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Anti-Bell-Halsband für Hunde

von Michael Hein
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Lautes und anhaltendes Hundegebell kann die menschlichen Nerven stark strapazieren, aber das Bellen gehört zu den normalen Kommunikationsmitteln jedes Hundes. Eine mögliche Lösung ist in diesem Fall ein Anti-Bell-Halsband für Hunde. Wir erklären, was es damit auf sich hat, welche Vor- und Nachteile es bei Anti-Bell-Halsbändern gibt und welche Eigenschaften besonders wichtig sind.

Natürlich muss nicht immer gleich ein Anti-Bell-Halsband her, denn das natürliche Verhalten zu unterdrücken, löst das Problem nicht. Schließlich kann das Gebell ein Anzeichen für Gefahr sein, und der Hund sollte nicht davon abgehalten werden, seine angeborene Aufgabe als Beschützer zu erfüllen. Manchmal ist aber auch Langeweile der Auslöser: Ein Vierbeiner, der zu oft allein sein muss oder zu wenig Beschäftigung bekommt, äußert seinen Unmut lautstark. Ebenso können Angst, Stress oder Schmerzen die Ursache für häufiges Gebell sein. Vielleicht ist der Hund auch nur freudig erregt, wenn Herrchen oder Frauchen nach Hause kommt.

Sind Antibellhalsbänder sinnvoll?

Ein Anti-Bell-Halsband kann als Hilfe bei der Erziehung dienen, um dem Hund in bestimmten Situationen das Bellen abzugewöhnen. Es entfaltet aber nur unterstützende Wirkung und darf den Vierbeiner nicht rund um die Uhr begleiten.

Anti-Bell-Halsband für Hunde – Verschiedene Arten und Einsatzmöglichkeiten

Ein Anti-Bell-Halsband kann das Bellen kurzfristig verhindern, aber bekämpft die Ursache nicht. Deshalb sollte es nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen, um unerwünschte Laute in ganz bestimmten Situationen zu unterbinden. Daneben kann es als sinnvolles Hilfsmittel bei einer Anti-Bell-Erziehung dienen. Wer einen ruhigen Hund haben möchte, sollte am besten schon im Welpenalter mit pädagogischen Mitteln und viel Geduld darauf hinwirken, dass sein Vierbeiner überflüssige Lautbekundungen unterlässt. Hundehalter, die ihren Liebling frühzeitig trainieren, können sich später über einen angenehmen Zeitgenossen freuen, der ohne Halsband ruhig bleibt. Es gibt die klassischen Anti-Bell-Trainer, die dem Hund als Erziehungshalsband umgelegt werden und seinem Bellimpuls entgegenwirken. Diese Halsbänder springen auf die Vibration der Stimmbänder oder die ersten Laute an. 

Inzwischen kann man auch Ferntrainer auf dem Markt kaufen, bei denen das Signal über eine Fernbedienung ausgelöst wird. Der Halter kann also selbst entscheiden, wann er eingreift und wann er den Hund bellen lässt. Für Ferntrainer bieten sich noch weitere Einsatzmöglichkeiten, so lassen sich damit auch gefährliche Situationen umschiffen. Der Hund kann etwa zurückgepfiffen werden, bevor er etwas Giftiges frisst oder vor ein Auto läuft.

Anti Bell Halsband Hund

Ein Anti-Bell-Halsband kann das Bellen kurzfristig verhindern, aber bekämpft die Ursache nicht.

Signalarten bei Anti-Bell-Halsbändern: Strom, Vibration, Spray und Ultraschall

Klassische Systeme, die im Ausland noch heute weit verbreitet sind, arbeiten mit Strom. Sobald der Hund bellen will, bekommt er einen Elektroschock. Halsbänder mit Strom sind in Deutschland seit 2006 verboten, weil sie dem Hund Schmerzen zufügen und zu Aggressionen und Angstzuständen führen können. Aber Anti-Bell-Halsband und Tierschutz müssen sich nicht generell ausschließen, zum Glück gibt es inzwischen sanftere Methoden.

Schonend wirkt zum Beispiel ein Anti-Bell-Halsband mit Spray, das auf den Bellimpuls mit einem kleinen Spritzer reagiert. Es handelt sich um harmlose Flüssigkeiten, die weder Hunden noch Menschen schaden. Ebenfalls schmerzfrei arbeitet ein Anti-Bell-Halsband mit Vibration. Der Hund fühlt jedes Mal, wenn er bellen möchte, einen Vibrationsimpuls und lernt mit der Zeit, diesen als Aufforderung zur Ruhe zu verstehen. Weiterhin gibt es Ultraschall-Halsbänder, die beim ersten Belllaut einen hohen, unangenehmen Ton von sich geben, den nur Hunde, aber nicht Menschen hören können.

Wie funktioniert ein Anti-Bell-Halsband?

Ein Anti-Bell-Halsband sitzt an den Stimmbändern des Hundes und reagiert auf das Vibrieren der Stimmbänder beim Bellen oder auf den ersten Belllaut. Je nach Modell erzeugt es dann eine Vibration, versprüht eine Flüssigkeit oder sendet einen hohen Ton auf einer Ultraschallfrequenz.

Vor- und Nachteile der Anti-Bell-Halsbänder

Ein Gerät mit Ultraschall hat den Vorteil, dass das Signal für den Menschen unhörbar ist. Ein Nachteil ist allerdings, dass nicht nur das Bellen, sondern eventuell auch ein Umgebungsgeräusch das Signal auslösen kann. Dies verwirrt den Hund, und der Erziehungseffekt kann sich nicht einstellen. 

Ein Anti-Bell-Halsband mit Vibration kann unter Umständen schon durch eine Bewegung des Hundes ausgelöst werden, sodass der Vierbeiner nicht verstehen kann, welches Verhalten er unterlassen soll. Vorteilhaft an Vibrationshalsbändern ist jedoch, dass die Vibration bei ordnungsgemäßer Funktion nur spürbar ist, wenn der Hund bellt oder gerade erst gebellt hat. Bleibt er länger still, hört auch das Halsband auf zu vibrieren. 

Ein Anti-Bell-Halsband mit Spray ist für den Hund am wenigstens unangenehm und lässt sich relativ gezielt einsetzen. Nur wenn der Hund den Kopf ruckartig zur Seite dreht, kann das Sprühtröpfchen ihn verfehlen. Im Übrigen sind Sprays ein einfaches und günstiges Mittel, um eine dauerhaft wirksame Anti-Bell-Hundeerziehung zu unterstützen.

Hund mit Anti-Bell-Halsband

Halsbänder mit Strom sind in Deutschland seit 2006 verboten, weil sie dem Hund Schmerzen zufügen und zu Aggressionen und Angstzuständen führen können.

Das Anti-Bell-Halsband richtig anlegen

Beim Anlegen von einem solchen Erziehungshalsband kommt es darauf an, dass es genau an der dünnsten Stelle des Halses aufliegt. Wird es an einer dickeren Stelle angebracht, kann es verrutschen, sodass kein Kontakt mehr zur Haut besteht. Ohne Hautkontakt kann ein typisches Anti-Bell-Halsband aber seine Wirkung nicht entfalten. Grundsätzlich wird das Halsband zum Training etwas enger geschnürt als ein alltägliches Leder- oder Nylon-Hundehalsband. Da Hunde einen härteren Hals haben als Menschen, ist dabei keine übermäßige Vorsicht nötig. Nur darf das Halsband natürlich nicht schmerzhaft in die Haut einschneiden oder den Hund sogar beim Atmen beeinträchtigen. Falls das Halsband gar nicht fest sitzen möchte, hilft es eventuell, einen schmalen Streifen Fell abzurasieren, um es dort anzupassen.

Ein Anti-Bell-Halsband ist nur als eine Hilfe in der Hundeerziehung zu verstehen, deshalb sollte der Hund es nicht dauerhaft tragen, sondern jeweils nur für überschaubare Zeiträume. Vielleicht wird er anfangs täglich für zwei Stunden damit trainiert, später braucht er das Training nur noch einmal wöchentlich einen kleinen Auffrischungskurs. Nach einer Weile wird er auch ohne Halsband in bestimmten Situationen das Bellen einstellen.

Wie kann ich meinem Hund das Bellen abgewöhnen?

Bei akutem Dauergebell empfiehlt es sich, den Hund durch Streicheln und Massieren zu beruhigen und mit Konzentrationsübungen abzulenken. Langfristig kann eine Kombination aus Anti Bell Halsband, Leckerli und Spielzeug den Vierbeiner zu einem ruhigeren Zeitgenossen erziehen.

Eigenschaften, die ein Anti-Bell-Halsband haben sollte

Den größtmöglichen Komfort für den Hund bietet ein kleines, kompaktes Halsband, dessen geringes Gewicht er kaum spürt. Da Hunde gern planschen und spontan in Pfützen springen, landet gelegentlich ein Anti-Bell-Halsband im Wasser. Es sollte daher ein wasserdichtes und tauchfestes Modell sein. Eine ausreichende Herstellergarantie verspricht gute Qualität und lange Haltbarkeit. Das Halsband muss für einen optimalen Sitz nach den Maßen des Hundes ausgewählt werden. Welpen passt ein spezielles Anti-Bell-Halsband für kleine Hunde.

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