig arbeiten kann, wird sich auch in einer Wohnung ohne Garten wohlfühlen, während selbst der größte Garten für den Hund langweilig ist, sofern er keine Aufgabe erhält.

Ernährung des Weimaraners

Wie bei allen großwüchsigen Hunderassen ist es auch für den Weimaraner sehr wichtig, dass er als Welpe und Junghund eine ausgewogene und auf das Wachstum abgestimmte Ernährung erhält, um Problemen in der Skelettentwicklung vorzubeugen. Eine zu hohe Versorgung mit Energie und Mineralstoffen kann zu irreversiblen Schäden an Gelenken und Knochen führen. Der Fachhandel bietet spezielle, hochwertige Futtermittel für die Aufzucht großer Hunderassen an.

Beim erwachsenen Hund ist ebenfalls auf eine ausgewogene und hochwertige Zusammensetzung des Futters zu achten. Sowohl die Rationsgröße als auch der Energiegehalt des Futters müssen an das jeweilige Alter, den Aktivitätsgrad und die aktuelle Gesundheit eines Hundes angepasst werden. Sein schlanker, stromlinienförmiger Körperbau sollte dem Weimaraner bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Bei großen, bewegungsaktiven Hunden empfiehlt es sich, die tägliche Futtermenge auf zwei Einzelportionen am Morgen und Nachmittag/Abend zu verteilen, um der Gefahr einer lebensbedrohlichen Magendrehung vorzubeugen. Unmittelbar nach der Futteraufnahme sollte dem Hund eine Ruhephase von etwa einer Stunde gelassen werden, bevor er sich wieder viel bewegt oder rennt und tobt. Je nach gewählter Fütterungsart (Nass- oder Trockenfutter, Frischfutter, BARF) und täglicher Bewegung nimmt ein Hund mehr oder weniger Trinkwasser auf. Der Zugang zu frischem, sauberen Wasser muss für den Hund daher jederzeit möglich sein.

Weimaraner Welpe

Die Augenfarbe variiert beim erwachsenen Weimaraner von Hell- bis Dunkelbernstein, ist beim Welpen jedoch zunächst intensiv himmelblau.

Gesundheit – Lebenserwartung und häufige Krankheiten

Für die Zuchtzulassung eines Weimaraners schreibt der Zuchtverband strenge Regeln vor. So gehört eine tierärztliche Untersuchung der Hüftgelenke zum Ausschluss einer Hüftdysplasie (HD) ebenso dazu wie der Ausschluss von Augenmissbildungen wie Entropium (= nach innen gerolltes Augenlid) oder Ektropium (= nach außen gerolltes Augenlid). Auch sonstige Missbildungen, Defekte oder eine gesteigerte Aggressivität oder auch Ängstlichkeit führen zum Zuchtausschluss.

Hündinnen dürfen frühestens mit 18 Monaten erstmalig für die Zucht genutzt werden und für ihren letzten Wurf höchstens acht Jahre alt sein. Die Nutzung eines Zuchtrüden wird begrenzt auf maximal fünf Deckeinsätze innerhalb von zwei Zuchtperioden, um einen hohen Inzuchtfaktor zu vermeiden. Durch dieses strenge Zuchtmanagement kann eine sehr hohe Rassegesundheit erreicht werden.

Aufgrund seiner Hängeohren ist beim Weimaraner besonderes Augenmerk auf die äußeren Gehörgänge zu legen – schnell kann sich aufgrund der schlechten Belüftung, durch Fremdkörper oder Parasiten eine Ohrenentzündung bilden, die für den Hund sehr unangenehm und sogar schmerzhaft sein kann. Ein gesund ernährter und artgerecht gehaltener Weimaraner kann 12 bis 14 Jahre alt werden.

Wie alt wird ein Weimaraner?

Ein gesund ernährter und ausreichend bewegter Weimaraner hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 12-14 Jahren.

Pflege des Weimaraners

Je nach Fellbeschaffenheit des Hundes ist die Pflege eines Weimaraners unterschiedlich aufwändig. Während die Kurzhaar-Variante nur ab und an gestriegelt werden muss, kann bei den langhaarigen Vertretern der häufigere Einsatz der Bürste ein Verfilzen der weichen Haare vor allem hinter den Ohren, an den Hosen und der Rute verhindern. In Zeiten des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst hilft die regelmäßige Fellpflege auch dabei, die Wohnung oder das Auto vor allzu vielen losen Haaren zu schützen.

Die ohnehin für die jährlichen Impfungen anstehenden Tierarzt-Besuche sollten immer auch für einen allgemeinen Gesundheits-Check genutzt werden, um mögliche Veränderungen oder Krankheiten bereits frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ohren, Augen, Gebiss und Pfoten des Hundes sollten regelmäßig vom Hundehalter kontrolliert werden, um Verletzungen, Entzündungen oder andere Veränderungen zeitnah zu erkennen. Eine vorsorgliche Behandlung gegen Ektoparasiten wie Zecken und Flöhe und ebenso die regelmäßige prophylaktische Behandlung gegen Endoparasiten wie Spul- oder Bandwürmer ist zu empfehlen, da sich ein Befall in Feld und Wald sonst kaum verhindern lässt.

Weimaraner – Aktivitäten und Training

Die beste artgerechte Auslastung für einen Weimaraner ist sicher der Einsatz in seinem ursprünglichen Betätigungsfeld, nämlich der Jagd. Ein erfahrener Ausbilder kann die hohe Intelligenz dieser Hunde nutzen, um ihre angeborenen Fähigkeiten bei der Suche, dem Vorstehen und der Nacharbeit optimal herauszuarbeiten und zu fördern. Ein so eingesetzter Hund wird sowohl körperlich als auch mental ausreichend gefordert und beschäftigt und wird freudig alle an ihn gestellten Anforderungen erfüllen.

Wer seinem Weimaraner diesen jagdlichen Einsatz nicht bieten kann, muss sich unbedingt entsprechende Ersatzbeschäftigungen überlegen. Im Hundesport eignen sich zum Beispiel Mantrailing, Fährtenarbeit oder auch das Dummy-Training gut zur Beschäftigung. Der stark ausgebildete Wach- und Schutztrieb dieser Rasse macht den Weimaraner auch zu einem geeigneten Schutzhund – das aber nur in der Hand eines sehr erfahrenen und geeigneten Ausbilders, bestenfalls im professionellen Einsatz bei Polizei oder Zoll.

Was kostet ein Weimaraner Welpe vom Züchter?

Die Welpen aus einer seriösen Weimaraner-Zucht kosten etwa 1000 bis 1500 Euro.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Weimaraners

Der amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower machte die Hunderasse in den USA Mitte der 1950er Jahre durch seine Hündin „Heidi“ populär. Zahlreiche Film- und Show-Größen schmückten sich daraufhin ebenfalls mit den eleganten silbergrauen Hunden, und auch Künstler wie der amerikanische Fotograf William Wegmann setzten die Weimaraner gekonnt in Szene. Da die Zucht in den USA weniger auf jagdliche Leistung als vielmehr auf Familientauglichkeit ausgerichtet war, unterscheiden sich die Zuchtstandards von denen der FCI. Die Langhaar-Variante des Weimaraners ist in den USA beispielsweise nicht zugelassen.

Weimaraner im Portrait

Nahaufnahme eines Weimaraners.

Nachteile des Weimaraners

Zwar gilt der Weimaraner als sehr intelligent, gelehrig und leicht erziehbar, sein starkes Selbstbewusstsein und der ausgeprägte Schutz- und Wachtrieb lassen ihn aber bei zu lascher Führung und schlechter Erziehung leicht zu einem Problemhund werden. Diese Rasse gehört unbedingt in die Hand eines erfahrenen Hundehalters, der mit einem liebevoll-konsequenten Erziehungsstil die guten Eigenschaften des Hundes unterstreicht und die schwierigeren in geregelte Bahnen zu lenken vermag.

Vermehrt werden inzwischen Weimaraner mit einer sehr speziellen, dunkleren Fellfärbung angeboten – diese auch als „Blaue Weimaraner“ bezeichneten Hunde sind aber das Produkt von Einkreuzungen anderer Rassen und werden vom offiziellen Zuchtverband nicht anerkannt. Die teils horrenden Welpenpreise für diese Hunde sind nicht gerechtfertigt, da sie auch nicht über gültige Papiere verfügen und nicht selten sogar aus dubiosen Hundezuchtanstalten stammen, welche vor allem in Osteuropa die Tiere unter absolut tierschutzrelevanten Bedingungen halten.

Passt der Weimaraner zu mir?

Die in Deutschland organisierten, seriösen Weimaraner-Züchter legen großen Wert darauf, ihre Hunde nur an geeignete Halter, möglichst sogar nur an aktive Jäger abzugeben. Sofern Du Dich für diese Rasse interessierst, solltest Du Dich sehr ausführlich über die Haltungsansprüche informieren und frühzeitig mit einem Züchter Deiner Wahl Kontakt aufnehmen. Kannst Du aber diesem gegenüber Deine Eignung als Weimaraner-Halter nicht ausreichend nachweisen, kann es durchaus sein, dass er den Verkauf eines Hundes ablehnt.

Auf gar keinen Fall solltest Du einen Weimaraner aus unbekannter Quelle kaufen, denn hier läufst Du Gefahr, dass Dein Welpe bereits krank bei Dir einzieht, Papiere gefälscht sind oder es sich sogar um einen Mischling handelt. Um den unseriösen, oft kriminellen und nur auf schnellen Profit ausgerichteten Handel mit unschuldigen Hundewelpen nicht unwissentlich mit Deinem Geld zu unterstützen, informiere Dich also sehr gut über die Seriosität des Anbieters und lasse Dir seine Zuchtanlage und alle seine Hunde von ihm zeigen.

Sei Dir im Klaren darüber, dass Dein Weimaraner sehr viel Zeit und Einsatz, ein hohes Maß an Erfahrung in der Hundeerziehung und -ausbildung und sehr viel Geduld von Dir fordern wird. Deine Mühe wird er aber durch seinen hohen Arbeitswillen, seine unerschütterliche Anhänglichkeit und Treue und nicht zuletzt durch viele erfolgreiche Sport- oder Arbeitseinsätze belohnen.