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Hund würgt immer wieder – warum?

von Finia Fischer
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Der Hund würgt wieder einmal. Vielleicht hustet er dabei sogar? Das Würgen muss aber nicht immer durch eine schwere Erkrankung hervorgerufen werden. Es könnte sich in diesem Fall auch um einen natürlichen Schutzmechanismus handeln.

Kommt es häufig vor, dass der Hund würgt, oder treten auch andere Krankheitssymptome wie Husten, Fieber oder Erbrechen auf, sollte der Hund von einem Tierarzt untersucht werden, um die Ursache für das Husten und Würgen abzuklären.

Warum hat der Hund Würgereiz?

Der Hund würgt, wenn ein Fremdkörper im Hals steckt, oder er etwas Unverdauliches gefressen hat. Bei dem Würgereiz handelt es sich um einen natürlichen Schutzmechanismus.

Warum hustet der Hund?

Husten ist nie eine eigene Erkrankung. Es handelt sich immer um ein Symptom, das bei vielen verschiedenen Krankheiten auftritt. Abhängig von dem Auswurf wird zwischen einem feuchten und einem trockenen Husten unterschieden. Bei einem feuchten Husten würgt der Hund Schleim, Entzündungssekret oder Fremdkörper hoch, die sich in den oberen Atemwegen befinden und schluckt den Auswurf wieder ab. Bei trockenem Husten ist kein Auswurf zu erkennen. Das Hustengeräusch klingt heiser.
Husten kann durch Bakterien, Fremdkörpern oder Viren verursacht werden. Zwingerhusten wird zum Beispiel durch ein Zusammenwirken von Viren und Bakterien ausgelöst. Da die Erkrankung hoch ansteckend ist, sollte der Hund gegen Zwingerhusten geimpft werden, um einer Lungenentzündung vorzubeugen.
Husten tritt aber auch auf, wenn über die Nase oder den Rachen Fremdkörper in die Luftröhre eingedrungen sind. Dabei kann es sich um Grannen, Haare oder auch Futterbestandteile handeln. Das Epithel mit den Flimmerhärchen, das sich in der Luftröhre befindet, wird gereizt. Ein Hustenreflex wird ausgelöst. Kann der Fremdkörper durch den Husten nicht ausgestoßen werden, muss er von einem Tierarzt mit einem Endoskop entfernt werden.
Starker Husten tritt häufig gemeinsam mit Würgen auf. Lässt der Hustenreiz nach, würgt der Hund aufgrund der Anstrengung noch Schleim hoch.
Bei einer Futtermittelunverträglichkeit sondern die Schleimdrüsen im Magen vermehrt Schleim ab. Der Hund würgt, um den Schleim auszuscheiden.

Woran kann es liegen, wenn der Hund würgt?

Der Hund hat etwas Unverdauliches gefressen und produziert zu viel Magensäure. Viren und Bakterien verursachen eine Entzündung. Der Hund würgt und hustet.

Symptome und Diagnose, wenn der Hund würgt

Würgen hat viele verschiedene Ursachen, nicht immer muss es sich um eine Krankheit handeln.

Symptome, wenn der Hund würgt

Ist das Würgen mit Übelkeit verbunden, sondert der Hund verstärkt Speichel ab. Er schluckt mehrmals und senkt dann den Mund gegen den Boden. Der Mund ist weit geöffnet. Der Hund beginnt unter lauten Geräuschen zu würgen. 
Ist der Hals trocken, würgt der Hund mehrere Male. Eine Ausscheidung ist nicht zu erkennen. Lässt das trockene Würgen nicht innerhalb kurzer Zeit wieder nach, könnte es sich um eine Vergiftung oder einen Fremdkörper in der Speiseröhre handeln. In diesem Fall sollte der Hund sofort einem Tierarzt vorgestellt werden. 
Erbricht der Hund kurz nach dem Würgen, sollte das Erbrochene auf Fremdkörper oder Beimengungen von Blut untersucht werden. Eine rote Farbe deutet immer auf Verletzungen der Speiseröhre oder eine starke Entzündung der Magenschleimhaut hin.
Ist das Würgen mit einem starken Brechreiz verbunden, versucht der Hund zu erbrechen. Gelingt ihm das nicht, zieht er Luft, um das Erbrechen auszulösen. Er atmet dabei zwischen den Würgeanfällen heftig ein.
Tritt gleichzeitig mit dem Würgen eine Atemnot auf, sind die Schleimhäute des Hundes blau verfärbt. Er ringt mit offenem Mund nach Luft. Es besteht der Verdacht auf einen Fremdkörper. 
Tritt das Würgen vor allem am Morgen auf und erbricht der Hund danach schaumigen Schleim, handelt es sich wahrscheinlich um eine Gastritis. Eventuell hat sich eine zu große Menge an Magensäure gebildet und reizt den Magen. 

Muss man wegen Würgen zum Tierarzt?

Hält das Würgen länger an, sollte der Hund immer von einem Tierarzt untersucht werden, um die Ursachen abzuklären.

Hund krank

Hält das Würgen länger an, sollte der Hund immer von einem Tierarzt untersucht werden, um die Ursachen zu klären.

Wenn der Hund würgt, sollte eine genaue Diagnose gestellt werden.

Um die Ursachen für das Würgen abzuklären, untersucht der Tierarzt den Hund. Er tastet den Hals ab und versucht auch, einen Hustenreiz auszulösen. Besteht der Verdacht auf einen Fremdkörper, wird ein Röntgenbild angefertigt. Um auch Fremdkörper aus Kunststoff oder Grannen nachzuweisen, erfolgt eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung. Mit einem großen Blutbild werden Entzündungssymptome abgeklärt. 
Besteht der Verdacht auf eine Überproduktion von Magensäure, wird über ein Endoskop eine Probe der Magensäure entnommen und eventuell eine Magenbiopsie durchgeführt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten von Husten und Würgen gibt es?

Fremdkörper werden entfernt. Medikamente beruhigen Schleimhäute und lindern Würgen und Husten.

Therapie gegen Husten und Würgen des Hundes

Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung. In den meisten Fällen werden das Würgen und der Husten symptomatisch behandelt. Der Hund erhält schleimlösende Medikamente. Ist die Magenschleimhaut entzündet, benötigt der Vierbeiner Infusionen und Medikamente, die die Produktion der Magensäure verringern.
Bei einer Tonsillitis erhält der Hund Antibiotika. Sind die Mandeln zu stark vergrößert, sollten diese bei einem chirurgischen Eingriff entfernt werden. 
Fremdkörper werden mit einem Endoskop oder bei einer Operation unter Narkose entfernt.
Bei einer Futtermittelunverträglichkeit oder einer Futtermittelallergie sollte eine Umstellung des Futters erfolgen. 

Kann man Würgen mit alternativen Heilmethoden behandeln und mit welcher?

Colostrum, Propolis und andere Immunbooster stärken das Immunsystem. Homöopathischer Globuli verringern die Schleimbildung.

Alternative Therapien

Augentrost-Tee (Euphrasia) wirkt beruhigend auf die Magenschleimhaut. Cocculus D6 verringert die Übelkeit. Ipecacuanha C30 lindert Husten und Würgen. Bei Vergiftungen erhält der Hund unterstützend Nux vomica D6.

Wie kann man dem Würgen vorbeugen?

Gesundes Hundefutter, Bewegung, Vermeidung von Stress und Immunbooster stärken das Immunsystem und verhindern Würgen.

Immunbooster für Hunde

Wenn der Hund würgt, sollte das Immunsystem mit Immunboostern gestärkt werden. Kapuzinerkresse und getrocknete Meerrettichwurzel töten Bakterien und Viren ab und stärken das Immunsystem. Propolis verringert Entzündungen. Colostrum enthält Abwehrstoffe, die sich positiv auf das Immunsystem auswirken.
Zusätzlich sollte der Hund immer artgerechtes Futter und genügend Beschäftigung und Bewegung erhalten. Stress sollte vermieden werden.

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