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Lipom beim Hund – Ursachen & Behandlung

von Simone Heitmann
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Häufig wird es beim Kuscheln, Kraulen oder Streicheln entdeckt – eine Beule unter der Haut unseres Lieblings. Doch zum Glück muss nicht immer gleich vom schlimmsten Fall eines Tumors ausgegangen werden. Möglicherweise handelt es sich nur um ein harmloses Lipom. Was ein Lipom beim Hund ist und wie Du darauf reagieren solltest, erfährst Du in diesem Artikel.

Lipom (Hund): Krankheitssteckbrief

Was ist ein Lipom beim Hund?

Ein Lipom ist ein Fettbeutel oder auch Fettgeschwulst, das unter der Haut des Hundes entstanden ist. Das knotenartige Gewächs ist ein gutartiger, verschiebbarer, nicht schmerzende Fettknoten in der Unterhaut des Hundes. Medizinisch betrachtet, ist ein Lipom ein weicher, gutartiger Tumor. Vermehrt kommen diese Knoten bei älteren Hündinnen und oder übergewichtigen Hunden vor. Oftmals treten sie am Bauch, am Unterleib, an der Brust, am Brustbein und an den Beinen des Hundes auf. Ein Lipom ist normalerweise vom umliegenden Gewebe abgekapselt und ist nicht mit der Umgebung verwachsen, daher lässt es sich auch verschieben. Auch ist es nicht entzündlich warm oder schmerzt der Knoten unseren Liebling.

Lipome die mit dem umliegenden Gewebe verwachsen sind und sich nicht verschieden lassen, werden infiltrative Lipome genannt. Sie haben keine feste Abgrenzung dringen in das umliegende Gewebe ein und können mit Muskeln und Sehnen verwachsen. Was wiederum zu Problemen beim betroffenen Hund führen kann. Das Abtasten des Infiltrative Lipom kann für den Hund unangenehm bis schmerzhaft sein. 

Die bösartige Form des Lipoms ist das Liposarkom. Zum Glück kommt es äußerst selten bei Hunden vor. Diese Knoten sind eher hart und schlecht vom umliegenden Gewebe abgegrenzt. Ein Liposarkom kann in Lungen, Leber oder Knochen metastasieren (ausstreuen).

Was tun gegen Lipome beim Hund?

Eine gezielte Prophylaxe gibt es nicht, da die Ursache für die Entstehung von Lipomen nicht bekannt ist.

So gefährlich kann ein Lipom beim Hund sein

Ein normales gutartiges Lipom ist nicht gefährlich für den Hund. Stören kann es ihn aber schon. Zum Beispiel wenn es sehr groß wird und ihm beim Laufen oder Liegen behindert. Dann sollte man sich als Halter:in mit dem Tierarzt absprechen, ob eventuell eine Entfernung sinnvoll ist und ob das Risiko eine Operation im Verhältnis zur Einschränkung steht.

Behandlung von Lipom beim Hund

Die bösartige Form des Lipoms – das Liposarkom – kommt zum Glück nur selten bei Hunden vor.

Ursachen – Wie entsteht ein Lipom?

Die Ursachen für die Entstehung eines Lipoms ist bisher nicht entdeckt worden. Tiermediziner:innen vermuten möglicherweise eine Vererbung, aber dies konnte bisher wissenschaftlich nicht bestätigt werden. 

Symptome – Diese Anzeichen weisen auf die Erkrankung hin

Meist wird ein Lipom beim Streicheln, Kuscheln oder bei der Fellpflege entdeckt. Dabei fühlt man das Lipom häufig. Sind die Lipome größer, kann es zum Beispiel beim Laufen oder Liegen stören und der betroffene Hund wird versuchen, das „komische Ding“ zu entfernen.

Sollte man ein Lipom beim Hund entfernen lassen?

Jede unnötige Operation sollte beim Hund vermieden werden. Ist der Hund jedoch in seiner Bewegung oder beim Liegen eingeschränkt, sollte darüber mit einer Tierärztin gesprochen werden.

Diagnose – So wird ein Hund-Lipom nachgewiesen

Wird der Hund einem Tierarzt oder Tierärztin vorgestellt, wird als erstes untersucht, ob der Fettknoten sich bewegen lässt, ob er Schmerzen verursacht und wie hart er ist. Diese Untersuchungen sollen Aufschluss darüber geben, ob es sich um ein „normales“ oder um ein infiltratives Lipom oder um eine bösartiges Liposarkom handelt

Eine weitere Untersuchung ist die Feinnadelaspirationsbiopsie. Dabei wird mit einer Spritze Flüssigkeit aus dem Knoten gezogen und im Labor untersucht. Diese Untersuchung ist für den Hund kein großer Eingriff. 

Anders bei der Gewebeprobenentnahme (Biopsie). Dafür muss der Hund sediert werden und ihm im Rahmen einer Operation eine Gewebeprobe des Knotens entnommen werden, um sicher zu bestimmen, um welche Art von Lipom es sich handelt.

Hund mit Lipom liegt auf einem Sofa

Da die Ursache für die Entstehung eines Lipoms nicht klar ist, kann man als Halter:in nicht viel in Sachen Vorbeugung unternehmen.

Wie fühlt sich ein Lipom beim Hund an?

Das gutartige Lipom fühlt sich eher weich an und lässt sich verschieben. Auch ist das Hautumfeld des Lipoms nicht durch eine Entzündung untypisch warm oder heiß.

Therapie & Behandlung – Ist das Fettgeschwulst behandelbar?

Als Halter:in eines Hundes mit einem gutartigen Lipom muss beobachtet werden, inwieweit der Fettknoten den Hund in seiner Bewegung einschränkt und ob eine Operation und damit das Sedieren des Hundes, im Verhältnis steht. Anders sieht es bei einem infiltrative Lipom aus. Wenn diese Art des Lipoms an den Muskeln oder Sehnen festsitzt und den Hund behindert, sollte es entfernt werden. Bei einem Liposarkom muss das bösartige Gewebe in einer Operation großflächig rausgeschnitten werden, um nicht weiter zu Metastieren. Im Anschluss wird eine Bestrahlung und/oder eine Chemotherapie nötig sein.

Was kostet es, ein Lipom beim Hund zu entfernen?

Die Kosten für eine Lipomentfernung hängt von der Größe und der Anzahl der zu entfernenden Lipome ab.

Prophylaxe – Kann ein Lipom beim Hund vorgebeugt werden?

Da die Ursache für die Entstehung eines Lipoms nicht klar ist, kann man als Halter:in nicht viel in Sachen Vorbeugung unternehmen. Sicherlich ist es hilfreich, wenn der Hund kein Übergewicht durch zu viel Fett auf den Rippen hat. Aber letztendlich kommen Lipome auch bei schlanken und sportlich geführten Hunden vor. 

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