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GPS bei Hunden – Sinnvoll oder nicht?

von Michael Hein
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GPS beim Hund – wie sinnvoll ist das? Immer wieder sieht man Hunde mit GPS-Tracker. Für den Besitzer ist jede Minute, in der der vierbeinige Partner verschwunden ist, eine quälende Belastung. Ein GPS-Tracker, der an deinem Hund befestigt ist, kann daher enorm hilfreich dabei sein, deinen verlorenen Hund schnell wieder zurück nach Hause zu bringen. Wie ein GPS-Tracker für Hunde genau funktioniert, welche Vor- und Nachteile es gibt und wie hoch die Kosten ausfallen, erklären wir Dir in diesem Artikel.

Was kann ein GPS-Tracker bei dem Hund leisten?

Mehrere Tausend Hunde pro Jahr gehen verloren und können leider in vielen Fällen nicht wieder aufgefunden werden. Durch verschiedenste Umstände kann es dazu kommen, dass der geliebte Vierbeiner verloren geht. Ob das aus einer Angstreaktion des Hundes vor etwas geschieht, ihn sein ausgeprägter Jagdtrieb dazu ermuntert, blindlings hinter einer vermeintlichen Beute in den Wald zu verschwinden oder ein anderes, schlimmes Szenario eintritt – das Wiederfinden des Hundes hat nun oberste Priorität. Für den Besitzer ist jede Minute, in der der vierbeinige Partner verschwunden ist, eine quälende Belastung.

Der GPS-Sender, der am Halsband des Hundes befestigt wird, bestimmt über die Kommunikation mit Satelliten die genaue Position des Hundes. Der Hundehalter kann über eine App oder ein externes Handgerät die Daten des GPS-Senders empfangen und somit den genauen Standort seines Hundes abrufen. Geht der Hund verloren, so kann auf diese Art und Weise recht einfach und zuverlässig herausgefunden werden, wo sich der Hund gerade befindet.

Gerade bei ängstlichen Hunden, die dazu neigen wegzulaufen, oder aber auch bei Hunden mit starkem Jagdtrieb, die gerne ausbüxen, um einer Beute nachzujagen, eignen sich solche GPS-Geräte zum Tracking gut, um stress- und angstfrei mit dem Hund spazieren gehen zu können. Die Gewissheit, dass ein schnelles Auffinden des Vierbeiners problemlos möglich ist, beruhigt viele Leute.

Leider ist auch der Diebstahl von Hunden keine Seltenheit. Gerade teure Rassehunde geraten häufig ins Visier von Hundedieben. Ist der GPS-Tracker klein und bleibt vielleicht eine Weile von den Dieben unentdeckt, so kann durch das Tracking vielleicht schlimmeres verhindert werden.

Was kann ein GPS-Tracker bei Hunden?

Die Gewissheit, den Hund jederzeit per GPS aufspüren zu können, bietet vielen Besitzern ein großes Maß an Sicherheit. Gleichzeitig können Spazierwege aufgezeichnet werden oder eine virtuelle Grundstücksgrenze gesetzt werden, die den Halter per Alarm über ein Verlassen des Grundstückes informiert.

GPS-Tracker bei Hunden – So funktioniert’s

Durch das Navigationssystem des Autos ist das Prinzip des GPS-Systems bereits vielen Personen geläufig. Aber auch beim Hund kann dieses System wichtige Dienste leisten. Ein GPS-Tracker empfängt Signale von mindestens vier Satelliten auf einmal, wodurch der Tracker seine eigene Position samt genauer Koordinaten genau bestimmen kann. Diese Position wird dann an ein Empfangsgerät übermittelt und auf diesem sichtbar.

Die Übermittlung geschieht meist über das normale Mobilfunknetz, welches in Deutschland flächendeckend ausgebaut ist. Wer daher eine App für die Positionsbestimmung seines Hundes nutzt, kann dies meist über seinen normalen Mobilfunktarif tun und abrechnen.

Entscheidet man sich für die Nutzung eines GPS-Systems, so wird entweder ein separater Sender am Halsband des Vierbeiners befestigt oder der Hund mit einem vorgefertigten GPS-Halsband ausgestattet. Der Halter kann nun für sich entscheiden, ob er die Verbindung zum GPS-Tracker über eine App vornimmt, die auf dem Smartphone installiert wird oder ob er ein externes Handgerät nutzen möchte. Wer ohnehin ein Smartphone im täglichen Gebrauch hat, der hat dieses vermutlich bei einem Spaziergang mit dem Hund bei sich und kann daher bequem auf die entsprechende App zugreifen.

Das externe Handgerät eignet sich daher in jenen Fällen, wo kein Smartphone vorhanden ist. Zusätzlich kann meist auch über eine Website mit entsprechenden Login-Daten die Position des Hundes in einem Browser eingesehen werden. Geht der Hund nun verloren, so ist sein Standort leicht abrufbar und der Vierbeiner kann relativ problemlos wieder aufgefunden werden.

Bei der Auswahl des richtigen Gerätes sollte darauf geachtet werden, dass dieses recht klein und leicht ist und den Hund nicht einschränkt. Ein gewisser Schutz vor Schmutz und Wasser ist ebenfalls wichtig, damit die Technik nicht den Geist aufgibt, wenn der Hund ein Gewässer durchquert oder auf schlammigen Strecken querfeldein unterwegs ist. Auch die Technik des GPS-Trackers sollte reichweitenstark sein und die Akkulaufzeit mindestens zwei Tage betragen.

Wie funktioniert ein GPS-Tracker für Hunde?

Der GPS-Tracker liefert über die wechselseitige Verbindung mit mehreren Satelliten eine genaue Position, die anschließend an ein mit dem Tracker verbundenes Endgerät gesendet wird.

Unterschied zwischen einem GPS-Gerät und einem Peilsender für Hunde

Finnischer Laufhund im Auslauf

GPS-Gerät und Peilsender für Hunde funktionieren unterschiedlich.

Viele Menschen setzen einen GPS-Tracker mit einem Peilsender für Hunde gleich. Beide Geräte arbeiten jedoch auf unterschiedliche Arten und Weisen, weshalb anhand der Vor- und Nachteile beider Systeme eine fundierte Kaufentscheidung getroffen werden sollte.
Ein GPS-Gerät orientiert sich bei der Ortung seines eigenen Standpunktes an realen Koordinaten, die auch als solche an das verbundene Gerät übermittelt werden. Ein Peilsender hingegen sendet wiederholt ein eigenständiges Signal, das von einem dazugehörigen Empfänger aufgefangen wird. Die Verwendung eines GPS-Systems ist zudem meist unkomplizierter und auch für Laien leicht zu managen, wohingegen die Benutzung und das Aufspüren des verlorenen Tieres mithilfe eines Peilsenders etwas Übung erfordern kann. Zudem ist die Reichweite eines Peilsenders meist sehr eingeschränkt. Ist der Hund über den Radius, den der Peilsender überwinden kann, bereits hinaus, so besteht erst wieder die Chance auf ein Signal, wenn sich Peilsender und Empfangsgerät innerhalb des Empfangsradius befinden.

Ein Vorteil des Peilsenders ist jedoch, dass er auch in geschlossenen Räumen funktioniert, was bei einem GPS-Tracker für Hunde meist nicht der Fall ist. Befindet sich der Hund nach seinem Verlust also in einem abgeschlossenen Raum, wird der GPS-Tracker nur den letzten ermittelten Standort unter freiem Himmel angeben. Dies kann zwar ein nützlicher Anhaltspunkt sein, ist aber dennoch keine endgültige Sicherheit zur Bestimmung des derzeitigen Aufenthaltsortes.

Kann man einen Hund orten, wenn er gechipt ist?

Der Chip des Hundes hat nichts mit einer Ortung zu tun. Ein gechipter Hund kann lediglich seinem Halter zugeordnet werden, wenn er durch jemand anderen gefunden worden ist und ein Tierarzt den Chip ausliest. Die Ortung ist jedoch nur mit einem GPS-Tracker oder einem Peilsender möglich.

Vor- und Nachteile eines GPS-Trackers

Vorteile:

  • Die durch den GPS-Tracker vermittelte Sicherheit kann eine große Last von einem ängstlichen Hundehalter nehmen und Stress vermeiden. Stress sollte kein täglicher Begleiter Deines Hundespazierganges sein, da er sowohl für Dich als auch für Deinen Hund nicht förderlich ist. Hunde spüren unser Befinden und lassen sich dadurch leicht anstecken. Ein gestresster Hund neigt auch eher dazu, in einer ernsten Situation wegzulaufen. Somit könnte der GPS-Tracker und die durch ihn entstehende Ruhe und Sicherheit bei Mensch und Tier einen Teufelskreis unterbrechen.
  • Die Handhabung eines solchen GPS-Trackers ist recht simpel und auch für Laien oder weniger technikaffine Menschen leicht verständlich.
  • Im Falle einer Verletzung des Vierbeiners kann es wichtig sein, den Hund möglichst schnell zu finden und behandeln zu können. Durch einen GPS-Tracker wird ein solches schnelles Auffinden meist erst wirklich möglich, da auch Hunde, die sich aus Angst im Unterholz verstecken, so gut geortet werden können.
  • Mit einem GPS-Tracker besteht neben der Ortung in Echtzeit bei Verlust die Möglichkeit, einen virtuellen Bereich für den Hund einzurichten. Dieser kann beispielsweise die Grenzen des Grundstückes umfassen. Verlässt der Hund seine Reichweite, so wird ein Alarm in Echtzeit an die App oder per SMS an das Empfangsgerät gesendet.
  • Ein moderner GPS-Tracker kann nicht nur dann nützlich sein, wenn der Hund verschwunden ist. Einige Trackingsysteme zeichnen auch die Aktivität und die gelaufene Route des Hundes auf und stellen die Daten für den Halter übersichtlich in einer App dar. So können gemeinsame Touren ausgewertet und verglichen werden und sogar Rückschlüsse auf die Gesundheit des Tieres gezogen werden.
Friesischer Wasserhund im Auslauf

Ein guter GPS-Tracker für Hunde kann teuer werden.

Nachteile:

  • Ein guter und hochwertiger GPS-Tracker kann mitunter recht teuer werden. Wichtig zu wissen ist für den Verbraucher an dieser Stelle, dass die meisten GPS-Systeme für Hunde mit einem Abo einhergehen, welches laufende Kosten verursacht, die zusätzlich zum einmaligen Kaufpreis anfallen.
  • Sehr kleine Hunderassen könnten durch das an ihnen befestigte Gerät in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Selbst die kleinsten und leichtesten Geräte, die nur rund 50 Gramm wiegen, können Rassen wie beispielsweise den Chihuahua, der Pekinesen, den Malteser und weitere kleine Hunderassen schon die Bewegungsfreude berauben.
  • Die Akkulaufzeit eines GPS-Trackers sollte beim Kauf immer beachtet werden. Ist diese sehr niedrig und das Gerät muss beispielsweise alle zwei Tage neu geladen werden, kann dies mitunter sehr nervig für den Hundehalter werden. Zudem kann es in diesem Fall häufiger dazu kommen, dass das Aufladen vergessen wird und der Tracker im Falle eines Verlustes des Hundes nicht seine Arbeit tun kann, was überaus ärgerlich wäre und den Sinn der Anschaffung sicherlich weit verfehlen würde.
  • In abgelegenen Bereichen mit schlechtem Mobilempfang kann es zu Störungen beim Empfang der GPS-Position kommen, da die Ortung über das Mobilfunknetz funktioniert.

Was sind die Vor- und Nachteile bei einem GPS-Tracker für Hunde?

Das sichere Aufspüren und die einfache Handhabung stellen die größten Vorteile eines solchen Trackers dar. Ein zu großes oder zu schweres Gerät kann sich nachteilig auf die Bewegung des Hundes auswirken, ebenso wie eine schlechte Benutzerfreundlichkeit die Arbeit mit dem Gerät erschweren kann. Dieser Faktor kann durch genau Recherche jedoch gut eliminiert werden.

GPS-Tracker für Hunde – Kosten

Grundsätzlich hängt der Preis eines GPS-Trackers für Hunde von der Qualität des jeweiligen Systems ab sowie von den Features, die der Hersteller sonst noch anbietet und mitliefert. Die meisten Tracker werden nur in Verbindung mit einem Abonnement angeboten, das die Nutzung der App oder des Webportals und die Lieferung einer SIM-Karte miteinschließt. Diese Kosten kommen zu den einmaligen Anschaffungskosten des Trackers dazu. Die meisten Hersteller verlangen Abo-Kosten von durchschnittlich 3-4 Euro im Monat. Der einmalig zu leistende Anschaffungspreis eines Trackers liegt grob zwischen 30 und 50 Euro, wobei es auch deutlich teurere Tracker gibt. Wenn Du einen Tracker kaufen willst, solltest Du auf die individuellen Bedürfnisse Deines Hundes achten.

Wie teuer ist ein GPS-Sender für Hunde?

Der einmalige Anschaffungspreis eines GPS-Trackers liegt ungefähr zwischen 30 und 50 Euro. Hinzu kommen bei vielen Trackern monatliche Kosten von rund vier Euro für die Nutzung von Weboberflächen und die SIM-Karte im Mobilfunknetz.

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