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Hund Platz beibringen – Hilfreiche Tipps & Tricks

von Michael Hein
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Schon im Welpenalter solltest Du deinem Hund Platz beibringen. Denn das Kommando „Platz“ sollte vom Hund optimal beherrscht werden – und das auch schon in jungen Jahren. Warum das so ist und wie Du Deinem Hund Platz beibringen kannst, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Bedeutung des Kommandos „Platz“ – Warum es wichtig ist

Das Kommando Platz ist wichtig in vielen Alltagssituationen mit Deinem Hund. Es gibt viele Situationen, in denen es wichtig ist, dass Dein Hund sich ruhig und entspannt verhält. Ein Beispiel kann der Besuch bei Freunden sein. Auch im Restaurant möchte man, dass sich der Hund entspannt neben einen legt. Ebenfalls im öffentlichen Nahverkehr sollte der Hund das Kommando beherrschen. Es gibt somit viele Situationen, die durch das Kommando Platz leichter zu bewältigen sind, da man den Hund mit diesem Kommando zur Ruhe bringen kann und ihn besser kontrollieren kann.

Im Bereich Hundesport hat das Kommando Platz ebenfalls eine wichtige Bedeutung und der Hund muss das Kommando perfekt gelernt haben. In sehr aufregenden Situationen fällt es den meisten Hunden schwer sich hinzulegen und das Kommando auszuführen. Daher ist es sehr wichtig bereits dem Welpen das Kommando beizubringen.

Wie bringt man einem Welpen Platz bei?

Man muss mehrere Schritte durchführen und wiederholen um das Kommando „Platz dem Welpen beizubringen. Zuerst muss dem Welpen das Hinlegen beigebracht werden, um dann akustische Signale hinzuzufügen und die Schwierigkeit zu erhöhen.

Hund Platz beibringen: Die ersten Schritte im Training

Wenn Du Deinem Hund Platz beibringen möchtest, dann solltest Du für eine ruhige und entspannte Umgebung sorgen. Am besten eignet sich die Wohnung, an die der Welpe sich bereits gewöhnt hat. Dein Welpe sollte bestenfalls in dem Moment auch nicht völlig aufgedreht sein und Du solltest seine Aufmerksamkeit haben. Wie bei allen Kommandos wird zu Beginn der Einsatz von Leckerli oder anderem Futter als zusätzliches Lob genutzt. Der Einsatz des Leckerlis als Verstärkung wird dann nach und nach weniger genutzt.

Um dem Welpen effektiv das Kommando beizubringen, sollten die Übungen in verschiedenen Schritten aufeinander aufgebaut werden.

Welpe liegt auf dem Rasen

Wenn Du deinem Hund Platz beibringen möchtest, dann solltest Du für eine ruhige und entspannte Umgebung sorgen.

Schritt 1: Hinlegen beibringen

Zuerst sollte versucht werden, dem Welpen beizubringen, sich hinzulegen, ohne ein akustisches Signal zu geben. In diesem Schritt ist die Belohnung mit einem Leckerli sehr wichtig. Dem Welpen sollte deutlich gemacht werden, dass man ein Leckerli in der Hand hat. Um das Kommando, „Platz“ zu erlernen, sollte der Welpe bereits das Kommando „Sitz“ sicher kennen und beherrschen. Führt der Welpe nun das Kommando „Sitz“ aus, klemmst Du das Leckerli zwischen Deine Finger und hältst es ihm vor die Nase.

Anschließend führe die Hand langsam vor der Brust runter bis zwischen seine Vorderpfoten. Wichtig ist, das Leckerli in Reichweite des Hundes zu führen. Es könnte sonst passieren, dass er versucht ans Leckerli zu kommen und, um es zu erreichen, aufstehen würde. Er wird im besten Fall direkt versuchen dem Leckerli zu folgen und sich somit ablegen, um an die flache Hand mit der Belohnung zu gelangen. Sobald der Welpe liegt, sollte ihm unverzüglich das Leckerli gegeben werden. Dieser Schritt sollte dann mehrmals täglich in kleinen Einheiten geübt werden.

Schritt 2: Akustisches Signal

Im weiteren Verlauf kannst Du zu der Übung von Schritt 1 das akustische Signal „Platz“ hinzufügen und das fortlaufend zu üben. Zudem kann nun ausprobiert werden mit der Leckerli-Gabe etwas zu warten. So bringt man dem Welpen langsam bei auch etwas länger liegen zu bleiben.

Schritt 3: Handzeichen hinzufügen

In diesem Schritt kann nun begonnen werden, ein weniger auffälliges Signal mit der Hand zu nutzen, um die Ausführung des Kommandos „Platz“ zu erreichen. Hierzu wird nun mit der flachen nach unten zeigender Hand die Richtung Boden geführt wird das Signal gegeben. Zusätzlich wird das Kommando „Platz“ genannt.  Später kann das akustische Signal bei Wunsch weggelassen werden. Es bleibt dem Besitzer selbst überlassen, ob er lieber möchte, dass der Hund auf ein Handzeichen oder auf das akustische Signal reagiert.

Schritt 4: Leckerli reduzieren

Nun ist es wichtig, nicht mehr für jedes ausgeführte „Platz“ ein Leckerli anzubieten. Eine wörtliche Belohnung wie „fein“ sollte im Verlauf ausreichen. Reduziere die Gabe von Leckerli zum Beispiel nur noch bei jeder zweiten Ausführung.

Wann sollte das Platz Training beginnen?

Am besten direkt im Welpenalter, sobald das Kommando „Sitz“ beigebracht wurde.

Hund Platz beibringen: Schwierigkeit erhöhen

Liegezeit verlängern

Wenn der Hund das Kommando Platz gut kennt, sollte man die Liegezeit des Hundes verlängern. Dabei wird das „Ablegen“ trainiert. Der Welpe sollte nicht direkt ein Leckerli bekommen. Das längere Liegen-bleiben wird trainiert, damit der Welpe länger entspannt neben seinem Herrchen liegt. Zum Beispiel während man sich mit Freunden unterhält. Die verlängerte Liegezeit kann somit in vielen Alltagssituationen helfen und den Welpen entspannen lassen.

Welpe liegt auf Fliesen

Am besten direkt im Welpenalter, sobald das Kommando „Sitz“ beigebracht wurde.

Liegenbleiben in Abwesenheit des Besitzers

Auch kann dann trainiert werden, dass der Welpe liegen bleibt, wenn der Besitzer von ihm weggeht. In den ersten Versuchen solltest Du Dich langsam rückwärts gehend von Deinem Hund entfernen.  Zudem hat es sich bewährt, einen vertrauten Gegenstand neben dem  Welpen liegen zu lassen, damit er den Geruch seines Herrchens weiterhin wahrnimmt. Man kann dann zum Beispiel auch das Kommando „Platz“ aus der Entfernung aufheben und den Welpen zu sich rufen.

In weiteren Schritten kann man sich aus dem Sichtkreis des Hundes entfernen. Zwischendurch sollte man sich dem Welpen zeigen. Wichtig ist dabei, den Hund im Auge zu behalten, um ihn gegebenenfalls zu korrigieren.

Wiederholung an anderen Orten

Funktioniert das Kommando nun einwandfrei in der ruhigen häuslichen Umgebung, sollte nun an anderen Orten geübt werden. Zunächst ebenfalls in ruhigen Situationen. Aber auch in stressigeren Situationen sollte Dein Welpe lernen, auf das Kommando zu hören. Es kann passieren, dass hier nochmal in fremder Umgebung mit den vorherigen Schritten begonnen werden muss. Gerade junge Hunde müssen in neuen Umgebungen erst einmal in Ruhe zurecht kommen.

Wie lange darf ein Welpe Platz machen?

Zu Beginn sollte die Liegezeit nur kurz sein und diese kann dann gegebenenfalls gesteigert werden.

Hund Platz beibringen: Tipps & Tricks

Welpen legt seinen Kopf auf der Schulter eines Jungen ab

Positive Verstärkung ist ein wichtiger Bestandteil, um ihren Hund spielerisch das Kommando beizubringen.

Oberste Priorität bei dem Erlernen des Kommandos „Platz“ ist, dass der Hund spielerisch an das Kommando gewöhnt wird. Besonders bei Welpen sollte immer darauf geachtet werden, konsequent zu sein, da der Drang zu spielen und sich zu bewegen höher ist als entspannt zu liegen. Positive Verstärkung ist ein wichtiger Bestandteil, um ihren Hund spielerisch das Kommando beizubringen.  Denn alle Hunde können sich von Natur aus hinlegen. Es wird nur kompliziert, sobald er dies auf Kommando tun soll.

Zudem sollte man die ersten Versuche im Training in einem ruhigen Moment machen. Der Welpe sollte am besten schon ausgelastet und etwas ruhiger sein. Ansonsten kann schnell Frust bei Welpen und Besitzer entstehen.

Geduld ist sehr wichtig, wenn mit einem Welpen trainiert wird. Man sollte nicht aufgeben und immer wieder in passenden Situationen die einzelnen Schritte wiederholen. Auch sehr kleine Fortschritte im Training zahlen sich am Ende aus.

Hund Platz beibringen: Typische Herausforderungen

Spieltrieb

Welpen wollen oft spielen und können sich dann schlecht konzentrieren.  Sie sind dann abgelenkt durch ihren Spieltrieb und daher nicht bereit ein Kommando wie „Platz“ zu erlernen. Der passende Moment sollte somit abgepasst werden.

Welpe möchte nicht liegen

In manchen Fällen kann es sein, dass der Welpe sich zu Hause auf den Boden nicht hinlegen möchte. Er legt sich nur in sein vertrautes Körbchen. Das Kommando sollte dann auf weicherem Untergrund trainiert werden, zum Beispiel auf einen Teppich.

Verständnisprobleme

Oft wird das Kommando vom Besitzer falsch ausgeführt. Der Welpe kann die Zeichen nicht verstehen und wird die Übung nicht ausführen. Eine genaue Beachtung und Durchführung der ersten Schritte sind somit sehr wichtig.

Ablenkung

Ein Welpe ist schnell von seiner noch neuen Umgebung abgelenkt und kann sich schwer konzentrieren. Achte auf eine entspannte, ruhige und reizarme Umgebung. Ist der Besitzer selbst nervös, überträgt sich die Anspannung auch auf den Hund. Also achte darauf selbst entspannt zu bleiben.

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