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American Foxhound

von Marcel Hammerich
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Der American Foxhound gehört der FCI-Gruppe 6, der Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen, an und wird dort unter der Sektion 1, der Laufhunde mit Arbeitsprüfung aufgeführt. Es handelt sich beim American Foxhound also um eine anerkannte Hunderasse.

American Foxhound im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 53-64 cm
Gewicht: Rüden: 29-34 kg, Hündinnen: 20-29 kg
FCI-Gruppe: 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion: 1.1: Große Laufhunde
Herkunftsland: USA
Farben: Rot, Braun, Blau, Weiß, Dreifarbig, Weiß-Creme
Lebenserwartung: 10-12 Jahre
Geeignet als: Jagdhund
Sportarten:
Charakter: Intelligent, Gütig, Unabhängig, Loyal, Temperamentvoll, Liebevoll
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential gering
Stärke des Haarens mittel
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: dicht, harsch, mittellang
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: eher ja
Sozial: ja

Herkunft und Rassegeschichte

Die Rasse der American Foxhounds hat das Blut von Jagdhunden vieler Länder. Im Jahr 1650 segelte einst Herr Robert Brooke mit britischen Jagdhunden Richtung Maryland. Zu dieser Zeit war die Jagd eine Notwendigkeit zum Überleben. Durch diese ersten „English Hounds“ stammen verschiedenartige Varianten der jetzigen Jagdhunde ab. Der Landadel nutzte die Vierbeiner zeitig zur Jagd auf Füchse.

American Foxhound im Sitzen

Der American Foxhound wurde von dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staate, George Washington, gezüchtet.

Dies wiederum weckte das Bedürfnis Europas nach noch schnelleren Foxhounds, woraus sich unzählige Einkreuzungen entwickelten. Diese Rasse gilt als eine der ältesten in den USA gezüchteten Hunden. Bereits der erste Präsident der Vereinigten Staaten, George Washington, war als Züchter dieser Vierbeiner tätig und leistete einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser Rasse. Seinen eigenen Vierbeinern verpasste er emotionale Namen, sowie „Sweet Lips“ oder „True Love“. Im Jahr 1785 schenkte ihm General La Fayette einige französische Jagdhunde, welche er daraufhin mit den Foxhounds kreuzte.

Letztendlich entstanden die heutigen American Foxhounds aus verschiedenen Kreuzungen zwischen britischen, französischen sowie irischen Jagdhunden und sogar deutschen Schweißhunden. Die Rasse zählt in den USA zu den sogenannten „State Dogs“ und steht insbesondere für den Bundesstaat Virginia. Der heutige Bestand dieser Vierbeiner wird auf rund 100.000 Tiere weltweit geschätzt.

Wesen & Charakter vom American Foxhound

Jagdhunde gelten als eher eigenwillig. Die American Foxhound wurden eins dafür gezüchtet, eigenständig zu laufen, aber immer Kontakt mit dem Jäger zu halten. Dies hat immer mehr dazu geführt, dass die Rasse grundsätzlich weniger auf den Menschen geprägt ist als viele andere Hunde. Trotz dessen fügen sich die Hunde den Anweisungen und führen diese auch schnell und gern aus. Sie sind gern mit anderen Hunden zusammen.

Gegenüber Fremden zeigt sich der American Foxhound stets freundlich, ohne aber den typischen Beschützerinstinkt außer Acht zu lassen. Generell brauchen die Vierbeiner eine hohe körperliche und geistige Auslastung. Ihr Wesen ist gänzlich auf die Jagd konzentriert, sodass eine Haltung durch einen Berufsjäger der Idealfall wäre. Aber auch auf gemeinsame Kuscheleinheiten möchte die Rasse nicht verzichten.

Welchen Charakter hat ein American Foxhound?

Die American Foxhound sind bekannt für ihre eher eigenwillige Art. Die Rasse wurde gezüchtet, um eigenständig zu laufen und gemeinsam mit dem Jäger eine Einheit auf der Jagd zu bilden. Grundsätzlich ist diese Rasse wenige auf den Menschen geprägt. Sie führen die Anweisungen ihres Halters aus, besitzen allerdings einen sturen und eigenen Kopf. Die Hunderasse ist bekannt für die stets freundliche Art. Die Vierbeiner benötigen eine außerordentlich hohe körperliche und geistige Auslastung. Das Wesen eines American Foxhound ist gänzlich auf die Jagd konzentriert.

Hunde dieser Rasse

Aussehen des American Foxhound

Der American Foxhound ist ein Hund, welcher vollständig aufs Jagen und ausdauerndes Laufen gezüchtet wurde. Das Aussehen spielt eine eher weniger entscheidende Rolle bei der Auswahl der Zuchttiere. Der Körperbau ist so aufgebaut, dass sich Kondition und Schnelligkeit perfekt ergänzen und eine Einheit bilden.

American Foxhound von vorne

Der American Foxhound ist sehr muskulös.

Der Hund ist besonders sehnig-muskulös mit einer sehr tiefen Brust. Diese verfügt über ein entsprechend großes Lungenvolumen, was für lange Laufstrecken unabdingbar ist. Das entsprechend eher harsche Fell liegt eng am Körper an. Hier sind alle Farben erlaubt. Der American Foxhound verfügt über nach vorne umgeklappte Schlappohren. Im Gegensatz zum English Foxhound ist der American Foxhound etwas hochläufiger und auch zierlicher.

Das Gewicht dieser Hunde liegt etwa zwischen 30 und 34 Kilogramm. Dabei werden die Vierbeiner 53 bis 63 Zentimeter groß. Die Rüden haben in der Regel eine größere Widerristhöhe als die Hündinnen. Ausstellungstiere sind meist etwas größer und auch schwerer. Auch innerhalb der Rasse existieren verschiedene Variationen der Hunde, zum Beispiel die „Walker“ oder auch die einfarbigen „July“-Hunde.

Impressionen der Hunderasse

Erziehung & Haltung des American Foxhound – Das gilt es zu beachten

Bereits als Welpe sollte die Erziehung eines American Foxhounds in kundige Hände gegeben werden. Aufgrund einiger Eigenarten der Hunderasse gilt es einiges zu beachten. Dieser Rasse Gehorsam beizubringen, ist mit weitaus mehr Aufwand verbunden als bei diversen anderen Hunderassen. Die Hunde brauchen viel Aufmerksamkeit, intensives Training und Zeit mit Herrchen und Frauchen, um sich an ein Leben als Familienhund zu gewöhnen.

Der American Foxhound hat einen Dickkopf und darüber hinaus einen starken Jagdtrieb. Für ein problemfreies Miteinander zwischen Mensch und Hund erfährt der Hund bestenfalls eine Jagdhundeausbildung. Die Erziehung erfordert durch den Halter viel Geduld und eine konsequente Erziehung. Niemals sollte Härte oder gar Bestrafung erfolgen. Der Hund ist besonders sensibel und verzeiht dem Halter keine Fehler. Eine derartige Erziehung sollte möglichst durch einen erfahrener Hundeliebhaber erfolgen. Ein Hund für Anfänger ist der American Foxhound nicht.

An die Haltung hat der Hund keine besonderen Anspruch, jedoch schließt sich eine Stadthaltung in einer Wohnung von selbst aus. Der Hund braucht viel Bewegung und möglichst einen angrenzenden Wald. Er ist nicht gern allein, vielmehr fordert er die volle Aufmerksamkeit seines Halters und das bestenfalls den ganzen Tag. Deshalb verkaufen einige seriöse Züchter diese Rasse ausschließlich an Jäger und Förster.

Ein American Foxhound gehört zu den Laufhunden und kann daher nicht von Sportmuffel gehalten werden. Eine Runde durch den Garten morgens und abends reicht dem Laufhund bei Weitem nicht als Auslauf. Aufgrund seiner ursprünglichen Haltung als Jagdhund kann ein American Foxhound ohne Probleme für fünf oder mehr Stunden sein Tempo halten. Sportbegeisterte Menschen werden ihre Freude mit der Rasse haben, da sich die Hunde auch bei Ihrer Jogging-Runde oder neben dem Pferd eignen. Leider können die Hunde aufgrund des ausgeprägten Jagdtriebs nicht ohne Leine laufen.

Mit Kindern kann der American Foxhound in der Regel ganz gut umgehen. Die Kleinsten im Haushalt sollten allerdings lernen, dass ein Hund kein Spielzeug darstellt. Auch mit älteren Menschen stellt sich eine Haltung unproblematisch dar. Die Hunde wissen einen ausbruchssicheren Garten zu schätzen. Halter sollten sich insbesondere klar darüber sein, dass die Verantwortung für den neuen Vierbeiner mit einigen Neuerungen und Überlegungen verbunden ist.

Wo kann ich einen American Foxhound kaufen?

Bestenfalls findet sich ein seriöser und erfahrener Züchter. Leider ist diese Rasse in Deutschland eher unbekannt und es existieren kaum Züchter. Potenzielle Hundehalter müssen also außerhalb Deutschland suchen und auf eventuell auf die Erfahrung anderer Hundehalter online vertrauen

Ernährung des American Foxhound

Einen empfindlichen Magen haben die Vierbeiner keinesfalls. American Foxhounds benötigen besonders hochwertiges Futter, welches einen hohen Fleischanteil besitzt. Getreide sollte nicht im Futter enthalten sein. Aufgrund des hohen Bewegungsdrangs müssen die Hunde mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Dabei haben die Halter grundsätzlich die Wahl zwischen Nassfutter, Trockenfutter und dem Barfen. Diese eher neuartige Methode der Fütterung basiert auf der ursprünglichen Ernährung eines Vierbeiners. Dabei erhalten die American Foxhound Rohfleisch, wie zum Beispiel Innereien, aber auch Obst, Gemüse und Vitamin- und Mineralstoffsupplementen.

Der Nährstoffbedarf eines Hundes hängt grundsätzlich vom jeweiligen Alter, dem Gewicht eines Hundes und der täglichen Auslastung ab. Direkt nach dem Sport sollten Herrchen und Frauchen ihrem Vierbeinern eine Mahlzeit anbieten und dafür sorgen, dass immer genügend Wasser parat steht. Zudem sollte auf Kalorien geachtet werden, da der American Foxhound tatsächlich schnell an Übergewicht leidet und sich dies auf seine Leistungsfähigkeit auswirkt.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

American Foxhound in der Natur

Der American Foxhound leidet unter einer genetischen Disposition für die Krankheit Thrombozytopenie.

Die Rasse verfügt leider über eine genetische Disposition für die Krankheit Thrombozytopenie. Dies bezeichnet einen Mangel an Thrombozyten im Blut des Vierbeiners. Kleinste Verletzungen können hierbei zu starken Blutungen führen. Ansonsten leiden die Hunde oftmals an der weit verbreiteten Hüftdysplasie. Hundeliebhaber, welche einen Kauf dieser Rasse erwägen, sollten sich auf die Suche nach einem seriösen und besonders erfahrenen Züchter begeben.

Nur diese werden Welpen anbieten, der genetisch rein ist und deren Elterntiere einer ausgiebigen ärztlichen Kontrolle unterlegen waren. Beim Kauf eines Welpen haben Käufer das Recht sich entsprechende Voruntersuchungen der Elterntiere zeigen zu lassen. Die Lebenserwartung der American Foxhound liegt im Durchschnitt bei 11 bis 13 Jahren.

Wie alt wird ein American Foxhound?

Die Rasse wird in der Regel 11 bis 13 Jahre alt.

Pflege des American Foxhound

Die Fellpflege des American Foxhounds könnte einfacher nicht sein. Aufgrund seines kurzen Fells reicht das wöchentliches Bürsten völlig aus. Umherfliegende Haare in der Wohnung können reduziert werden, indem Halter den Hund während des Fellwechsels täglich kurz bürsten.

American Foxhound – Aktivitäten und Training

Ist ein American Foxhound nicht gänzlich ausgelastet, so wird der Hund unruhig und nervös. Fachleute empfehlen die Hundesportart Obedience für diese Rasse. Auch eine Jagdhundeausbildung und der Besuch einer Hundeschule wird sich positiv auf die Entwicklung des Hundes auswirken. In der Hundeschule haben die Tiere Kontakte zu anderen Vierbeinern, was diese besondere Rasse sehr genießt. Auch geistige Entwicklungsspiele fordern den Hund.

Der amerikanische Hund genießt darüber hinaus Abwechslung und gibt sich nicht mit einfachen Spaziergängen zufrieden. Er eignet sich nicht für gemütliche Spaziergänge durch den Park. Vielmehr will der Hund Action und Abwechslung haben. Ausflüge in den Wald oder das gemeinsame Training mit einem Jäger wird dem Hund besondere Freude bereiten.

American Foxhound im Schnee

Der American Foxhound benötigt viel Action und Abwechslung.

Gut zu wissen: Besonderheiten des American Foxhound

Die American Foxhounds verfügen über eine einzigartige Besonderheit. Die Rassehunde haben ein außergewöhnliches Bellen, welches dazu führt, dass Halter ihre Hunde auch bei Dunkelheit und großer Entfernung erkennen können. Das Bellen hört sich dabei so an, als würde der American Foxhound singen. Die Lautstärke des Bellens ist dabei kilometerweit zu hören. Dies ist also auch ein Grund für eine Haltung auf dem Land, statt mitten in einer belebten Stadt. Die Haltung eines solchen Hundes mit anderen kleineren Tieren ist eher bedenklich, da die Hunde diese zum Fressen gern haben.

Wie groß wird ein American Foxhound?

Die Vierbeiner erreichen in der Regel eine Widerristhöhe von 53 bis 63 Zentimeter.

Nachteile des American Foxhound

American Foxhounds sind in Europa recht selten anzutreffen. Der Grund könnte sein, dass die Vierbeiner eher in die Hände von Berufsjägern gehört. Nur einige private und vor allem erfahrene Hundehalter sind in der Lage, den hohen Ansprüchen des American Foxhound gerecht zu werden. So ist es nicht verwunderlich, dass er sich als Herausforderung darstellt, einen echten American Foxhound-Züchter zu finden. Hundeliebhaber suchen oftmals mehrere Jahre. Es ist durchaus empfehlenswert die Suche über den Großen Teich hinaus auszuweiten. In vielen anderen Ländern sind die American Foxhounds weiter verbreitet als hier bei uns in Deutschland.

Passt der American Foxhound zu mir?

Der American Foxhound ist in erster Linie ein typischer Jagdhund. Unter den richtigen Haltungsvoraussetzungen und unter Vorbehalt auch ein reiner Begleithund. Experten dieser Rasse raten jedoch gänzlich davon ab, den Hund als Familienhund zu halten. Dem Wesen eines American Foxhound entspricht eher die Haltung durch einen professionellen Jäger oder Förster. Dieser kann den Hund täglich mit zur Arbeit nehmen. Die Gründe bilden unter anderem der extreme Bewegungsdrang sowie der stark ausgeprägte Jagdtrieb. Dieser lässt sich nur innerhalb einer fachgerechten Jagdhundeausbildung kontrollieren.

Sind die American Foxhound richtig ausgelastet, so stellt sich die Hunderasse als ein im Alltag angenehmer Gefährte heraus. Nur wenige Halter sind in der Lage den hohen Bedürfnissen nach Bewegung zu stillen. Hundeliebhaber sollten sich bei erfahrenen Züchtern über das Wesen und die artgerechte Haltung dieser Rasse vorab informieren.

Eventuell kommt für Herrchen und Frauchen ein Hund aus Ausstellungslinien in Frage, diese sind hinsichtlich des Bewegungsdrangs weniger anspruchsvoll als die Arbeitslinien. Die Anschaffung eines Jagdhundes muss immer gut überlegt sein. Suchen potentielle Hundehalter einen reinen Familienhund, so sollten sie sich unter den unzähligen anderen Rassen umschauen. Generell lebt die Rasse am liebsten mit vielen anderen Hunden zusammen.