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Hund im Zug – Offizielle Regelungen & Tipps zur Vorbereitung

von Felix Ortmann
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Du möchtest Urlaub mit Deinem Hund machen? Warum dann nicht mit der Bahn reisen? Bei einer Zugfahrt kannst Du Dich entspannt um Deinen Vierbeiner kümmern. Allerdings gibt es dabei ein paar Dinge vor der Reise zu beachten. Wir haben für Dich die wichtigsten Fakten zusammengestellt, die Du berücksichtigen solltest, wenn Du Deinen Hund im Zug mitnehmen willst. 

Hund im Zug: Braucht mein Hund ein Ticket?

Natürlich ist es gestattet mit Deinem Hund im Zug zu fahren. Allerdings gibt die Deutsche Bahn ein paar Regeln vor, an die Du Dich halten solltest. Ob Hund ein Ticket für die Fahrt benötigen, hängt von ihrer Größe ab. Ist Dein Hund so klein, dass er in einer Transportbox beziehungsweise Tasche transportiert werden kann, musst Du kein Ticket kaufen. Alle anderen Hunde benötigen ein Ticket.

Doch warum braucht Dein Hund ein Hundeticket? Das hat letztendlich auch etwas mit der Sicherheit Deines Vierbeiners zu tun. Muss der Zug zum Beispiel mal scharf bremsen und ein Koffer fällt aus der Ablage direkt auf Deinen Hund, ist er diesem Fall versichert.

Für Hunde gibt es keine extra Tickets. Du musst für Deinen vierbeinigen Reisebegleiter ein Ticket für Kinder von 6-14 Jahren kaufen, das ohne Begleitung verreist. Laut Bahn muss man sich dieses Ticket per Post zusenden lassen oder im Reisebüro beziehungsweise am Automaten kaufen. Aus eigener Erfahrung akzeptieren Schaffner aber auch Online- oder Handytickets.

Übrigens: Blinden– und Begleithunde fahren kostenlos mit der Bahn und sind von der Maulkorbpflicht befreit. Für das Ausland und andere Bahngesellschaften gelten oftmals andere Regeln. Informiere Dich vorher rechtzeitig, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Hund im Zug: Fellnase sitzt im Zug mit seinem Herrchen

Für Deinen vierbeinigen Reisebegleiter musst Du ein Ticket für Kinder von 6-14 Jahren kaufen, das ohne Begleitung verreist.

Sind Hunde im Zug erlaubt?

Ja, Hunde dürfen auch mit dem Zug fahren, allerdings musst Du einige Regeln beachten. Der Hund muss allerdings einen Maulkorb tragen, angeleint sein und braucht ein eigenes Ticket.

Reisen mit Hund im Zug: Regelungen im Überblick

Standardregeln für das Reisen mit dem Hund im Zug

  • Hunde müssen immer neben, unter oder vor Deinem Sitzplatz sitzen. Somit ist eine Sitzplatzreservierung für Hunde nicht nötig.
  • Ein Hund, der nicht in einer Transportbox ist, muss angeleint sein und einen Maulkorb tragen.
  • Lediglich Blindenführ- und Begleithunde dürfen kostenlos mit der Bahn reisen, wenn im Schwerbehindertenausweis der Vermerk „B“ steht. Auch der Maulkorb ist für Blindenführhunde und andere Begleithunde nicht verpflichtend.

Nahverkehr

Für eine Fahrt mit der Regionalbahn brauchen alle Hunde, die größer als Hauskatzen sind, ein eigenes Ticket. Bei Ländertickets muss der Vierbeiner wie eine erwachsene Person behandelt werden. Man muss also für vier Menschen und einen Hund ein Ticket für fünf kaufen und in der Zeile für den Namen den Begriff „Hund“ eintragen. Bei regionalen Angeboten ist es wichtig, sich beim Anbieter vorher zu informieren, welches Ticket benötigt wird. Wichtig ist es, den Maulkorb für den Zug nicht zu vergessen.

Hund im Zug unterwegs

Ist ein Hund größer als eine Hauskatze, benötigt er auch ein Zugticket.

Fernverkehr

Grundsätzlich brauchen kleine Hunde (Größenordnung: Katze) kein Ticket. Ist der Hund jedoch größer als eine Hauskatze, benötigt er auch ein Ticket. Es reicht allerdings eine Kinderfahrkarte für Kinder von 6-14 Jahren aus. Wählen sie außerdem „ohne Begleitung“ bei der Bestellung des Tickets aus. Kinderfahrkarten gibt es an allen bekannten Verkaufsstellen für Bahnfahrkarten. Die Bedingung ist jedoch, dass es ein gedrucktes Ticket ist. Ein Online- bzw. Handy-Ticket ist für Hunde nicht zugelassen.

Kleine Tiere reisen kostenlos

Alle Haustiere die nicht größer als eine Katze und ungefährlich sind, dürfen in einer Transportbox, einem Käfig oder einer speziellen Tragetasche für Tiere kostenlos mitgenommen werden. Wichtig ist, dass das Behältnis gut verschlossen ist und unter den Sitz bzw. auf die Ablage über dem Sitz passt. Fremde Personen und Sachen dürfen dabei nicht beeinträchtigt werden.

Internationaler Verkehr

Im internationalen Verkehr gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie im Nah- und Fernverkehr. Das bedeutet, dass kleine Tiere kostenlos mitreisen dürfen, sich aber in einer Transportbox befinden müssen. Größere Hunde brauchen ein Ticket und einen Maulkorb und müssen an die Leine. Der Fahrpreis für das Ticket beträgt 50% das Spar- oder Flexpreises für Erwachsene. Dazu wählt man ein Kinderticket für Kinder von 6-14 Jahren, die ohne Begleitung reisen aus und bestellt es per Post oder kauft es am Schalter oder Reisezentrum.

Besondere Regelungen gelten für Reisen nach Österreich, Italien und in die Schweiz, denn dort dürfen die Transportbehälter für Kleintiere nicht größer als 70x30x50cm sein. Größere Transportboxen sind wiederum kostenpflichtig. Haustiere sind nicht zugelassen bei Reisen nach Großbritannien, Nordirland, Republik Irland und Norwegen sowie mit den IC Bussen.

Sonderbedingungen gelten außerdem für Fahrten innerhalb anderer Länder, in Nachtzügen und bei Globalpreisen. Informationen erhältst du über die Reisezentren der Deutschen Bahn. Bei Reisen in andere Länder müssen außerdem die tierseuchenpolizeilichen Vorschriften beachtet werden. Das heißt, dass man sich über Schutzimpfungen informieren und den Impfpass jederzeit mitführen muss. Dein Tierarzt wird dir dazu Auskunft geben können.

Hund im Zug liegt auf dem Boden

Hunde müssen immer neben, unter oder vor Deinem Sitzplatz sitzen. Somit ist eine Sitzplatzreservierung für Hunde nicht nötig.

Hund im Zug: Welche Kosten fallen an?

Für Hunde müssen 50% des Preises eines Erwachsenen-Tickets bei der Deutschen Bahn bezahlt werden. Das bedeutet, dass die Hunde ein Ticket für Kinder ohne Begleitung von 6-14 Jahren brauchen. Bei regionalen Angeboten gibt es wiederum spezielle Regelungen, so muss der Hund bei einem Länderticket als vollwertige Person dazugerechnet werden. Tiere in der Größe einer Hauskatze sowie Begleit- und Blindenführhunde (Schwerbehindertenausweis mit Vermerk „B“ ist mitzuführen) dürfen kostenlos mit der Bahn fahren.

Was kostet ein Hund im Zug?

Ein Kinderticket für Kinder ohne Begleitung von 6-14 Jahren muss für den Hund erworben werden. Über die Regelungen regionaler Angebote musst Du Dich beim Anbieter informieren.

Zug fahren mit dem Hund – Mit oder ohne Maulkorb?

Außerdem gilt natürlich auch im Zug eine Leinenpflicht. Es gibt viele Menschen, die Angst vor Hunden haben. Dabei muss man Rücksicht auf seine Mitfahrer nehmen. Aus diesem Grund besteht auch die Pflicht, dass man immer einen Maulkorb dabei haben muss, um diesen im Zweifel auch anlegen zu können. Solltest Du auf Anweisung des Schaffners den Maulkorb aus welchen Gründen auch immer nicht anlegen können, kann der Schaffner Dich am nächsten Bahnhof aus dem Zug verweisen.

Deshalb als Tipp: Vor der ersten Zugfahrt solltest du Dir einen passenden Maulkorb kaufen und deinen Hund Schritt für Schritt daran gewöhnen diesen auch zu tragen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall einen Maulkorb mit Korb und nicht mit Schlinge zu benutzen. Der Hund kann dann bei Stress oder Wärme trotzdem abhecheln.

Vorbereitung auf die erste Zugfahrt mit Hund

Dann kann es ja auch schon direkt losgehen, oder? Ein paar Dinge gibt es allerdings noch zu beachten. Zuerst einmal sollte die erste Zugfahrt nicht zu lange dauern. Für die meisten Hunde ist es eine ungewohnte Situation, an die sie sich erst gewöhnen müssen. Alternative: Du buchst keine Direktverbindung. So kann sich Deine Fellnase zwischen den Zugwechseln kurz erleichtern und ein bisschen bewegen. Denn gerade für junge Hunde kann das längere Aufhalten schon mal schwierig werden.

Generell solltest Du vor der Reise eine längere Gassirunde gehen, damit Dein Hund sich vollkommen erleichtern kann und es nicht zu einem unangenehmen Missgeschick kommt. Passiert dann doch mal ein Malheur, ist das auch nicht weiter schlimm. Darauf solltest Du im besten Fall einfach vorbereitet sein. Einen Kotbeutel hat man sowieso immer dabei. Dann packt man sich einfach ein paar Taschentücher und ein kleines Desinfektionsspray ein und ist immer auf alles gewappnet. Auf keinen Fall darf man seinen Hund ausschimpfen, wenn doch mal was daneben geht. Mit einem Lächeln und einer Entschuldigung zeigen auch die meisten Mitfahrer Verständnis.

Generell musst Du immer wieder mit negativen Reaktionen rechnen. Davon sollte man sich nicht verunsichern lassen. Im Zweifel kann man auch mal das Abteil wechseln. Kleiner Tipp: Die meisten Fernverkehrszüge haben ein Fahrradabteil. Dort ist meist sehr viel Platz und man hat oftmals sein Ruhe.

Hund im Zug: Die Checkliste

  • Zugticket
  • Reisedecke
  • Kauknochen
  • Reisenapf
  • Leine und Maulkorb
  • Transportbox oder Tragetasche

Zugticket

Du musst das passende Ticket dabei haben. Du kannst Deinem Hund nicht als Kind auf Dein Ticket buchen. 

Reisedecke

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Kauknochen

Ein geruchsloser Hundeknochen beschäftigt Deinen Hund und er kann dadurch auch Stress abbauen.

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Reisenapf

Ein Napf sollte immer dabei sein. So kannst du Deinem Hund jederzeit frisches Wasser anbieten oder ihn auch füttern. Bei längeren Reisen solltest Du darauf achten genügend Hundefutter mitzunehmen.

Leine und Maulkorb

Bei Zugfahrten musst Du immer einen Maulkorb parat halten. Dein Hund sollte diesen also bereits vor der Zugfahrt akzeptieren. 

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Transportbox oder Tragetasche

Hast Du einen kleinen Hund, den Du in der Transportbox oder Tragetasche transportieren kannst, solltest Du diese auch dabei haben. Ansonsten musst Du ein Ticket im Zug kaufen und das ist im Zug immer wesentlich teurer.

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