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Hund an die Leine gewöhnen – so geht’s!

von Denis Uwelius
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Bereits als Welpe sollte ein Hund daran gewöhnen werden, an der Leine zu laufen. Auch wenn es nicht immer leicht ist, einen jungen Hund von der Leine zu überzeugen, ist es dennoch notwendig. An vielen Orten besteht nämlich Leinenpflicht. Den Hund an die Leine gewöhnen – so geht’s!

Was tun, wenn der Hund nicht an der Leine geht?

Wenn ein ausgewachsener Hund trotz Aufforderung nicht weitergehen möchte, kann es helfen, sich von ihm abzuwenden und die vom Vierbeiner erzeugte Spannung auf der Leine aufrechtzuerhalten. Meist dauert es nicht lange, bis er nachgibt und Dir folgen wird.

Hund an die Leine gewöhnen – Gründe, warum Dein Hund die Leine ablehnt

Es gibt viele unterschiedliche Gründe, warum Dein Hund nicht angeleint werden möchte, die sich meist miteinander vermischen. Hier sind die häufigsten Gründe, warum sich Dein Vierbeiner gegen die Hundeleine wehrt:

Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit

Manchmal verbindet der Hund mit der Leine kein gutes Gefühl, denn er weiß: Der Spaß ist vorbei. Sobald er von Herrchen oder Frauchen nach dem Spiel gerufen wird, ist das Ende in Sicht und der Vierbeiner muss nach Hause. Auch der Mensch selbst empfindet die Leine als eine Art Freiheitsberaubung, denn in unseren Träumen stolzieren wir Seite an Seite mit unserem vierbeinigen besten Freund – natürlich ohne Leine.

Allerdings ist die Realität, insbesondere in Großstädten, eine andere. Hier dürfen Hunde aufgrund des starken Verkehrsaufkommens häufig nicht ohne Leine nach draußen. Deswegen müssen die Vierbeiner an die Leine genommen werden, da diese oft ihrem Instinkt oder unvorhergesehenen Reizen folgen, ohne die Gefahren zu berücksichtigen.

Weitere Tipps zur Leinenführigkeit im edogs Academy Welpenkurs

Der verlängerte Arm

Der Mensch muss lernen, die Hundeleine als einen verlängerten Arm zu betrachten – als eine Art Wegweiser, als freundliche Begrenzung, weil der Hund manche Situationen nicht so gut einschätzen kann, wie wir Menschen. Der Vierbeiner wird keinesfalls in seiner Persönlichkeitsentfaltung beschränkt, nur weil er an der Leine geführt wird – er wird lediglich beschützt.

Beachte jedoch: Setzt Du die Hundeleine nur dann ein, wenn eine ungewisse Situation folgt, dann wird es Deinem Liebling schwerfallen, die Leine als etwas Positives zu sehen.

Das Prinzip „Frust“

Der Hund wird von der Leine gelassen, sobald er die Hundewiese betritt und sich selbst überlassen ist. Der Vierbeiner tobt mit anderen Hunden am Strand und genießt den sozialen Austausch. Dabei wird der Mensch als Miesmacher gesehen, wenn er den Vierbeiner zu sich ruft.

Gehorcht er, wird sofort angeleint und weitergegangen. Der Hund sieht folglich wenig Sinn darin, seinem Menschen zu folgen. Stattdessen versucht er durch Getrödel die leinenfreie Spielzeit zu verlängern. Kommt er nach mehreren Zurufen immer noch nicht, wird er mit bestimmten Unterton erneut gerufen und wenn der Vierbeiner endlich da ist, wird er meist nicht nur angeleint, sondern auch noch angeschnauzt. Das nächste Mal wird es bestimmt noch länger dauern, bis er zu Dir zurückkommt, denn nicht nur der Spaß ist vorbei, er wird auch noch zurechtgewiesen.

Dem Hund bringst Du so nämlich bei, „Ich habe Dich gerufen. Komm bloß nicht zurück.“

Hund zieht an der Leine – 5 Fehler, die Du bei der Leinenführigkeit vermeiden solltest!

Denis Uwelius ist Hundetrainer der Online Hundeschule edogs Academy. Er erklärt Dir im Video ausführlich, welche fünf Fehler man beim Trainieren der Leinenführigkeit vermeiden sollte.

Denis Uwelius, Hundetrainer der edogs Academy
Denis Uwelius, Hundetrainer der edogs AcademyTrainer-Tipp
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„Den Hund zu maßregeln ist eine veraltete Bezeichnung im Hundetraining, im modernen Hundetraining nutzen wir die positve Verstärkung, um ein erwünschtes Verhalten zu belohnen und zu generalisieren. Eine starke, vertrauensvolle und respektvolle Zusammenarbeit bringt den gewünschten Erfolg in der Hundeerziehung.“ Jetzt die edogs Academy entdecken!

Hund an die Leine gewöhnen – Tipps

Versuche Deinen Hund nicht nur dann anzuleinen, wenn der Spaß ein Ende hat. Leine ihn auch an, wenn Du mit ihm gemütlich vor dem Fernseher liegst, Du mit ihm in den Garten gehst oder Du ihn mit einem Kommando zum Futterplatz lockst und ihm dort sein Futter gibst.

Das Ziel sollte sein, dass Du Teil seines Vergnügens wirst. Dann merkt der Hund, dass es noch lustiger wird, wenn er auf Dein Rufen sofort reagiert.

Sicher wird es einige Zeit dauern bis Dein Hund versteht, dass Du viel interessanter bist als alles andere. Er muss lernen, dass der Spaß kein Ende hat, weil er jetzt angeleint wird. 

Spielt Dein Vierbeiner mit anderen, dann lasse ihn so lange spielen, bis Du erste Ermüdungserscheinungen bemerkst. Rufe ihn erst dann zu Dir, lobe ihn und lasse ihn wieder los, damit er nicht den Eindruck bekommt, das Spiel ist jetzt vorbei, wenn er zu Dir kommt. Dann gehe los, rufe Deinen Vierbeiner erneut und sei sicher, dass er Dich gehört hat. Wenn er Dir dann folgt, lobe ihn und leine ihn nach ein paar Metern an. Somit hat Dein Hund das Spiel selbst unterbrochen und Du bist nicht der Spielverderber.

Hund läuft an der lockeren Leine

 Beim Training an der Leine sollte Dein Ziel sein, dass Du Teil des Vergnügens wirst.

 

Hund an die Leine gewöhnen – Weitere häufige Fragen

  • Wann mit Leinenführigkeit beginnen? Beginne mit der Leinenführigkeit so früh wie möglich. Mit ersten Übungen kannst Du bereits ab einem Welpenalter von acht Wochen beginnen.
  • Wie gewöhne ich meinen Hund an das Halsband? Lege das Halsband immer dann an, wenn Du etwas Schönes vorhast. Das kann zum Beispiel nur die Fütterung sein, gemeinsames Spiel oder ein Ausflug nach draußen. Ignoriere unbedingt, wenn er versucht dass Halsband loszuwerden, überschütte ihn jedoch mit Lob, wenn er damit aufhört.

Wie gewöhne ich meinen Hund an die Leine?

Versuche Deinen Hund nicht nur dann anzuleinen, wenn der Spaß ein Ende hat. Leine ihn auch in alltäglichen Situationen zuhause an. So wird das Gefühl der Leine am Halsband normal für Deinen Vierbeiner.

Hey, warte noch kurz! Wir haben noch einen Tipp für Dich!

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