Alapaha Blue Blood Bulldog

Der Alapaha Blue Blood Bulldog ist eine seltene Hunderasse aus den USA, die in Deutschland sehr unbekannt ist. Sie hat den typischen Körperbau einer Bulldogge und ist in erster Linie ein Begleit- und Wachhund. Bei der FCI ist der Alapaha Blue Blood Bulldog nicht als eigenständige Hunderasse anerkannt. In den USA ist er besonders bei Gutshofbesitzern und Pferdezüchter beleibt, da er ein großer Wachhund das Gelände beschützt und trotzdem sehr gut mit den Tieren auf dem Hof auskommt.

Alapaha Blue Blood Bulldog im Steckbrief

Steckbrief
Größe: 48-66 cm
Gewicht: 23-45 kg
FCI-Gruppe: nicht anerkannt
Sektion:
Herkunftsland: USA
Farben: verschiedene Kombinationen, Blue-, Brown-, und Red Merle sind gern gesehen
Lebenserwartung: 13 Jahre
Geeignet als: Wach-, Familienhund
Sportarten: Fährtenarbeit, Hoopers, Longieren, THS
Charakter: neugierig, eigenständig, intelligent, folgsam, geduldig, liebevoll, aktiv
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential mittel
Stärke des Haarens gering
Pflegeaufwand: mittel
Fellstruktur: kurz, glatt
Kinderfreundlich: ja, bei guter Erziehung
Familienhund: ja, bei erfahrenen Hundehaltern
Sozial: ja, bei guter Erziehung

Herkunft und Rassegeschichte des Alapaha Blue Blood Bulldog

Alapaha Blue Blood Bulldog liegend Kopf monochrom
Der erste Alapaha Blue Blood Bulldog Rüde hieß Otto.

Der Alapaha Blue Blood Bulldog stammt aus den USA, um genauer zu sein stammt er aus Georgia. Aus seinem Heimatstaat stammt auch ein Teil seines Namens, der Alapaha Blue Blood Bulldog ist nämlich nach dem Alapaha River benannt, der in Georgia liegt. Die Geschichte der Rasse ist sehr gut dokumentiert. Do ist der erste offizielle Alapaha Blue Blood Bulldog ein Rüde namens Otto gewesen, der von Buck Lane gehalten wurde. Dieser war Farmer und wollte für seinen Grund und Boden einen verlässlichen Wachhund, der sich an die Menschen bindet und relativ leicht zu führen ist. So züchtete er aus großen English Bulldogs seinen ersten Alapaha Blue Blood Bulldog. Andere Farmer und besonders einige Pferdezüchter waren von Otto so begeistert, dass sie sich ebenfalls Welpen von Buck Lane holten. Dadurch verbreitete sich der Alapaha Blue Blood Bulldog in den Südstaaten von Amerika besonders schnell.

Da die Zucht jedoch nur nach dem Bedarf der Farmer betrieben wurde, war die Rasse immer noch sehr selten und war kurz vor dem Aussterben. Im Jahr 1979 wurde zum Schutz und für den Erhalt der Rasse die Alapaha Blue Blood Bulldog Association gegründet. Diese legte auch den ersten Standard für die Zucht der Rasse fest und bemüht sich bis heute um steigende Welpenzahlen.

Wie viel kostet ein Alapaha Blue Blood Bulldog Welpe?

Da die Rasse sehr selten ist, sind die Welpen begehrt und haben durchaus einen stolzen Preis, besonders wenn diese eine ausgefallene Farbe besitzen. So kann ein Welpe zwischen 1800 und 2500 Euro kosten.

Wesen & der Charakter vom Alapaha Blue Blood Bulldog

Der Alapaha Blue Blood Bulldog ist ein sehr kräftiger und beeindruckend wirkender Hund. Die Aufgabe der Hunde war es unter anderem, die Farmen und Höfe in den USA zu verteidigen und Besucher zu melden. Daher braucht der Alapaha Blue Blood Bulldog unbedingt eine gute und frühe Erziehung, damit er weiß, was von ihm gefordert wird und was nicht. Der Alapaha Blue Blood Bulldog ist ein intelligenter und folgsamer Hund, der überwiegend von Neugierde und Offenheit getrieben wird.

Mit Kindern und seinen Menschen ist er sehr liebevoll und sucht gerne den Kontakt. Bei Kindern zeigt sich seine Geduld und seine Nervenstärke. Er kann sehr gut in der Wohnung oder einem Haus gehalten werden und wird auch Kuscheleinheiten mit seinen Menschen sehr schätzen, dennoch verbringt er gerne und viel Zeit im Freien. Dies braucht er auch, ob sein Besitzer nun einen Bauernhof hat, wo er den ganzen Tag frei auf dem Gelände laufen kann oder nur sehr viel mit dem sportlichen Hund in die Natur und Spazieren geht, spielt dabei keine Rolle. Der Besitzer sollte sich nur bewusst sein, dass der Alapaha Blue Blood Bulldog Auslauf und viel Zeit braucht. Die Hunde wollen ihren Besitzern gerne gefallen und wären im Ernstfall bereit ihre Familie zu verteidigen.

Aussehen des Alapaha Blue Blood Bulldog

Das Erscheinungsbild des Alapaha Blue Blood Bulldog lässt sofort die Verwandtschaft zu Englischen Bulldog-Hunderassen erkennen. Die Bulldogge gehört zu den mittelgroßen und kräftigen Hunderassen und hat einen gut proportionierten Körperbau. Die Widerristhöhe des Alapaha Blue Blood Bulldog liegt zwischen 48 und 66 cm, dabei bringen die kräftigen Hunde ein Gewicht zwischen 23 und 45 kg auf die Waage. Die großen Schwankungen bei der Größe und dem Gewicht des Alapaha Blue Blood Bulldogs liegen an dem Geschlechtsdimorphismus. Dies bedeutet, die Rüden sind deutlich größer und schwerer als die Hündinnen.

Das Fell der Alapaha Blue Blood Bulldog ist sehr kurz ohne Unterwolle und liegt dicht am Körper an, es sollte gepflegt und glänzend wirken. Bei den Fellfarben sind verschiedene Kombinationen erlaubt, doch besonders schön gelten die Farben Blue Merle, Brown Merle oder Red Merle.

Wie groß ist ein Alapaha Blue Blood Bulldog?

Die Größe des Alapaha Blue Blood Bulldog kann sehr unterschiedlich sein, denn bei der Rasse liegt eine Geschlechtsdimorphismus vor. Dies bedeutet, dass die weiblichen Hunde wesentlich kleiner und leichter als die männlichen Tiere sind. So zeigt der Standard eine Widerristhöhe von 48 bis 66 cm.

Erziehung & Haltung des Alapaha Blue Blood Bulldog – Das gilt es zu beachten

Alapaha Blue Blood Bulldog liegt auf Wiese von vorne fotografiert
Der Alapaha Blue Blood Bulldog ist ein verlässlicher Wachhund.

Die Erziehung des Alapaha Blue Blood Bulldog sollte bereits sehr früh beginnen. Denn nur wenn der aktive Wachhund bereits in seiner Welpenzeit und Junghundezeit alle wichtigen Dingen kennenlernt, wird er im Alltag auch ein verlässlicher Begleiter, der entspannt und selbstbewusst durch jede Situation schreitet. Für die Erziehung sollte sich der Besitzer der Bulldogge ausreichend Zeit nehmen und ausschließlich mit positiver Verstärkung arbeiten.

Denn nur so wird die Alapaha Blue Blood Bulldog motiviert mitarbeiten und schnell alle Grundkommandos lernen.  Allgemein kooperiert die Alapaha Blue Blood Bulldog gerne mit Menschen und eignet sich auch für gewisse Hundesportarten. Hier muss der Besitzer jedoch sehr genau darauf achten, den großen und schweren Hund nicht zu überfordern, da dies sonst schnell auf die Kosten der Gesundheit der Bulldogs gehen kann. Mit einer guten Erziehung wird die Alapaha Blue Blood Bulldogge steht in der Nähe ihrer Menschen bleiben. Dadurch ist ein Freilauf in der Regel kein Problem und mit anderen Tieren, die sie früh kennenlernt, versteht sich die Alapaha Blue Blood Bulldogge normalerweise gut. Sein Besitzer sollte ein selbstsicherer und souveräner Mensch sein, damit der Hund nicht denkt, er müsste seinen Besitzer immer beschützen und dieser könnte keine Entscheidungen treffen. Dadurch ist er kein Anfängerhund. Doch von Aggressivität ist er ebenfalls weit entfernt. Die Grunderziehung des kräftigen Hundes sollte dennoch ernst genommen werden, denn niemand will einen so großen und schweren Hund unkontrolliert herumlaufen haben, selbst wenn dieser kein Problem mit Menschen oder anderen Hunden hat.

Ernährung des Alapaha Blue Blood Bulldog

Obwohl der Alapaha Blue Blood Bulldog einen sehr robusten Magen hat, sollte sein Besitzer Wert auf ein hochwertiges Hundefutter legen. Das Hundefutter sollte als Hautbestandteil Fleisch haben und dies auch deutlich mithilfe der Inhaltsliste zeigen. Dort sollte Fleisch an erster Stelle stehen, denn nur dann ist es der Hauptbestandteil des Hundefutters. Zudem sollte ein hochwertiges Hundefutter immer frei von Getreide oder Soja sein. Diese Füllstoffe finden sich oft in günstigen Futtermarken und können beim Hund starke Unverträglichkeiten und Allergien auslösen.

Ein gutes Futter sollte außerdem dem Alter des Alapaha Blue Blood Bulldog angepasst werden, denn als Junghund braucht er für ein stabiles Knochenwachstum unbedingt bis zu seinem 6. Lebensmonat Futter für Welpen oder ein spezielles Junghundefutter. Im Alter hilft ein Seniorenfutter dem Hund das Herz-Kreislaufsystem zu unterstützen. Diese Funktion erfüllt in der Regel jedes hochwertige Seniorenfutter, welches ab dem 7. Lebensjahr gegeben werden kann. Zusätzlich zu einem hochwertigen Hundefutter sollte der Besitzer einmal die Woche dem Alapaha Blue Blood Bulldog einen Kauartikel, einen Ziemen oder Rinderohren geben. Dies beschäftigt den Hund auf natürliche Weise und hilft der Zahngesundheit des Tieres.

Gesundheit – Lebenserwartung & häufige Krankheiten

Die Alapaha Blue Blood Bulldog ist ein gesunder und robuster Hund, bei dem bisher noch keine Erbkrankheiten bekannt sind. Da die Rasse jedoch sehr kräftig gebaut ist und eine mittlere Größe hat, sollte dennoch auf die typischen Gelenkerkrankungen von großen Bulldoggen geachtet werden. Hier sind vor allem die Ellbogendysplasie und die Hüftdysplasie zu nennen. Zudem sollte der Hund frei atmen können und keine übertriebenen Gesichtsfalten haben. Denn dies sind ebenfalls Probleme, unter denen viele große Bulldoggen leiden, und die auch den Alapaha Blue Blood Bulldog betreffen können.

Mit einer guten Haltung, die dem Hund ausreichend Bewegung und Beschäftigung bietet, sollte die Alapaha Blue Blood Bulldog ein langes und gesundes Leben führen können. Eine Lebenserwartung von rund 13 Jahren ist Standard bei der seltenen Hunderasse. Natürlich sollte auch bei der Wahl des Züchters nur ein vertrauenswürdiger Züchter gewählt werden, der auf die Gesundheit der Elterntiere achtet. Denn wenn die Elterntiere bereits eine Vorerkrankung haben, werden die Welpen kein langes und gesundes Leben führen können.

Wenn der Alapaha Blue Blood Bulldog das Merle-Gen in sich trägt, sollte vor der Zucht getestet werden, ob dieses gesundheitliche Probleme auslöst. Niemals darf ein Züchter Hunde mit Merle-Gen miteinander kreuzen, da es in diesen Fällen zu sehr starken Problemen der Tiere kommt.

Wie alt wird ein Alapaha Blue Blood Bulldog?

Mit einer guten Gesundheit kann der Alapaha Blue Blood Bulldog rund 13 Jahre alt werden. Dabei hängt es sehr davon ab, ob die Elterntiere der Hund gesund waren und wie er gehalten wird.

Pflege des Alapaha Blue Blood Bulldog

Die Pflege des kräftigen Alapaha Blue Blood Bulldog ist recht simpel, da er ein kurzes Fell mit wenig bis gar keiner Unterwolle besitzt. Es reicht vollkommen einmal die Woche über das Fell der Tiere zu bürsten, damit sich lose Haare einfacher lösen.

Mehr Aufwand sind die Schlappohren des Alapaha Blue Blood Bulldog. Diese sollten jeden Tag kontrolliert werden, da in ihnen ein feucht-warmes Klima herrscht, welches die Bildung von Pilzen und Entzündungen fördern kann. Wenn die Ohren stark gerötet sind, der Hund einen Juckreiz hat oder ein deutlicher Belag in den Ohren sichtbar ist, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden. Die Krallen sollte sich der Alapaha Blue Blood Bulldog selbstständig ablaufen, wenn er genügend Auslauf und Bewegung erhält. Weiterer Pflegeaufwand ist bei einem gesunden Hund nur selten notwendig.

Alapaha Blue Blood Bulldog – Aktivitäten und Training

Der Alapaha Blue Blood Bulldog ist ein aktiver Hund, der viel Beschäftigung braucht und einen hohen Bedarf an Bewegung hat. Daher muss sich sein Besitzer darauf einstellen, mindestens dreimal am Tag für jeweils eine oder besser eineinhalb Stunden spazieren zu gehen.

Zusätzlich sollte einmal die Woche ein Hundesport ausgeübt werden. Der Alapaha Blue Blood Bulldog eignet sich sehr gut für die Fährtenarbeit und Hoopers, aber auch Longieren und THS können dem großen Hund Spaß machen. Ein großes Grundstück, auf dem sich der Alapaha Blue Blood Bulldog frei bewegen kann, wäre natürlich ideal, um den Hund die nötige Bewegung und Beschäftigung zu geben. Wer dies nicht leisten kann, sollt mit dem Alapaha Blue Blood Bulldog regelmäßig lange Spaziergänge und Wanderungen unternehmen.

Gut zu wissen: Besonderheiten des Alapaha Blue Blood Bulldog

Der Alapaha Blue Blood Bulldog ist eine extrem seltene Hunderasse, die es außerhalb der USA kaum zu finden gibt. Daher ist es für Liebhaber der Rasse sehr schwer an einen Hund zu kommen. Darüber hinaus ist der Alapaha Blue Blood Bulldog ein anspruchsvoller Hund, er einen selbstbewussten Hundeführer braucht und nicht für Anfänger geeignet ist.

Auffallend ist zudem das meist bunte Fell des Alapaha Blue Blood Bulldog. Dieses ist sehr oft Merle-farbend oder mit einer anderen bunten Färbung. Dadurch wirkt der große und kräftige Hund nochmals freundlicher und offener

Ist der Alapaha Blue Blood Bulldog ein Kampfhund?

Nein, der Alapaha Blue Blood Bulldog ist kein Kampfhund, sondern ein Wachhund und steht auch in keinem Bundesland in Deutschland auf der Liste der gefährlichen Hunde. Es gibt daher keine Haltungsbeschränkungen. Ein Nachweis, dass es sich um einen Alapaha Blue Blood Bulldog handelt und nicht um eine Rasse, die auf der Liste steht ist dennoch sinnvoll, denn der kräftige Hund wird gerne mit anderen Bulldoggen und Molosser-Hunderassen, die auf der Liste stehen, verwechselt.

Nachteile des Alapaha Blue Blood Bulldog

Der Alapaha Blue Blood Bulldog ist ein selbstbewusster Wachhund, der unbedingt einen hundeerfahrenen Besitzer braucht und früh erzogen und sozialisiert werden muss. Ansonsten kann er bereits aufgrund seiner Größe und Kraft schnell Probleme verursachen, selbst wenn der Hund nur zu neugierig ist und nicht hört. Als Wachhund verteidigt er natürlich sein Grundstück und kann ungebetene Besucher melden und sehr deutlich zeigen, dass diese unerwünscht sind. Der Schutz- und Wachtrieb der Alapaha Blue Blood Bulldog sollte dennoch immer unter Kontrolle sein, damit es keine Unfälle auf dem eigenen Gelände gibt. Deshalb ist er nur für erfahrene Hundebesitzer geeignet, die mit Wachhunden umgehen können.

Passt der Alapaha Blue Blood Bulldog zu mir?

Wer sich für einen Alapaha Blue Blood Bulldog entscheidet, sollte sich bewusst sein, was für eine Art Hund diese kräftige Bulldogge ist. Er ist ein passionierter Wachhund und wird selbst in einer kleinen Wohnung seinem Wachtrieb nachgehen. Mit einer guten Erziehung und einer frühen Sozialisierung kann er dennoch ein guter Familienhund sein, denn besonders mit Kindern geht er sehr liebevoll und geduldig um. Sein Besitzer sollte ausreichend Zeit haben, den Hund zu beschäftigen und ihm auch genügend Auslauf bieten. Der kluge Vierbeiner braucht nämlich kontinuierliche Reize von Außen, um ein starkes Nervenkostüm aufzubauen und in jeder Situation ruhig und gelassen zu bleiben.

Die Rasse kann die Streicheleinheiten ihrer Menschen sehr genießen, ist jedoch kein Hund, der nur auf der Couch liegt. Im Gegenteil, er genießt es an der frischen Luft zu sein und hält sich nur im Haus auf, um in der Nähe seiner Menschen zu sein. Am besten würde er auf einem Bauernhof oder einer Farm leben, wo er eine Aufgabe hat und sich frei bewegen kann. In der Stadt ist er denkbar ungeeignet, er würde zwar zurechtkommen, jedoch nicht wirklich glücklich werden.

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