Hund alleine lassen

von Simone Heitmann
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Ein Haus ist kein Zuhause, solange kein Hund darin wohnt, schrieb der Zoologe Gerald Durrell. Dem stimmen wir hundertprozentig zu! Doch was ist, wenn man mal den Hund alleine lassen muss? Viele Hunde haben mit dem Alleine lassen ein Problem. Warum das so ist, was man beachten sollte und wie man mit dem Hund alleine lassen üben kann, erfährst Du in diesem Artikel.

Warum bleiben Hunde nicht gerne alleine?

Vom Wolf zum Hund

Der Hund hat sich im Lauf der Evolution am besten dem Leben der Menschen angeglichen. Dies liegt auch am angeborenen Sozialverhalten. Ihre Urahnen, die Wölfe, sind Rudeltiere. Sie leben und jagen in festen Familienverbünden, in denen es klare Strukturen und Rangordnungen gibt. Ein Wolfsrudel besteht zwischen fünf bis zehn erwachsenen Tieren. Von Geburt an, ist ein Wolf nie allein. Denn wäre es so, wäre der zunächst blinde und laufunfähige Wolfwelpe dem Tod geweiht. Auch später ist es für Wölfe existentiell in der Gemeinschaft zu leben, zu jagen und die Welpen aufzuziehen. Jedes Tier im Rudel hat seine Aufgaben. Wenn es die nicht mehr erfüllen kann, weil es krank oder schwach ist, gefährdet es die Sicherheit des Rudels und wird früher oder später zurückgelassen oder nicht mehr versorgt.

Die Gemeinschaft sichert das Überleben

Diesen Ur-Instinkt, das Überleben nur in der Gemeinschaft möglich ist, findet man nach wie vor in unseren Hunden. Nur, dass das Wolfsrudel durch den Menschen ersetzt wurde. Evolutionsbiologen gehen davon aus, dass die Wolfs-Mensch-Beziehung, eine der ältesten Tierbeziehungen der Menschheitsgeschichte ist.

Alleinsein muss trainiert werden

Aus dem Wolf ist der domestizierte Hund geworden. Aus dem Rudel eine Patchwork-Familie aus Hund und Mensch. Bleibt der Hund nun als Familienmitglied allein im Haus oder in der Wohnung zurück, während der Rest des Rudels „weiterzieht“, kann dies vom Hund als existenzielle Bedrohung wahrgenommen werden. Daher muss das Alleinbleiben in der Hundeerziehung behutsam antrainiert werden.

Wie fühlt sich ein Hund, wenn er alleine ist?

Ein Hund ist ein soziales Wesen und braucht die Gemeinschaft. Ein Hund, der regelmäßig für lange Zeit allein ist, kann im negativen Sinn verhaltensauffällig werden oder sogar depressiv.

Wie lange kann man einen Hund alleine lassen

Bloodhound im Rasseportrait

Wenn ein Hund allein bleiben soll, muss das behutsam trainiert werden.

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos – stellte schon Loriot fest. Aber ob Mops, Dogge oder Spitz, irgendwann muss jeder Hund mal allein bleiben. Es gibt Ereignisse und Verabredungen, wo die Fellnase nicht mitkann. Sei es das man zur Arbeit muss, ein Termin beim Arzt hat oder ein Kinoabend mit Freunden.

Experten raten nicht mehr als vier Stunden

Egal wie alt oder wie groß ein Hund ist, kein Vierbeiner bleibt gern zurück. Jedoch kann man ihnen gelegentlich mal zumuten, ein paar Stunden allein zuhause zu bleiben. Hundetrainer, die nach der Martin Rütter Methode trainieren empfehlen, einen erwachsenen Hund nicht länger als vier Stunden allein zuhause zu lassen. Schon deswegen, weil sie dann auch wieder ihr Geschäft machen müssen.

Wichtig ist, dass dieses Zeitfenster von maximal vier Stunden langsam aufgebaut wird. Damit das Alleinsein nicht als Stress empfunden wird, muss man es üben und trainieren. Nur so kann der Hund lernen, dass das Alleinsein nicht existentiell bedrohend ist. Weder für ihn noch für den Menschen. Denn je nach Beziehungsstatus zwischen Hund und Mensch, kann es zum Gefühl der Trennungsangst oder des Kontrollverlusts beim Vierbeiner kommen. Egal welches Gefühl es ist, es kann dabei zu unschönen Szenen und Übersprungshandlungen beim Hund kommen. Angefangen von Dauerbellen über Zerstörung der Wohnung bis hin, sich selbst zu verletzen. All dies bedeutet Stress pur für die Fellnase.

Hunde, die regelmäßig lange Zeit allein sind, können depressiv und im negativen Sinn verhaltensauffällig werden. Hunde sind soziale Wesen und brauchen, um sich wohl zu fühlen, ihre Bezugsperson sowie ein fürsorgliches und liebevolles Zuhause. Täglich 8 Stunden allein zu sein, kann Hunde krank machen.

Trennungsangst beim Hund

Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter und rassespezifische Veranlagungen. Dazu kommen noch die Erfahrungen, die er gemacht hat, bevor er in sein neues Zuhause gezogen ist. Man kann daher nicht pauschal im Voraus sagen, welcher Hund nun gut und welcher nicht so gut mit dem Alleinsein klarkommt.

Stellt man fest, dass ein Hund Probleme hat, wenn er alleingelassen wird, liegt in der Regel einer dieser zwei Faktoren vor:

  • Trennungsangst

oder

  • Kontrollverlust

Trennungsangst

Bei einer Trennungsangst, liegt für die Fellnase eine gefühlte existentielle Bedrohung vor. Er fühlt sich von seinem Rudelführer, der ihm Sicherheit und Schutz bieten, verlassen. Dieser Angstzustand kann nun beim Hund zu unterschiedlichen Handlungen führen:

  • Dauerbellen
  • Unreinheit
  • Depression
  • Zerstörungswut

Alles Dinge, die erhebliches Konfliktpotential mit der Umwelt birgt. Weder die Nachbarn ertragen ein stundenlanges Dauergekläffe. Noch finden es Frauchen oder Herrchen gut, wenn die eigenen Vierwände aussehen wie ein Schlachtfeld, Schuhe oder Möbel geschreddert sind.

Welsh Springer Spaniel im Park

Kontrollverlust

Für Hunde, die unter Kontrollverlust leiden, bedeutet das Weggehen ihres Menschen ebenso viel Stress. In diesem Fall ist es so, dass der Hund der Meinung ist, er sei als Rudelführer für die Sicherheit und die Kontrolle des Rudels verantwortlich. Verlässt ein Mitglied die Rudelgruppe, kann dieser Autoritätsverlust unmöglich geduldet werden. Zudem ist der vierbeinige Kontrolleur der Überzeugung, dass sich das abtrünnige Rudelmitglied bei seinen „Alleingängen“ in große Gefahr begibt.

Auch beim gefühlten Kontrollverlust ist der Hund erheblich gestresst und es kann ebenfalls zu Handlungen kommen wie:

  • Dauerbellen
  • Zerstörungswut
  • Depression
  • Aggressivität

Trennungsangst beim Hund kann man in der Regel viel Training selbst gut in den Griff bekommen. Hat man aber einen Hund, der anhaltende Probleme mit dem Alleinsein hat, sollte man sich Rat bei einem Experten holen. Wenn man einen Hund noch nicht so gut kennt, kann es schwierig sein zu beurteilen, ob es sich bei der Fellnase um Trennungsangst oder um Kontrollverlust handelt. Leidet der Hund unter Kontrollverlust, ist meist eine Analyse der Mensch-Hund-Beziehung von einem Hundeexperten notwendig.

Wie lange kann man einen Hund alleine lassen?

Experten raten einen erwachsenen Hund nicht länger als maximal vier Stunden alleine zu lassen.

Hund alleine lassen im Welpen- und Erwachsenenalter

Welpen werden das Alleinsein schneller akzeptieren als erwachsene Hunde. In der Regel brauchen erwachsene Hunde etwas länger beim Lernen. Aber keine Sorge, auch erwachsene Hunde können noch das Alleinsein lernen.

Wichtig ist aber, dass man das Alleinsein übt, bevor man den Vierbeiner wirklich mal alleinlassen muss. Klar ist auch, dass man Welpen nicht so lange alleine lassen kann, wie erwachsene Hunde. Schließlich drückt bei den Kleinen die Blase noch sehr viel öfter. Zudem ist langes Alleinsein für die psychische Entwicklung und das Sozialverhalten der kleinen Racker schädlich.

Wenn ein Hund in sein neues Zuhause zieht, ist es wichtig, dass er in Ruhe, mit viel Liebe und Führsorge ankommen kann. Er neben seinem Fressplatz und seinen Spielsachen auch ein Ruhebereich hat, wo er von keinem gestört wird und im Schlaf all die neuen Eindrücke verarbeiten kann. Wenn man berufstätig ist, sollte man sich drei bis vier Wochen Urlaub nehmen.

Diese Zeit ist als Investition für ein harmonisches und stressfreies Zusammenleben zu sehen. Nach circa einer Woche kann man langsam anfangen, den Gassi-Radius um das neue Zuhause peu à peu zu erweitern. Dies ist dann auch ein guter Zeitpunkt, mit dem Hund das Alleinsein zu üben

Hund alleine lassen: Tipps & Tricks

Ausgelastet und entspannt lernt sich Alleinsein leichter

Bevor man das Alleinsein übt, ist es hilfreich, wenn der Hund zuvor altersgerecht körperlich und geistig ausgelastet wurde. Bei Welpen können das zum Beispiel kleine Trainingseinheiten zu Sitz und Platz sein. Bei erwachsenen Hunden längere Spaziergänge mit Apportieren. Wenn es dann noch etwas zu Fressen gibt, ist der Hund schon mal entspannt und zufrieden.

Die normalste Sache der Welt

Mit kleinen Übungseinheiten über den Tag verteilt, beginnt man nun, den Raum kurz zu verlassen und die Tür hinter sich zu schließen. Langsam bis fünf zählt und wieder in den Raum zurückkehrt, ohne den Hund anzublicken oder zu beachten. Weder das Verlassen des Raumes noch die Rückkehr wird zelebriert. Anders als sonst, wird bei diesem Training nicht gelobt. Es soll für den Hund die normalste Sache der Welt sein, dass er seinen Menschen kurz nicht sieht und allein in einem Raum ist.

Wenn es ruhig ist, geht die Tür auf

Es ist wichtig, dass die Tür nur dann aufgemacht wird, wenn der Hund dahinter sich ruhig verhält. Das kann eventuell eine knifflige Sekundensache werden, genau zwischen zwei Bellern die Tür zu öffnen. Aber mit ein bisschen Übung schafft man das. Der Sinn liegt darin, dem Hund kein Erfolgserlebnis für sein bellen zu geben. Er soll lernen, nur wenn er ruhig ist, geht die Tür wieder auf.

Mit flexiblen Zeitfenstern arbeiten

Klappt das Zählen bis fünf gut ohne dass der Hund hinter der Tür bellt, beginnt man die Zeitfenster flexibel zu gestalten. Einmal zählt man nur bis drei, ein anderes Mal bis 10. So kann sich der Hund keinen bestimmten Zeitintervall merken. Nach und nach kann man die Zeitfenster des Wegbleibens verlängern. Doch immer wieder auch kurze Zeitfenster einbauen.

Kreatives rein und raus gehen

Wenn man sicherer mit dem Trainingsablauf geworden ist, kann man anfangen beim Verlassen oder Reinkommen, Dinge in den Raum mitzunehmen oder rauszutragen. Ein Buch, eine Decke oder den Müll. Auf jeden Fall sollte auch das Schlüsselbund dabei sein. Denn auch ein Welpe kennt dieses Geräusch schon längst und verbindet es mit dem Rausgehen. Nun soll geübt und gelernt werden, dass dieses Geräusch nicht automatisch eine Gassirunde bedeutet. Die gleiche Bedeutung haben auch Schuhe und Jacke. Auch diese Kleidungsstücke ins kreative rein und raus gehen einbeziehen.

Ab wann kann man einen Hund alleine lassen?

Einen Hund kann man erst dann für eine kurze Zeit allein lassen, wenn er es mit viel Training gelernt hat.

Schonkost: Hund liegt in seinem Körbchen

Es gibt zahlreiche Übungen und Tricks, um das Alleine bleiben zu trainieren.

Das Tor zur Welt

Wenn die Übungen innerhalb der vier Wände gut laufen, kann man anfangen, die Haustür in die Übungen einzubeziehen. Auch hier heißt es langsam und flexibel aufbauen, Ruhe bewahren und kreativ sein. Denn diese Tür hat für den Hund natürlich die größte Bedeutung – sie ist das Tor zur Welt. Gut zum Üben sind Gänge zum Briefkasten, zum Müll oder in die Garage, wo man das Auto ruhig auch mal starten lassen kann.

Eingrenzung und Hundebox

Für einige Hunde ist es hilfreich, wenn sie während der Abwesenheit ihres Menschen räumlich eingegrenzt werden, nur Zugang zu ein oder zwei Räumen haben. Es hilft dabei sich sicher zu fühlen und die Zeit bis zur Rückkehr der Menschen stressfreier zu erleben. Seriöse Züchter gewöhnen ihre Welpen bereits an eine Hundebox oder Hundekennel als sicheren Rückzugsort.

Hilfsmittel

Mit einer Kamera, die man im Elektromarkt kauft und Zuhause aufstellt, kann die Fellnase am Handy überwachen. Auch soll es manchen Hunden helfen, wenn sie in Abwesenheit ihrer Menschen, Radio hören oder Fernsehen gucken können.

Darauf sollte man verzichten

Beschäftigung mit Kauartikel oder Spielzeug, an denen der Hund ersticken kann. Auf Ansprache, wenn der Hund einen nicht sehen kann. Auf jegliche Art von Zwang und Aggressivität.

Mit Zeit und Geduld ans Ziel

Hundeerziehung braucht Zeit und Geduld. Jeder Hund hat einen anderen Charakter und lernt mal schneller oder mal langsamer. Erwachsenen Hunden etwas Neues beizubringen, die eventuell sogar schon schlechte Erlebnisse hatten, ist selbst für erfahrene Hundetrainer nicht immer einfach.

Welche Hunderassen kann man alleine lassen?

Kein Vierbeiner mag gern alleine sein. Es gibt keine rassespezifischen Eigenschaften, die es einem Hund leicht macht, allein zu bleiben. Egal ob man einen Hütehund, Begleithund, Jagdhund oder einen Mischling hat, kein Hund möchte regelmäßig über einen längeren Zeitraum allein sein. Hunde sind soziale Wesen und am glücklichsten, wenn sie die Menschen in ihrer Nähe haben, zu denen sie sich zugehörig fühlen. Daher sollte man vor der Anschaffung eines Hundes seine Lebenssituation und seinen Alltag prüfen und sich ehrlich die Frage beantworten: Habe ich genügend Zeit, dem Hund ein artgerechtes Leben zu bieten?

Darf ich meinen Hund alleine lassen? Die Gesetzeslage

Wie lang man einen Hund maximal allein lassen darf, ist im Gesetz nicht explizit festgelegt. Doch gibt es im Rahmen des Tierschutzgesetz, der Ländergesetze und des Mietrechts einige Regelungen und Verordnungen, die man als Hundehalter wissen sollte.

Tierschutzgesetz

Hunde im Auto alleine lassen

Wer seinen Hund im Auto zurücklässt, muss unter bestimmten Umständen mit einer Strafe gemäß Tierschutzgesetz rechnen. Generell verbietet der Gesetzgeber das Zurücklassen von Hunden im Auto nicht. Stattdessen sind aber die individuellen Umstände zu betrachten. Ist ein Hund für einen langen Zeitraum in einem Auto eingesperrt oder wenn er im Auto gesundheitsgefährdender Hitze oder Kälte ausgesetzt ist, kann eine Anzeige wegen Tierquälerei folgen. Tierhalter, die den Hund im Auto zurückgelassen haben, müssen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer empfindlichen Geldstrafe rechnen.

Das neue Gesetz

Seit 2021 gibt es seitens des Landwirtschaftsministeriums eine neue deutschlandweite Hundeverordnung, die Hundehaltern unter anderem untersagt, ihre Fellnasen den ganzen Tag allein zu lassen. Die wichtigsten Neuerungen dieser Verordnung sind:

  • Hunde dürfen in Zukunft nicht mehr den ganzen Tag allein zu Hause gelassen werden. Es wird vorgeschrieben, dass eine Betreuungsperson sich “mehrmals täglich” um den Hund kümmern soll.
  • Einem Hund ist mindestens zweimal täglich für insgesamt mindestens eine Stunde Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers zu gewähren.

Darf man einen Hund 8 Stunden alleine lassen?

Nein. Zum einen verbietet das seit 2021 ein neues Tierschutzgesetz und zum anderen, weil ein Hund sich nach vier Stunden mal lösen muss.

Ländergesetze

Es ist ratsam, sich vor der Anschaffung eines Hundes mit der Gesetzeslage zur Hundehaltung in seinem Bundesland vertraut zu machen. Jedes Bundesland hat ein eigenes Hundegesetz. Doch wird man in allen 16 Bundesländern etwas zur Aufsichtspflicht finden. In der Hamburger Hundeverordnung steht zum Beispiel:

„Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht gefährdet oder belästigt werden.“

Im Großen und Ganzen schließt dieses Gesetz auch den eigenen Hund mit ein – bleibt aber etwas schwammig. Konkreter hingegen wird es im Mietrecht, wenn es um die Belästigung durch Hunde geht.

Mietrecht

Das Mietrecht regelt nicht, ob man seinen Hund allein lassen darf. Es findet aber Anwendung, wenn es um Geräuschbelästigung oder Verunreinigungen durch Hunde geht. Was einem eventuell als Hundehalter in einem Mehrfamilienhaus nicht stört, können geräuschempfindliche Menschen ganz anders wahrnehmen.

Die gute Nachricht vorweg, ein generelles Haustierverbot in Mietverträgen ist nicht zulässig. Dies hat bereits der Bundesgerichtshof in einem Urteil 2013 festgelegt. ABER: Intensität und Dauer sind das Zünglein an der Waage von Justitia. Neben Dauer und Lautstärke des Bellens, spielt bei der Geräuschbelästigung auch die Einhaltung der Ruhezeiten eine wichtige Rolle. Ob Mittagszeit oder Nachtruhe in jedem Mietvertrag sind diese Ruhezeiten festgelegt und einzuhalten. Bellt Bello nun stundenlang zu jeder Tages- und Nachtzeit ist der Ärger mit den Nachbarn vorprogrammiert. Bringen persönliche Gespräche oder Schreiben der Hausverwaltung keine Veränderungen, landen solche Hunde-Streitigkeiten auch vor Gericht.

Das Oberlandesgericht Hamm urteilte 1989 wie folgt: In der Nachtzeit (21 bis 7 Uhr) sowie zur Mittagszeit (13 bis 15 Uhr) und an Sonn- und Feiertagen ist für Ruhe zu sorgen. Das Oberlandesgericht Köln hat zudem 1993 entschieden, dass Hunde nicht zwischen 13 und 15 Uhr und zwischen 22 und 6 Uhr nicht länger als zehn Minuten ununterbrochen zu hören sein dürfen. Allerdings gibt es keinen Anspruch auf ein gänzlich lärmfreies Wohnen. Hunde dürfen auch mal Anschlagen oder zur Begrüßung kurz bellen. Dies ist auch in Sinne einer artgerechten Tierhaltung.

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